Enzyklopädie der Neuzeit Online

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Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Vagabund

(740 words)

Author(s): Wadauer, Sigrid
V. (Landstreicher, nzl. auch Vagabond, franz./engl. vagabond, engl. auch tramp) ist eine facettenreiche Kategorisierung, die sich in der Nz. auf eine Vielfalt von Praktiken bezi…

Vaganten, Vagierende

(18 words)

s. Bettler | Fahrendes Volk | Vagabund

Vakuum

(1,888 words)

Author(s): Siebert, Harald
1. Begriff Unter V. (von lat. vacuus, »leer«) versteht man den absolut materiefreien oder luftleeren Raum. Umgangssprachlich werden auch luftverdünnte Räume als V. bezeichnet. 2. Scholastik und Renaissance An den eu…

Vampir

(986 words)

Author(s): Nifl Heim, Nordian
1. Vampirismus und Vampirpanik Ein V. ist ei…

Vanitas

(939 words)

Author(s): Ewen, Jens
Mit V. (lat.; »Leere«, »falscher Schein«, »Prahlerei«) ist im engeren Sinn ein Motiv und Thema in bildender Kunst, Literatur und Musik gemeint, mit dem die Vergänglichkeit, Endlichkeit und Nichtigkeit menschlichen Daseins und menschlicher Hervorbringungen symbolisiert werden. Im weiteren Sinn ist darunter die Idee zu verstehen, auf die diese symbolischen Darstellungen zurückgehen, die Idee der v. mundi (»Eitelkeit/Vergänglichkeit der Welt»). Diese wurde v. a. in der christl. Theologie überliefert («Es ist alles ganz eitel«, Koh 1,2), geht aber auf a…

Variation, musikalische

(779 words)

Author(s): Bork, Camilla
1. Begriff In der Etymologie des Begriffs V. (von lat. variatio, »Verschiedenheit«, »Veränderung«) wird eine dreifache Bedeutung sichtbar. Er bezieht sich (1) auf ein ästhetisches Ideal (Mannigfaltigkeit); (2) auf eine musikal. Form und kompositorische Technik, die Gegebenes verändert; (3) auf eine Aufführungssituation bzw. performative Praxis, in der diese Veränderungen zum Klingen gebracht werden.…

Variationskalkül

(937 words)

Author(s): Fraser, Craig | Rammer, Gerhard
1. Ursprung …

Vasall

(787 words)

Author(s): Kühner, Christian
Im Rahmen des Lehnswesens wird als V. (lat. vassus, vasallus) i. Allg. der Lehnsmann bezeichnet, der vom Lehnsherrn ( se…

Vater

(2,492 words)

Author(s): Wunder, Heide
1. Begriff In den indoeurop. Sprachen gibt es unterschiedliche Worte für V.; gemeinsam ist ihnen der »Kern von Macht« [21. 259]…

Vaterland

(1,056 words)

Author(s): Clemens, Gabriele
1. Begriff Das Wort V. hat sich in den dt. Ländern seit der Frühen Nz. eingebürgert. In den roman. Sprachen verwendet man ausschließlich patria (bzw. franz. patrie), wohingegen der Begriff V. im Niederländischen ( vaderland) sowie in den skand. Sprachen vorkommt (dän. fædreland oder fäderneland; schwed. fädernesland). Im Englischen wurde der Begriff fatherland zu Beginn des 19. Jh.s dem dt. nachgebildet (ansonsten unter Berufung auf den anderen Elternteil: mother country) [1]; [2]. 2. Zur historischen Entwicklung Die Begriffe patria, V. und Nation sind nicht voneinander …

Vaudeville

(845 words)

Author(s): Grosch, Nils
1. Begriff Der Begriff V. (franz. voix de ville) bezeichnet eine in Frankreich seit dem 15. Jh. populäre Lied-Gattung, seit dem späten 18. Jh. auch eine Gattung des franz. populären Musik-Theaters, welche im 19. Jh. im US-amerikan. urbanen Unterhaltungstheater unter dem gleichen Gattungsbegriff weitergeführt wurde [1]. Durch die Aufnahme populärer Lieder in das Bühnenwerk einerseits und aufgrund der Aufführungstraditionen der Liedgattung V. in theatralen (auf der Bühne) und semi-theatralen (in der Liedkolportage) Performanz-Situationen …

Vedute

(998 words)

Author(s): Knopp, Katrin Simona
1. Definition Als V. bezeichnet man die topographisch genaue malerische oder zeichnerische Wiedergabe einer Stadt- oder Landschaftsansicht. Die V. ist der Gattung des Landschaftsbildes zuzuordnen. Sie entwickelte sich im 17. Jh. im Zuge der

Vegetarismus

(1,588 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Definition Der Verzicht auf Fleischkonsum ist seit der Antike und in vielen Kulturen als eine Form der Theriophilie (der einfühlenden Rücksichtnahme auf Tiere) bekannt (vgl. Abb. 1) und ist zuweilen als relig. oder diätetische Regel vertreten worden (Naturheilkunde). Dieser Verzicht erstreckte sich teilweise auch auf die Nutzung tierischer Produkte z. B. für die Kleidung. Nur selten sind im nzl. Europa jedoch Formen der Ablehnung des Gebrauchs sämtlicher tierischer Produkte nachweisbar (Veganis…

Vendée

(10 words)

s. Gegenrevolution

Verband

(2,509 words)

Author(s): Mittag, Jürgen
1. Begriff und Abgrenzungen Als V. werden auf Dauer angelegte, in der Regel auf freiwilliger Mitgliedschaft und festen Regularien (Satzungen, Statuten) basierende Zusammenschlüsse von Individuen oder Körperschaften bezeichnet, die das Ziel verfolgen, ihre Interessen nach außen geschlossen zu artikulieren sowie die ggf. divergierenden Einzelinteressen der Mitglieder nach innen abzustimmen und zu bündeln. Der V.-Begriff ist nicht trennscharf von den Termini Verein und Partei abzuheben [6]. Er unterliegt zudem in unterschiedlichen nationalen und histor. Kontext…

Verbannung

(2,380 words)

Author(s): Bretschneider, Falk
1. Begriff und Ursprünge Der Begriff V. beschreibt Formen von Zwang, mit denen Menschen einzeln oder in Gruppen dazu genötigt werden, ihren aktuellen Aufenthaltsort zu verlassen, wobei das Ziel vorgeschrieben sein kann oder auch nicht (Zwangsmigration). Im Gegensatz zum Exil bezog sich der Begriff in der Nz. nicht nur auf die Vertreibung aus der Heimat, sondern bezeichnete eine räumliche Exklusion, die prinzipiell überall ihren Ausgang nehmen konnte. Meistens, aber nicht immer, war mit der V. eine Ü…

Verbindung, chemische

(846 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Neben dem Begriff der Elemente gehört der der V. zu den grundlegenden theoretischen Konzepten der nzl. Chemie. Die ältere Historiographie hat seine Ursprünge bis auf den antiken Atomismus und dessen Vorstellung von zeitlich stabilen Atomkonstellationen einerseits [2] und die hochma. Lehre von den minima naturalia, den kleinsten qualitativ bestimmten Substanzteilchen [9], andererseits zurückführen wollen, die um 1620 in Isaac Beeckmans Konzept des homogeneum physicum (»Molekül«) [8. Bd. 1] oder in den 1670er Jahren in Robert Boyles Vorstellung räumlich struktur…

Verbrechen

(12 words)

s. Kriminalität | Straftat
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