Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Makedonien

(4 words)

Siehe Jugoslavien

Makedonischer Kalender

(208 words)

Author(s): O. Mazal
Die Makedonier verwendeten einen lunisolaren Kalender mit zwölf Monaten, die abwechselnd 30 und 29 Tage umfaßten. Ungefähr alle drei Jahre wurde ein zusätzlicher Monat eingeschaltet. Der Jahresbeginn lag im Herbst. Die Liste der makedonischen Monate mit ihrer ungefähren Entsprechung ist die folgende: 1. Dios (Oktober), 2. Apellaios (November), 3. Audynaios (Dezember), 4. Peritios (Januar), 5. Dystros (Februar), 6. Xanthikos (oder Xandikos, März), 7. Artemisios (April), 8. Daisios (Mai), 9. Panem…

Makette

(4 words)

Siehe Markette

Makroinformation

(4 words)

Siehe Befehlskette

Makrotypographie — Mikrotypographie

(106 words)

Author(s): G. Pflug
Dieses Begriffspaar wurde 1984 von dem Schweizer Typographen Jost Hochuli geschaffen, um die Wandlung in der Typographie durch die Einführung von bleisatzlosen Setzverfahren zu charakterisieren. Während sich die Makrotypographie — von einer fest vorgegebenen Bleischrift ausgehend, die der Schriftanwender nicht verändern kann mit dem Layout — z. B. mit dem Format, der Größe und der Stellung der Kolumnen und der Abbildungen — befaßt, fallen der Mikrotypographie diejenigen Probleme zu, die sich aus…

Makulatur

(119 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
(von lat. macula Fleck) nennt man in der Druckindustrie jeden unbrauchbaren Druckbogen und jede unbrauchbare Druckbahn. Das betrifft z.B. M., welche bei der Vorbereitung zum Druck beim Einlaufen und Probedrucken entsteht. Ferner wird M. jeder bedruckte Bogen genannt, der nicht mehr seiner eigentlichen Bestimmung dient. Hierzu gehören auch Bogen, die für Bücher bestimmt waren, sauber gedruckt sind, aber nach Jahren — weil sie nicht mehr gebraucht werden — ausgeschieden werden. Früher nannte man M.–Bogen auch unbedruckte Bogen eines saugfähigen Papiers, das zum Eins…

Makulaturforschung

(331 words)

Author(s): H. Rosenfeld f
meinte urspr. die Auswertung der als Fehldrucke makulierten Druckbogen, die bei Auflösung der seit dem 16. Jh. aufkommenden Klebepappdekkel zutage kommen und oft aus Drucken stammen, von denen keine Ex. mehr erhalten sind. Ferner stammen zahlreiche ma. Bilderbogen, frühe Einblattkalender, Kartenspielbogen und Flugblätter aus Einbandmakulatur. Im weiteren Sinne gehört zur M. die Auswertung der als Bogenfalz, Rückenfalz, Deckelspiegel, Deckelbeklebung oder Umschlag verwandten beschriebenen Pergame…

Makulierung

(151 words)

Author(s): L. Delp
im Gegensatz zur Verramschung die Vernichtung des unverkäuflich gewordenen Auflagenrestes eines Verlagswerkes durch Verwertung als Altmaterial, insbes. durch Einstampfen. Da damit die Verbreitung der Werkaufl. endet, werden Rechte und Pflichten der Partner eines Verlagsvertrages berührt. Die M. ist in Deutschland ohne Mitwirkung des Verf. zulässig, wenn die Restauflage praktisch unverkäuflich ist und die mit der weiteren Lagerhaltung entstehenden Kosten für den Verlag unzumutbar geworden sind. Ü…

Makusin, Petr Ivanovič

(107 words)

Author(s): H. Rӧhling
*31. 5. (12.6.) 1844 in Putino, Gouvernement Perm', 4. 6. 1926 in Tomsk, russ. Verleger. Die buchhändlerische und verlegerische Arbeit M.s galt Sibirien, in den größeren Städten baute er ein Buchhandelsnetz auf Als Verleger gab er nicht nur Bücher heraus, sondern auch die Ztg. «Sibirskaja gazeta» (1881 bis 1888) und «Tomskij listok» (1897 — 1905). Nach der Revolution von 1917 übergab er sein Unternehmen dem Staat, blieb aber noch im staatlichen sibirischen Buchhandels und Verlagswesen tätig. H. Rӧhling Bibliography Knigovedenie. Enciklopedićeskij slovar' (Buchwissenschaft.…

Malanweisungen

(139 words)

Author(s): D. Oltrogge
sind verbale Angaben zur Herstellung des Handschriftenschmucks, vom Schreiber der Hs., vom Werkstattleiter oder vom Maler selbst ausgeführt. Sie umfassen die Benennung des Buchstabens und Farbangaben bei Initialen sowie bei Miniaturen a. die knappe Benennung des Bildthemas oder b. eine ausführliche ikonographische Beschreibung oder c. Farbangaben. Anbringungsort sind die Seitenränder oder der Platz für die Miniatur, bei Farbangaben die Vorzeichnung. Seit der Spätantike (Quedlinburger Itala, Rom,…

Malatesta, Novello

(108 words)

Author(s): S. Furiant
*1418 (?) in Brescia, 20. 11. 1465 in Cesena, Neffe des Carlo M., der ihn und dessen Bru der Sigismondo Pandolfo zu seinen rechtmäßigen Erben in der Ausübung des päpstlichen Vikariates über Cesena und Rimini einsetzte. Herr von Cesena von 1430 bis zu seinem Tode, war M. ein eifriger Hss. —Sammler und Förderer eines Scriptoriums, in dem ital. (Jacopo da Pergola, Jacopo Macario, Andrea Catrinello) und ausländische (Jean von Epinal, Mathias Kuler) Kopisten tätig waren. Die dort geschriebenen Cod. bildeten den Grundbestand der von ihm gegr. Biblioteca Malatestiana in Cesena. S. Furiant Bib…

Malawi

(540 words)

Author(s): I.-D. Wolcke-Renk
(Republic of Malawi) ist ein Binnenstaat in Südostafrika, gelegen zwischen Sambia im Westen, Tansania im Norden und Moçambique im Süden und Osten. Auf einer Landfläche von 94080 km 2 lebten 1992 ca. 9.9 Mio. Einwohner (77 Einwohner / km 2 ). Zum Staatsgebiet gehören noch 24000 km 2 des Malawisees, des drittgrößten Sees in Afrika. Hauptstadt ist Lilongwe. Hauptsprachen sind Engl., Chichewa und Lomwe. Fast 50% der Bewohner sind jünger als 15 Jahre. Die Analphabetenrate bei den Erwachsenen (über 15 Jahre) beträgt 75%. Es besteht keine Schulpflicht, jedoch besuc…

Malaysia

(1,002 words)

Author(s): P G. Dannhauer
offizielle Bezeichnung: Persekutuan Tanah Malaysia. Fläche: 330442 km 2 . Bevölkerung: 17,8 Mio. Einwohner (1991). M. ist eine Föderation von 13 Staaten, von denen elf auf der malaiischen Halbinsel und zwei im Norden der Insel Borneo liegen. Die Malaysische Föderation entstand 1963 aus den vier ehemals britischen Kolonialgebieten Malaya, Singapur, Sarawak und Sabah. Singapur schied 1965 wieder aus der Föderation aus. Etwa 53% der Einwohner sind Muslime, 17,3% Buddhisten, 7% Christen, 7% Hindu, 11,6% sind Anhänger verschiedener chinesischer Kulte, 2% sind …

Malbuch

(125 words)

Author(s): L. Betten
eine Malvorgabe bildlicher Art, die für Vierbis Dreizehnjährige entworfen wird. Man unterscheidet drei Arten: rein schwarzweiße Umrißzeichnungen, farbige Malvorlagen mit dazugehöriger schwarzweißer Ausmalvorlage und Kreativmalbücher. Die schwarzweißen Umrißzeichnungen werden in hohen Aufl. über Kaufhäuser vertrieben, werden jedoch aus kunstpädagogischen Gründen als fragwürdig betrachtet. Farbige Malvorgaben dagegen ermöglichen zumindest, Wahrnehmungsfähigkeit in bezug auf Farbdifferenzierung zu …

Malclès, Louise-Noëlle

(151 words)

Author(s): F J. Mosher
*20. 9. 189 9 in Südfrankreich, ✝ 27. 3. 1977 in Avignon, franz. Bibliographin, Bibliothe- karin und Dozentin. 1928 — 1962 war M. der Bibliothek der Sorbonne (Paris) und danach bis 1969 der Direction des Bibliothèques de France verbunden. Sie richtete den Salle de Bibliographie an der Sorbonne ein, wo sie auch 1933-1962 Bibliographie lehrte, und sie gab den ersten Kurs in Bibliographie an der École Supérieure des Bibliothèques (gegr. 1964). Zu ihren Veröff zählen «Les Sources du travail bibliogr…

Malcolm, James Peller

(103 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
* August 1767 in Philadelphia, 5. 4. 1815 in London. Zeichner und Kupferstecher, seit 1788 oder 1789 in England ansässig. M. ist vor allem wegen seiner topographischen und historischen Ill. und seiner Karikaturen bekannt. Er arbeitet u. a. für den Verleger John Nicholls und das «Gentlemans Magazine». 1808 veröffentlichte er 50 Blätter unter dem Titel «Anecdotes of the manners and customs of London during the XVIII Century» sowie «A history of caricature». G. P. Jefcoate Bibliography Thieme–Becker Bd. 23, S. 587 Houfe, S.: Dictionary of British Book Illustrators and Caricaturi…

Malecki (Maletius, Sandecki), Jan (Johannes)

(161 words)

Author(s): M. Komorowski
*um 1490 in Nowy Sacz, 1577 in Lyck, wirkte als Drucker zunächst in Krakau und Pultusk, dann ab 1536 in Preußen. Erzbischof Paul Speratus ernannte ihn zum Erzpriester in Lyck, wo er eine Druckerei einrichtete (nur ein Druck bekannt). Die von ihm übers, und hrsg. reformatorischen Schriften — zuerst 1546 Luthers Kleiner Katechismus in Poln. — ersch. überwiegend in Königsberg. M. hatte großen Anteil an der Verbreitung der Reformation unter der polnischsprachigen Bevölkerung Preußens. M. Komorowski Bibliography Lehnerdt, M. in: Altpreußische Biographie. Bd. 1. Königsberg 1941, S. 416 D…

Malediven

(156 words)

Author(s): G. Grönbold
offizieller Name Divehi Rajje. Die Fläche beträgt 298 qkm bei einer Bevölkerung von ca. 238 Tsd. Einwohnern (1993). Das seit 1965 unabhängige Land besteht aus ca. 1200 Inseln in 19 Atollen im Indischen Ozean; nur ca. 200 der Inseln sind bewohnt. Einheimische Sprache ist Divehi, das mit dem Singhalesischen verwandt ist. Der Islam ist Staatsreligion. 1990 waren nur 2,7% der Bevölkerung des Schreibens und Lesens unkundig. Trotz geringen Analphabetentums ist das Bibliothekswesen offenbar nur schwach ausgebaut. In der Hauptstadt Male gibt es eine NB (Bes…

Malein, Aleksandr Iustinovič

(103 words)

Author(s): K. Migon
* 24. 8. (6. 9.) 1869 in Prutnia bei Twer, 26. 10. 1938 in Leningrad, russ. Altphilologe, Bibliograph und Buchwissenschaftler, einer der Begründer der Russ. Bibliologischen Ges. (1899) und ihr Präsident (1919 — 1926). M. war Kenner und Forscher des antiken und westeuropäischen Buches, äußerte sich zu grundlegenden Fragen der Terminologie, Theorie und Methodologie der Buchwissenschaft und organisierte Gemeinschaftsarbeiten auf dem Gebiet der Buchkunde. K. Migon Bibliography Sertum bibliologicum v cest' ... A. I. Maleina (... zu Ehren ... A. I. Maleins). Petrogra…

Maler, auch Pictor(-ius), Matthes

(85 words)

Author(s): D. Debes
1536 in Erfurt. M. druckte seit 1511 selbständig in Erfurt, nachdem er als Geselle bei Wolfgang Schenck gearbeitet, dessen Witwe geheiratet und die gesamte Druckerei übernommen hatte. Seine Offizin betrieb er in dem 1517 erworbenen, heute noch vorhandenen Haus «Zum schwarzen Horn» vor der Krämerbrücke. Mit seinen 262 Drucken vorwiegend reformatorischer Lit. war er der bedeutendste Drucker Erfurts im 16. Jahrhundert. D. Debes Bibliography Hase, M.v.: Bibliographie der Erfurter Drucke von 1501 — 1550. 3. Aufl. Nieuwkoop 1968 Benzing S. 109

Malerbuch

(224 words)

Author(s): H. Watts
ist die dt. Bezeichnung für ein am Anfang des 20. Jh.s in Frankreich entstandenes Genre des ill. Buches, «le livre de peintre». Ein M. enthält Original-Druckgraphik(en) von einem als Maler oder Bildhauer schon bekannten Künstler. Das Werk wird vom Verleger in Auftrag gegeben und mit einem großen druckgraphi sehen und typographischen Aufwand auf handgeschöpftem Papier in einer kleinen Aufl. realisiert. Der graphische Beitrag des Künstlers zum Buch ist nicht unmittelbar als 111., sondern eher als …

Malerbuch vom Berge Athos

(137 words)

Author(s): R. Fuchs
Unter dem Titel Hermenaia wurde in der Mitte des 18. Jh.s von dem griechischen Mönch Dionysios von Furna–Agrafa ein Malerbuch zur Anleitung von Ikonenmalerei auf Wand, Leinwand und Holzplatten verfaßt. In welchem Umfange ältere Vorlagen benutzt wurden, ist nicht geklärt. Der erste Teil enthält Anweisungen zum Vorzeichnen, Zubereiten von Leim, einigen wenigen Farbmitteln, Tinte und Metalltusche, Goldgründen und Vergoldung; der zweite beschreibt, wie Darstellungen des Alten Testamentes ausgeführt …

Malereien auf Einbänden

(7 words)

Siehe Bemalte Einbände

Maler, Ludwig

(7 words)

Siehe Ludwig ze Ulm

Malermi-Bibel

(154 words)

Author(s): G. Franz
Niccolò Malermi (Malerbi) (Venedig ca. 1422—ca. 1481), Kamaldulenserabt in Venedig, hat die ital. Übers, der Bibel aus dem Lat. zusammengestellt und bearb., die 1471 von Wendelin von Speyer in Venedig gedr. wurde und bis ins 16. Jh. zahlreiche Ausg. erlebte. Später wurde die Legende des heiligen Joseph von Malermi beigedruckt. 1490 druckte Giovanni Ragazzo für Lucantonio Giunta eine Ausg. mit 387 Holzschnitten in feinen Umrißlinien, darunter einigen Wiederholungen (GW 4317). Einige Holzschnitte …

Maler(Pictor), Bernhard

(134 words)

Author(s): S. Corsten
aus Augsburg stammender Geschäftsgenosse von Peter Löslein und Erhard Ratdolt. Sein Name ist mit zwölf Drucken verbunden, die 1476 — 1478 in Venedig herauskamen. Daß M. 1478 auf eigene Rechnung noch eine Schrift des Basilius Magnus herausgebracht habe, trifft nicht zu. Er war allem Anschein nach der Schöpfer der schönen Initialen und Randleisten, welche die Ges. in ihren Drucken verwendete. M. wird zuletzt 1483 als Bevollmächtigter eines Augsburger Kaufmanns in Venedig erwähnt. S. Corsten Bibliography GW Bd. 3, Sp. 565 Haebler, K.: Die dt. Buchdrucker des 15.Jh.s im Auslande…

Malesherbes, Chrétien-Guillaume de La Moignon de

(296 words)

Author(s): G. Gabel
* 6.12.1721 in Paris, 22. 4. 1794 ebd., franz. Staatsmann und Bibliophile. Der Jesuitenzögling folgte 1750 seinem Vater als Präsident der Steuerkammer (Cour des aides) und wirkte außerdem bis 1763 als oberster Zensurbeamter. Dank seiner liberalen Einstellung konnten die Hauptwerke der franz. Aufklärer (Rousseau, Voltaire, Grimm u. a.) und die Encyclopédie in Frankreich erscheinen. Da M. sich für eine Reform des Staatshaushalts aussprach, schickte ihn König Ludwig XV 1771 für vier Jahre ins Exil.…

Mali

(228 words)

Author(s): I.-D. Wokkc-Renk
(République du Mali) ist ein Binnenstaat in Westafrika. Auf einer Fläche von ca. 1,25 Mio. km 2 lebten 1993 8,9 Mio. (geschätzt) Einwohner (7 Einwohner/ km 2 ), mehr als drei Viertel davon in der Südhälfte des Landes. Hauptstadt ist Bamako. Amtssprache ist Franz., weitere wichtige Sprachen sind Bambara, Songhai, Peul und Tamachek. Eine Schulpflicht besteht nicht, doch wird an den staatlichen Schulen kostenfreier Unterricht erteilt. Die Ausbildungsmöglichkeiten konzentrieren sich auf die Hauptstadt. Neben den öffentlichen Schulen gibt es noch private Koranschulen. Ca. 50% der …

Malik-Verlag

(214 words)

Author(s): H. Kieser
Der M. (benannt nach einem Roman von E. Lasker-Schiiler), 1917 von Wieland Herzfelde in Berlin gegr. (1925 AG), brachte Werke der Dadaisten sowie linker und revolutionärer Autoren heraus. Das Erscheinungsbild der Veröff. des Verlages wurde geprägt durch die bahnbrechenden Leistungen von J. Heartfield, dem Bruder W. Herzfeldes, auf dem Gebiet der Fotomontage. Im März 1933 mußte Herzfelde nach Prag emigrieren, wo er den Verlag - nominell als M., London — weiterführte und u.a. die Exilzs. «Neue Dt.…

Malin, Charles

(100 words)

Author(s): G. Stresow
(1883—1956), franz. Stempelschneiderin Paris, einer der letzten seines Handwerks, war in jüngeren Jahren in der Schriftgießerei Deberny et Peignot tätig, später selbständig. Der Stempelschnitt verlangt starkes Formgefühl, ein untrügliches Auge und eine sichere Hand, da schon die geringfügigsten Abweichungen von der Vorlage oder der inneren Vorstellung die Arbeit in Frage stellen. M. besaß diese Eigenschaften. Intern. Ansehen erwarb er sich durch seine Schriftschnitte für die Monotype Corporation…

Maliniemi, Aarno

(77 words)

Author(s): T Nielsen
* 9. 5. 1892 in Oulu, 8. 10. 1972 in Helsinki, finnischer Bibliothekar und Historiker, 1915—1945 an der UB Helsinki (1930—1945 AbteilungsDirektor), 1945 –1960 Professor für Kirchengesch. an der Univ. Helsinki. Er war ein bedeutender Gelehrter (u.a. Der Heiligenkalender Finnlands, 1925), auch auf dem Gebiet der ma. Buchgesch.; bes. wichtig sind seine Studien über die Bibl, des Klosters Vadstena T Nielsen Bibliography Vallinkoski, J. in: Nordisk Tidskrift für Bok- och Biblioteksväsen 59. 1972, S. 150—151.

Malkitische Unziale

(12 words)

Author(s): Red.
eine jüngere Form (6./7. Jh.) der Syrischen Schrift Red.

Mallery, Karel de

(139 words)

Author(s): H. Wendland
* 1571 in Antwerpen, nach 1635 ebd., flämischer Kupferstecher, der in Antwerpen in der Art des Philipp Galle arbeitete. G. heiratete dessen Tochter. Für C. Plantin und andere Verleger lieferte er meist religiöse Stiche zu Andachtsbüchern, z.B. zu Hieronymus Natalis, Evangelicae históriáé imagines (Nutius, Antwerpen, 1593-1594). Um 1600 arbeitete er in gleichem Stil in Paris. Erwähnenswert sind seine Stiche zu Vincentius Opsopoeus, Sibyllina Oracula (Paris 1609). Sein Sohn Philip de M. (ca. 1598 in Antwerpen) war als Kupferstecher und Illustrator von Emblembüch…

Mallinckrodt, Bernhard von

(163 words)

Author(s): S. Corsten
* 29. 11. 1591 in Ahlen (Westfalen), 7. 3. 1664 Burg Ottenstein (Westfalen), Domdechant von Münster (1625 — 1664). Der gelehrte Jurist trat 1616 in Köln zum Katholizismus über und gehörte seit 1622 dem Domstift von Münster an. Seine polyhistorischen Interessen fanden ihren Niederschlag in einer Privatbibi, mit mehr als 5 Tsd. Titeln, darunter zahlreichen Inkunabeln. Anläßlich der Zweihundertjahrfeier der Erfindung des Buchdrucks (Gutenbergfeiern) veröffentlichte M. 1640 in Köln «De ortu et progr…

Mallorca

(96 words)

Author(s): K. Wagner
Nocolás Calafat fuhrte den Buchdruck auf den Balearen ein. 1485 druckte er J. Gersons «De regulis mandatorum» (Goff G 209). In der von R. Lull gegr. Schule Miramar bei Valldemosa brachte er 1487 die Werke des Dichters Francesch Prats heraus. Unter den Druckern des 16. Jh.s sind Hernando de Campsoles [Cansoles] und vor allem Gabriel Guasp zu nennen, dessen Nachfahren bis ins 18. Jh. tätig waren. K. Wagner Bibliography Bover, J. M.: Imprentas de las Islas Baleares. Palma 1862 (ND 1991) Cuesta Gutierrez, L.: La Imprenta en las Islas Baleares. In: Gut.–Jb. 1960, S. 101—109.

Malmö

(104 words)

Author(s): T. Nielsen
drittgrößte Stadt Schwedens und Hauptort von Skåne. M. war die erste Stadt im damaligen Dänemark, in der die Reformation angenommen wurde. Viele Reformationsschriften wurden von Oluf Ulricksøn (1528 bis 1556) und J. Hoochstraten, der 1533 — 1535 für den Reformator Christiern Pedersen arbeitete, gedruckt. Die StB, 1905 gegründet, 1993: 925 Tsd. Bde., 1st Leihverkehrszentrum für das südliche Schweden. In M. erscheinen mehrere wichtige Tages– und Wochenztg. (Schweden, Pressewesen). T. Nielsen Bibliography Nielsen, L.: Dansk Bibliografi 1482—1550. København 1 919 Holmström, B.:…

Malmström, Johan August

(103 words)

Author(s): T. Nielsen
* 14. 8. 1829 in Västra Ny (Östergötland), 18. 10. 1901 in Stockholm, schwed. Maler und Illustrator, der in jüngeren Jahren bes. als Historienmaler mit Vorliebe für altnordische Motive, die auch in der Ornamentik zum Ausdruck kamen, tätig war. Vor allem ist sein Name mit den 111. zu E. Tegnérs «Frithiofs saga» (1876) und J. L. Runebergs «Fänrik Stals sägner» (1883) verbunden. «Frithiofs saga» erschien von neuem 1888, nicht mehr mit Xylographien, sondern mit Lichtdrucken nach M.s gemalten Vorlagen. T. Nielsen Bibliography Wieselgren, H.: J. A. M. Stockholm 1904 Sandström, S. in: Svens…

Malone, Edmund

(215 words)

Author(s): J. L. Flood
* 4. 10. 1741 in Dublin, 25. 4. 1812 in London, Schriftsteller, Kritiker und Rivale des George Steevens als Sammler von Shakespeare–Ausgaben. Er gab die Werke Goldsmiths (1780) und Drydens (1800) heraus, aber die größten Verdienste erwarb er mit seinen Shakespeare-Forschungen. Bereits 1778 befaßte er sich mit der chronologischen Ordnung der Dramen, und 1790 brachte er eine iobändige Ausg., «The plays and poems of Shakespeare, collated verbatim with the most authentiek copies», heraus, die auf de…

Malone Society

(102 words)

Author(s): J. L. Flood
engl. Bibliophilenges., gegr. 1906 von Edmund K. Chambers, Sir Walter W. Greg und Alfred W. Pollard. Sie fuhrt den Namen nach dem Bibliophilen und Shakespeare–Sammler Edmund Malone. Zweck ist die VeröfF. engl. Schauspiele vor allem des 16. und 17. Jh.s. Bisher hat die Ges. über 150 Titel veröff.; diese wurden bis vor wenigen Jahren nur an Mitglieder abgegeben, sind aber jetzt über die Oxford University Press auch im Buchhandel erhältlich. J. L. Flood Bibliography WiLSON, F. P.: The Malone Society. The first fifty years, 1906 to 1956. In: The Malone Society [Oxford] Coll…

Malpigli, Annibale

(252 words)

Author(s): P. Amelung
Anfang Juni 1484, Bologneser Professor und Druckherr des 15. Jh.s. M. war zus. mit seinen Partnern Baldassarre Azzoguidi und Francesco Dal Pozzo wesentlich an der Einführung des Buchdrucks in Bologna beteiligt. Durch Vertrag vom 25. 10. 1470, der am 1. 12. 1470 in Kraft trat und auf zwei Jahre begrenzt war, errichteten die drei Partner die erste Druckerei in Bologna. Nach Auflösung der Dreiergemeinschaft im Jahre 1472 gründete M. zusammen mit seinem Bruder Scipione eine eigene Druckerei. Ein ein…

Malta

(1,702 words)

Author(s): W Zammit | S. Sorensen
(amtlich: Repubblika ta' Malta) Inselstaat, 316 km 2 , 360 Tsd. Einwohner (1993), ist seit 1974 eine unabhängige Republik innerhalb des British Commonwealth. Hauptstadt: Valletta. Maltesisch, eine semitische Sprache (mit dem Arab. verwandt), ist die Volkssprache. Doch war M. immer zweisprachig, denn die ital. Sprache, die Verwaltungssprache der röm.–katholischen Kirche, und, noch unter der Herrschaft der Johanniter (1530—1798), zugleich die der Zivilverwaltung, war lange das Medium für höhere Bildung. Eine dritte Sprach…

Malta International Book Fair

(47 words)

Author(s): J. Schifò
Die maltesische Buchmesse wird seit 1979 alle zwei Jahre (seit 1994 j.) im Oktober veranstaltet unter den Auspizien des Ministeriums für Unterricht. Sie bietet Verlegern aus Europa und des Nahen Ostens Gelegenheit, neue Titel für ein intern. Publikum zu präsentieren. J. Schifò

Maltechnik

(266 words)

Author(s): R. Fuchs
Die M. beschreibt den Bildaufbau einer Malerei in Material und Technik im Buch, auf Einband und in der Graphik. Zuerst wird der Malgrund aus Pergament, Papier, Holz, Leder, Elfenbein, Marienglas, Glas oder anderen Materialien vorbereitet, damit die Farbschichten besser haften. Hierzu benötigen rauhe Untergründe eine glättende Grundierung mit Bindemittel und einem Weißpigment (Bleiweiß, Kreide etc.). In der Vorzeichnung wird die Darstellung angelegt und die Farbmittel oft in mehreren dünnen Schic…

Malton d.J., Thomas

(87 words)

Author(s): A. Rabeler
* 1748 in London (?), 7. 3. 1804 ebd., engl. Architekt, Zeichner und Kupferstecher. M., der Sohn des Architekturzeichners Thomas Malton d.Ä. (1726—1801), erwarb sich Ansehen als Zeichner detailgenauer Londoner Stadtansichten. Er war der erste, der sich des neuen Aquatintaverfahrens zur Vervielfältigung seiner Zeichnungen bediente. Er veröff. und illustrierte durch eigene Aquatintadrucke «A Picturesque Tour through the Cities of London and Westminster» (1792) und «Picturesque Views of the City of Oxford» (1802). A. Rabeler Bibliography O'Donoghue, F. M. in: DNB Vol. 36, S…

Maltzahn, Wendelin Freiherr von

(115 words)

Author(s): P. Neumann
* 10. 5. 1815 in Berlin, 5. 7. 1889 ebd., dt. Literarhistoriker und Bibliophile. Der Hrsg, einer Lessing–Ausg. (1853–1857) und des Werks «Dt. Bücherschatz des 16., 17. und 18. bis um die Mitte des 19.Jh.s» (Jena/Frankfurt a.M.1875 –1882, ND Hildesheim 1966) sammelte Original-Ausg. der dt. Lit. vom 17. bis 19. Jh., mit Werken von Goethe als Mittelpunkt. Damit war er Vorreiter einer literarhistorisch orientierten Sammelrichtung der dt. Bibliophilie, die nach 1900 ihrem Höhepunkt zustrebte. Die Bib…

Mameranus, Heinrich

(151 words)

Author(s): W. Schmitz
* kurz nach 1500 in Manier (Luxemburg), in Köln zwischen 1563 und 1567; Kölner Druckerverleger. M. hieß eigentlich Wagner, nannte sich aber wie sein Bruder, der Humanist Nicolaus M., nach seinem Geburtsort. 1549 Notar in Köln, wandte er sich nach der Übersiedlung seines Bruders Nicolaus 1550 dem Verleger– und Druckergeschäft zu. Er erwarb die Drukkerei des Heinrich Becker (Artopäus), der zeitweilig in seinem Unternehmen als Faktor tätig blieb. Zu den 19 Drucken aus den, Jahren 1550-1552 und 1560…

Mammotrectus

(7 words)

Siehe Helyae von Laufen, Helyas

Mamonicz

(233 words)

Author(s): A. G. Swierk
Drucker– und Verlegerfamilie in Wilna. Vor 1574 (1569?) gründeten die Wilnaer Kaufleute Kosma (Kuzma, 16. 7. 1607 in Wilna) und sein Bruder Lukas M. (f 19. 10. 1606 in Wilna) mit Hilfe des gelernten Druckers und Teilhabers Petr Timofeevic Mstislavec (F. Skaryna) eine Offizin für kyrillische Drucke (hauptsächlich Liturgica), später auch für Schriften in belorussischer und poln. Sprache. Finanzielle Auseinandersetzungen mit Mstislavec und sein Ausscheiden führten 1576 zum Stillstand der Produktion…

Manasseh ben Israel

(410 words)

Author(s): A. K. Offenberg
* 1604 in Süd–Europa, J 26. 11. 1657 in Middelburg, jüdischer Gelehrter, Diplomat, Drucker, Verleger und Buchhändler; portugiesischer (christlicher) Name: Manuel Dias Soeiro. Seine Eltern flohen 1613/1614 nach Holland. M. gründete die erste jüdische hebräische Presse in Amsterdam, sein erstes Buch erschien am 1. 1. 1627. (Einige «proto»-hebräische Drucke wurden schon seit 1605 von chrisdichen Drukkern in Amsterdam veröffentlicht; seit ca.1616 publizierte die jüdische Druckerei der Amsterdamer po…

Manchester

(744 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
nordwestengl. Industrie– und Handelsstadt. 1. Buchdruck und Pressewesen Seit dem Ende des 17. Jh.s waren Mitglieder der Familie Whitworth die wichtigsten Buchhändler in M. Wie andere engl. Provinzstädte entwickelte sich auch M. erst spät zum Druck–und Verlagsort. Das erste nachweisbare Buch mit Impressum Manchester wurde 1719 von Roger Adams gedr. und von William Clayton verkauft. Adams druckte ebenfalls ab 1719 die erste M. Ztg., das «M. Weekly Journal». Ab 1752 erschien der «M. Mercury», von Joseph Ha…

Mancz (Manc, Mantz), Conrad

(472 words)

Author(s): P. Amel
Drucker, Buchbinder und Buchführer des 15. Jh.s. M. war der Erstdrucker von Blaubeuren und zugleich der erste Drucker in der damaligen Grafschaft Württemberg. Über seine Herkunft und Ausbildung liegen keine gesicherten Nachrichten vor. Aufgrund der Ähnlichkeit seiner Typen mit frühen Straßburger Druckschriften ist jedoch anzunehmen, daß M. wie viele andere schwäbische Frühdrucker sein Handwerk in Straßburg erlernt hat. Daß er sich als Drucker in dem seit 1447 württembergischen Landstädtchen Blau…

Mandäische Schrift

(193 words)

Author(s): J. W Wesselius
Die gnostische Religion und Lit. der Mandäer (aramäisch manda, manda', madda' = Wissen, Einsicht) im Süden Mesopotamiens, deren Ursprünge noch immer nicht deutlich geklärt sind, wohl aber ins 2. Jh. oder früher zurückgehen, sind seit der Mitte des 17. Jh.s dem Westen bekannt geworden. Ihre Sprache gehört zu den aramäischen Mundarten und in ihr ist in Hss. (seit dem 16. Jh.), auf Tongefäß en (4. bis 7· Jh.) und Bleirollen (3. - 5· Jh.?), die beiden letzten meist mit Texten magischer Art, eine seh…

Mandate

(60 words)

Author(s): T. Frcllz
sind diejenigen Urkunden, di e einen zeitlich begrenzten Befehl übermitteln, also keine dauernden Rechte verleihen. Sie sind oft sehr einfach ausgestattet und tragen häufig ein verkürztes oder gar kein Datum. Litterae T. Frcllz Bibliography Oppl, F.: Das kaiserliche Mandat im 12. Jh . (I125-1190) . In: Mitteilungen des Instituts fur Österr. Geschi chtsforschung 84. 1976, S. 290 - 327.

Manderscheid-Blankenheirn

(197 words)

Author(s): W Schmitz
dt. Adelsgeschlecht, in der Eifel ansässig. Im späteren 15. Jh. werden die Grundbestände der später berühmten AdelsbibI. faßbar. In einer ersten Phase (ca. 1470-1520) wurden bes. Hss. mit lit. Werken des dt. MA erworben. Die Bibl. war um 1500 keineswegs ungewöhnlich groß, sie umfaßte relativ wenige religiöse Schriften, dagegen auf dem Gebiet der weltlichen Lit. Außergewöhnliches. Ein eigenes Scriptorium existierte vermutlich nicht. Im frühen 17. Jh. folgte in einer zweiten Phase die Anschaffung …

Manderström, Ludvig

(77 words)

Author(s): T Nie | seil
* 21. 1. 1806 111 Stockholm, t 18 . 8. 1873 in Köln, Freiherr, schwed. Diplomat, 1858 - 1868 Außenminister, Büchersammler. Seine Slg. humanistischen Inhalts mit vielen R aritäten (8386 Titel) wurde 1874 zu hohen Preisen versteigert. Das Kernstück, die Slg. dramatischer Lit. , wurde geschlossen verkauft und gehört j etzt (1991) der SchloßbibI. Koberg. T Nie seil Bibliography Caillander, C. M.: Svenska bibliotek och ex-libris. 2. uppl. Bd. 3. Stockholm 19°4, S. 490 -496.

Mandlkalender

(113 words)

Author(s): H. Rosenfeld
nennt man Einblattkalender für Analphabeten (Bauernkalender), auf denen die Heiligennamen über den sägezahnähnlichen Tageskerben durch Brustbilder der Heiligen ersetzt sind. Erhalten haben sich (meist in Einband–Makulatur, Makulaturforschung) Ex. der Zeit seit 1530. Ihr Druck setzte wahrscheinlich viel früher ein, da es bereits seit 1398 handschriftliche Vorformen gibt, die zwischen den Namen der wichtigsten Heiligen jeder Woche und den Wochentagbuchsta–ben a—g solche Heiligenbrustbilder zeigen. H. Rosenfeld Bibliography Pfaff, A.: Aus alten Kalendern. Augsburg…

Mandschurische Schrift

(230 words)

Author(s): H. Walrcivcns
Die Mandschu, die 1644 bis 1912 über China herrschten, übernahmen die mongolische Schrift, die wiederum auf die syrische Estrangeloschrift zurückgeht. 1599 beauftragte der mandschurische Chan Nurhaci (posthumer chinesischer Kaisername: T e ai–tsu) Erdeni ( 1623) und Gagai ( 1599)j ein Schriftsystem bei den Mandschu einzuführen, und man entschied sich für das mongolische. Da diese Schrift aber eine Reihe von Lauten wie k und g, o und u, nicht differenziert, führte der talentierte Übersetzer Dahai…

Manerius–Bibeln

(131 words)

Author(s): U. Nilgen
Gruppe von zwei mehrbändigen, illuminierten Bibeln in Paris (Bibl. Ste. Geneviève 8—10 und BN lat. 11 534—11 535) und einem Bibelfragment (Paris, BN lat. 8823) nordfranz., Ende 12. Jh., benannt nach dem Schreiber Manerius aus Canterbury, der sich im Kolophon von Bd. 3 der Bibel von Ste. Geneviève nennt. Die prächtigen historisierenden und dekorativen Initialen und die mit NT–Szenen geschmückten Kanontafeln der Bibeln wie auch das Genesis–Initial des Fragments gehören in Ikonographie und Stil eng zus., sind aber von mehreren Händen ausgeführt. U. Nilgen Bibliography Boinet, A.: Le…

Manesse Verlag

(66 words)

Author(s): K. Gutzmer
innerhalb des Verlages Conzett & Huber 1944 als selbständige Abt. eingerichtet für die von Walther Meier gegr. Manesse Bibl, der Weltlit. (Imprint Verlag). 1983 ging der M. V. in den Besitz der Deutschen Verlags–Anstalt, Stuttgart, über. Das Programm wurde 1984 erweitert um die Manesse Bibl, der Weltgesch. und 1987 um die Manesse Bücherei. K. Gutzmer Bibliography Manesse Almanach auf das fünfzigste Verlagsjahr. Zürich 1994.

Manessische Liederhandschrift

(6 words)

Siehe Heidelberger Liederhandschrift

Mängelexemplare

(125 words)

Author(s): L. Delp
bei Auslieferung durch den Verleger — urspr. einwandfreie — Bücher mit äußerlich erkennbaren Schäden, welche die Benutzung nicht beeinträchtigen (z.B. abgescheuerter oder zerstoßener Einband, Beschmutzung durch häufiges Anfassen, Flecken, Schäden, die beim Transport verursacht wurden etc.). M. unterliegen nicht der dt. Preisbindung von Verlagserzeugnissen. Sofern M. vom Verlag erneut auf den Markt gebracht werden, sollen diese eindeutig als solche erkennbar oder durch den Verlag entsprechend gek…

Mängelrüge

(135 words)

Author(s): H. Buske
nach Handelsgesetzbuch §§ 377, 378 unverzügliche Anzeige des Käufers an den Verkäufer, wenn die gelieferte Ware offene Mängel aufweist, z. B. wenn eine andere als die vereinbarte Warenmenge (Falschmenge), eine andere als die bestellte Ware (Falschlieferung) oder beschädigte Ware geliefert wurde. Versteckte Mängel sind innerhalb von sechs Monaten anzuzeigen. Die Behandlung beschädigter oder fehlerhafter Verlagserzeugnisse ist in § 11 der Verkehrsordnung für den Buchhandel festgelegt. Beim einseit…

Manichäische Schriften

(586 words)

Author(s): J. Hönscheid
Schriften des ReÜgionsstifters der starken Missionskraft dieser gnostischen Religion (Gnostiche Schriften) die im Romischen Reich im 6. Jh. vernichtet wurde, in China erst im 17. Jh. endgültig unterging, mußte ihr Schrifttum in zahlreiche Sprachen übersetzt werden. Bis zum Anfang des 20.Jh.s waren keine Originalquellen vorhanden. Das Schrifttum mußte aus Zitaten und Berichten in den Büchern nichtmanichäischer Autoren, insbes. der Gegner des Manichäismus rekonstruiert werden. In den Jahren 1902 —1914 wurden bei vier preußischen Turfanexpeditionen hauptsächlic…

Manière criblée

(5 words)

Siehe Schrotblätter

Manila

(4 words)

Siehe Philippinen

Manilapapier

(37 words)

Author(s): H. Bansa
ist die heute nur noch selten gebrauchte Bezeichnung für ein sehr festes, urspr. aus Manilahanf, d.h. aus den Blattfasern bestimmter, hauptsächlich auf den Philippinen angebauter und über Manila ausgeführter Bananenpflanzen (Musaceen) bestehendes Tauenpapier. H. Bansa

Manipulieren

(38 words)

Author(s): Red.
(im Sinne von sortieren), älterer Fachausdruck namentlich des Verlags- und Antiquariatsbuchhandels nir die Anlage und Auswertung von Versendungslisten oder Werbeadressen, die danach auch Manipulationslisten heißen. Red. Bibliography Olbrich, W: Einführung in die Verlagskunde. Leipzig 1932, S. 220—221.

Manlius (Mandelc, Mandelac, Manlin, Mannei und Männl), Johannes

(244 words)

Author(s): G. Borst
1605 in Keresztúr (Deutschkreuz), Buchdrucker in Laibach (Ljubljana), in West–Ungarn und in Kroatien. Er gründete 1575 die erste slovenische Drukkerei in Laibach. Mit der Unterstützung der Stände von Krain erstellte er hier teilweise protestantische Werke in slovenischer, dt. und lat. Sprache. Aus der Zeit 1575 bis 1580 sind 18 Drucke von ihm bekannt. Wegen der Vorbereitung zur Drucklegung einer slovenischen Bibelübers. wurde er von der erzherzoglichen Regierung ausgewiesen. Er verließ Laibach e…

MAN (Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg) AG München

(169 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
gegr. 1840 von L. Sander als Fabrik für Maschinenbau in Augsburg. MAN beteiligte sich am Eisenbahnbau, Bau von Textilmaschinen, Dampfmaschinen, Getrieben, Pumpen u.a.m. Sie baute u.a. 1893 den ersten Dieselmotor nach Rudolf Diesels Patent von 1892. 1845 brachte sie durch C. A. Reichenbach, einem Neffen Friedrich Koenigs, eine Zylinder/Flachformmaschine («Schnellpresse»), 1873 die erste dt. Rollenrotationsbuchdruckmaschine auf den Markt. Die Produktion von Hochdruckmaschinen wurde 1956 (letzte Ro…

MAN Miller Druckmaschinen AG

(75 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Entstanden am 1. 1. 1990 durch Übernahme in die MAN Roland Druckmaschinen AG. Gegr. 1844 als Firma Klein Sc Forst, später Maschinenfabrik Johannisberg. Mitarbeiter: 644 (Stand 31. 12. 1994). Produktprogramm: Bogenoffsetmaschinen vom Format 520 X 740 bis 720 x1020 mm, Rollenoffsetmaschinen für Werkdruck sowie für achtseitigen Illustrationsdruck. C. W. Gerhardt Bibliography Interview mit Hans Hübscher: Wohlbefinden unter dem «Blauen Bogen». In: Der Druckspiegel H. 1. Januar 1991, S. 58 bis 60.

Mannasser

(160 words)

Author(s): J R. Paas
(auch Manasser), Kupferstecher – und Kunstverlegerfamilie am Anfang des 17. Jh.s in Augsburg und dann ab 1633 in Graz. Die Familienmitglieder, die vorwiegend Flugblätter, Veduten, Architekturblätter, Wappen und Kalenderbilder herstellten, waren: Tobias ( um 1570, 2. 1. 1640), ein Briefmaler; Daniel ( um 1590, 1640), Vetter des Tobias; David ( 24. n. 1664), Sohn des Daniel; Johann Kaspar (23.1.1640, 31. 5. 1684), Sohn des David; Anna Maria (tätig in Graz um 1670 bis 1690), Tochter des David. Ihre Verwandtschaft mit Hans Jörg M. (tätig in Augsburg um 1620 bis 1630) ist noch ungeklärt. J R…

Männchen auf Männchen setzen

(95 words)

Author(s): S. Corsten | R. Golpon
Der seit 1740 belegte Ausdruck der Druckersprache bezeichnet das Verfahren, ein bereits einmal gedr. Buch wort– und zeilengetreu neuzusetzen, so daß ein Doppeldruck, d. h. ein «satzimitierender Zweitdruck» (Boghardt), entsteht. Nicht selten sollten derartige Drucke die Erstausg. Vortäuschen. Sie werfen bei der bibliographischen Verzeichnung bes. Probleme auf und machen zusätzliche Maßnahmen zur eindeutigen Identifizierung notwendig. S. Corsten R. Golpon Bibliography Neubürger, H.: Encyklopädie der Buchdruckerkunst. Leipzig 1844 (ND ebd. 1984), S. 150 Bauer, F.: Handb…

Mann, Gebr.

(145 words)

Author(s): K. Gutzmer
Verlag in Berlin, gegr. 1890 in Dresden. 1917 erwarben die Inhaber der Buchdruckerei Hartmann in Berlin den Verlag und begannen 1930 mit der Produktion von wiss. Büchern zur Kunst und Archäologie. Verleger und Drucker erwarben sich einen Ruf als «Buchgestalter von intern. Rang» (G. K. Schauer). Die 1940 von C. G. Heise begründete Reihe «Der Kunstbrief» verbreitete jahrelang Monographien über einzelne Kunstwerke in hohen Auflagen. 1964 wurde gemeinsam mit dem Dt. Verein für Kunstwissenschaft der …

Mann, George, & Co.

(72 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Druckmaschinenfabrik in Leeds, England. Arthur B. Evans, Chefkonstrukteur und technischer Leiter seit den 1870er Jahren, entwickelte zusammen mit Robert Barclay die erste Zylinderflachformmaschine mit Gummizylinder für den indirekten Flachdruck (hier: Blechdruck, Patent 1875). Ab 1906 arbeitete Evans bei M. & Co. auch mit Caspar Hermann im Offsetdruckmaschinenbau zusammen. C. W. Gerhardt Bibliography Imiela, H. – J.: Stein – und Offsetdruck. Stuttgart 1993, S. 155 f., 171 — 174·

Mannheim

(925 words)

Author(s): P. Neumann
1. Buchdruck und Buchhandel. Nach der Stadtgründung 1606 druckte für kurze Zeit Nikolaus Schramm aus Neustadt an der Weinstraße in M.; erst mit der Erhebung zur Residenzstadt 1720 war die Überführung der Hofbuchdruckerei aus Heidelberg verbunden, die unter ihren Leitern Matthias Oberholtzer und Nikolaus von Pierron ( 1772) den notwendigen Bedarf deckte. Sie wurde 1772 von der Kurfürstlichen Akad. d. Wiss. übernommen, die schon seit 1765 ihre Publikationen im eigenen Verlag herausgebracht hatte. Tobias Löffler (1725 — 1801) aus Ulm (?) hatte zunächst die schon 1725 er…

Männik, Hans

(150 words)

Author(s): P. Kaegbein
*28. 9./10. 10. 1893 in Weinjerwen Estland, nach 1939 (1940 verschollen), estnischer Verleger. M. gründete 1920 den Verlag Loodus. Im Jahre 1929 übernahm er als mehrheitlicher Teilhaber die Drukkerei Mattiesen in Dorpat, die seitdem für den Verlag arbeitete, und gründete dort im selben Jahr die Druckerei «Ilutrükk», die — neben der Firma R. Tohwer & Co. in Reval — zu dem im Farbdruck führenden Betrieb in Estland ausgebaut wurde. In den Jahren 1926 — 1938 war er Vorsitzender der Estnischen Verleger– und Buchhändler –Vereinigung (Eesti Kirjastajate ja Raamatukaupmeeste Ühing). P. Kaeg…

Man(n)sfeld

(161 words)

Author(s): P. R. Frank
Künstlerfamilie aus Prag, die im Wien des 18. Jh.s als Kupferstecher, Lithographen und Schriftgießer tätig war. Johann Ernst M. ( 17. 7. 1739 in Prag, 22. 2. 1796 in Wien) und sein Sohn Johann Georg M. ( 18. 3. 1764 in Wien, 21. 12. 1817 ebd.) schufen gefällige 111. für Wiener Drucker und Verleger, der erstgenannte für Brands Kaufruf, 1775 f., AyrenhofFs Werke, 1789, Ovids Verwandlungen, 1791 — 1793, u.a.m. Mit J. L. von Kurzböck eröffnete er 1786 eine Schriftgießerei. Er schuf auch die Platten …

MAN Roland Druckmaschinen AG OfFenbach

(131 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Entstanden 1979 aus dem Zusammenschluß der Roland-Offsetmaschinenfabrik Faber & Schleicher mit dem ausgegliederten MAN-Druckmaschinenbau. Zweitgrößter Druckmaschinenhersteller der Welt, ist das Unternehmen spezialisiert auf Offsetdruckmaschinen: Bogendruckmaschinen werden in Offenbach gebaut, Rollendruckmaschinen in Augsburg. Mit insgesamt 10 Tsd. Mitarbeitern wurde 1994 ein Umsatz von rund 2,041 Milliarden DM erzielt. Die Bogenrotationsoffset-druckmaschinen umfassen alle Formate von 52 X 36 cm …

Mansell

(67 words)

Author(s): G. Gabel
britisches Verlagshaus, gegr. 1966 zwecks Produktion des «National Union Catalog, Pre– 1956 Imprints» der Library of Congress, der 1968 — 1981 in 754 Bdn. erschien. In den folgenden Jahren entwickelte sich M. zu einem der führenden britischen Verlage für bibliographische und allg. Nachschlagewerke; seit kurzem bringt M. auch Fachbücher für Wirtschafts–, Rechtsund Sozialwiss. heraus. M. gehört inzwischen zur Verlagsgruppe Cassell (Cassell & Co–Ltd.) G. Gabel

Mansel–Meister

(150 words)

Author(s): D. Oltrogge
franz.—flämischer Buchmaler. Sein Hauptwerk ist die namengebende zweibändige Abschrift von Jean Mansels «Fleurs des histoires» (Brüssel, Bibl. Royale, Ms. 9231 — 9232), deren ersten Bd. der M. fast vollst. illustrierte, während er im zweiten Bd. nur das Frontispiz ausführte. Charakteristisch für die Miniaturen des M. ist die szenenreiche Bild–Erzählung, die in überund hintereinander gestaffelten Gebäuden verschiedene Episoden zusammenfaßt. Ausgehend von der Datierung des Textes der «Fleurs» 1446…

Mansfeld, Peter Ernst von

(312 words)

Author(s): E. v. d. Vekene
20. 7. 15 17 in Sachsen, 25. 5. 1604 in Luxemburg. Verheiratet in erster Ehe 1542 mit Marguerite de Bréderode ( 1554), in zweiter Ehe 1562 mit Marie de Montmorency. M. trat 1533 in den Dienst von Karl V, nahm an vielen Feldzügen teil, bes. in den Niederlanden, und war von 1545 bis zu seinem Tode im Jahre 1604 Gouverneur des Herzogtums Luxemburg. Er wurde 1546 zum Ritter vom Goldenen Vlies ernannt. Während der Belagerung von Ivoix im Jahre 1552 durch die Truppen von Henri II. von Frankreich geriet M. in Gefangenschaft von Anne de Montmorency und wurde 1552 — 1557 in …

Mansion, Colard

(214 words)

Author(s): S. Corsten
1450 — 1484 in Brügge (Flandern) wirkender Schreiber, Buchhändler und Drucker. Er verwirkender Schreiber, Buchhändler und Drucker. Er verhohen Adel mit Prachthss.; die Texte waren z. T. von ihm hohen Adel mit Prachthss.; die Texte waren z. T. von ihm hohen Adel mit Prachthss.; die Texte waren z. T. von ihm bekannt - wandte sich M. an seinen urspr. Kundenkreis. Bastardletter bezeichnend. Sein Boccaccio «De la ruine rei. Auch mit seinen gedr. Büchern - es sind 24 Titel rei. Auch mit seinen gedr. B…

Manso, Johann Kaspar

(6 words)

Siehe Dichterbibliothekare

Månsson, Lars

(88 words)

Author(s): T Nielsen
6. 5. 1827 auf dem Hof Tranemåla (Blekinge), 4. 4. 1904 ebd., schwed. Büchersammler, Landwirt und Abgeordneter. In enger Verbundenheit mit G. E. Klemming baute er eine bes. an älterer schwed. Lit. reiche Slg. auf, die er in einem eigens errichteten Bau unterbrachte. Die Slg. (ca. 25 Tsd. Nummern) kam 1898 durch Geschenk des Mäzens A. Röhss zur StB (später UB) Göteborg. T Nielsen Bibliography Hallberg S.: L. M. i Tranemåla och hans boksamling. In: Bokvandringa. Red. J. V Johansson. Stockholm 1945, S. 207 — 253

Mantegazza, Filippo

(164 words)

Author(s): A. Battini
(Philippus de Mantegatiis) war als Buchdrucker 1490 — 1497 in Mailand tätig. Wahrscheinlich nach seinem Geburtsort, Cassano an der Adda, Philippus Cassanus gen., veröff. er etwa 40 Werke, manchmal in Zusammenarbeit mit anderen Buchdruckern und zuweilen in Kommission von Verlegern und Privatpersonen; unter ihnen sind Pier Giustino Filelfo, Agostino Maria da Conago, Giovanni da Legnano zu erwähnen. Im Rahmen seiner mannigfaltigen Produktion ragen die Ausg. der «Theorica musicae» von Franchino Gafori (GW 10437; Faks.–Ausg. Bologna 1969) und die der «Rime…

Mantegna, Andrea

(111 words)

Author(s): H. Wendiand
1431 in Isola di Carturo, 13.9. 1506 in Mantua, ital. Maler und Kupferstechei, neben Giovanni Bellini Hauptmeister der ital. Frührenaissance. Ebenso bedeutend wie die Gemälde und Fresnaissance. Ebenso bedeutend wie die Gemälde und Fresversuchte M. seinen graphischen Kompositionen räumlistischer Darstellung seiner Figuren sowie der Perspektive deutlich zum Ausdruck kommt. Mit Plastizität und realiche Dimensionen zu verleihen. M. beeinflußte viele Künstler, u.a. auch Albrecht Dürer, der M. bewunderte H. Wendiand Bibliography Meiss, M.: S. M. as illuminator. Glückstad…

Manthen, Johann

(122 words)

Author(s): S. Corsten
aus Gerresheim (bei Düsseldorf) stammender dt. Drucker in Venedig. M. arbeitete wohl zunächst in der Werkstatt des Johann von Speyer und seines Bruders Wendelin, denen er allem Anschein nach auch familiär verbunden war, wie u. a. aus seinem Testament vom 22. 8. 1474 geschlossen werden kann. Er übernahm zus. mit Johannes de Colonia 1474 die Offizin der Brüder Speyer. Die Genossen brachten vor allem juristische und theologische Lit. heraus. 1480 gehörte M. zu denjenigen, welche die Ges. «Nicolas Jenson sociique» neubegründeten. S. Corsten Bibliography Haebler, K.: Die dt. Buchdruc…

Mantua

(707 words)

Author(s): P Amehmg
(ital. Mantova), Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der ital. Region Lombardei. 1. Buchdruck. M. war nach Mailand die zweite Stadt in der Lombardei, in welcher der Buchdruck eingeführt wurde. Im November 1471 ließ der M.ner Jurist Pietroadamo de' Micheli ( Michaelibus) die dt. Erstdrucker Veronas, Paul von Butzbach und dessen Partner (nicht Bruder, wie bisher angenommen) Georg von Augsburg, nach M. kommen, um ihm hier eine Druckerei einzurichten und ihn m die Technik des Buchdrucks einzuweihen. Der erst…

Mantz, Conrad

(6 words)

Siehe Mancz, Conrad

Manual(e)

(105 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. manualis mit der Hand zu fassen). Von Martial (Epigr. 14, 84) noch in der Bedeutung von «Buchfutteral» verwandt, bezeichnet das Wort seit dem ausgehenden 4. oder beginnenden 5.Jh. n. Chr. ein Handbuch. Der älteste Beleg steht in einem fragmentarisch überlieferten Rechtstext, den «Fragmenta iuris Vaticana» (T. Mommsen [Hrsg.] «Fragmenta iuris antejustiniani quae dicuntur Vaticana». Bonn 1861, § 45). Die Bezeichnung wurde auch als Titelbegriff flir Personal– und Sachverz. benutzt (z. B. «Man…

Manuale Tipografico

(145 words)

Author(s): F. G. Maier
Bodoni, Giambattista Manuel Deutsch, Hans Rudolf, *1525 in Erlach am Bieler See als zweiter Sohn des weit bedeutenderen Niklaus M.D., ✝1571 in Morges am Genfer See. Er war wie der Vater als bernischer Staatsmann, Dichter, Maler, Zeichner und dazu als Buchillustrator tätig. Er zeichnete – oft nach Vorlagen – mit eher durchschnittlicher Gestaltungskraft für Holzschnitte in den folgenden Werken: Sebastian Münster, Cosmographia universalis, Basel, H. Petri, 1550 (ca. 20 Städteansichten wie Bern, Basel…

Manuldruck

(77 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
überholtes, 1913 entwickeltes Reproduktionsverfahren, so benannt von seinem Erfinder M. Ullmann (1861 – 1941), Zwickau (durch Umstellung der beiden Silben seines Namens): Über eine Reflexkopie wurde ein Negativ erzeugt, das man als Vorlage für das Kopieren auf eine Offsetdruckform benutzen konnte. C. W. Gerhardt Bibliography Unger A. W.: Die Herstellung von Büchern, 111., Akzidenzen usw. 3. Auf], Halle 1923, S. 295 – 296 Born E.: Lexikon für die graphische Industrie. 2. Aufl. Weinfelden 1972, S. 405.

Manultief

(51 words)

Author(s): P. Neumann
ein 1926 nach Manfred Ullmann (Manuldruck) benanntes Verfahren, die Bildelemente auf einer Offsetdruckplatte durch Ätzung zu vertiefen. Durch den Einsatz vorbeschichteter Druckplatten mit verbesserter Haltbarkeit ist eine solche manuelle Präparation der Offsetplatten heute nicht mehr erforderlich. P. Neumann Bibliography Ihme R.: Lexikon alter Verfahren des Druckgewerbes. Itzehoe 1994, S. 157

Manu propria

(68 words)

Author(s): G. Pflug
(lat: = mit eigener Hand), abgekürzt: m.p. Die Bezeichnung dient zur Beschreibung oder zur Aufforderung, daß etwas — gewöhnlich eine Unterschrift, jedoch auch, wie beim Lebenslauf, ein längerer Text — mit eigener Hand geschrieben wurde oder geschrieben werden soll. M.p. ist eine in Auktions– oder Verkaufskat, von Mss. gebrauchte Bezeichnung, um anzuzeigen, daß es sich um einen vom Autor selbst geschriebenen Text handelt. G. Pflug

Manuskript

(623 words)

Author(s): Red. | L. Delp
lat. manu scriptum = mit der Hand geschrieben. I. M. heißt die eigenhändige Urschrift des Verfassers (Autograph) 2. Als M. wird darüber hinaus jede mit der Hand gefertigte Niederschrift (Handschrift) bezeichnet. In diesem Sinne sind alle aus Altertum und MA erhaltenen Texte, Bücher, Urkunden, Briefe usw. M.e, im Gegensatz zum Druck. Dagegen fehlen aus dem Altertum M.e im Sinne von eigenhändigen Urschriften vollst.; was wir an lit. Texten haben, auch in den ältesten Papyri, ist Abschrift und vom …

Manuskriptauszeichnung

(96 words)

Author(s): R. Busch
Bei der M. werden diejenigen Überschriften, Wörter oder Sätze durch Unterstreichung gekennzeichnet, die später vom Setzer im Wege des Auszeichnens typographisch hervorgehoben werden sollen. Die gebräuchlichsten Auszeichnungen im glatten Text sind kursiv (übliche Unterstreichung). Kapitälchen mit Versalien () gesperrt () und halbfett (). Bei elektronischer Niederschrift ist der zur Auszeichnung erforderliche Schriftenwechsel durch Befehlscodes zu markieren (z.B. #S3 für kursiv). Wenn die M. nicht schon vom Autor vorgenommen wurde, dann …

Manuskriptbearbeitung

(362 words)

Author(s): A. Domemann
1. Redaktion eines neuen Manuskripts vor Satzbeginn durch den Verlag, in der Regel vorgenommen vom Redakteur oder Lektor. Dabei kann es um drei Arten der Bearb. gehen: die formale, stilistische und inhaltliche. Unter ersterer ist die Prüfung der Richtigkeit der Interpunktion, Rechtschreibung und Grammatik zu verstehen. Maßgeblich für diese Art der Redaktion sind die letzten Ausg. des Rechtschreib– und Grammatik–Dudens, sofern nicht anderslautende Absprachen zwischen Verlag und Autor bestehen ode…

Manuskriptdruck

(4 words)

Siehe Privatdruck

Manuskripteinband

(83 words)

Author(s): F. A. Schmidt-Küttscmiiller f
ist ein Einband, dessen Deckelbezug aus Resten einer Hs. besteht. Solche Einbände sind im MA nicht eben selten, sei es, daß der Buchbinder ein nicht mehr benötigtes verziertes Pergamentblatt als Deckelschmuck verwendete oder aus Ersparnisgründen ein abgelegtes Blatt aus der Schreiberwerkstatt als Einband benutzte, wie er auch oft solche Blätter als Vorsätze benutzte. Nicht ganz selten sind in den geschriebenen Texten auf diesen Blättern Reste unbekannter lit. Denkmäler oder doch Varianten von bekannten Texten entdeckt worden. Makulaturforschung F. A. Schmidt-Küttscmiille…
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