Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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M

(189 words)

Author(s): B. Bischoff †
zwölfter Buchstabe des lat. Alphabets. Die phönizi-sche Urform des abendlandischen M, eine vierfach gebrochene Linie mit langem Schlußstrich, wurde wie schon bei den Griechen im Lat. in die symmetrische zweigipfelige Form des klassischen Alphabets umgestaltet. In der älteren Kursive etwas abgerundet, erhielt das M durch die Möglichkeit einer Ligatur mit der Zunge eines vorausgehenden e einen zusatzlichen Abstrich, an den die zwei gleichen Bögen angehängt wurden. Aus der Ligatur isoliert, wurde d…

Mäander

(32 words)

Author(s): Red.
ein in der griech. Kunst verbreitetes geometrisches Ornament, das bes. in der europäischen Kunst, auch in der Einbanddekoration, mit Vorliebe wieder verwendet worden ist. Mäander auf einer griechischen Vase. Red.

Maas, Paul

(165 words)

Author(s): H. M. Werhahn
*18. 11. 1880 in Frankfurt a. M., f15. 7. 1964 in Oxford, Altphilologe und Byzantinist, Träger des Ordens Pour le mérite (Friedensklasse), 1910 Privatdozent an der Univ. Berlin, 1920 Professor, war er 1930 in Königsberg Ordinarius Rir Klassische Philologie, bis er 1934 aus politischen Gründen den Lehrstuhl verlor. Erst 1939 flüchtete er nach Oxford, wo er als Altmeister der Klassischen Philologie willkommen war (Dr. h. c. Oxford 1959) und bei der Clarendon Press tätig wurde, u.a. als Mitarbeiter…

Maasschule

(572 words)

Author(s): O. Mazal
Das Land an der Maas, speziell um Lüttich, war bis ins 12. Jh. ein einmaliges Zentrum künstlerischer Aktivität. Die Buchmalerei des Maasgebietes empfing in ottonischer Zeit Impulse aus dem Westen, aus St. Gallen und aus Italien. Bischof Notker von Lüttich (972-1008) und Abt Odilo von Stavelot (937-954) hatten beste Beziehungen zum ottonischen Kaiserhaus; Poppo von Sta-velot (1020-1048) beaufsichtigte Abteien in Trier, Echternach und St. Gallen. In einer Gruppe von Prachthss. des Ii.Jh.s aus Lütt…

Maaßen, Carl Georg von

(225 words)

Author(s): K. Gutzmer
(Pseud. Jacobus Schnellpfeffer), 27. 8. 1880 in Hamburg, 22. 12. 1940 in München, Bibliophile, Essayist, Lyriker. M. ließ sich nach dem Studium (Rechtswiss. und Philosophie) und nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Privatgelehrter in München – Schwabing nieder, wo er in Literaten – und Künstlerkreisen um den «Simplicissimus» heimisch wurde. 1907 begründete er mit F. Z Blei, E. Z Schulte Strathaus und H. von Weber die Münchener Ges. der Bibliophilen. 1920 — 1923 gab er die Zs. «Der grundgescheu…

MAB

(261 words)

Author(s): C. Boßmeyer
(Maschinelles Austauschformat für Bibl.en) ist ein standardisiertes Datenformat für den rechnergestützten Austausch bibliographischer Daten (Titeldaten, Normdaten, Lokaldaten). MAB sieht für bibliographische Datensätze eine strikte Feldgliederung vor: Alle Bestandteile der bibliographischen Beschreibung werden einzeln in fest definierten Feldern abgelegt, die durch eine dreistellige Nummernfolge gekennzeichnet sind; feldinterne Datenkennzeichnungen (Teilfeldtechnik der verschiedenen MARC – Forma…

Mabillon, Jean

(764 words)

Author(s): J. Hönscheid
*23. 11. 1632 in Pierremont, Champagne, 27.12.1707 in Paris, franz. Benediktiner der Kongregation der Mauriner, Begründer der Diplomatik und (neben B. de Montfaucon) der Z Paläographie. M. verbrachte den größten Teil seines Lebens im Kloster von St.-Germain-des Prés (Paris), dem wiss. Mittelpunkt der Mauriner. Hier wurde er bei seinem Eintritt (1664) dem Bibliothekar J. L. d' Achéry als Assistent zugewiesen. Zahlreiche Reisen unternahm er von hier aus, um Hss. und Dokumente vor allem in Klosterb…

Mac

(42 words)

Author(s): G. Fleischmann
Kurz– und Koseform für den im Bereich des Desktop–publishing (elektronisches Publizieren) in der Druckvorstufe häufig verwendeten Personal Computer Apple Macintosh. Als Vorsilbe in Namen von Produkten, die sich auf diesen Computer beziehen: MacWrite, MacPaint, MacView, MacWorld Expo etc. G. Fleischmann

Macao

(297 words)

Author(s): H. Walravens
(port. Macau [Hafen der Göttin Ma–tsu], chin. Ao–men), 16 qkm umfassendes portugiesisches Überseeterritorium mit ca. 320 Tsd. Einwohnern auf einer Halbinsel an der Mündung des Chu–chiang (Perlflusses) in Südchina. Mit dem Auslaufen des Pachtvertrages 1999 fällt M. an die Volksrepublik China. M. war seit 1557 in portugiesischem Besitz und stellte bis zur Gründung von Hong Kong den wesentlichen Anlaufpunkt für Ausländer dar. Besondere Bedeutung hatte M. als Stützpunkt der europäischen Chinamission…

MacCarthy–Reagh, Justin Comte de

(135 words)

Author(s): P Neumann
*18. 8. 1744 in Spring House, Tipperary, j–1811 in Toulouse, franz. Bibliophile irischer Herkunft. Durch den Erwerb der zweiten Slg. Girardot de Prefonds legte er 1769 den Grundstock für eine auserlesene Bibl, seltener und kostbarer Druckwerke, die wertvolle Ink., darunter eine Gutenberg–Bibel, ebenso wie zeitgenössische Bodoni-Drucke enthielt. Dem Zeitgeschmack folgend, ließ er seine Bücher von Londoner (Wier) und Pariser (Derome) Buchbindern mit Maroquin–Einbänden ausstatten. Entbehrliche Dubl…

Macdonald, Angus Snead

(198 words)

Author(s): F. J. Mosher
*7. 11. 1883 in Louisville, Kentucky,† J'21. 2. 1961 in Charlottesville, Virginia, amer. Architekt, Hersteller von Bücherregalen und Bibliotheksplaner. Nach seiner Ausbildung als Architekt trat M. 1905 in die elterliche Firma, Snead & Company, ein, die seit den 1890er Jahren bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1952 Bibl.en mit Bücherregalen belieferte. Als Präsident dieser Ges. (seit 1916) entwickelte M. die Idee der von ihm so benannten Modular Library (Modularprinzip), in welcher Magazin–, Verwalt…

MacDurnan Gospels Binder

(131 words)

Author(s): C. Mayimld-Pitellos
Notname eines englischen Buchbinders, der ab Mitte des 16. Jh.s bis Ende der 1580er Jahre in London nachgewiesen ist. Ihm werden über 100 Einbände, die sich z.T. in kgl. Besitz befanden, zugeschrieben. Darunter ist auch das aus dem 9. Jh. stammende Gospelbuch des Maelbright MacDurnan von Lambeth Palace, dem der Binder seinen Namen verdankt. Nacheigentümer seiner Stempel und evt. seines Geschäftes wurde der 1604 zum kgl. Buchbinder ernannte John Bateman, der zus. mit seinem Sohn Abraham Bateman noch bis Ende der 30er Jahre des 17. Jh.s nachgewiesen werden kann. C. Mayimld-Pitellos Bibl…

Machlinia, William de

(286 words)

Author(s): J. L. Flood
(William of Malines), Drucker in London, nach seinem Geburtsort Mecheln in Flandern gen., von ca. 1481–1482 bis gegen 1490 tätig. Zunächst druckte er zus. mit John Lettou einige Rechtsbücher, z. B. die «Nova statuta» und Thomas Litdetons «Tenores novelli» (STC 15719), später druckte er allein. Es sind ca. 25 allesamt undatierte Drucke von ihm bekannt, meist kirchliche und Gelegenheitsschriften in lat. und engl. Sprache: z.B. das «Liber aggregationis» (STC 258) und die «Secreta mulierum» (STC 273…

Machsor

(180 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Mahazor, Mahzor und Mazor). Ursprünglich wurden bei den Juden Gebete aus religiösen Gründen nur mündlich tradiert. Doch entstanden im frühen MA die ersten Gebetbücher. Dasjenige Gebetbuch, das dem jüdischen Jahreszyklus entsprach, erhielt von diesem seinen Namen M. (Wiederholung, Kreislauf). Es ist das Gebetbuch für die Festtage im Unterschied zum Siddur, dem Gebetbuch für alle Tage. Die bekannteste Sammlung stammt von Simcha ben Samuel aus dem späten n.Jh., die nach dem Wohnort ihres Verf. M. Vitry genannt wird. Der erste Druck des M. —nach dem römischen Ritus – er…

Machuel

(1,091 words)

Author(s): K. Gutzmer
Familie von Druckern, Verlegern und Buchhändlern in Rouen, nachweisbar 1603–1808. Die M.s zeichnen sich kaum durch die Qualität ihrer Erzeugnisse aus, sie sind aber ein Paradebeispiel für den franz. Provinzbuchhandel, der die im Zuge der Aufklärung stürmisch zunehmende Nachfrage nach nonkonformistischer Lit. zu decken suchte, indem er Nachdrucke besorgte oder selbst herstellte, häufig mit fingierten niederländischen Druckorten, um den Eindruck besserer Qualität vorzutäuschen. In Paris waren derl…

Macintosh

(169 words)

Author(s): G. Fleischmann
Personal Computer der Apple Computer Inc., Cupertino, California, mit einem eigenen Betriebssystem. Der M. wurde am 24. 1. 1984 vorgestellt und stellt heute eine Produktfamilie dar. Urspr. für die Bürokommunikation geplant, ist er heute das Standard–Front–end im PostScript Publishing. Die bahnbrechende Idee des M. war: One Person – one Computer (Steven Jobs). Seine grafische Bedienoberfläche mit Maus und pull down Menues ist heute Standard für alle Personal Computer, aber auch für Workstations. …

Mackie, Alexander

(153 words)

Author(s): F. J. Mosher
*1825 in Dundee, Schottland, † (21. 5. 1894 in Warrington, England, engl. Zeitungsverleger und Erfinder. M. erfand 1867 eine dampfbetriebene Setzmaschine, die als erste ihrer Art durch Lochstreifen gesteuert wurde. M.s Beschreibung einer Reise, die er nach Paris unternahm, unter dem Titel An Editors Holiday» (1874) wurde durch die Druckerei seiner Ztg., dem Warrington Guardian, von Typen gedr., die mit seiner Maschine gesetzt worden waren. Abgelenkt durch politische und finanzielle Schwierigkeit…

Macklot

(201 words)

Author(s): R. Fürst
Buchhändler— und Buchdruckerfamilie in Karlsruhe (18./20. Jh.) und Stuttgart (Ende 18./Anfang 19. Jh.), deren einzelne Vertreter häufig miteinander verwechselt werden. Ihr Stammvater Michael M. (1728 bis 1794) kam 1756 als Buchhandlungsfaktor in die 1715 gegr. Residenzstadt Karlsruhe. Noch im selben Jahr verlegte er die erste Ztg. der badischen Markgrafschaften, das «Carlsruher Wochenblatt». Wenige Monate vor Goe- thes erstem Besuch in Karlsruhe (1775) hatte er dessen und sich damit den Zorn des…

MacLeish, Archibald

(173 words)

Author(s): F. J. Mosher
*7. 5. 1892 in Glencoe, Illinois, j"20. 4. 1982 in Boston, Massachusetts, amer. Dichter und Bibliothekar. M. erhielt eine juristische Ausbildung, gab die Anwaltspraxis jedoch auf, um Gedichte zu schreiben; 1929—1938 war er Mitarbeiter von Henry Luces Wirtschaftsmagazin Fortune. 1939 ernannte Präsident Roosevelt M. zum neunten Librarian of Congress. Während seiner relativ kurzen Amtszeit (1939—1944) reorganisierte M. mit Hilfe solch fähiger Kollegen wie Luther Evans, Verner W. Clapp und David C. …

Maclise, Daniel

(69 words)

Author(s): Red.
*25. 1. 1811 in Cork (Irland), f25. 4. 1870 in Chelsea, Bildnis— und Historienmaler, Zeichner und Lithograph. M. zeichnete Skizzen und Karikaturen für Frasers Magazine. M. hat mehrere Bücher von Dickens ill.: Master Humphrey's Clock, The Chimes, The Battle of Life und The Cricket on the Heart. Red. Bibliography Thieme—Becker Bd. 23, S. 521 Rümann S. 92 Osterwalder, M.: Dict. des illustrateurs 1800—1914. Paris 1983, S. 654

MacMillan, Ltd.

(351 words)

Author(s): G. P Jcfcoate
Verlag in London, gegr. von den schottischen Buchhändlern Daniel M. (1813—1857) und dessen Bruder Alexander M. (1818—1896). Sie eröffheten 1843 eigene Geschäfte in der Londoner Aldersgate Street und in Cambridge. Im selben Jahr wurden sie auch verlegerisch tätig. Nach dem Tod Daniels wurde Alexander 1863 Verleger der Univ. Oxford. 1869 gründete er eine amer. Tochterfirma in New York. Filialen entstanden in weiteren nordamer. Großstädten, bis 1896 die amer. Firma ganz unabhängig wurde. Seit 1889 …

Mâcon

(194 words)

Author(s): G. Gabel
franz. Stadt in Burgund. 1. Buchdruck. Der in Straßburg gebürtige und zunächst in Basel wirkende Wanderdrucker Michael Wenssler stellte am 10. 3. 1493 in M. ein Diurnale für das Bistum her, bevor er nach Lyon weiterzog. Für das 16. Jh. lassen sich für M. nur zwei Drucke nachweisen: 1521 gab der Buchhändler Claude Guyard ein Brevier in Auftrag, 1532 ließ Louis Thomas ein Missale anfertigen. Im Verlauf des 17.J11.S waren in M. vier Drucker tätig, von denen Simon Bonard die größte Produktivität entfaltete. Bibliography Haebler, K.: Die dt. Buchdrucker des 15.J11.S im Auslande. Münc…

Macrobius, Aurelius Ambrosius Theodosius

(388 words)

Author(s): J. Hönscheid
(Anfang 5.Jh.), röm. Schriftsteller, wohl aus Afrika stammend. M. war wahrscheinlich Prätorianerpräfekt von Italien i.J. 430. Der Dichter Avianus widmete ihm seine Fabeln. Von seinen Werken sind erhalten: 1. De differentiis et societatibus Graeci Latinique verbi (wahrscheinlich vor 430), eine Abh. über das griech. und lat. Verb, die nur in Fragmenten erhalten ist. 2. Commentarii in somnium Scipionis (vermutlich um 430), ein Kommentar zum Schlußteil von Ciceros Werk De república, der sonst nur fragmentarisch in einem P…

Macrobius-Karte

(4 words)

Siehe Klimatenkarte

Macy, George

(207 words)

Author(s): F. J. Mosher | G. Stresow
*12. 5. 1900 in New York, fzo. 5. 1956 ebd., amer. Verleger. M. gründete 1924 in New York den Verlag Macy–Masius, den er 1928 wieder verkaufte, um Leiter der Vanguard Press zu werden, die er jedoch 1929 wieder verließ. Im selben Jahr gründete er seinen ersten Buchclub, den Limited Editions Club, der bis 19S0 für jeweils 1500 Subskribenten sorgfältig edierte und zumeist ill. bibliophile Ausg. klassischer und moderner Autoren herausbrachte. Die Bände wurden von führenden Buchkünstlern betreut, dar…

Madagaskar

(611 words)

Author(s): D, Wolcke-Renk
(République Malgache, Repoblika Malagasy) liegt im Indischen Ozean, 400 km vor der Südostküste Afrikas und gehört zur Inselgruppe der Maskarenen. Auf einer Fläche von 587041 km 2 lebten 1991 12 Mio. Einwohner (20,5 Einwohner/km 2 ), davon ca. 20% in den Städten, Hauptstadt ist Antananarivo (bis 1976 Tananarivo). Amtssprache ist Malagasy, Franz, die führende Fremdsprache. Buchdruck. Die Missionare der Maskarenen, die Lazaristen, waren nicht sehr am Buchdruck interessiert. So wurde auch eines der ersten madegassischen Bücher, ein Lexikon des Malagasy, …

Madan, Falconer

(88 words)

Author(s): G. P Jefcoate
*15. 4. 1851 in Cam, Gloucestershire, 22. 5. 1935 in Oxford, engl. Bibliothekar. M. war 1880 — 1919 an der Bodleiana in Oxford tätig, seit 1912 als Leiter. Er wirkte in der Bibliographical Society und der Oxford Bibliographical Society mit. 1914 wurde er Präsident der Library Association. Heute ist M. vor allem wegen seiner Bibliographie Oxforder Frühdrucke, «Oxford books, 1468—1680» (Oxford) bekannt, die 1895 bis 1931 in drei Bdn. erschien. G. P Jefcoate Bibliography Munford, W. A.: Who was who in librarianship. London 1985, S. 50

Madden, Jean Patrice Auguste

(90 words)

Author(s): S. Carsten
(1808—1889), franz. Bibliophile und Buchforscher. M., der eine reichhaltige Privatbibl, besaß, veröffentlichte 1868 — 1886 in Paris «Lettres d'un bibliographe» (Ser. 1 — 6). Sie enthalten buchgeschichtliche Abh., die auch dt. Offizinen betreffen. S. Carsten Bibliography Catalogue d'une collection importante d'incunables, d'impressions gothiques du XVI e siècle et de livres anciens et modernes, manuscrits et imprimés... composant la bibliothèque de feu M(onsieur) J. P. A. M. Paris 1S90 Voulliéme, E.: Der Buchdruck Kölns bis zum Ende des 15. Jh.s. Bonn 1903 (ND Dii…

Mader, Joachim Johann

(128 words)

Author(s): R. Tenberg
* 7. 8. 1626 in Hannover, 17. 8. 1680 in Schöningen. Nach dem Studium an der Univ. Helmstedt edierte M. als Bibliothekar, Polyhistor und Rektor der Höheren Schule «Anna–Sophianeum» in Schöningen (Kreis Helmstedt) zahlreiche Briefe, archäologische und genealogische Schriften sowie Chroniken bes. zur norddt. Landes- und Kirchengeschichte. Weiter- hin gab er einige der bis dahin nur handschriftlich überlieferten Werke des D. Engelhus (1434) heraus. Seine bibliothekshistorische Kompilation «De bibli…

Madiis, Franciscus de

(125 words)

Author(s): A. Battini
(Madi, Francesco de '), war 1481 — 1490 als Buchhändler und Verleger in Venedig tätig. Wahrscheinlich übte er die Buchdruckerkunst nie selbständig aus, sondern ließ andere für sich arbeiten, unter ihnen Battista Torti, Giovanni Rosso, Johannes Leoviller und Annibale Fossi. Von seiner Tätigkeit als Buchhändler zeugt heute noch der «Zornale» (Journal), das Rechnungsbuch, in welchem er vom 17. 5. 1484 bis zum 18. 1. 1488 die täglichen Einund Ausgänge seines Geschäfts eintrug. A. Battini Bibliography BMC P. 5, S. xxxvi — xxxvii Brown, H.: The Venetian Printing Press. London 1891 (…

Madison

(615 words)

Author(s): F. J. Mosher
Wisconsin. M., 1836 gegr. als Hauptstadt von Wisconsin, wurde 1848 auch Sitz der University of Wisconsin. 1. Druckwesen Charles C. Sholes und Josiah A. «Wisconsin Enquirer» die erste Ztg. M.s. Die University of Wisconsin Press, 1937 in M. gegr., legt den Schwerpunkt auf Veröff. aus den Geistes– und Sozialwiss. sowie den Geowissenschaften. 2. Bibliotheken a. Das South Central Library System, zu der die M. Public Library gehört, wurde 1975 eingerichtet und hat seine Zentrale in M. b. Die State Historical Society of Wisconsin Library (gegr. 1849) verzeichnet 1993 Gesamtbes…

Madok

(131 words)

Author(s): C. Boßmeyer
( Magnetband–Austauschformat für Dokumentationszwecke) ist ein auf der Grundlage von MAB entwickeltes Datenformat für den Bereich der Literaturdokumentation. Während sich MAB auf die «Regeln für die alphabetische Katalogisierung» (RAK) bezieht, ist MADOK unabhängig von einem bestimmten Regelwerk angelegt. Feldnummern und -Inhalte stimmen in MADOK und MAB weitgehend überein. Für die Dokumentation sind jedoch z.B. die Feldstrukturen für die Inhaltserschließung und Klassifikation weiter ausgebaut. …

Madras–Gerbung

(44 words)

Author(s): G. Brinkhus
in Ostindien angewendete Gerbung für Schaf– und Ziegenfelle, die mit Myrobalanen oder Kassiarinde durchgeführt wird. Da Einbandleder aus der M. nicht sehr haltbar sind, werden sie in Europa mit Sumach nachgegerbt. G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Bücher erhalten, pflegen und restaurieren. Stuttgart 1996

Madrid

(815 words)

Author(s): K. Wagner
span. Hauptstadt mit über 3 Mio. Einwohnern. 1. Buchdruck Erst nachdem Philipp II. 1561 M. zur festen Residenz der span. Könige bestimmt hatte, führten Alonso Gómez und Pierres Cosin 1566 den Buchdruck ein. Ihre Ges. bestand jedoch nur kurze Zeit. Als Typographus Curiae Regiae druckte Gómez dann allein. Nach seinem Tod (1584) führte die Witwe das Geschäft bis 1595 weiter. Cosin gab bis 1579 eine Reihe von meist schlecht ausgeführten Drucken heraus, wie überhaupt fast alle M.er Drucker des ió.Jh.s. Allein…

Madsack GmbH & Co.

(114 words)

Author(s): K. Gutzmer
Ztg.verlag und –druckerei in Hannover, gegr. 1893 von August M. (1856 —1933), der im Jahr zuvor die Behrenberg'sche Buchdruckerei erworben hatte. Ab 1893 ersch. bei M. der «Hannoversche Anzeiger». Der Sohn Erich M. (1889—1969) war bis 1943 Verleger des «Hannoverschen Anzeigers», den er nach dem Wiederaufbau 1949 als «Hannoversche Allg. Ztg.» (HAZ) neu gründete, der heute führenden Tagesztg. in Niedersachsen. Er übernahm auch die 1946 gegr. «Neue Presse», die M. zur Boulevardztg. mit gehobenem An…

Madsen, Karl

(104 words)

Author(s): T. Nielsen
*22. 3. 1855 in Kopenhagen, 16. 4. 1938 ebd., dän. Kunsthistoriker, urspr. Maler, führender Kunstkritiker seiner Generation, Kustos des Staatlichen Kunstmuseums, Direktor 1911 — 1925. M. verfaßte zahlreiche Schriften zur franz., niederl., japanischen und bes. dän. Kunstgesch., u.a. die Biographien von J. T. Lundbye (1895), W. Marstrand (1905) und T. Philipsen (1912). Er gehörte zu den Förderern der Forening for Boghaandværk und schrieb viele Abh. über Buchillustration. Sein letztes Werk war die Monographie «Thorvald Bindesbøll» (posthum ersch. 1943). T. Nielsen Bibliography…

Madsen, Victor

(120 words)

Author(s): T. Nielsen
*2. 5. 1873 in Odense, 24. 2. 1941 in Gentofte bei Kopenhagen, dän. Bibliothekar, seit 1903 an der Kgl. Bibol. Kopenhagen. M. war ein angesehener Inkunabelforscher, Mitglied der Kommission für den Gesamtkat. der Wiegendrucke, Mitbegründer der Ges. für Typenkunde des 15.Jh.s; 1914 — 1941 gehörte er der Redaktion der Nordisk Tidskrift för Bok– och Biblioteksväsen an. Sein Hauptwerk ist «Katalog over det kgl. Biblioteks Inkunabler» 1 — 2, 1931 — 1938 (Erg.—Bd. von E. Dal 1963). Dem Kat. der Bibl. K…

Maecenas, Gaius

(245 words)

Author(s): G. Pflug
— nach Tacitus (Ann. 6, 11) Gaius Cilnius f 8 v. Chr. Aus altem etruskischen Adel stammend, war er Freund und Berater des Kaisers Augustus, der ihn mehrfach mit politischen Missionen betraute. Sein Name ist mit der Förderung der Kunst und Wissen- schaft verbunden, da er einen Kreis von Dichtern, die Rücksicht auf ihre Herkunft und ohne sie ernsthaft in ihrer Freiheit einzuengen. Zu ihnen gehörten Vergil, der ihm seine «Geórgica» widmete, Horaz, der ihn in zahlreichen Gedichten anredet, und Prope…

Maffei, Scipione

(112 words)

Author(s): Red.
* 1. 6. 1675 in Verona, 11. 2. 1755 ebd., Marchese, war zunächst Dichter, Literat und Soldat. Für die Gesch. der Schrift hat M. durch zweierlei Entscheidendes geleistet: er entdeckte die Kapitularbibl. seiner Vaterstadt, die bei einer Überschwemmung auf die Schränke gelegt und vergessen worden war; sie enthielt wertvolle Hss. in lat. Kapitalis, Unziale und Minuskel aus dem 6.—9. Jh. Dazu erkannte er, daß es nur drei Gattungen der röm. Schrift gibt, Majuskel, Minuskel, Kursive, und daß die «Nationalschriften» Mabillons nur Ausgestaltungen der einen röm. Schrift sind. Red. Bibliograp…

Magazin

(672 words)

Author(s): R. Fuhlrott
(in Bibliotheken), ein aus dem Arab. stammendes Wort, bezeichnet Räumlichkeiten oder Gebäude zur Lagerung von Warenvorräten, in Bibl. en zur Aufbewahrung von Buchbeständen. Die Entstehung des M.s läßt sich zeitlich schwer festlegen. Im wesentlichen ist das M., wie wir es heute verstehen, ein Produkt des 19. Jh.s, in dem der Bücherzuwachs in den Bibl. en durch die maschinelle Buchherstellung zu einem Massenproblem wurde, das nach einer engeren, kompakten Buchaufstellung verlangte. Nach Leyh, in d…

Magazin

(245 words)

Author(s): P Ukena
(als Zeitschriftentitel). Nach dem Vorbild der Londoner Wochenschrift «The Gentleman's Magazine» (1731 – 1833), wo das Wort zum ersten Mal publizistisch gebraucht wird, ersch. im 18.Jh. zahlreiche unterhaltend-belehrende Zss. mit schöngeistigen und populärwiss. Beiträgen, häufig in der Form des Digest (z.B. «Neue Auszüge aus den besten ausländischen Wochen und Monatsschriften», 1765 ff.). Zu den ambitioniertesten Unternehmen gehört das von Lichtenberg und Förster hrsg. «Göttingische M. der Wisse…

Magazinaufstellung

(4 words)

Siehe Buchaufstellung

Magazinbenutzung

(103 words)

Author(s): G. Wiegand
Benutzung des Bestandes einer Bibl, unmittelbar in den (ansonsten geschlossenen) Magazinräumen. M. steht begrifflich im Gegensatz zur Ausleihe einerseits und zur Benutzung in Freihandbereichen andererseits. Meist liegt ein bes. Anlaß für die M. vor, z.B. die bequemere Durchsicht ganzer Zeitschriftenreihen. Man erspart sich auf diese Weise den Transport der Bände zur Ausleihe oder in einen Lesesaal. Das Recht zur M. ist manchmal auf besonders definierte Benutzergruppen beschränkt, z.B. auf Profes…

Magazinbibliotheken

(141 words)

Author(s): H.-J. Genge
Im 19. Jh. reichte die seit dem Barock überkommene Saalbibl. wegen der ständig wachsenden Buchproduktion nicht mehr aus, die Neuzugänge unterzubringen. Um Provisorien zu vermeiden und den Bibl.en ein organisches Gefüge zu bewahren, schlug Leopoldo della Santa bereits 1816 vor, die Bibl.gebäude funktionell dreizuteilen und neben Verwaltungs und Benutzungsräumen bes. Magazinräume vorzusehen. Von richtungweisender Bedeutung für die Entwicklung der M. waren der Umbau der Bibl, des British Museum in …

Magazinieren

(174 words)

Author(s): G. Wiegand
Überstellen von Beständen in ein Magazin als Gegensatz zur Freihandaufstellung in einer Bibliothek. Dabei kann es sich um Neuzugänge handeln, für die nach dem Benutzungskonzept und/ oder den räumlichen Möglichkeiten der Bibl, ein Magazin als der geeignete Aufbewahrungsort angesehen wird. Es kann sich aber auch uni schon länger in der Bibl. vorhandenes Material handeln, das nach zeitweiliger Präsentation in einem Freihandbereich in ein Magazin überfuhrt wird, um an der bisherigen Stelle anderen W…

Magazinrevision

(120 words)

Author(s): H.-J. Genge
Bei der M., die an Hand des Standortkataloges erfolgt, wird der Buch- und sonstige Medienbestand im Magazin einer Bibl. auf Vollzähligkeit und Verstellungen überprüft. Man unterscheidet Gesamt und Teilrevisionen. Eine Gesamtrevision – früher auch als «Büchersturz» bezeichnet – ist arbeits wie personalaufwendig. Wegen der Größe der Bestände wird sie heute kaum noch durchgeführt. Bereits im 19. Jh. sind die Bibl.en immer mehr zu Teilrevisionen übergegangen. Bei ihnen werden die Bestände abschnittw…

Magdeburg

(851 words)

Author(s): C. Alschner
1. Buchdruck Der erste Drucker in M. war Bartholomäus Ghotan, der etwa 1479— 1484 hier wirkte. Seine Hauptwerke sind ein Missale für das Bistum M., Psalterien und ein niederdt. Arzneibuch. Seit 1483 arbeiteten einige Jahre Albert Ravenstein und Joachim Westphal in M., auch Johann Grashove war nur kurz hier tätig. Der erste Drucker, der länger blieb, war Simon Koch. Er druckte zwischen 1485 und 1504 vor allem Breviere, Meßbücher und Erbauungslit., z.T. in niederdt. Sprache. Ca. 1490— 1504 druckte M…

Magdeburger Zenturien

(116 words)

Author(s): Red.
ist die Bezeichnung für die erste große protestantische Kirchengeschichte. Sie wurde von Matthias Flacius Illyricus in Magdeburg hrsg., war nach Jahrhunderten (centuriae, die Verf. heißen Zenturiatoren) eingeteilt und betont antikatholisch. Die M. Z. ersch. 1559 — 1574 in Basel in 13 Bdn., die 13 Jh.e umfassen (VD 16, E 218 — E 238; Neuaufl. Nürnberg 1757 — 1765, 6 Bde. bis zum 5. Jh.). Das katholische Gegenwerk sind die Annales ecclesiastici von C. Baronius, 12 Bde. Rom 1588 bis 1607. Red. Bibliography Schaumkell, E.: Beiträge zur Entstehungsgesch. der M. Z. Ludwigslust 1898 Scheible,…

Magelone

(129 words)

Author(s): H. Roseufeld †
franz. Erzählung von Trennung und Wiedervereinigung zweier Liebenden, Peter von Provence und der schönen M. von Neapel (15. Jh.). Die längere Fassung erschien 1480 in Lyon, die kürzere wurde seit 1477/ 1479 in vielen, meist Lyoner Drucken als sog. Volksbuch von G. Le Roy und M. Huss mit den gleichen Holzschnitten, verbreitet. Bessere 111. gab 1489 J. Dupré bei, bescheidenere 1490 Jean de la Fontaine. Die dt. Übers, von Veit Warbeck erschien zuerst bei Steiner in Augsburg 1527, wurde jahrhunderte…

Magere Schrift

(72 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
In einer Schriftfamilie werden Schriften nach ihrer unterschiedlichen Strichstärke durch Definition des Schriftzeichners bzw. des Herstellers mit den Bezeichnungen leicht, mager, kräftig, normal, halbfett, fett, extrafett u.a.m. bezeichnet. Dabei gilt bei einigen Schriften die magere als Grundschrift, bei anderen als ein gegenüber dieser dünner gezeichneter Schnitt. Für diese Festlegungen gibt es keine allg. gültige Definition. A. Ihlenfeldt Bibliography Kirchner, K.: Satz, Druck, Einband und verwandte Dinge. Wiesbaden 1970, S. 68

Maggs Bros., Ltd.

(65 words)

Author(s): G. P Jefcoate
Antiquariat in London, britischer Hoflieferant. Die Firma, die 1854 von Uriah Maggs gegr. wurde, befindet sich seit 1938 am Berkeley Square. Sie zeichnet sich durch bes. schöne Kat. aus. M., das u.a. als Spezialist für Reiselit. gilt, ist eines der letzten Londoner Antiquariate in Privatbesitz. G. P Jefcoate Bibliography Pease, M. R.: The bookshops of London. 3. Ausg. London 1987, S. 266-267

Maghrebinische Einbände

(74 words)

Author(s): F. A. Schmidt-Künsemüllerf
sind die im 14. und 15. Jh. im westlichen Nordafrika (Algier, Tunis, Tripolis, Marokko), dem sog. Maghreb, geschaffenen Einbände, die im weitesten Sinne zur islamischen Einbandkunst gehören. Sie stehen stilistisch den gleichzeitigen ägyptischen Einbänden nahe. Als Dekor haben sie geometrische Muster oder ovale Mittelstücke mit vier Eckverzierungen. Die Ornamente sind zumeist aus Knotenstempeln gestaltet, die Innenseiten häufig mit hellbraunem Leder bezogen und mit Arabesken blind geschmückt. Islamischer Bucheinband F. A. Schmidt-Künsemüllerf

Magini, Giovanni Antonio

(108 words)

Author(s): P. H. Meitrer
15. 6. 1555 in Padua, 4. 2. 1617 in Bologna, ital. Astronom (seit 1588 Professor in Bologna) und Geograph. M. ist wichtig als Schöpfer des ersten Nationalatlas von Italien. Die Ed. hat er zunächst mit der Publikation von Einzelblättern seit 1595 vorbereitet. Die Gesamtausg. u.d. T. «Italia» mit 61 typenbildenden Regionalkarten konnte erst von M.s Sohn Fabio realisiert werden (Bologna 1620, weitere Ausg. ebd. 1630, 1632 und 1642). P. H. Meitrer Bibliography Almagia, R.: L' «Italia» di Giovanni Antonio Magini e la carto-grafia dell'Italia dei secoli XVI e XVII. Neapel/Florenz 1922 Giova…

Magische Bilder

(6 words)

Siehe Stereographische Bücher

Magister

(127 words)

Author(s): S. Corsteu
als Attribut zu Druckernamen. Nicht wenige Drucker des 15. und 16.Jh.s bezeichnen sich in den Schlußschriften als «m.» bzw. «impressoriae artis m.», so z.B. Sweynheym & Pannartz 1471 in Rom (GW 4210), Johann Koelhoff d. Ä. 1472 in Köln (H 11786) und Ulrich Zell ebd. 1473 (GW 6067). Daß damit nicht der an den Univ. erworbene akademische Titel gemeint sein kann, geht auch aus einer zweisprachigen Schlußschrift von Erhard Ratdolt aus dem Jahr 1494 hervor, wo der Titulatur «artis impressoriae m.» in…

Magister–cum–discipulis-Holzschnitte

(139 words)

Author(s): S. Fussel
entstanden aus der ma. Hss.–Tradition, zumeist in Initialen, Gelehrte im Kreise ihrer Schüler darzustellen; seit 1475 finden sich in Zierinitialen auch der Ink. Abb. von Gelehrten, z.T. mit Schülern, seit 1473 («Cato», Basel: Martin Flach) Titelholzschnitte mit Schulszenen, die Lehrer und Schüler im Disput zeigen. Je nach der ursprünglichen 111.-Absicht werden die Lehrer als Astronom (beim «Lucidarius»), mit Turban als heidnischer Lehrer, bzw. mit Nimbus bei Heiligen (Thomas von Aquin bei der hä…

Magistratsbibliotheken

(4 words)

Siehe Behördenbibliothek

Magliabechi, Antonio

(200 words)

Author(s): S. Furlani
28. 10. 1633 in Florenz, 4. 7. 1714 ebd. In dürftigen Verhältnissen aufgewachsen, verriet er schon seit frühester Jugend eine bes. Vorliebe für das Sammeln von Büchern, durch deren Lektüre und Kenntnis er sich weit über die Grenzen seiner Heimat den Ruf eines allwissenden Genies erwarb. Die Ernennung zum Kustos der Privatbibi, der Medici, der er testamentarisch seine eigene 30 Tsd. Bde. zählende Slg. vermachte mit der Auflage, sie der Öffentlichkeit zu erschließen (1714), förderte seine Beziehun…

Magloire-Meister

(79 words)

Author(s): C. Sauer
franz. Buchmaler, benannt von B. Martens nach dem 1412 datierten Missale von Saint-Magloire in Paris (Paris, Bibl, de f Arsenal, ms. 623). Die von Martens zusammengestellte Hss.-Gruppe wird jetzt dem Bedford-Meister selbst oder den vom «Bedford trend» bestimmten Werken zugewiesen. C. Sauer Bibliography Martens, B.: Meister Francke. Hamburg 1929, bes. S. 241 mit Anm. 222 Meiss, M.: French painting in the time of Jean de Berry. Vol. 3: The Limbourgs and their contemporaries. New York 1974, S. 363—368

Magnetband

(273 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Speichermedium zur elektronischen Aufzeichnung von Informationen. Ein M. besteht aus einer Kunststoffolie, die mit magnetisierbarem Material beschichtet ist, auf dem die Daten gespeichert werden (Magnetschichtspeicher). M.er gleichen normalen Tonbändern und werden auf Spulen aufgewickelt. Die in der Datenverarbeitung heute verwendeten M.er haben eine Breite von V, Zoll (12,7 mm); übliche Bandlängen sind 730 m (engl. 2400'), 365 m (1200') und 91 m (300'). Die Daten werden in 7 bzw. 9 Spuren, die …

Magnetbanddatei

(4 words)

Siehe Magnetband

Magnetspeicher

(159 words)

Author(s): C. Boßmeyer
sind Datenspeicher, bei denen ferromagnetisches Material, das auf einer Trägerschicht aufgebracht ist, zur Speicherung von Daten ausgenutzt wird. Daher werden M. häufig auch als Magnetschichtspeicher bezeichnet. Die Magnetisierung erfolgt durch einen feststehenden Magnetkopf. Beim Lesevorgang werden die gespeicherten Daten wieder sequentiell durch den Magnetkopf von der vorbeilaufenden Schicht abgetastet. Zu den M.n zählen alle externen Speicher einer Datenverarbeitungs-Anlage, z.B. Magnetbandsp…

Magnus

(313 words)

Author(s): J. A. A. M. Bicmans
Buchbinderfamilie in Amsterdam, ca. 1635 bis ca. 1690. Magnus Hendrikszoon (1610—1674) war bereits 1632 als Buchbinder tätig und wurde 1635 Mitglied der Gilde der Buchhändler und Buchbinder; seine Werkstatt lag «In de Drie Boecken» am Dirk–van-Hasselt-Steeg. Seit 1657 arbeitete er bisweilen im Auftrag des Amsterdamer Magistrats; er band z. B. Preisbücher der Lateinschule und Bücher für die StB und den Hortus Botanicus. Seine beiden Söhne sind in die Fußstapfen ihres Vaters getreten. Hendrik M. (…

Magnus, Olaus

(6 words)

Siehe Olaus Magnus

Magnússon, Arni

(101 words)

Author(s): T Nielsen
*13. 11. 1663 auf Kvennabrekka (Island), 1730 in Kopenhagen, isländischer Sammler, Archivbeamter, 1701 Professor für dän. Altertümer und Geschichte an der Univ. Kopenhagen. Von Jugend an sammelte M. ma. nordische Hss.; während er sich 1702 bis 1712 mit dem Regierungsauftrag, ein isländisches Kataster zu erarbeiten, auf Island aufhielt, erwarb er viele Hss., darunter wertvolle Fragmente, die ohne ihn vermutlich zugrunde gegangen wären. Die Slg. vermachte er der Univ. Kopenhagen (Arnamagnäanische Sammlung). T Nielsen Bibliography Bekker-Nielsen, H. / Widding, O.: A. M., the…

Magribi-Schrift

(5 words)

Siehe Arabische Schrift

Magyar Könyvszemle

(70 words)

Author(s): G. Borsa
ungar. Zs. für Buchgesch. und Bibliographie, gegr. 1876. Trotz zweier Unterbrechungen (1934— 1936, 1948—1954) gehört sie zu den ältesten Journalen auf diesem Fachgebiet, das auch heute – j. viermal - erscheint: ihr 100. Jg. erschien 1984. Die größeren Artikel erhalten seit 1955 eine Zusammenfassung in einer Weltsprache. G. Borsa Bibliography Havasi, Z.: A százéves M.K. megindulása. (Résumé: Le debut de la M.K.) In: Magyar Könyvszemle 1976, S. 3—14

Mahieu, Thomas (Maiolus, Thomas)

(265 words)

Author(s): F. A. Schniidt-Kiinsemiiller f
franz. Bibliophile des 16. Jh.s, Zeitgenosse Jean Groliers. Seine Sammeltätigkeit ist nachgewiesen flir die Jahre 1550—1565. Wegen der auf einigen der für ihn gefertigten Einbänden erscheinenden Devise «Tho. Maioli et amicorum» war man früher über den wirklichen Namen dieses Sammlers im unklaren – man vermutete ital. Herkunft –, bis G. D. Hobson ihn als M., den Sekretär Katharinas von Medici, identifizierte. Mehr als 90 kostbare Einbände sind als Aufträge M.s bekannt. Sie stehen stilistisch dene…

Mahlau, Alfred

(174 words)

Author(s): H. Wetidland
*21. 6. 1894 in Berlin, 22. 1. 1967 in Hamburg, dt. Maler und Graphiker. M. studierte an der Kunstakademie in Berlin. 1919-1940 in Lübeck tätig, ließ er sich nach einem Versuch als Bühnenbildner in Breslau 1940 in Berlin nieder. 1946 erhielt er einen Ruf an die Landeskunstschule in Hamburg als Lehrer für Gra- Arbeiten, Plakate, Teppichentwürfe, die graphische Ausstattung für die Lübeck–Büchener Eisenbahn und eine Lübecker Marzipanfabrik bekannt. Bedeutende Schüler von M. sind Horst Janssen, Gise…

Mahlgrad

(102 words)

Author(s): H. Bansa
st eine Maßzahl der Papierindustrie zur Beschreibung der Konsistenz der Fasern vor der Blattbildung. Der M. gibt die Geschwindigkeit an, mit der das Wasser unter bestimmten Bedingungen aus einer definierten Suspension abläuft. Sein Meßwert ist °SR (Grad Schopper-Riegler). Längere Mahlung bei hoher Geschwindigkeit, geringem Gegeneinanderdruck der Maschinenteile, zwischen denen gemahlen wird, und hohe Stoffdichte führen zu hohem M. (ca. 50—80 °SR): Ausdruck für stark fibrillierte Fasern, d. h. sch…

Mahlung

(86 words)

Author(s): H. Bansa
st in der Papierherstellung die Bezeichnung für die mechanische Behandlung, der die Fasern unterworfen werden, bevor aus ihnen Papier gemacht werden kann. Bei der schwächsten Form, dem Aufschlagen, werden nur die Faserbündel in Einzelfasern zerlegt. Bei der «röschen» M. werden die Fasern primär gekürzt, bei der «schmierigen» primär gequetscht und gespalten (Mahlgrad). Ersteres führt zu voluminösem, opakem, aber weniger reiß- und falzfestem, letzteres zu transparentem, festem, aber wegen der größ…

Mahn, Berthold Charles Désiré

(106 words)

Author(s): F. Liilnnnnn
(eigentlich Berthold-Mahn, Charles), 25. 12. 1891 in Paris, 1944 (gefallen), franz. Maler, Lithograph und Buchillustrator. Die wichtigsten von ihm ill. Bücher sind: H. Barbusse «Le feu» (1919 u.ö.), G. Duhamel «Confession de minuit» (1920), «Deux hommes» (1924) und «La pierre d'Horeb» (1926), J.–R. Bloch «Et compagnie» (1925 u.ö.), C. Aveline «Le postulat» (1926), E. Bourges «Le crépuscule des dieux» (1927), H. Béraud «La gerbe d'or» (1930) und J. Copeau «Souvenirs du vieux colombier» (1931). F. Liilnnnnn Bibliography Mornand, P. / Thomé, J. R.: Vingt artistes du livre. Paris…

Mahnung

(128 words)

Author(s): H.-J. Gonge
Wird ein ausgeliehenes Buch nicht fristgerecht vom Benutzer zurückgegeben, leitet die Bibl, gemäß ihrer Benutzungsordnung ein Mahnverfahren ein. Im allg. werden bis zu drei meist gebührenpflichtige M.en erstellt. Während die erste M. möglichst sofort nach Ablauf der Leihfrist erfolgt, wird die zweite M., bleibt die erste erfolglos, etwa eine Woche später verschickt. Bleibt auch diese ohne Erfolg, ergeht eine dritte M., die eingeschrieben oder mit Postzustellungsnachweis versandt wird, den einstw…

Mahnung der Christenheit wider die Türken

(257 words)

Author(s): H. Rosenfeld †
so die Überschrift) wird vereinfachend meist «Türkenkalender» genannt. Erhalten hat sich nur Konrad Peutingers Ex., das B. J. Docen in der Augsburger Jesuitenbibi, entdeckte und das 1808 mit dieser in die Bayerische SB kam. Der in dt. Versen verfaßte, aber fortlaufend gedr. Text ruft Gott zu Hilfe wider die Türken, die in Konstantinopel Gewalttaten gegen Christen verübten. Nach kalendermäßigen Angaben zum Jahr 1455 werden unter der Überschrift der zwölf Monate Papst, Kaiser, Könige, Erzbischöfe,…

Mähren

(342 words)

Author(s): M. Bohatcová
Der mährische Buchdruck entwickelte sich infolge anderer politischer Umstände nicht wie in Böhmen. In der Zeit 1486 — 1499 waren dort nur ausländische Drucker tätig, nämlich Konrad Stahel (Chalybs) und Matthias Preinlein in Brünn. Ihre etwa 25 Drucke waren lat. und meistens Liturgica, zwei davon waren in dt. Sprache, ln Brünn wurde dann erst seit Anfang des 17.Jh.s wieder gedruckt. In den 1520—1530er Jahren konnten in Mähren einige kleine, nichtkatholische Drukkereien wirken, darunter auch 1526—…

Mahrenholtz-Formel

(159 words)

Author(s): G. Pflug
Oskar Mahrenholtz (17. 5. 1931 in Ostrhauderfehn), Professor für Mechanik an der TH Hannover, hat 1972 im Auftrag der «Sachverständigenkommission für den Ausbau der wiss. Bibl.en in Niedersachsen» eine mathematische Methode zur Berechnung des Personalbedarfs von Hochschulbibl.en entwik-kelt, die den Anspruch auf objektive Geltung und allg. Anwendung erhob. Das Modell geht dabei von den Bereichen Ausleihe und Bucherwerbung aus und berücksichtigt die bibliothekarischen Verwaltungsvorgänge durch Zu…

Mahrenholtz, Oskar

(5 words)

Siehe Mahrenholtz-Formel

Mai, Angelo

(94 words)

Author(s): P. Neumam
7. 3. 1782 in Schilpario / Bergamo, 9. 9. 1854 in Castel Gandolfo, ital. Bibliothekar und Altphilologe, ab 1838 Kardinal. Der seit 1813 an der Bibl. Ambrosiana in Mailand und seit [819 an der Bibl. Vaticana als deren Leiter tätige Jesuit entdeckte antike, wiederbeschriebene Hss., die meist aus dem Kloster Bobbio stammten: 1815 Plautus-Ausg. und 1819 Ciceros «De re publica». Seine Funde solcher Schabhss. weckten die Palimpsestforschung; seine Untersuchungen hat er 1825 — 1838 in dem Werk «Scriptorum veterum nova collectio» (Rom) veröffentlicht. P. Neumam Bibliography Gervasoni, G.:…

Maier, Otto, AG

(142 words)

Author(s): K. Gutztner
Verlag in Ravensburg, gegr. von Otto Maier (1852-1925), der vom Vater Carl August M. (1819-1867) die Dornsche Buchhandlung in Ravensburg übernommen hatte. 1883 gründete er seinen Verlag und entwickelte nach dem Verkauf des Sortiments 1893 ein erfolgreiches Programm von Jugendbüchern und Spielen für Kinder und Erwachsene, das neuerdings durch Anleitungen für Kunst und Gestaltung, Hobby u.a.121. erweitert wurde. Der Verlag, eine Familien AG, mit eigener Druckerei und mehreren Niederlassungen im Au…

Maiestas Domini

(101 words)

Author(s): C. Sauer
(lat., Herrlichkeit des Herrn), auf biblischen Visionsberichten (Jes 6, Ez 1 und 10, Apk 4) beruhende Darstellung, welche die zeitlose Weltherrschaft Christi und die Harmonie der Evangelien veranschaulicht: Christus mit Buch thront in einer Lichtgloriole in Mandel-, Rauten– oder Kreisform, die von den vier Evangelistensymbolen gerahmt wird. Maiestas Domini. Kirchlicher Prachteinband mit Walroßzahn–Relief (Köln, 3.Viertel iz.Jh.) und Email (Maasgebiet 1160—70). Biblioteca Vaticana (Cod. Pal. Lat. 502). C. Sauer Bibliography Lexikon der christlichen Ikonographie. F…

Mailänder Homerfragmente

(6 words)

Siehe Ilias Ambrosiana

Mailänder, J. G.

(116 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Druckmaschinenfabrik, gegr. 1876 von Johann Georg Mailänder (1840-1914) in Cannstatt. Bis zum Zweiten Weltkrieg war M. die wichtigste dt. Maschinenfabrik für den Bau von Steindruckmaschinen. Zwar wurde die erste Steindruck-Schnellpresse bereits 1851 von der Firma Sigl gebaut, doch sowohl fiir die Herstellung von Rotationsdruckmaschinen als auch von Zylinderflachformmaschinen war M. später führend. 1965 verlegte die Fabrik, die sich als GmbH noch in Familienbesitz befindet, ihren Sitz von Stuttga…

Mailänder Plakettenmeister

(262 words)

Author(s): O. Mazal
In der Einbandforschung wurde ein Buchbinder, der fiir den franz. Bibliophilen Jean Grolier während dessen Aufenthaltes in Mailand 1 508— ] 512 gearbeitet und Einbände mit plastischem Plakettenschmuck hergestellt haben soll, postuliert und als M. P. bezeichnet. Es lassen sich noch 27 derartige Einbände nachweisen, die heute auf 17Bibl.cn in Frankreich, Italien, England, den Niederlanden, Deutschland und den USA verteilt sind. Die neuere Forschung hat jedoch auf den hypothetischen Charakter diese…

Mailand (Milano)

(2,559 words)

Author(s): A. Nuovo
1. Buchdruck und Buchhandel Der erste M.er Buchdrucker war Antonio Zarotto. Er begann seine Tätigkeit am 3. 8. 1471 mit der Veröff. des Werkes von Pompeo Festo «De verborum significatione» (GW 9864). 1450 in Parma geboren, hatte er die neue Kunst während eines Aufenthaltes in Venedig erlernt. Panfilo Castaldi, der früher als erster Buchdrucker angesehen wurde, hat ihm nur das Werkzeug zum Drucken ausgeliehen. Für seine Tätigkeit konnte Zarotto die Mitarbeit mehrerer M.er Humanisten und Gelehrten gew…

Mailbox

(194 words)

Author(s): T. Bez | G. Pflug
heißt der elektronische «Briefkasten» der «E-Mail», in dem jeder Teilnehmer dieses elektronischen Informations- und Ubermittlungssystems (elektronische Post) auf einer EDV–Anlage eine M. besitzt, in der er die für ihn bestimmten Nachrichten, Bestellungen oder Programme empfangen kann. Er selbst kann seine Informationen an einzelne Empfänger, bestimmte Empfängergruppen aber auch an alle Teilnehmer der E-Mail senden, indem er seine Nachrichten an sog. «schwarze Bretter» anbringt, die jeder Teilnehmer abrufen kann. Der Vorzug der E-Mail gegenüber der konventionelle…

Maillet, Jacques

(102 words)

Author(s): A. Labarre
Lyoneser Drucker, aus Saint–Claude in der Franche–Comté stammend und mit Ennemonde, Schwester des Lyoneser Buchhändlers Etienne Gueynard, verheiratet. Er war 1482—1515 tätig und druckte etwa 60 Werke, darunter zahlreiche in franz. Sprache. Er hat wahrscheinlich weder in Paris noch in Venedig gedruckt, wie zweifelhafte Vermutungen es behauptet haben. Weitere Maillet waren Buchhändler in Lyon, aber nicht aus derselben Familie: Etienne, tätig 1528-1552, und sein Neffe Guillaume, tätig 1556—1568. A. Labarre Bibliography Claudin, A.: Histoire de l'imprimerie en France au…

Maillol, Aristide

(201 words)

Author(s): H. Wendland
*8. 12. 1861 in Banyuls–sur–Mer, † 27. 9. 1944 ebd., Hauptmeister der franz. Skulptur nach Rodin. M. begann mit dem Studium der Malerei, gelangte unter dem Einfluß Gauguins zu einem linearen Stil und schuf zunächst Wandteppiche. 1901 wandte er sich autodidaktisch der Skulptur zu und gestaltete vornehmlich weibliche Aktfiguren. Gleichzeitig schuf er hervorragende Graphik. Harry Graf Kessler konnte M. dafür gewinnen, sich auch dem Holzschnitt zuzuwenden. Für dessenCranach–Presse in Weimar schuf M.…

Mail-Order

(275 words)

Author(s): K. Gutzmer | G. Pflug
1. Buchhandel M. ist eine von nord-amer. Versandfirmen seit etwa 1870 eingeführte Ver- ist, denen in werbewirksamen Prospekten (Mail-Order–Packages) geeignete Objekte zum Kauf angeboten werden. Erste Versuche mit dem Mail–Order-Geschäft in Deutschland wurden 1964 von einzelnen Verlegern unter Umgehung des Buchhandels unternommen. Proteste führten dazu, das Geschäft zweistufig in Zusammenarbeit mit dem Sortiments- und dem Reise- und Versandbuchhandel auszubauen. Dadurch wurde eine flächendeckende V…

Mainz

(2,228 words)

Author(s): H. Harthausen | U. Kuder | H. A. Haibey | K. Gutzwer | W Grebe
1. Buchdruck M. ist als Heimat von Johannes Gutenberg der früheste Druckort des Abendlandes. Die Vielfältigkeit der für die Druckkunst erforderlichen technischen Entwicklungen und eine bewußte Geheimhaltung haben bewirkt, daß über den Beginn nur wenige unbezweifelte Tatsachen bekannt sind. Dafür ist eine umfangreiche Lit. mit zahlreichen Hypothesen entstanden. Gutenberg wurde um 1400 in M. geboren und stammte aus einer verarmten Patrizierfamilie. Mindestens zehn Jahre (1434—1444) hielt er sich in …

Mainzer

(59 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
eine heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung aus dem Bleisatz für einen Schriftgrad zwischen 10 p und 12 p, also von etwa 11 p Kegel. Eine andere Bezeichnung in Deutschland für diesen Schriftgrad war auch Rheinländer und Descendiain. Mainzer Ablaßbrief. 31 zeilige Fassung. 1454/55· A. Ihlenfeldt Bibliography Klinischs Graphische Bücherei. Handb. für Schriftsetzer. Frankfurt a. M. 1938, S. 33

Mainzer Ablaßbriefe

(401 words)

Author(s): S. Carsten
Papst Nikolaus V. verkündete am 12. 8. 1451 einen vollkommenen Ablaß zugunsten des Kampfes gegen die Türken, der in der Zeit vom 1. 5. 1452 bis 30. 4. 1455 erworben werden konnte. Zum Ablaßkommissar wurde der zypriotische Adelige Paulinus Zappe (Chappe) bestellt. Als die ersten Formulardrucke der Weltgesch. wurden die während der Ablaß Verkündigung angebotenen Beichtbriefe ( Ablaßbrief) in Mainz hergestellt. Da sie eingedr. Jahreszahlen haben und die Tagesdaten bei der Ausstellung von Hand nachg…

Mainzer Fraktur

(27 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
eine der schönsten Frakturschriften ihrer Zeit, 1901 von der Berthold AG nach eigenen Entwürfen herausgebracht. Im modernen Fotosatz nicht erhältlich. Mainzer Fraktur. A. Ihlenfeldt

Mainzer Gutenberg Lehranstalt

(8 words)

Siehe Institut für Buchwesen

Mainzer Minipressen-Archiv

(210 words)

Author(s): H. Buske
Slg. von über 5000 (1992) lit., künstlerischen und politischen Schriften vom Einblattdruck über Plakate, Broschüren, Bücher, Zss. bis zu bibliophilen Pressendrucken und Videos von Eigen-und Kleinverlagen aus der Alternativbewegung seit Ende der 1960er Jahre. Seine Aufgabe ist die Pflege, Ergänzung und Katalogisierung der Produktion von Mini- und Alternativpressen, deren Erzeugnisse von öffentlichen Bibl.en kaum oder gar nicht zur Kenntnis genommen werden. Bei der Literaturvermittlung und Fragen …

Mainzer Minipressen-Messe

(148 words)

Author(s): S. Hohenstein
1970 von dem Pressendrucker Norbert Kubatzky begründet, findet seitdem (jedoch 1979 statt 1978) im Turnus von zwei Jahren statt. Seit 1979 ist die Stadt Mainz, von Beginn an Träger der Messe, auch der Veranstalter, wobei die inhaltliche Gestaltung einer freien Projektgruppe aus ehrenamtlichen Kräften und Vertretern der Stadt unterliegt. Zu jeder Messe erscheint ein Katalog. Teilnehmer sind Kleinstver-leger, Autoren, Zeitschriftenmacher und Buchkünstler, die sich im weitesten Sinne als alternativ…
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