Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Nationalbibliothek

(332 words)

Author(s): G. Pflug
Der Begriff tritt 1792 zum ersten Mal auf, als der französische Staat nach der Revolution von 1789 die «Bibliothèque royale» in Paris zum nationalen Besitz erklärte und in «Bibliothèque nationale» umbenannte. Er hat sich seitdem — trotz des wenig präzisen Begriffs «national» — als Sammelbezeichnung für diejenigen Bibl. en durchgesetzt, zu deren Aufgaben es gehört, das in einem Staat erscheinende Schrifttum möglichst vollst. zu sammeln und zu archivieren, entweder auf einer gesetzlichen Grundlage…

National Book Committee

(8 words)

Siehe National Book League

National Book Council

(8 words)

Siehe National Book League

National Book Council (NBC)

(104 words)

Author(s): D. H. Borchardt
(Australien), ist eine Vereinigung von Körperschaften und Personen, die beruflich oder persönlich am Buch interessiert sind. Das Ziel des NBC ist es, Bücher unter das Volk zu bringen, Auskunft über alle Aspekte des Buchwesens zu vermitteln, Freude am Lesen und Bücherbesitz zu fordern, staatliche Unterstützung für das Buchwesen zu gewinnen und Bücher vor unerwünschten Steuern zu schützen. Der Vorstand besteht aus persönlichen und korporativen Mitgliedern und Vertretern der Australian Society of A…

National Book League

(198 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
(seit 1986: Book Trust) Gemeinnützige Vereinigung in Großbritannien zur Förderung des Buches und des Lesens in der Gesellschaft überhaupt. Ihr Vorgänger, der «National Book Council», war bereits 1925 gegr. worden. Die N. ersetzte den Council gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, als eine Gruppe führender Verleger und Buchhändler die Initiative ergriff, der Leseforderung einen neuen Impuls zu geben. Sie sollte Vertreter des Buchhandels mit Autoren, Lehrern, Bibliothekaren und dem Publikum zusammenb…

National Book Sale

(115 words)

Author(s): G. Gabel
(Nationale Buchverkaufsaktion) Nach diesem 1955 eingeführten Plan darf der britische Buchhandel Titel aus der neueren Buchproduktion, die wenig nachgefragt sind, innerhalb eines begrenzten Zeitraums zu reduziertem Preis verkaufen, um die Lager zu räumen. Die traditionell im Januar durchgeführte Aktion wird gemeinsam von der Publishers' Association und der Booksellers' Association geplant und der Zeitraum finden Verkauf genau festgelegt. Kein Buchhändler darf preislich herabgesetzte Titel vor ode…

National Book Trade Provident Institution

(54 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
gegr. 1961 als Zusammenschluß der 1837 gegr. Booksellers' Provident Institution mit der 1902 gegr. National Book Trade Provident Association. Seit 1968 als Book Trade Benevolent Society bekannt, eine Vereinigung zur Unterstützung bedürftiger Mitglieder des britischen Buchhandels. Die Ges. besitzt ein Erholungsheim in King's Langley, Hertfordshire. G. P. Jefcoate

National Book Week

(7 words)

Großbritannien, Leseförderung rung

National Library Service for the Blind and Phy sically Handicapped (NLSBPH oder NLS)

(909 words)

Author(s): R. F. V Witte
ist die zusammenfassende Bezeichnung für das 1931 gegr. Blindenbibliothekssystem der Library of Congress (LC) in Washington, District of Columbia. Es ist der größte und am besten ausgebaute Bibliotheksdienst für Blinde der Welt. 1991 waren 50 Tsd. Titel in blindengerechter Form als Braille– oder Hörbuch verfügbar. Der NLS betreut ca. 700 Tsd. (von etwa 3 Mio.) lesebehinderten («print handicapped») US–amer. Bürgern. Der NLS umfaßt 18 Netzwerk– und 150 kooperierende öffentliche Bibl.en, über welch…

National Library Week

(9 words)

Siehe Vereinigte Staaten von Amerika

National Printing Ink Research Institute (NPIRI)

(113 words)

Author(s): F. J. Mosher
N., heute (1992) eine hundertprozentige Tochterges. der National Association of Printing Ink Manufacturers (NAPIM) in Hasbrouck Heights, New Jersey, wurde 1946 gegr. und der Lehigh University (Bethlehem, Pennsylvania) angegliedert, wo es auch untergebracht wurde und wo bis heute Sonimerkurse der N. zur Technologie der Druckfarben angeboten werden. Unter Einsatz von mehreren Expertenteams, die sich aus Technikern der NAPIM–Mitgliedsfirmen zusammensetzen, arbeitet N., inzwischen in Hasbrouck Heigh…

National Program for Acquisitions and Cataloging (NPAC)

(297 words)

Author(s): F J. Moslier
Initüert auf Grundlage von Title II C des US Higher Education Act (HEA) aus dem Jahre 1965, wodurch die Library of Congress (LC) bevollmächtigt wurde, «so weit wie möglich alle gegenwärtig weltweit publizierten, wissenschaftlich wertvollen Bibliotheksmaterialien» zu erwerben und Kataloge wissenschaftlicher Literatur für Hochschul– und Forschungsbibliotheken zu erstellen. NPAC (Beginn 1966) ist eines der beiden Bundesprogramme für die kooperative Erwerbung von Bibliotheksmaterialien, die den Farm…

National Reprographie Centre for Documentation

(78 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
gegr. 1967 an der Fachhochschule Hatfield, Hertfordshire, England. Seit 1984 «CIMTECH – the National Centre for Information Media and Technology» genannt. CIMTECH arbeitet als unabhängiges Informationszentrum für Informatik und Medientechnologie. Seine Arbeit wird durch die Subskriptionen von etwa 900 Institutionen und Organisationen finanziert, wovon ca. 40% im Ausland sind. CIMTECH bietet einen Beratungsdienst, Bildungs– und Forschungsprogramme. Organ des Zentrums ist das sechsmal j. erscheinende Journal «Information Management & Technology». G. P. Jefcoate

Nationalschriften

(82 words)

Author(s): T. Frenz
Auf Jean Mabillon zurückgehende Sammelbezeichnung für die Schriften der Übergangszeit nach dem Ende der antiken Schrifteinheit und vor der Ausbreitung der karolingischen Minuskel. Man verstand darunter vor allem die insulare, westgotische, merowingische und beneventanische Schrift (Beneventana). Der Ausdruck wird heute möglichst nicht mehr verwendet, da er anachronistisch eine «nationale» Identität der damaligen Staaten suggeriert. Eine befriedigende neue Terminologie hat sich aber noch nicht gefunden. T. Frenz Bibliography Handbuch der Bibliothekswissenschaft.…

Nationalsozialismus

(6,510 words)

Author(s): B. Sösemann
1. Voraussetzungen und Zusammenhänge. Die nationalsozialistische Kultur–, Wissenschafts–, Büdungs– und Propagandapolitik prägte auch das Buch–, Presse– und Bibliothekswesen. Dieses war ein Teil des öffentlichen Lebens, dessen Institutionen und verantwortliche Vertreter die Buch–, Presse– und Bibliothekspolitik ebenfalls in einem höchst unterschiedlichen Maß mitgestalteten. Es sind deshalb sowohl die verschiedenartigen Institutionen von Staat und Gesellschaft mit ihren keinesfalls eng aufeinander abg…

Nationalstenographie

(47 words)

Author(s): H. Kieser
Mit N. bezeichnet man die Bemühungen, die verschiedenen im 19. Jh. in Deutschland gebräuchlichen stenographischen Systeme durch eine allg. verwendete Stenographie zu ersetzen. Einheitskurzschrift H. Kieser Bibliography Haeger, E.: Geschichte der Stenographie. 2. Aufl. Wolfenbüttel 1974 Moser, E / Erbach, K.: Lebendige Kurzschriftgeschichte.8. Aufl. Darmstadt 1979

National Union Catalog (NUC)

(346 words)

Author(s): F. J. Mosher
Der NUC wurde 1901 an der Library of Congress (LC) als Kartenkatalog für diejenigen Titel (nicht im Besitz der LC) begonnen, die amerikanische Forschungsbibliotheken der LC meldeten. Im Januar 1956 wurde der NUC Teil des gedruckten LC Catalog (eingerichtet 1942 und ursprünglich nur ein Katalog der Titelkarten der LC). Seit 1956 sind Titel, die von anderen amerikanischen Bibliotheken erworben und der LC angezeigt werden, mit deren eigenen Neuerwerbungen in diesem Kartenkatalog verzeichnet. Er wur…

National wertvolles Kulturgut

(448 words)

Author(s): G. Pflug
Seit Beginn des 20. Jh.s haben zahlreiche Staaten Gesetze oder Rechtsverordnungen zum Schutz national wertvollen Kulturgutes erlassen, die eine Abwanderung dieses Gutes ins Ausland verhindern sollen. Einige Staaten — wie Italien oder Österreich — haben ein generelles Ausfuhrverbot mit einem Erlaubnisvorbehalt erlassen, der entsprechende Modifikationen vorsieht. In anderen Ländern — wie der Schweiz und den USA — besteht jedoch auch weiterhin eine völlige Liberalität bei der Ausfuhr von Kulturgut.…
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