Enzyklopädie der Neuzeit Online

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Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Nachahmung

(10 words)

s. Mimesis

Nachbarrecht

(764 words)

Author(s): Hofer, Sibylle
1. Allgemein Das N. ist Teil des Eigentums-Rechts an Grundstücken. Es beinhaltet Regelungen, durch welche die grundsätzlich freie Nutzungsbefugnis eines Eigentümers beschränkt wird. Solche Einschränkungen können unter Nachbarn (Nachbarschaft) vereinbart werden. Ein Beispiel ist etwa die Verabredung, dass der Weg auf einem fremden Grundstück benutzen werden kann. Bei solchen Vereinbarungen besteht ein besonderes Interesse an deren Rechtsbeständigkeit, damit sie nicht von einer Seite aufgekündigt we…

Nachbarschaft

(734 words)

Author(s): Voltmer, Rita
Der Quellenterminus N. (von ahdt. nagiburo, mhdt. nahgebure, nakebur, angelsächs. nehebur, »Nachbar«; lat. vicinitas) bedeutete in der Nz. im engeren Sinn die Nächstwohnenden zu einer bäuerlichen Hof-Stelle, im weiteren Sinn die z. T. informelle, formelle und/oder mit Rechtsbefugnissen ausgestattete Organisationsform einer Sozialität bzw. eines städtischen oder dörflichen Sozialraumes, der mehrere Häuser, Straßen oder ein ganzes Viertel umfassen konnte. Im dörflichen Siedlungsbereich konnten zur N. alle haus…

Nachdruck

(12 words)

s. Raubdruck | Urheberrecht

Nachhaltigkeit

(1,302 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff N. ist ein zentraler Begriff in der gegenwärtigen Umweltdiskussion und steht für den Umgang des Menschen mit natürlichen Ressourcen. Seit dem Brundtland-Bericht (1987) versteht man unter N. eine Ressourcennutzung, die den Bedürfnissen einer Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, zu gefährden. 1992 schrieb die UNO sustainable development (»nachhaltige Entwicklung«) als gesellschaftliches Leitbild in der Agenda 21 fest. Das Bewusstsein der Endlichkeit der Ressourcen ( limits to growth) war…

Nachrichten

(877 words)

Author(s): Requate, Jörg
1. Begriff Das Grimm'sche Wörterbuch verzeichnet als erste Bedeutung von »Nachricht« die »mittheilung zum darnachrichten und die darnachachtung« [1]. In diesem Sinne barg die N. nicht eine beliebige Neuigkeit, sondern eine Mitteilung von besonderer Qualität. Der Begriff war in ein breites Wortfeld eingebunden und insbes. mit dem Wort Zeitung verwandt. Letzteres konnte seinerseits sowohl die mündliche als auch die schriftliche bzw. gedruckte Form einer N. oder Neuigkeit meinen. Die Newen Zeitungen bedeuteten in di…

Nachrichtenagentur

(889 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Der Nachrichtenmarkt der Renaissance N. im institutionellen Sinne gab es während der Frühen Nz. noch keine, wohl aber Schlüsselfiguren im Nachrichten-Wesen, die in die Rolle professioneller Agenten hineinwuchsen. Diese hatten ihren Sitz an Orten, an denen häufig Neuigkeiten im Sinne der frühnzl. Berichterstattung eintrafen (Hafenstädte, Hauptstädte) oder entstanden (Rom, Höfe, Residenzen, Kriegsschauplätze etc.). Mit der Ausbildung des europ. Staatensystems und der europ. Weltwirtschaft, dem Staat…

Nächstenliebe

(1,506 words)

Author(s): Spehr, Christopher
1. Begriff und Definition N. ist ein Zentralbegriff der christl.-jüd. Ethik und basiert auf den biblischen Aussagen zur Liebe. Grundlegend für die N. ist ihr Verhältnis zur Gottesliebe, welches im nt. Doppelgebot der Liebe (Mk 12,28–34) seine Grundlage hat und theologiegeschichtlich unterschiedlich interpretiert wird. Das Gebot der Gottesliebe (5. Mose 6,4 f.) und der N. (3. Mose 19,18) wird zum christl. Liebesgebot, dem höchsten Gebot, zusammengefasst. Anhand des Gleichnisses vom barmherzigen Samar…

Nacht

(932 words)

Author(s): Koller, Edith
1. Grundlagen N. – die Zeit zwischen Sonnenuntergang und -aufgang bzw. ohne Sonnen-Licht (Dunkelheit) – variiert je nach Jahreszeit und Breitengrad. Die N.-Erfahrungen in Europa differierten daher auch in der Nz. stark. Basierend auf ma. Tradition stellte die frühnzl. N. jedoch grundsätzlich einen vom hellen Tag in allen Bereichen qualitativ unterschiedenen Zeitraum mit eigenen Gesetzen, Bräuchen und symbolischer Signatur dar (Tageslauf) [1]. Prägend für das christl.-abendländische Verständnis war die christl. Lichtsymbolik. N. und Schlaf galten als dem T…

Nachtarbeit

(12 words)

s. Arbeitszeit | Dunkelheit

Nacktheit

(1,354 words)

Author(s): Carrasco, Julia
1. Begriff In kulturgeschichtlicher Hinsicht beschreibt N. den unverhüllten Zustand des menschlichen Körpers im Gegensatz zur kulturellen Norm des Bekleidetseins (Kleidung). In der Kunst wird die nackte Erscheinung des Menschen nach bestimmten formalen und ästhetischen Vorgaben in einer künstlerischen Form neu gestaltet, die im Deutschen als »Akt« (von lat. actus; »Handlung«, »Bewegung«) bezeichnet wird. Dieser Begriff etablierte sich im 19. Jh. als Kennzeichnung einer Pose, Studie oder allgemeinen Darstellung des nackten Körpers. Bei der Betr…

Nacktkultur

(1,206 words)

Author(s): Eder, Ernst Gerhard
1. Begriff und Entstehung Der Begriff N. kam zu Beginn des 20. Jh.s mit der Lebensreform-, Naturheil-, Freikörperkultur-, Sport-, Jugend- und Jugendstilbewegung, mit Reformkleidung und erotischen Tanzrevuen auf. Er umfasst Ideen und Perspektiven der Lebensführung, Sozialutopien und Erziehungsziele, Schönheits- und Gesundheitsvorstellungen, Sitten- und Moralkritik sowie entsprechende individuelle und kollektive Formen des Handelns und Verhaltens, die in der Nacktheit eine radikal naturnahe Daseinsform verwirklichen wollen. Die Idee, zu bestimmten Zeiten und …

Nadelwald

(781 words)

Author(s): Selter, Bernward
Zu Beginn der Nz. wuchsen N. (v. a. Fichten-, Kiefern- und Tannenwälder) in Europa noch vorwiegend innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes bes. im Norden (borealer N. Skandinaviens und Nordrusslands) und Nordosten sowie in den (Mittel-)Gebirgen der gemäßigten Zone Europas (oft mit Laubwald vermischt). In der Mittelmeerregion ergänzten v. a. Kieferngewächse die dortigen Hartlaubwälder. Vor der Einführung einer geregelten Forstwirtschaft im 18. Jh. dominierte der meist auf die landwirtsch…

Näherin

(13 words)

s. Frauenberufe | Schneider/in

Näherrecht

(10 words)

s. Immobiliarrechte

Nahrung

(800 words)

Author(s): Blickle, Renate
1. Begriff Der frühnzl. Quellenbegriff N. meinte nicht nur die Ernährung, sondern den gesamten »Unterhalt« des Menschen [2], die Kleidung, das Dach über dem Kopf und das Feuer im Herd, Arbeit auf dem Acker und in der Werkstatt. Alles, was man zum Leben braucht, die »notturft und narung dis leibs und lebens« (Luther, 1529 [3. 292]), sollte jedermann im Umfang seines Bedarfs und gemäß seinem Stand zustehen – dies war die ihm geziemende oder »gebührliche N.« [1. B. 2, 512 (Tit. 4, Art. 4)]. Der Begriff N. verweist auf ein Gesellschafts-Konzept, welches das frühnzl. Sozialsyste…

Nahrungsmittelgewerbe

(1,178 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Allgemein Städtische Verbraucher gaben in der Nz. einen großen Teil ihrer Einkommen für die Ernährung aus. Daher fanden im N. viele Hände Arbeit. Bäcker und Metzger zählten in den Städten (auch in Marktorten) durchweg zu den größten Berufen, ebenso Müller, Brauer und Fischer. Auch über die Kernberufe hinaus gehörten noch zahlreiche kleinere Nebengewerbe bzw. -tätigkeiten zum N. und bewerkstelligten die städtische Lebensmittelversorgung [6. 35–38]. 2. Müller und Bäcker Entsprechend der Bedeutung der Brei- und Brot-Nahrung war das Müllereigewerbe, das auch die Ö…

Namengebung

(1,012 words)

Author(s): Kohlheim, Rosa | Kohlheim, Volker
1. Vornamen Die nzl. N. wurde durch religiöse, kulturelle und politische Strömungen geprägt. In Deutschland hatten sich christl. konnotierte Vornamen (= V.; v. a. nach Gestalten des NT und nach Heiligen) zu Beginn der Nz. allgemein durchgesetzt. Anders als in den roman. Ländern wurde der V. Maria hier bis zum 16. Jh. aus religiöser Scheu vermieden und erst dann in beiden Konfessionen häufig. Die Reformation änderte am Namenbestand zunächst nur wenig. Das Inventar an nt. und Heiligennamen (Hans, Ge…

Namensrecht

(12 words)

s. Person | Persönlichkeitsrecht
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