Enzyklopädie der Neuzeit Online

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Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Baal Schem

(13 words)

s. Heilige

Bäcker

(1,298 words)

Author(s): Göttmann, Frank
1. Beruf Im 15. Jh. waren bereits die wichtigsten Elemente des B.-Gewerbes ausgebildet: im berufsständischen und sozialen Korporationswesen (Korporation), in Betriebsform und Arbeitsorganisation, Berufszugang und Qualifikation, Produktionstechnik und obrigkeitlicher Qualitätskontrolle …

Backstein

(10 words)

s. Baustoffe

Baden

(823 words)

Author(s): Naphy, William
B. in der Nz. ist im Zusammenhang mit Vorstellungen von Gesundheit zu sehen. Man ging ins Badehaus, um sich zu säubern, doch es war v. a. ein Ort für Sozialkontakte und manchmal ein praktischer Treffpunkt mit Prostituierten (Prostitution; Bader). Man schwamm auch; dies war aber selten und galt als leicht exzentrische Betätigung. In kontinentaleurop. Handbüchern über einen gepflegten Lebensstil (z. B. Faret’s Honnête homme und Castigliones Cortegiano, vgl. Anstandsliteratur) findet sich das Schwimmen zwar auf der Liste der akzeptablen Freizeitbeschäftigungen, wird aber nicht bes. empfohlen. In brit. Abhandlungen für die gleiche Zielgruppe wird es überhaupt nicht erwähnt. Neben dem Schwimmen und dem Besuch von Badehäusern war das Waten und Planschen in Seen, Teichen, Flüssen und Bächen sicherlich die am weitesten verbreitete Form des Ganzkörperbads. Dies gilt verstärkt für die Zeit nach der Reformation, als viele Städte, bes. im protest. Teil Europas…

Bader

(1,694 words)

Author(s): Sander, Sabine
1. Bader als Dienstleister einer frühen »Wellnesskultur« Unter dem Einfluss von Kulturbegegnungen (durch Kreuzzüge und Fernhandel) wurde das Baden im ma. Europa populär. Mit der Urbanisierung entstanden zunächst in den Städten (z. B. Fulda, Mitte 12. Jh.), dann auch auf dem Land (14. Jh.) Badestuben. Sie wurden von B. (Badstover, Badstübner; lat. b…

Bäder, medizinische

(1,946 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Von der Badestube zu den Thermalquellen Für den Niedergang und das sinkende Ansehen der ma. städtischen Badekultur dürfte in erster Linie die schnelle Verbreitung der Syphilis seit dem Ende des 15. Jh.s verantwortlich gewesen sein, die vielerorts zu Schließungen der städtischen Badestuben führte (Bader), weil man in ihnen gefährliche Ansteckungsherde für diese Krankhei…

Bäderstadt

(701 words)

Author(s): Keller, Katrin
Das Baden zu Heilzwecken hat eine lange Tradition, wobei die Nutzung von Mineralquellen nicht an eine Stadt gebunden war, wie etwa die zahlreichen ma. und nzl. Wild- und Bauernbäder erkennen lassen. Die B. stellt insofern einen Spezialfall des Kurortes dar. Nachdem bis ins ausgehende 17. Jh. v. a. Thermalbäder Zulauf hatten, kam es in der Folgezeit zu einer umfassenderen Nutzung von Wasser als Heilmittel in Form von Trinkkuren. Dieses Angebot wurde von breiten adligen wie bürgerlichen Schichten, die sowohl über die notwendige Finanzkraft wie auch über das Freizeitpotenzial verfügten, schnell angenommen. Die Folge war eine wachsende Zahl von Siedlungen, die von ihrer Funktion als Heilbad bzw. Kurort geprägt waren; der traditionelle Badeort wurde zum Kurort [3. 23]. Etliche dieser Siedlungen genossen bere…

Badhaus

(10 words)

s. Bader

Badisches Landrecht

(713 words)

Author(s): Neschwara, Christian
1. Entstehung und Geltung Die Rechtsordnung des 1806 mit Beitritt zum Rheinbund zum Großherzogtum erhobenen Baden war aufgrund sukzessiver Erweiterungen des alten territorialen Kerns seit 1803 (vgl. Reichsdeputationshauptschluss) überaus zersplittert. Der nun anlaufende Aufbau eines einheitlichen Staates verband sich mit der Zielsetzung, ein »allgemeines« B. L. zu schaffen, das als moderne Zusammenfassung des bestehenden Zivilrechts auch ein Träger des neuen Staatsbewusstseins werden sollte. B. L. bezeichnete zunächst die Reformationen des Landrechts für Baden-Baden 1588 und für Baden-Durlach 1654. Nach den im 18. Jh. gescheiterten Rechtsvereinheitlichungsprojekten auf Grundlage dieser Landrechtsreformationen empfahl sich nun als Vorbild für die Ausarbeitung einer eigenen Kodifikation des Privatrechts aber nicht etwa das Allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten (1794) oder der österr. Entwurf zu einem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (1797), sondern – im Hinblick auch auf eine künftige Rechtseinheit im Rheinbund – die Übernahme des franz. Zivilrechts. …

Bahnhof

(14 words)

s. Tourismus | Verkehrsarchitektur | Verkehrsnetz

Bahnhof

(998 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Allgemein Gemeinsam mit der Einführung der Dampf- Eisenbahn zur Personenbeförderung (1830 in England, 1835 in Deutschland) entstanden entlang der Schienenstrecken und an ihren Enden B. als Haltestationen. Ihrem Hauptzweck, der Abfertigung von Reisenden, genügten in den Anfangsjahren schlichte Holzbauten. Noch im 19. Jh. entwickelten sich B. jedoch zu repräsentativen Empfangsgebäuden und zu Zentren der städt. Öffentlichkeit und Kommunikation. B. boten ein Musterbeispiel für Ordnung und Disziplin und vermittelten einen exakten Begriff moderner industrieller Zeitmessung. …

Balkentelegraph

(885 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
Als B. wird eine im späten 18. und 19. Jh. der Nachrichtenübertragung auf Sichtweite ( Optische Telegraphie) dienende mechanische Vorrichtung bezeichnet, gewöhnlich ein Mastbaum mit daran montierten, über Hebel und Seilzüge gesteuerten, beweglichen (Quer-)Balken, deren Positionen eine spezifische Zeichenmenge umfassten. Die Aufstellung zu Relaisketten – vorzugsweise in Höhenlagen – ließ, unterstützt durch die Technik des Fernrohrs, die Überbrückung größerer Entfernungen annähernd ohne Zeitverlust zu. Die seit der Antike praktizierten Signaltechniken (Rauch, Licht…

Ballade

(808 words)

Author(s): Laufhütte, Hartmut | Böhm, Elisabeth
Die B. ist eine Gattung relativ kurzer erzählender Texte in Versform, meist gereimt und oft strophisch gegliedert, wobei refrainartige Teile möglich sind. In teleologischer Darbietungsstruktur wird meist in einem Handlungsstrang eine merkwürdige Begebenheit präsentiert. Die Darstellungsart kann ernsthaft, humoristisch oder ironisch sein; diese vordergründig wirksame Behandlungsart kann mit dem impliziten Darstellungsziel kontrastieren. Zwar gibt es gattungsspezifische Deutungsschemata (z. B. mor…

Ballett

(2,376 words)

Author(s): Jacobshagen, Arnold
1. Begriff Als B. bezeichnet man allgemein die für die europ. Neuzeit seit dem späten 16. Jh. repräsentative Ausprägung des Schautanzes bzw. Bühnentanzes (im Unterschied zu nicht-theatralen Erscheinungsformen des Tanzes wie kultischem Tanz, Gesellschaftstanz oder Volkstanz). Die histor. Entwicklung des B. vollzog sich im Kontext der europ. Musiktheatergeschichte (primär höfischer Prägung); mit deren Hauptgattung Oper sowie mit deren Teilkünsten (Musik, Literatur, Szenographie, Bühnentechnik) steht es sowohl institutionell als auch stoff-,…

Ballistik

(1,022 words)

Author(s): Epple, Moritz
Die B. (Lehre von der Bewegung von Geschossen) gehört zu den Wissensgebieten, die bei der Herausbildung der neuen Wissenschaft des 16. und 17. Jh.s im Zentrum stand. Sie lieferte sowohl eine Motivation als auch eines der schwierigsten Anwendungsgebiete der Mechanik als einer mathematisierten Bewegungslehre. Zugleich stand sie in einer nicht immer einfachen Beziehung zu der …

Ballonfahrt

(1,096 words)

Author(s): Riha, Karl

Ballspiel

(1,113 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Erziehungsideal Seit der Renaissance versuchten humanistische Pädagogen, die Liebe zu B. in antiken Traditionen zu begründen (z. B. bei Galen), doch ist die moderne Begrifflichkeit von german. ball (ital. palla), nicht von lat.

Bambergische Halsgerichtsordnung

(15 words)

s. Constitutio Criminalis Carolina

Bandmühle

(10 words)

s. Bandweberei

Bandweberei

(842 words)

Author(s): Pfister, Ulrich
Bänder (Posamente) wurden seit dem späten MA und v. a. vom 17. bis 19. Jh. als Verzierung von Kleidungsstücken verwendet. Bänder wurden vorzugsweise aus Seide, aber auch aus Leinen, Wolle, Baumwolle und als Mischgewebe hergestellt. In der B. verbreitete sich v. a. im späteren 17. und frühen 18. Jh. die Bandmühle, die zunächst in der Form des Schubstuhles den eingängigen Webstuhl ablöste (Webtechnik). Obschon weiter von Hand angetrieben , ermöglichte sie die Produktion von zunächst acht, später bis…
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