Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Manuskriptologie

(174 words)

Author(s): G. Pflug
ist die Lehre von der Erstellung und Gestaltung von Mss. als Druckvorlagen für ihre Veröff. als Buch oder in einer Zeitschrift. Es handelt sich bei der M. nicht um eine theoretische Disziplin, sondern um das Festlegen von Konventionen, die den Publikationsvorgang vereinfachen. Zu ihnen gehören Bestimmungen über die Textgestaltung, die Form der Fußnoten, der Abk., des Zitierens und der Literaturangaben sowie der Gestaltung der Abb., bei naturwiss.–technischen Texten auch über die Gestaltung von Formeln, Figuren und Maßeinheiten. Bes. Regelungen sind bei Mss. zu treffen, d…

Manuskriptprüfung

(4 words)

Siehe Manuskriptbearbeitung

Manuskript-Umrechnungstabelle

(48 words)

Author(s): R. Busch
Derartige Tabellen sollten beim Abschätzen der Mss. (Umfangsberech- nung) das Umrechnen der Zahl der Manuskriptzeilen in die Zahl der gedr. Zeilen erleichtern. Sie verloren ihren Gebrauchswert, als sich etwa ab 1970 der elektronische Tischrechner durchsetzte. R. Busch Bibliography Mundhenke R.: Der Verlagskaufmann. 7. Aufl. Frankfurt a.M. 1994.

Manuskriptvorbereitung

(4 words)

Siehe Manuskriptbearbeitung

Manutius, Aldus

(961 words)

Author(s): A. Nuovo
um 1450 in Bassiano (bei Rom), 6. 2. 1515 in Venedig, ital. Humanist und Druckerverleger. M. erhielt seine erste Ausbildung in Rom bei Gasparo da Verona und Domizio Calderini. Anschließend erlernte er in Ferrara bei Guarino Veronese die griech. Sprache. Seit 1483 war er fünf Jahre lang Lehrer der Herzöge von Carpi: Alberto und Leonello Pio (ab 1513 durfte M. sogar ihren Familiennamen tragen). Durch sie trat er in Verbindung mit ihrem Onkel, dem bedeutenden Humanisten Giovanni Pico della Mirandol…

Manutius, Paolo

(356 words)

Author(s): A. Nuovo
1512 in Venedig, 6. 4. 1574 ebd., dritter Sohn des Aldus Manutius, genoß eine gründliche humanistische Bildung und erlangte durch die Veröff. lat. Briefe europäischen Ruhm. 1533 eröffnete er wieder die Werkstatt des Vaters und betrieb sie bis 1540 zus. mit den Erben Torresani. Erst danach begann er allein zu arbeiten und druckte in beträchtlicher Zahl klassische und humanistische Texte in lat. Sprache, die er oft mit eigenen Erläuterungen versah. Eine Slg. seiner Briefe ersch. ab 1588 in mehreren Aufl., in Auswahl hrsg. von M. Fikkelscherer (Leipzig 1892). 1558 — 1561 wurde M. Druc…

Manz, G. J. AG

(151 words)

Author(s): P.R. Frank
Aldus Manutius. Verlegerzeichen.erlag und Druckerei in München, gegr. 1830 von Georg Joseph M. ( 1. 2. 1808 in Würzburg, 11. 12. 1894 in Regensburg) durch Kauf der Krüllschen Univ.-Buchhandlung, Landshut. M. wurde einer der bedeutendsten katholischen Verlage mit einem breitgefächerten Programm, u.a. durch Kauf süddt., österr. und Schweizer Verlage (Allg. Realencyklopädie, 13 Bde., Autoren u.a. I. von Döllinger, J. von Görres, C. v. Schmid). Zum Verlag kam 1856 eine Druckerei in Regensburg, ab 18…

Manzolo, Michele

(139 words)

Author(s): A. Bottini
(Michael Manzolinus) war gebürtig aus Parma. Seine ersten Werke entstanden 1476 in Treviso. Nachdem er in Zusammenarbeit mit Hermann Lichtenstein Tortellis «De Orthographia» (H 15565) gedr. hatte, unterbrach er anscheinend seine Tätigkeit bis zum Jahr 1480. Er stand zwar mit venezianischen Drukkern, insbes. mit der Ges. Johannes von Köln, Jenson und Co. in Verbindung, aber wahrscheinlich verließ er Treviso niemals, wo er auch seine letzten beiden Werke im Jahr 1482 druckte. Von den etwa 30 von ihm veröff. Ausg. weisen ca. die Hälfte einen religiösen bzw. erbauliche…

Manzoni, Giacomo, Graf

(222 words)

Author(s): S. Furlani
24. 10. 1816 in Lugo di Ravenna, 30. 12. 1889 ebd., ital. Patriot, bedeutender Bibliograph und eifriger Büchersammler, Abgeordneter 1848 des Unterhauses im Kirchenstaat und 1849 Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung und Finanzminister der Röm. Republik, nach deren Fall er verbannt und sein Vermögen eingezogen wurde. 1860 aus dem Exil in seinen Heimatort zurückgekehrt, widmete er sich ganz der Förderung seiner Bibl., die bei seinem Tod über 25 Tsd. Bde. umfaßte (Catalogue des livres composa…

Manz'sche Verlags-und Univ.-Buchhandlung

(185 words)

Author(s): P. R. Frank
(Julius Klinkhardt & Co.), führendes juristisches Fachsortiment und Verlag in Wien. Gegr. 1849 von Friedrich Manz ( 2. 8. 1820 in Würzburg, 19. 6. 1866 in Wien), dem Bruder von G. J. Manz, durch Kauf der 1843 gegr. Jasperschen Buchhandlung. Das Unternehmen wurde seit 1866 von G. J. Manz und Hermann Manz ( 6. 5. 1839 in Regensburg, 14. 10. 1896 in Wien) geführt und 1883 an J. Klinkhardt und Markus Stein verkauft. Mit der Ausg. österr. Gesetze, 1853 ff. von Stubenrauch, begr. M. seine Stellung als…

Mappa, Adam Gérard

(147 words)

Author(s): F. J. Mosher
25.11.1754 in Delft, 15. 4. 1828 in Olden Barneveld (heute: Trenton), New York, niederl. – amer. Schriftgießer. Zunächst schlug M. eine Laufbahn bei der holländischen Armee ein, wurde dann aber Schriftgießer in Rotterdam und später in Delft, wobei er Maschinen benutzte, die er 1780 von der Amsterdamer Firma Voskens & Clerk gekauft hatte. Wegen seiner Beteiligung an der Patriotenbewegung 1785 — 1787 wurde M. aus Delft verbannt und emigrierte 1789 in die USA, wo er 1790 die erste Schriftgießerei i…

Mappae Clavicula

(378 words)

Author(s): D. Oltrogge
eine der wichtigsten Slg. für Buchmalereirezepte. Es handelt sich um eine lat. Kom pilation technischer Rezepte verschiedenster Funktion und Herkunft, die nur teilweise in Blöcken grob inhaltlich geordnet sind. Neben Angaben zur Herstellung von Farbmitteln finden sich auch metallurgische, waffentechnische und alchemistische Rezepte. Heterogen ist auch die Herkunft der einzelnen Textteile. Den Kern bildet offenbar ein antiker alchemistischer Traktat, der neuerdings mit dem Werk von Zosimos und De…

Mappamundi

(75 words)

Author(s): P. H. Meurer
als generelles Synonym für «Weltkarte» ist als Begriff veraltet. Der Terminus wird nur noch für die nichtnietrischen schematischen Weltkarten des MA ( Klimatenkarte und TO-Weltkarte), insbes. für größerformatige Werke wie die Ebstorfer Weltkarte und die Hereford Map verwendet. P. H. Meurer Bibliography Destombes M.: Mappemondes A.D. 1200 — 1500. Amsterdam 1964 Woodward D.: Medieval Mappaemundi. In: The History of Cartography. Ed. by J. B. Harley/D. Woodward. Bd. 1. Chicago/London 1987, S. 286 — 370

Mappe

(35 words)

Author(s): G. Brinkhus
einfache Hülle aus zwei Pappen, die mit einem Gewebestreifen verbunden sind, zur Aufbewahrung von losen Blättern. Die M. kann durch Klappen, Bänder und Ecken verbessert und durch entsprechende Überzüge ausgestaltet werden. G. Brinkhus

Mappe, Die

(145 words)

Author(s): L. Roth-Wölfle
1926 in München von Hofrat Anton Maximilian Pachinger gegr. «Freie Gesellige Vereinigung» ohne Vereinsstatut. Der Kreis der Literatur – und Kunstfreunde trifft sich zweimal im Monat, um Vorträge zu hören, Sammlererfahrungen auszutauschen und sich über die verschiedenen Formen der Sammlerliebhabereien zu unterhalten. Seit 1957 erscheinen mit einem Mappenmotiv ill. gedr. Jahresprogramme. Die 1990 ersch. Festschrift enthält eine Chronik der «Mappe» 1926 — 1990 und geht auf die verschiedenen Spektre…

Mappenwerk

(82 words)

Author(s): H. Wendland
wird eine Slg. von losen Bl., Bildtaf., Reproduktionen oder Originalgraphiken gen., die in eine Mappe oder einen gewebebezogenen, stabilen Karton eingelegt werden. M.e sind meist nach einem übergeordneten Thema zusammengestellt, mit Begleitheften versehen und in kleineren Aufl. hrsg. worden. In den Jahren 1927 — 1935 haben z.B. Münchner Antiquare in Zusammenarbeit mit den Gelehrten Konrad Haebler und Ludwig Schreiber M.e mit Inkunabelbl. herausgegeben. Auch in den fünfziger und neunziger Jahren ersch. M.e mit Einzelbl. aus Büchern der Frühdruckzeit. H. Wendland

Maquette

(4 words)

Siehe Markette

Marbach

(425 words)

Author(s): U. Ott
Die Landstadt am Neckar unweit von Stuttgart ist als Geburtsort Friedrich Schillers ( 10. 11. 1759) und als Sitz des Schiller – Nationalmuseums (seit 1903) und des Dt. Literaturarchivs (seit 1955) zum Begriff geworden. Der 1835 gegr. «Marbacher Schiller – Verein» hatte zunächst das Ziel, in der Geburtsstadt des Dichters, dessen Verehrung im Vormärz auch politische Motive hatte, ein Schiller – Denkmal zu errichten. Nachdem Stuttgart darin zuvorgekommen war, erwarb der Verein Schillers Geburtshaus…

Marburg

(887 words)

Author(s): U. Bredehorn
1. Buchdruck, Buchhandel und Verlag. Der Buchdruck gelangte 1527 mit der Gründung der Philipps – Univ. nach M.; als erster Buchdrucker kam aus Erfurt Johannes Loersfeld hierher. Unter seinen Nachfolgern befinden sich Eucharius Cervicornus (1536 bis 1538) und Christian Egenolf (1538— 1543), die vorübergehend von Köln bzw. Frankfurt a.M. aus in M. eine Filiale unterhielten. Seit 1542 ist eine Besoldung durch die Univ. nachweisbar (abgeschafft 1825). Neben dem Univ. – Buchdrucker gab es seit 1678 einen …
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