Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Mansel–Meister

(150 words)

Author(s): D. Oltrogge
franz.—flämischer Buchmaler. Sein Hauptwerk ist die namengebende zweibändige Abschrift von Jean Mansels «Fleurs des histoires» (Brüssel, Bibl. Royale, Ms. 9231 — 9232), deren ersten Bd. der M. fast vollst. illustrierte, während er im zweiten Bd. nur das Frontispiz ausführte. Charakteristisch für die Miniaturen des M. ist die szenenreiche Bild–Erzählung, die in überund hintereinander gestaffelten Gebäuden verschiedene Episoden zusammenfaßt. Ausgehend von der Datierung des Textes der «Fleurs» 1446…

Mansfeld, Peter Ernst von

(312 words)

Author(s): E. v. d. Vekene
20. 7. 15 17 in Sachsen, 25. 5. 1604 in Luxemburg. Verheiratet in erster Ehe 1542 mit Marguerite de Bréderode ( 1554), in zweiter Ehe 1562 mit Marie de Montmorency. M. trat 1533 in den Dienst von Karl V, nahm an vielen Feldzügen teil, bes. in den Niederlanden, und war von 1545 bis zu seinem Tode im Jahre 1604 Gouverneur des Herzogtums Luxemburg. Er wurde 1546 zum Ritter vom Goldenen Vlies ernannt. Während der Belagerung von Ivoix im Jahre 1552 durch die Truppen von Henri II. von Frankreich geriet M. in Gefangenschaft von Anne de Montmorency und wurde 1552 — 1557 in …

Mansion, Colard

(214 words)

Author(s): S. Corsten
1450 — 1484 in Brügge (Flandern) wirkender Schreiber, Buchhändler und Drucker. Er verwirkender Schreiber, Buchhändler und Drucker. Er verhohen Adel mit Prachthss.; die Texte waren z. T. von ihm hohen Adel mit Prachthss.; die Texte waren z. T. von ihm hohen Adel mit Prachthss.; die Texte waren z. T. von ihm bekannt - wandte sich M. an seinen urspr. Kundenkreis. Bastardletter bezeichnend. Sein Boccaccio «De la ruine rei. Auch mit seinen gedr. Büchern - es sind 24 Titel rei. Auch mit seinen gedr. B…

Manso, Johann Kaspar

(6 words)

Siehe Dichterbibliothekare

Månsson, Lars

(88 words)

Author(s): T Nielsen
6. 5. 1827 auf dem Hof Tranemåla (Blekinge), 4. 4. 1904 ebd., schwed. Büchersammler, Landwirt und Abgeordneter. In enger Verbundenheit mit G. E. Klemming baute er eine bes. an älterer schwed. Lit. reiche Slg. auf, die er in einem eigens errichteten Bau unterbrachte. Die Slg. (ca. 25 Tsd. Nummern) kam 1898 durch Geschenk des Mäzens A. Röhss zur StB (später UB) Göteborg. T Nielsen Bibliography Hallberg S.: L. M. i Tranemåla och hans boksamling. In: Bokvandringa. Red. J. V Johansson. Stockholm 1945, S. 207 — 253

Mantegazza, Filippo

(164 words)

Author(s): A. Battini
(Philippus de Mantegatiis) war als Buchdrucker 1490 — 1497 in Mailand tätig. Wahrscheinlich nach seinem Geburtsort, Cassano an der Adda, Philippus Cassanus gen., veröff. er etwa 40 Werke, manchmal in Zusammenarbeit mit anderen Buchdruckern und zuweilen in Kommission von Verlegern und Privatpersonen; unter ihnen sind Pier Giustino Filelfo, Agostino Maria da Conago, Giovanni da Legnano zu erwähnen. Im Rahmen seiner mannigfaltigen Produktion ragen die Ausg. der «Theorica musicae» von Franchino Gafori (GW 10437; Faks.–Ausg. Bologna 1969) und die der «Rime…

Mantegna, Andrea

(111 words)

Author(s): H. Wendiand
1431 in Isola di Carturo, 13.9. 1506 in Mantua, ital. Maler und Kupferstechei, neben Giovanni Bellini Hauptmeister der ital. Frührenaissance. Ebenso bedeutend wie die Gemälde und Fresnaissance. Ebenso bedeutend wie die Gemälde und Fresversuchte M. seinen graphischen Kompositionen räumlistischer Darstellung seiner Figuren sowie der Perspektive deutlich zum Ausdruck kommt. Mit Plastizität und realiche Dimensionen zu verleihen. M. beeinflußte viele Künstler, u.a. auch Albrecht Dürer, der M. bewunderte H. Wendiand Bibliography Meiss, M.: S. M. as illuminator. Glückstad…

Manthen, Johann

(122 words)

Author(s): S. Corsten
aus Gerresheim (bei Düsseldorf) stammender dt. Drucker in Venedig. M. arbeitete wohl zunächst in der Werkstatt des Johann von Speyer und seines Bruders Wendelin, denen er allem Anschein nach auch familiär verbunden war, wie u. a. aus seinem Testament vom 22. 8. 1474 geschlossen werden kann. Er übernahm zus. mit Johannes de Colonia 1474 die Offizin der Brüder Speyer. Die Genossen brachten vor allem juristische und theologische Lit. heraus. 1480 gehörte M. zu denjenigen, welche die Ges. «Nicolas Jenson sociique» neubegründeten. S. Corsten Bibliography Haebler, K.: Die dt. Buchdruc…

Mantua

(707 words)

Author(s): P Amehmg
(ital. Mantova), Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der ital. Region Lombardei. 1. Buchdruck. M. war nach Mailand die zweite Stadt in der Lombardei, in welcher der Buchdruck eingeführt wurde. Im November 1471 ließ der M.ner Jurist Pietroadamo de' Micheli ( Michaelibus) die dt. Erstdrucker Veronas, Paul von Butzbach und dessen Partner (nicht Bruder, wie bisher angenommen) Georg von Augsburg, nach M. kommen, um ihm hier eine Druckerei einzurichten und ihn m die Technik des Buchdrucks einzuweihen. Der erst…

Mantz, Conrad

(6 words)

Siehe Mancz, Conrad

Manual(e)

(105 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. manualis mit der Hand zu fassen). Von Martial (Epigr. 14, 84) noch in der Bedeutung von «Buchfutteral» verwandt, bezeichnet das Wort seit dem ausgehenden 4. oder beginnenden 5.Jh. n. Chr. ein Handbuch. Der älteste Beleg steht in einem fragmentarisch überlieferten Rechtstext, den «Fragmenta iuris Vaticana» (T. Mommsen [Hrsg.] «Fragmenta iuris antejustiniani quae dicuntur Vaticana». Bonn 1861, § 45). Die Bezeichnung wurde auch als Titelbegriff flir Personal– und Sachverz. benutzt (z. B. «Man…

Manuale Tipografico

(145 words)

Author(s): F. G. Maier
Bodoni, Giambattista Manuel Deutsch, Hans Rudolf, *1525 in Erlach am Bieler See als zweiter Sohn des weit bedeutenderen Niklaus M.D., ✝1571 in Morges am Genfer See. Er war wie der Vater als bernischer Staatsmann, Dichter, Maler, Zeichner und dazu als Buchillustrator tätig. Er zeichnete – oft nach Vorlagen – mit eher durchschnittlicher Gestaltungskraft für Holzschnitte in den folgenden Werken: Sebastian Münster, Cosmographia universalis, Basel, H. Petri, 1550 (ca. 20 Städteansichten wie Bern, Basel…

Manuldruck

(77 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
überholtes, 1913 entwickeltes Reproduktionsverfahren, so benannt von seinem Erfinder M. Ullmann (1861 – 1941), Zwickau (durch Umstellung der beiden Silben seines Namens): Über eine Reflexkopie wurde ein Negativ erzeugt, das man als Vorlage für das Kopieren auf eine Offsetdruckform benutzen konnte. C. W. Gerhardt Bibliography Unger A. W.: Die Herstellung von Büchern, 111., Akzidenzen usw. 3. Auf], Halle 1923, S. 295 – 296 Born E.: Lexikon für die graphische Industrie. 2. Aufl. Weinfelden 1972, S. 405.

Manultief

(51 words)

Author(s): P. Neumann
ein 1926 nach Manfred Ullmann (Manuldruck) benanntes Verfahren, die Bildelemente auf einer Offsetdruckplatte durch Ätzung zu vertiefen. Durch den Einsatz vorbeschichteter Druckplatten mit verbesserter Haltbarkeit ist eine solche manuelle Präparation der Offsetplatten heute nicht mehr erforderlich. P. Neumann Bibliography Ihme R.: Lexikon alter Verfahren des Druckgewerbes. Itzehoe 1994, S. 157

Manu propria

(68 words)

Author(s): G. Pflug
(lat: = mit eigener Hand), abgekürzt: m.p. Die Bezeichnung dient zur Beschreibung oder zur Aufforderung, daß etwas — gewöhnlich eine Unterschrift, jedoch auch, wie beim Lebenslauf, ein längerer Text — mit eigener Hand geschrieben wurde oder geschrieben werden soll. M.p. ist eine in Auktions– oder Verkaufskat, von Mss. gebrauchte Bezeichnung, um anzuzeigen, daß es sich um einen vom Autor selbst geschriebenen Text handelt. G. Pflug

Manuskript

(623 words)

Author(s): Red. | L. Delp
lat. manu scriptum = mit der Hand geschrieben. I. M. heißt die eigenhändige Urschrift des Verfassers (Autograph) 2. Als M. wird darüber hinaus jede mit der Hand gefertigte Niederschrift (Handschrift) bezeichnet. In diesem Sinne sind alle aus Altertum und MA erhaltenen Texte, Bücher, Urkunden, Briefe usw. M.e, im Gegensatz zum Druck. Dagegen fehlen aus dem Altertum M.e im Sinne von eigenhändigen Urschriften vollst.; was wir an lit. Texten haben, auch in den ältesten Papyri, ist Abschrift und vom …

Manuskriptauszeichnung

(96 words)

Author(s): R. Busch
Bei der M. werden diejenigen Überschriften, Wörter oder Sätze durch Unterstreichung gekennzeichnet, die später vom Setzer im Wege des Auszeichnens typographisch hervorgehoben werden sollen. Die gebräuchlichsten Auszeichnungen im glatten Text sind kursiv (übliche Unterstreichung). Kapitälchen mit Versalien () gesperrt () und halbfett (). Bei elektronischer Niederschrift ist der zur Auszeichnung erforderliche Schriftenwechsel durch Befehlscodes zu markieren (z.B. #S3 für kursiv). Wenn die M. nicht schon vom Autor vorgenommen wurde, dann …

Manuskriptbearbeitung

(362 words)

Author(s): A. Domemann
1. Redaktion eines neuen Manuskripts vor Satzbeginn durch den Verlag, in der Regel vorgenommen vom Redakteur oder Lektor. Dabei kann es um drei Arten der Bearb. gehen: die formale, stilistische und inhaltliche. Unter ersterer ist die Prüfung der Richtigkeit der Interpunktion, Rechtschreibung und Grammatik zu verstehen. Maßgeblich für diese Art der Redaktion sind die letzten Ausg. des Rechtschreib– und Grammatik–Dudens, sofern nicht anderslautende Absprachen zwischen Verlag und Autor bestehen ode…

Manuskriptdruck

(4 words)

Siehe Privatdruck

Manuskripteinband

(83 words)

Author(s): F. A. Schmidt-Küttscmiiller f
ist ein Einband, dessen Deckelbezug aus Resten einer Hs. besteht. Solche Einbände sind im MA nicht eben selten, sei es, daß der Buchbinder ein nicht mehr benötigtes verziertes Pergamentblatt als Deckelschmuck verwendete oder aus Ersparnisgründen ein abgelegtes Blatt aus der Schreiberwerkstatt als Einband benutzte, wie er auch oft solche Blätter als Vorsätze benutzte. Nicht ganz selten sind in den geschriebenen Texten auf diesen Blättern Reste unbekannter lit. Denkmäler oder doch Varianten von bekannten Texten entdeckt worden. Makulaturforschung F. A. Schmidt-Küttscmiille…
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