Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Maler, auch Pictor(-ius), Matthes

(85 words)

Author(s): D. Debes
1536 in Erfurt. M. druckte seit 1511 selbständig in Erfurt, nachdem er als Geselle bei Wolfgang Schenck gearbeitet, dessen Witwe geheiratet und die gesamte Druckerei übernommen hatte. Seine Offizin betrieb er in dem 1517 erworbenen, heute noch vorhandenen Haus «Zum schwarzen Horn» vor der Krämerbrücke. Mit seinen 262 Drucken vorwiegend reformatorischer Lit. war er der bedeutendste Drucker Erfurts im 16. Jahrhundert. D. Debes Bibliography Hase, M.v.: Bibliographie der Erfurter Drucke von 1501 — 1550. 3. Aufl. Nieuwkoop 1968 Benzing S. 109

Malerbuch

(224 words)

Author(s): H. Watts
ist die dt. Bezeichnung für ein am Anfang des 20. Jh.s in Frankreich entstandenes Genre des ill. Buches, «le livre de peintre». Ein M. enthält Original-Druckgraphik(en) von einem als Maler oder Bildhauer schon bekannten Künstler. Das Werk wird vom Verleger in Auftrag gegeben und mit einem großen druckgraphi sehen und typographischen Aufwand auf handgeschöpftem Papier in einer kleinen Aufl. realisiert. Der graphische Beitrag des Künstlers zum Buch ist nicht unmittelbar als 111., sondern eher als …

Malerbuch vom Berge Athos

(137 words)

Author(s): R. Fuchs
Unter dem Titel Hermenaia wurde in der Mitte des 18. Jh.s von dem griechischen Mönch Dionysios von Furna–Agrafa ein Malerbuch zur Anleitung von Ikonenmalerei auf Wand, Leinwand und Holzplatten verfaßt. In welchem Umfange ältere Vorlagen benutzt wurden, ist nicht geklärt. Der erste Teil enthält Anweisungen zum Vorzeichnen, Zubereiten von Leim, einigen wenigen Farbmitteln, Tinte und Metalltusche, Goldgründen und Vergoldung; der zweite beschreibt, wie Darstellungen des Alten Testamentes ausgeführt …

Malereien auf Einbänden

(7 words)

Siehe Bemalte Einbände

Maler, Ludwig

(7 words)

Siehe Ludwig ze Ulm

Malermi-Bibel

(154 words)

Author(s): G. Franz
Niccolò Malermi (Malerbi) (Venedig ca. 1422—ca. 1481), Kamaldulenserabt in Venedig, hat die ital. Übers, der Bibel aus dem Lat. zusammengestellt und bearb., die 1471 von Wendelin von Speyer in Venedig gedr. wurde und bis ins 16. Jh. zahlreiche Ausg. erlebte. Später wurde die Legende des heiligen Joseph von Malermi beigedruckt. 1490 druckte Giovanni Ragazzo für Lucantonio Giunta eine Ausg. mit 387 Holzschnitten in feinen Umrißlinien, darunter einigen Wiederholungen (GW 4317). Einige Holzschnitte …

Maler(Pictor), Bernhard

(134 words)

Author(s): S. Corsten
aus Augsburg stammender Geschäftsgenosse von Peter Löslein und Erhard Ratdolt. Sein Name ist mit zwölf Drucken verbunden, die 1476 — 1478 in Venedig herauskamen. Daß M. 1478 auf eigene Rechnung noch eine Schrift des Basilius Magnus herausgebracht habe, trifft nicht zu. Er war allem Anschein nach der Schöpfer der schönen Initialen und Randleisten, welche die Ges. in ihren Drucken verwendete. M. wird zuletzt 1483 als Bevollmächtigter eines Augsburger Kaufmanns in Venedig erwähnt. S. Corsten Bibliography GW Bd. 3, Sp. 565 Haebler, K.: Die dt. Buchdrucker des 15.Jh.s im Auslande…

Malesherbes, Chrétien-Guillaume de La Moignon de

(296 words)

Author(s): G. Gabel
* 6.12.1721 in Paris, 22. 4. 1794 ebd., franz. Staatsmann und Bibliophile. Der Jesuitenzögling folgte 1750 seinem Vater als Präsident der Steuerkammer (Cour des aides) und wirkte außerdem bis 1763 als oberster Zensurbeamter. Dank seiner liberalen Einstellung konnten die Hauptwerke der franz. Aufklärer (Rousseau, Voltaire, Grimm u. a.) und die Encyclopédie in Frankreich erscheinen. Da M. sich für eine Reform des Staatshaushalts aussprach, schickte ihn König Ludwig XV 1771 für vier Jahre ins Exil.…

Mali

(228 words)

Author(s): I.-D. Wokkc-Renk
(République du Mali) ist ein Binnenstaat in Westafrika. Auf einer Fläche von ca. 1,25 Mio. km 2 lebten 1993 8,9 Mio. (geschätzt) Einwohner (7 Einwohner/ km 2 ), mehr als drei Viertel davon in der Südhälfte des Landes. Hauptstadt ist Bamako. Amtssprache ist Franz., weitere wichtige Sprachen sind Bambara, Songhai, Peul und Tamachek. Eine Schulpflicht besteht nicht, doch wird an den staatlichen Schulen kostenfreier Unterricht erteilt. Die Ausbildungsmöglichkeiten konzentrieren sich auf die Hauptstadt. Neben den öffentlichen Schulen gibt es noch private Koranschulen. Ca. 50% der …

Malik-Verlag

(214 words)

Author(s): H. Kieser
Der M. (benannt nach einem Roman von E. Lasker-Schiiler), 1917 von Wieland Herzfelde in Berlin gegr. (1925 AG), brachte Werke der Dadaisten sowie linker und revolutionärer Autoren heraus. Das Erscheinungsbild der Veröff. des Verlages wurde geprägt durch die bahnbrechenden Leistungen von J. Heartfield, dem Bruder W. Herzfeldes, auf dem Gebiet der Fotomontage. Im März 1933 mußte Herzfelde nach Prag emigrieren, wo er den Verlag - nominell als M., London — weiterführte und u.a. die Exilzs. «Neue Dt.…

Malin, Charles

(100 words)

Author(s): G. Stresow
(1883—1956), franz. Stempelschneiderin Paris, einer der letzten seines Handwerks, war in jüngeren Jahren in der Schriftgießerei Deberny et Peignot tätig, später selbständig. Der Stempelschnitt verlangt starkes Formgefühl, ein untrügliches Auge und eine sichere Hand, da schon die geringfügigsten Abweichungen von der Vorlage oder der inneren Vorstellung die Arbeit in Frage stellen. M. besaß diese Eigenschaften. Intern. Ansehen erwarb er sich durch seine Schriftschnitte für die Monotype Corporation…

Maliniemi, Aarno

(77 words)

Author(s): T Nielsen
* 9. 5. 1892 in Oulu, 8. 10. 1972 in Helsinki, finnischer Bibliothekar und Historiker, 1915—1945 an der UB Helsinki (1930—1945 AbteilungsDirektor), 1945 –1960 Professor für Kirchengesch. an der Univ. Helsinki. Er war ein bedeutender Gelehrter (u.a. Der Heiligenkalender Finnlands, 1925), auch auf dem Gebiet der ma. Buchgesch.; bes. wichtig sind seine Studien über die Bibl, des Klosters Vadstena T Nielsen Bibliography Vallinkoski, J. in: Nordisk Tidskrift für Bok- och Biblioteksväsen 59. 1972, S. 150—151.

Malkitische Unziale

(12 words)

Author(s): Red.
eine jüngere Form (6./7. Jh.) der Syrischen Schrift Red.

Mallery, Karel de

(139 words)

Author(s): H. Wendland
* 1571 in Antwerpen, nach 1635 ebd., flämischer Kupferstecher, der in Antwerpen in der Art des Philipp Galle arbeitete. G. heiratete dessen Tochter. Für C. Plantin und andere Verleger lieferte er meist religiöse Stiche zu Andachtsbüchern, z.B. zu Hieronymus Natalis, Evangelicae históriáé imagines (Nutius, Antwerpen, 1593-1594). Um 1600 arbeitete er in gleichem Stil in Paris. Erwähnenswert sind seine Stiche zu Vincentius Opsopoeus, Sibyllina Oracula (Paris 1609). Sein Sohn Philip de M. (ca. 1598 in Antwerpen) war als Kupferstecher und Illustrator von Emblembüch…

Mallinckrodt, Bernhard von

(163 words)

Author(s): S. Corsten
* 29. 11. 1591 in Ahlen (Westfalen), 7. 3. 1664 Burg Ottenstein (Westfalen), Domdechant von Münster (1625 — 1664). Der gelehrte Jurist trat 1616 in Köln zum Katholizismus über und gehörte seit 1622 dem Domstift von Münster an. Seine polyhistorischen Interessen fanden ihren Niederschlag in einer Privatbibi, mit mehr als 5 Tsd. Titeln, darunter zahlreichen Inkunabeln. Anläßlich der Zweihundertjahrfeier der Erfindung des Buchdrucks (Gutenbergfeiern) veröffentlichte M. 1640 in Köln «De ortu et progr…

Mallorca

(96 words)

Author(s): K. Wagner
Nocolás Calafat fuhrte den Buchdruck auf den Balearen ein. 1485 druckte er J. Gersons «De regulis mandatorum» (Goff G 209). In der von R. Lull gegr. Schule Miramar bei Valldemosa brachte er 1487 die Werke des Dichters Francesch Prats heraus. Unter den Druckern des 16. Jh.s sind Hernando de Campsoles [Cansoles] und vor allem Gabriel Guasp zu nennen, dessen Nachfahren bis ins 18. Jh. tätig waren. K. Wagner Bibliography Bover, J. M.: Imprentas de las Islas Baleares. Palma 1862 (ND 1991) Cuesta Gutierrez, L.: La Imprenta en las Islas Baleares. In: Gut.–Jb. 1960, S. 101—109.

Malmö

(104 words)

Author(s): T. Nielsen
drittgrößte Stadt Schwedens und Hauptort von Skåne. M. war die erste Stadt im damaligen Dänemark, in der die Reformation angenommen wurde. Viele Reformationsschriften wurden von Oluf Ulricksøn (1528 bis 1556) und J. Hoochstraten, der 1533 — 1535 für den Reformator Christiern Pedersen arbeitete, gedruckt. Die StB, 1905 gegründet, 1993: 925 Tsd. Bde., 1st Leihverkehrszentrum für das südliche Schweden. In M. erscheinen mehrere wichtige Tages– und Wochenztg. (Schweden, Pressewesen). T. Nielsen Bibliography Nielsen, L.: Dansk Bibliografi 1482—1550. København 1 919 Holmström, B.:…

Malmström, Johan August

(103 words)

Author(s): T. Nielsen
* 14. 8. 1829 in Västra Ny (Östergötland), 18. 10. 1901 in Stockholm, schwed. Maler und Illustrator, der in jüngeren Jahren bes. als Historienmaler mit Vorliebe für altnordische Motive, die auch in der Ornamentik zum Ausdruck kamen, tätig war. Vor allem ist sein Name mit den 111. zu E. Tegnérs «Frithiofs saga» (1876) und J. L. Runebergs «Fänrik Stals sägner» (1883) verbunden. «Frithiofs saga» erschien von neuem 1888, nicht mehr mit Xylographien, sondern mit Lichtdrucken nach M.s gemalten Vorlagen. T. Nielsen Bibliography Wieselgren, H.: J. A. M. Stockholm 1904 Sandström, S. in: Svens…

Malone, Edmund

(215 words)

Author(s): J. L. Flood
* 4. 10. 1741 in Dublin, 25. 4. 1812 in London, Schriftsteller, Kritiker und Rivale des George Steevens als Sammler von Shakespeare–Ausgaben. Er gab die Werke Goldsmiths (1780) und Drydens (1800) heraus, aber die größten Verdienste erwarb er mit seinen Shakespeare-Forschungen. Bereits 1778 befaßte er sich mit der chronologischen Ordnung der Dramen, und 1790 brachte er eine iobändige Ausg., «The plays and poems of Shakespeare, collated verbatim with the most authentiek copies», heraus, die auf de…

Malone Society

(102 words)

Author(s): J. L. Flood
engl. Bibliophilenges., gegr. 1906 von Edmund K. Chambers, Sir Walter W. Greg und Alfred W. Pollard. Sie fuhrt den Namen nach dem Bibliophilen und Shakespeare–Sammler Edmund Malone. Zweck ist die VeröfF. engl. Schauspiele vor allem des 16. und 17. Jh.s. Bisher hat die Ges. über 150 Titel veröff.; diese wurden bis vor wenigen Jahren nur an Mitglieder abgegeben, sind aber jetzt über die Oxford University Press auch im Buchhandel erhältlich. J. L. Flood Bibliography WiLSON, F. P.: The Malone Society. The first fifty years, 1906 to 1956. In: The Malone Society [Oxford] Coll…
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