Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Nationalbibliothek

(332 words)

Author(s): G. Pflug
Der Begriff tritt 1792 zum ersten Mal auf, als der französische Staat nach der Revolution von 1789 die «Bibliothèque royale» in Paris zum nationalen Besitz erklärte und in «Bibliothèque nationale» umbenannte. Er hat sich seitdem — trotz des wenig präzisen Begriffs «national» — als Sammelbezeichnung für diejenigen Bibl. en durchgesetzt, zu deren Aufgaben es gehört, das in einem Staat erscheinende Schrifttum möglichst vollst. zu sammeln und zu archivieren, entweder auf einer gesetzlichen Grundlage…

National Book Committee

(8 words)

Siehe National Book League

National Book Council

(8 words)

Siehe National Book League

National Book Council (NBC)

(104 words)

Author(s): D. H. Borchardt
(Australien), ist eine Vereinigung von Körperschaften und Personen, die beruflich oder persönlich am Buch interessiert sind. Das Ziel des NBC ist es, Bücher unter das Volk zu bringen, Auskunft über alle Aspekte des Buchwesens zu vermitteln, Freude am Lesen und Bücherbesitz zu fordern, staatliche Unterstützung für das Buchwesen zu gewinnen und Bücher vor unerwünschten Steuern zu schützen. Der Vorstand besteht aus persönlichen und korporativen Mitgliedern und Vertretern der Australian Society of A…

National Book League

(198 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
(seit 1986: Book Trust) Gemeinnützige Vereinigung in Großbritannien zur Förderung des Buches und des Lesens in der Gesellschaft überhaupt. Ihr Vorgänger, der «National Book Council», war bereits 1925 gegr. worden. Die N. ersetzte den Council gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, als eine Gruppe führender Verleger und Buchhändler die Initiative ergriff, der Leseforderung einen neuen Impuls zu geben. Sie sollte Vertreter des Buchhandels mit Autoren, Lehrern, Bibliothekaren und dem Publikum zusammenb…

National Book Sale

(115 words)

Author(s): G. Gabel
(Nationale Buchverkaufsaktion) Nach diesem 1955 eingeführten Plan darf der britische Buchhandel Titel aus der neueren Buchproduktion, die wenig nachgefragt sind, innerhalb eines begrenzten Zeitraums zu reduziertem Preis verkaufen, um die Lager zu räumen. Die traditionell im Januar durchgeführte Aktion wird gemeinsam von der Publishers' Association und der Booksellers' Association geplant und der Zeitraum finden Verkauf genau festgelegt. Kein Buchhändler darf preislich herabgesetzte Titel vor ode…

National Book Trade Provident Institution

(54 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
gegr. 1961 als Zusammenschluß der 1837 gegr. Booksellers' Provident Institution mit der 1902 gegr. National Book Trade Provident Association. Seit 1968 als Book Trade Benevolent Society bekannt, eine Vereinigung zur Unterstützung bedürftiger Mitglieder des britischen Buchhandels. Die Ges. besitzt ein Erholungsheim in King's Langley, Hertfordshire. G. P. Jefcoate

National Book Week

(7 words)

Großbritannien, Leseförderung rung

National Library Service for the Blind and Phy sically Handicapped (NLSBPH oder NLS)

(909 words)

Author(s): R. F. V Witte
ist die zusammenfassende Bezeichnung für das 1931 gegr. Blindenbibliothekssystem der Library of Congress (LC) in Washington, District of Columbia. Es ist der größte und am besten ausgebaute Bibliotheksdienst für Blinde der Welt. 1991 waren 50 Tsd. Titel in blindengerechter Form als Braille– oder Hörbuch verfügbar. Der NLS betreut ca. 700 Tsd. (von etwa 3 Mio.) lesebehinderten («print handicapped») US–amer. Bürgern. Der NLS umfaßt 18 Netzwerk– und 150 kooperierende öffentliche Bibl.en, über welch…

National Library Week

(9 words)

Siehe Vereinigte Staaten von Amerika

National Printing Ink Research Institute (NPIRI)

(113 words)

Author(s): F. J. Mosher
N., heute (1992) eine hundertprozentige Tochterges. der National Association of Printing Ink Manufacturers (NAPIM) in Hasbrouck Heights, New Jersey, wurde 1946 gegr. und der Lehigh University (Bethlehem, Pennsylvania) angegliedert, wo es auch untergebracht wurde und wo bis heute Sonimerkurse der N. zur Technologie der Druckfarben angeboten werden. Unter Einsatz von mehreren Expertenteams, die sich aus Technikern der NAPIM–Mitgliedsfirmen zusammensetzen, arbeitet N., inzwischen in Hasbrouck Heigh…

National Program for Acquisitions and Cataloging (NPAC)

(297 words)

Author(s): F J. Moslier
Initüert auf Grundlage von Title II C des US Higher Education Act (HEA) aus dem Jahre 1965, wodurch die Library of Congress (LC) bevollmächtigt wurde, «so weit wie möglich alle gegenwärtig weltweit publizierten, wissenschaftlich wertvollen Bibliotheksmaterialien» zu erwerben und Kataloge wissenschaftlicher Literatur für Hochschul– und Forschungsbibliotheken zu erstellen. NPAC (Beginn 1966) ist eines der beiden Bundesprogramme für die kooperative Erwerbung von Bibliotheksmaterialien, die den Farm…

National Reprographie Centre for Documentation

(78 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
gegr. 1967 an der Fachhochschule Hatfield, Hertfordshire, England. Seit 1984 «CIMTECH – the National Centre for Information Media and Technology» genannt. CIMTECH arbeitet als unabhängiges Informationszentrum für Informatik und Medientechnologie. Seine Arbeit wird durch die Subskriptionen von etwa 900 Institutionen und Organisationen finanziert, wovon ca. 40% im Ausland sind. CIMTECH bietet einen Beratungsdienst, Bildungs– und Forschungsprogramme. Organ des Zentrums ist das sechsmal j. erscheinende Journal «Information Management & Technology». G. P. Jefcoate

Nationalschriften

(82 words)

Author(s): T. Frenz
Auf Jean Mabillon zurückgehende Sammelbezeichnung für die Schriften der Übergangszeit nach dem Ende der antiken Schrifteinheit und vor der Ausbreitung der karolingischen Minuskel. Man verstand darunter vor allem die insulare, westgotische, merowingische und beneventanische Schrift (Beneventana). Der Ausdruck wird heute möglichst nicht mehr verwendet, da er anachronistisch eine «nationale» Identität der damaligen Staaten suggeriert. Eine befriedigende neue Terminologie hat sich aber noch nicht gefunden. T. Frenz Bibliography Handbuch der Bibliothekswissenschaft.…

Nationalsozialismus

(6,510 words)

Author(s): B. Sösemann
1. Voraussetzungen und Zusammenhänge. Die nationalsozialistische Kultur–, Wissenschafts–, Büdungs– und Propagandapolitik prägte auch das Buch–, Presse– und Bibliothekswesen. Dieses war ein Teil des öffentlichen Lebens, dessen Institutionen und verantwortliche Vertreter die Buch–, Presse– und Bibliothekspolitik ebenfalls in einem höchst unterschiedlichen Maß mitgestalteten. Es sind deshalb sowohl die verschiedenartigen Institutionen von Staat und Gesellschaft mit ihren keinesfalls eng aufeinander abg…

Nationalstenographie

(47 words)

Author(s): H. Kieser
Mit N. bezeichnet man die Bemühungen, die verschiedenen im 19. Jh. in Deutschland gebräuchlichen stenographischen Systeme durch eine allg. verwendete Stenographie zu ersetzen. Einheitskurzschrift H. Kieser Bibliography Haeger, E.: Geschichte der Stenographie. 2. Aufl. Wolfenbüttel 1974 Moser, E / Erbach, K.: Lebendige Kurzschriftgeschichte.8. Aufl. Darmstadt 1979

National Union Catalog (NUC)

(346 words)

Author(s): F. J. Mosher
Der NUC wurde 1901 an der Library of Congress (LC) als Kartenkatalog für diejenigen Titel (nicht im Besitz der LC) begonnen, die amerikanische Forschungsbibliotheken der LC meldeten. Im Januar 1956 wurde der NUC Teil des gedruckten LC Catalog (eingerichtet 1942 und ursprünglich nur ein Katalog der Titelkarten der LC). Seit 1956 sind Titel, die von anderen amerikanischen Bibliotheken erworben und der LC angezeigt werden, mit deren eigenen Neuerwerbungen in diesem Kartenkatalog verzeichnet. Er wur…

National wertvolles Kulturgut

(448 words)

Author(s): G. Pflug
Seit Beginn des 20. Jh.s haben zahlreiche Staaten Gesetze oder Rechtsverordnungen zum Schutz national wertvollen Kulturgutes erlassen, die eine Abwanderung dieses Gutes ins Ausland verhindern sollen. Einige Staaten — wie Italien oder Österreich — haben ein generelles Ausfuhrverbot mit einem Erlaubnisvorbehalt erlassen, der entsprechende Modifikationen vorsieht. In anderen Ländern — wie der Schweiz und den USA — besteht jedoch auch weiterhin eine völlige Liberalität bei der Ausfuhr von Kulturgut.…

NATIS

(201 words)

Author(s): G. Pflug
(National Information Systems) ist ein 1974 von einer Intergovernmental Conference der UNESCO auf Anregung des damaligen Präsidenten der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA), Herman Liebaers, beschlossenes Programm zur Planung nationaler Infrastrukturen für Dokumentation, Bibl.en und Archive. Nachdem die UNESCO 1971 für die wiss. – technische Information mit dem Programm UNISIST ein intern. System auf fachwiss. Basis geschaffen hat, das dem weltweiten Nachweis wiss. –technischer Lit. dient, wurde e…

Natronpapier

(4 words)

Siehe Kraftpapier

Natronzellstoff

(83 words)

Author(s): H. Bansa
ist der Zellstoff, welcher in einem alkalischen Verfahren mit Hilfe von Natriumhydroxyd hergestellt ist. Das Natronverfahren wird bzw. wurde vorwiegend bei Verwendung von schnellwachsenden Laubhölzern und Gräsern als Rohstoff eingesetzt. Es liefert im Vergleich zum Sulfit–, Sulfat– und neuerdings Organocellverfahren eine geringere Ausbeute und eine weniger gute Qualität. Insgesamt, auch bedingt durch das gen. Ausgangsmaterial, hat N. eine vergleichsweise geringere durchschnittliche Faserlänge und niedere Festigkeitseigenschaften. H. Bansa Bibliography Handb. der…

Naturdruck

(205 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Druck von originalgetreuen Reproduktionen natürlicher Objekte (z.B. Pflanzen und Pflanzenteile, Tiere und Tierteile, Textilien, Fossilien, Mineralien etc.) mittels mechanischer Techniken, z.T. auf Maschinen. Um 1830 formte der Däne P. Kyhl Pflanzen auf Neusilber- oder Kupferplatten ab, die er als Druckformen benutzte; 1850 gelang dann der Wiener Hof– und Staatsdruckerei unter A. Auer von Welsbach die entscheidende Vollendung durch Verwendung der Galvanoplastik: Aus der galvanisch erzeugten Hochd…

Naturfarbenfotografie

(4 words)

Fotografie Lumière-Autochromplatte

Naturkarton

(53 words)

Author(s): H. Bansa
entweder ein Karton mit unbehandelter Oberfläche (Gegennsatz: Chromo- und gestrichener karton) oder ein gegautschter, d. h. in seinen die Stärke ausmachenden Lagen im nassen Zustand zusammengepreßter, K., im Gegensatz zu aus mehreren (Duplex-, Triplex-) zusammengeklebtem. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1256

Naturkunstdruckpapier

(83 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Natur-, also ein nicht gestrichenes Papier, das aber doch eine Glätte aufweist, die mit der von hochwertig gestrichenem und deshalb höchstmöglich glattem Kunstdruckpapier verglichen werden kann. Die Glätte des N.s wird durch hohen Füllstoffgehalt und durch scharfes Satinieren (Satinierte Papiere) erreicht. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1256 Kotte, H.: Welches Papier ist das? 2. Aufl. Bd. 2. Heusenstamm 1972, S. 44 Schwieger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1973, S. 86.

Naturleinen

(62 words)

Author(s): K. Jäckel ✝
ist ein Bucheinbandstoff, bei dem Kette oder Schuß aus Leinenfäden bestehen. Diese Fäden sind knotig und ungleichmäßig dick, wodurch sich auch im Gewebe eine ungleichmäßige, doch reizvolle Oberfläche ergibt. N. wird nicht eingefärbt, sondern behält seinen Naturfarbton, ein gedecktes Beige. K. Jäckel ✝ Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1969 Zahn, G.: Grundwissen für Buchbinder. Itzehoe 1990, S. 73.

Naturpapiere

(55 words)

Author(s): G. Hiersemann
sind nichtgestrichene Papiere, die bei der Herstellung unter Druck zwischen Walzen eine glatte sowie verdichtete Oberfläche erhalten können (Satinage). Diese benötigen daher weniger Druckfarbe als matte Papiere, sind weniger auftragend und können (vollgeleimt) gut mit Tinte beschrieben werden (Schreibpapier). G. Hiersemann Bibliography Frieling, W. R.: Wörterbuch der Verlagssprache. 2. Aufl. Berlin 1992, S. 85.

Naturschnitt

(36 words)

Author(s): G. Brinkhns
ist in der Buchbinderei die Bezeichnung für den unbehandelten Buchschnitt nach dem Beschneiden. G. Brinkhns Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 414 Zahn. G.: Grundwissen für Buchbinder. Itzehoe 1990. S.126. 310

Naturselbstdruck

(325 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Abdruck natürlicher Objekte (z.B. Pflanzen, Pflanzenteile, Tiere, Tierteile, Textilien, Fossilien, Mineralien etc.) durch Abreiben, Drücken oder Drucken mit Farbe, wobei das Objekt selbst als Druckform dient; im 19. Jh. weiter entwickelt zum Naturdruck. Seit dem Zweiten Weltkrieg wird in Europa der N. vorwiegend für Kinderbücher verwendet. In Japan, Australien, Hawaii und an den Küsten Amerikas wird sehr häufig auch der japanische Fischabdruck angefertigt. Dafür wird der Fisch gereinigt, eingefä…

Naturwissenschaftliche Illustration

(1,090 words)

Author(s): Red. | J. Daum
Die ersten uns bekannten Abb. von Tieren stammen aus der Zeit um 30000 v. Chr. Es sind die Felsritzungen und Höhlenmalereien in den südfranz. und nordspan. Höhlen. Dabei findet sich in der Höhle von Lascaux im Tal der Vezere eine riesige Bilderslg., die ihresgleichen sucht (ca. 15000 v. Chr.). Diese Bildkompositionen sind in ihrer naturalistischen Darstellung bis heute wohl kaum übertroffen worden. Während die ägyptischen Tier- und Pflanzenbilder noch ausschließlich ganzheitlich charakterisieren…

Nauck, Albert, & Co.

(9 words)

Siehe Heymann, Carl, Verlag

Naudé, Gabriel

(269 words)

Author(s): P. Neumann
* 2. 2. 1600 in Paris, 30. 7. 1653 in Abbeville, franz. Bibliothekar. Der kenntnisreiche Organisator hat 1627 mit seinem Lehrbuch «Advis pour dresser une bibliothèque» (2. Aufl. 1644, ND 1963) eine erste Anweisung für die Bibl.Verwaltung vorgelegt: bestimmend den Umfang und die Ordnung der Bestände, fordernd die Erschließung durch Kat. und die öffentliche Benutzung. Nachdem er Bibliothekar beim Präsidenten de Mesmes in Paris, Kardinal Bagni in Rom (1630-1641) und Kardinal Richelieu in Paris gewe…

Naudet, Joseph

(202 words)

Author(s): A. Labane
* 8. 12. 1786 in Paris, ✝ 13. 8. 1878 ebd., franz. Bibliothekar. N. war seit 1806 Professor am Gymnasium Napoléon, seit 1816 an der Ecole Normale und seit 1817 am Collège de France, an dem er den Lehrstuhl für lat. Poesie innehatte. Er wurde 1817 Mitglied der Académie des inscriptions et belles lettres, deren ständiger Sekretär er 1852–1862 war, und wurde 1832 in die Académie des sciences morales et politiques gewählt. Ab 1830 war er im Erziehungsministerium Generalinspekteur für den Unterricht,…

Naudin, Bernard-Etienne-Hubert

(171 words)

Author(s): A. Labane
* 11. 11. 1876 in Châteauroux, ✝ 7 - 3-1946 in Noisy-le-Grand (bei Paris), franz. Graphiker, Sohn eines Uhrmachers in Châteauroux. Im Gymnasium hatte er Baptiste Bourla (Schüler von Eugène Devéria) als Zeichenlehrer. 1897 wurde er in die Hochschule der schönen Künste Paris aufgenommen und arbeitete in der Werkstatt des Malers Léon Bonnat (1833-1922). Von Francois Courboin erlernte er die graphischen Techniken. Um 1904 gab er das Malen auf und widmete sich der Federzeichnung und der Radierung. N.…

Nauhaus, Wilhelm

(236 words)

Author(s): F. A. Schwidt-Kihisemüller †
* 23.9.1899 in Erfurt, † 31. 7. 1979 in Halle, einer der bedeutendsten dt. Einbandkünstler des 20. Jh.s. N. wurde ausgebildet in Malerei und Graphik an der Kunsthochschule in Weimar, später an der Kunstgewerbeschule in Barmen. Hier entdeckte er seine Neigung zur Buchbinderei, absolvierte eine entsprechende Lehre und ging dann zu Otto Dorfner in Weimar, zwei Jahre später zu Paul Kersten in Berlin. 1928 wurde er als Lehrer für Buchbinderei an die Staatl. Hochschule für bildende Künste in Berlin be…

Naumann, Emil Robert Wilhelm

(84 words)

Author(s): W. Schmitz
* 3. 12. 1809 in Leipzig, † 31.8. 1880 ebd., studierte Theologie und Philologie und war 1832-1876 Oberlehrer an der Nicolaischule zu Leipzig, gleichzeitig 1830-1880 Stadtbibliothekar. 1840-1870 gab er das «Serapeum» heraus, die erste bibliothekswiss. Fachzs. in Deutschland. R. Proctor veröffentlichte 1897 ein systematisch geordnetes Gesamtreg. dazu. In einigen Veröff. machte N. die Bestände der Leipziger Bibl, bekannt, u.a. «Catalogus librorum ma-nuscriptorum, qui in bibliotheca senatoria civitatis Lip-siensis asservantur» (1838). W. Schmitz Bibliography Biographisch…

Naumann, Friedrich

(186 words)

Author(s): K. Gutzmer
* 25.3. 1860 in Störmthal bei Leipzig, † 24. 8. 1919 in Travemünde, zunächst evangelischer Pfarrer, widmete sich ab 1897 ganz der Politik. Am 2. 12. 1894 begann in Frankfurt a. M. die «Hilfe» zu erscheinen, das Organ der von N. ins Leben gerufenen national-sozialen Bewegung. Für diese «Wochenschrift für Politik, Lit. und Kunst» (Untertitel ab 1907; Aufl. 1893: 6000, 1910: 150 Tsd.) gründete N. 1899 den Verlag der «Hilfe» in Berlin, 1906 umgewandelt in «Fortschritt (Buchverlag der Hilfe) GmbH.» G…

Nauru

(113 words)

Author(s): D. H. Borcluirdt
eine Inselrepublik im Süd-Pazifik, Hauptstadt Yaren, hat eine Landmasse von ca. 21 km 2 , eine Bevölkerung von ca. 5000 Nauruanern und ferner 2500 Gastarbeitern. Sie ist abhängig vom Phosphat-Bergbau. Alle Eingeborenen können lesen und schreiben, doch das Buchwesen ist kaum entwickelt. Eine NB wird seit 1990 aufgebaut, und verschiedene Schulen haben kleine Büchersammlungen. Die University of the South Pacific (Hauptcampus in Fidji) hat eine kleine Bibl, im Nauru Campus. Eine einzige Buchhandlung…

Nautische Bücher

(615 words)

Author(s): Red.
vermitteln dem Schiffsflihrer diejenigen Kenntnisse, die zur Ergänzung der praktischen «Seemannschaft» notwendig sind. Sie unterrichten über Bau und Gebrauch der nautischen Instrumente; sie lehren die Bestimmung der Zeit und der geographischen Lage des Schiffsortes auf konstruktivem Wege mittels Seekarten oder auf rechnerischem Wege mittels Sternbeobachtun- gen. Die für derartige Berechnungen notwendigen astronomischen Zahlenwerte, die Ephemeriden, sind in bes. Büchern zusammengefaßt und in der …

Nautische Ziffern

(40 words)

Author(s): Red.
sind die von den normalen Ziffern abweichenden, in den Mediaevalschriften vorhandenen Ziffern mit Ober- und Unterlängen, die in den nautischen Tabellen verwendet werden, weil sie ein deutlicheres Ziffernbild ergeben. Sie werden auch Mediaeval- oder Logarithmenziffern genannt. Red.

Nay, Alexander

(89 words)

Author(s): T. Nielsen
* 1822 in Magdeb urg, 11. 11. 1883 in Stockholm, dt.-schwed. Lithograph. Er kam ca. 1860 nach Stockholm, wo er schon durch das topographische Bildwerk «Sverige framstäldt i taflon> (1850-1856) bekannt war; es wurde, wie mehrere seiner Werke, in Kopenhagen gedr., wo er früher ansässig gewesen war. Er war der produktivste Lithograph Schwedens; sein letztes Werk ist das groß angelegte und mit Farblithographien reich ausgestattete «Uplands heregardar» von C. A. Klingspor und B. Schlegel (1881). T. Nielsen Bibliography Svenskt Konstnärs Lexikon. Bd. 4. Malmö 1961, S. 179-180.

NCR-Papier

(115 words)

Author(s): H. Bausa
ist urspr. der Markenname eines US-amer. Produkts (National Cash Register bzw. Wiggins Teape-Gruppe), und zwar für ein Durchschreib- und innerhalb dieser Gruppe für ein Farbreaktionspapier: das obere, auf der Vorderseite mit Hand oder Maschine zu beschreibende Bl. eines zweiteiligen Satzes ist auf der Rückseite mit einem bestimmten Stoff imprägniert und das untere Bl. auf der Vorderseite mit einem anderen. Beide Stoffe sind farblos. Wenn jedoch der erste durch den Druck des Schreibinstrumentes m…

NDB

(6 words)

Siehe Neue Deutsche Biographie

Neale, John Preston

(68 words)

Author(s): G. P. Jefioate
* ca. 1780, † 14. 11. 1847 in Tat-tingstone bei Ipswich, engl. Aquarellmaler und Zeichner, vor allem wegen seiner architektonischen und topographischen Zeichnungen bekannt. Zu seinen Arbeiten gehören Ill. zu «The history and antiquities of the abbey church of Westminster» (1818). G. P. Jefioate Bibliography Thieme-Becker Bd. 25, S. 369 Houfe, S.: Dictionary of British Book Illustrators and Caricaturists. Rev. Ausg. London 1981, S. 398.

Neapel

(1,471 words)

Author(s): A. Nuovo
1. Buchdruck und Verlag Um die Jahre 1470-1471 nahm die Druckkunst in Neapel ihren Anfang; bis zum Ende des 15. Jh.s wurden 294 Ausg. hergestellt. Sie betreffen vor allem weltliche Themen, wie Lit., Rechtswiss. und Medizin. Bereits für die ersten Jahre (bis 1479) kann von einer bes. regen Produktion gesprochen werden, gegen Ende des Jh.s aber geriet die Druckkunst in eine tiefe Krise. Einer der ersten Drucker war der aus Sulz stammende Sixtus Riessinger, der sich bes. durch die Produktion rechtswiss…

Néaulme, Jean

(510 words)

Author(s): K. Gutzmer
getauft 27. 6. 1694 in 's-Gravenhage, j· 5. 1. 1780 ebd., niederl. Buchhändler und Verleger. N., der einer Familie hugenottischer Refugiés aus Sedan entstammte, erlernte den Buchhandel ab 1718 in seiner Vaterstadt; von 1720 an hielt er regelmäßig Buchauktionen ab. 1726 heiratete er Marianne Gibert aus Paris. Im Jahr davor hatte er mit dem 18 Jahre älteren Kollegen und Glaubensgenossen Pierre Gosse (ca. 1676-1755) den Verlag «P. Gosse & J. Néaulme» gegr., der bis 1734 bestand. Danach setzten die …

Nebehay

(209 words)

Author(s): P. R. Frank
Wiener Antiquare und Kunsthändler. Gustav N. (26. 6. 1881 in Wien, 7. 9. 1935 in Marienbad) trat nach Lehre in Wien und Leipzig bei C. G. Boerner ein. Mit diesem begründete er den intern. Ruf des Hauses, u. a. mit musterhaften Katalogen. 1916 betrieb er eine Kunsthandlung in Wien und forderte junge Künstler (Klimt-, Schiele-Kat.). Ab 1928 lebte er in Berlin. Seine Söhne Christian M. N. (11. 5. 1909 in Leipzig) und Ingo N. (14. 9. 1915 in Leipzig) haben Kunsthandlungen und Antiquariate in Wien ge…

Nebenbahn

(59 words)

Author(s): G. Brinkhns
Kann die Arbeitsbreite der Papiermaschine für eine Fertigung nicht voll ausgenützt werden, weil das gewünschte Papierformat vom Maß der Papiermaschine abweicht, wird dennoch in voller Arbeitsbreite produziert und die überflüssige Breite als N. abgetrennt. Die N. wird dann häufig als Schmalformat weiterverarbeitet und unter Umständen zu Sonderkonditionen angeboten. G. Brinkhns Bibliography Handb. der Papier– und Kartonerzeugung. Leipzig 1989.
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