Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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NATIS

(201 words)

Author(s): G. Pflug
(National Information Systems) ist ein 1974 von einer Intergovernmental Conference der UNESCO auf Anregung des damaligen Präsidenten der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA), Herman Liebaers, beschlossenes Programm zur Planung nationaler Infrastrukturen für Dokumentation, Bibl.en und Archive. Nachdem die UNESCO 1971 für die wiss. – technische Information mit dem Programm UNISIST ein intern. System auf fachwiss. Basis geschaffen hat, das dem weltweiten Nachweis wiss. –technischer Lit. dient, wurde e…

Natronpapier

(4 words)

Siehe Kraftpapier

Natronzellstoff

(83 words)

Author(s): H. Bansa
ist der Zellstoff, welcher in einem alkalischen Verfahren mit Hilfe von Natriumhydroxyd hergestellt ist. Das Natronverfahren wird bzw. wurde vorwiegend bei Verwendung von schnellwachsenden Laubhölzern und Gräsern als Rohstoff eingesetzt. Es liefert im Vergleich zum Sulfit–, Sulfat– und neuerdings Organocellverfahren eine geringere Ausbeute und eine weniger gute Qualität. Insgesamt, auch bedingt durch das gen. Ausgangsmaterial, hat N. eine vergleichsweise geringere durchschnittliche Faserlänge und niedere Festigkeitseigenschaften. H. Bansa Bibliography Handb. der…

Naturdruck

(205 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Druck von originalgetreuen Reproduktionen natürlicher Objekte (z.B. Pflanzen und Pflanzenteile, Tiere und Tierteile, Textilien, Fossilien, Mineralien etc.) mittels mechanischer Techniken, z.T. auf Maschinen. Um 1830 formte der Däne P. Kyhl Pflanzen auf Neusilber- oder Kupferplatten ab, die er als Druckformen benutzte; 1850 gelang dann der Wiener Hof– und Staatsdruckerei unter A. Auer von Welsbach die entscheidende Vollendung durch Verwendung der Galvanoplastik: Aus der galvanisch erzeugten Hochd…

Naturfarbenfotografie

(4 words)

Fotografie Lumière-Autochromplatte

Naturkarton

(53 words)

Author(s): H. Bansa
entweder ein Karton mit unbehandelter Oberfläche (Gegennsatz: Chromo- und gestrichener karton) oder ein gegautschter, d. h. in seinen die Stärke ausmachenden Lagen im nassen Zustand zusammengepreßter, K., im Gegensatz zu aus mehreren (Duplex-, Triplex-) zusammengeklebtem. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1256

Naturkunstdruckpapier

(83 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Natur-, also ein nicht gestrichenes Papier, das aber doch eine Glätte aufweist, die mit der von hochwertig gestrichenem und deshalb höchstmöglich glattem Kunstdruckpapier verglichen werden kann. Die Glätte des N.s wird durch hohen Füllstoffgehalt und durch scharfes Satinieren (Satinierte Papiere) erreicht. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1256 Kotte, H.: Welches Papier ist das? 2. Aufl. Bd. 2. Heusenstamm 1972, S. 44 Schwieger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1973, S. 86.

Naturleinen

(62 words)

Author(s): K. Jäckel ✝
ist ein Bucheinbandstoff, bei dem Kette oder Schuß aus Leinenfäden bestehen. Diese Fäden sind knotig und ungleichmäßig dick, wodurch sich auch im Gewebe eine ungleichmäßige, doch reizvolle Oberfläche ergibt. N. wird nicht eingefärbt, sondern behält seinen Naturfarbton, ein gedecktes Beige. K. Jäckel ✝ Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1969 Zahn, G.: Grundwissen für Buchbinder. Itzehoe 1990, S. 73.

Naturpapiere

(55 words)

Author(s): G. Hiersemann
sind nichtgestrichene Papiere, die bei der Herstellung unter Druck zwischen Walzen eine glatte sowie verdichtete Oberfläche erhalten können (Satinage). Diese benötigen daher weniger Druckfarbe als matte Papiere, sind weniger auftragend und können (vollgeleimt) gut mit Tinte beschrieben werden (Schreibpapier). G. Hiersemann Bibliography Frieling, W. R.: Wörterbuch der Verlagssprache. 2. Aufl. Berlin 1992, S. 85.

Naturschnitt

(36 words)

Author(s): G. Brinkhns
ist in der Buchbinderei die Bezeichnung für den unbehandelten Buchschnitt nach dem Beschneiden. G. Brinkhns Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 414 Zahn. G.: Grundwissen für Buchbinder. Itzehoe 1990. S.126. 310

Naturselbstdruck

(325 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Abdruck natürlicher Objekte (z.B. Pflanzen, Pflanzenteile, Tiere, Tierteile, Textilien, Fossilien, Mineralien etc.) durch Abreiben, Drücken oder Drucken mit Farbe, wobei das Objekt selbst als Druckform dient; im 19. Jh. weiter entwickelt zum Naturdruck. Seit dem Zweiten Weltkrieg wird in Europa der N. vorwiegend für Kinderbücher verwendet. In Japan, Australien, Hawaii und an den Küsten Amerikas wird sehr häufig auch der japanische Fischabdruck angefertigt. Dafür wird der Fisch gereinigt, eingefä…

Naturwissenschaftliche Illustration

(1,090 words)

Author(s): Red. | J. Daum
Die ersten uns bekannten Abb. von Tieren stammen aus der Zeit um 30000 v. Chr. Es sind die Felsritzungen und Höhlenmalereien in den südfranz. und nordspan. Höhlen. Dabei findet sich in der Höhle von Lascaux im Tal der Vezere eine riesige Bilderslg., die ihresgleichen sucht (ca. 15000 v. Chr.). Diese Bildkompositionen sind in ihrer naturalistischen Darstellung bis heute wohl kaum übertroffen worden. Während die ägyptischen Tier- und Pflanzenbilder noch ausschließlich ganzheitlich charakterisieren…

Nauck, Albert, & Co.

(9 words)

Siehe Heymann, Carl, Verlag

Naudé, Gabriel

(269 words)

Author(s): P. Neumann
* 2. 2. 1600 in Paris, 30. 7. 1653 in Abbeville, franz. Bibliothekar. Der kenntnisreiche Organisator hat 1627 mit seinem Lehrbuch «Advis pour dresser une bibliothèque» (2. Aufl. 1644, ND 1963) eine erste Anweisung für die Bibl.Verwaltung vorgelegt: bestimmend den Umfang und die Ordnung der Bestände, fordernd die Erschließung durch Kat. und die öffentliche Benutzung. Nachdem er Bibliothekar beim Präsidenten de Mesmes in Paris, Kardinal Bagni in Rom (1630-1641) und Kardinal Richelieu in Paris gewe…

Naudet, Joseph

(202 words)

Author(s): A. Labane
* 8. 12. 1786 in Paris, ✝ 13. 8. 1878 ebd., franz. Bibliothekar. N. war seit 1806 Professor am Gymnasium Napoléon, seit 1816 an der Ecole Normale und seit 1817 am Collège de France, an dem er den Lehrstuhl für lat. Poesie innehatte. Er wurde 1817 Mitglied der Académie des inscriptions et belles lettres, deren ständiger Sekretär er 1852–1862 war, und wurde 1832 in die Académie des sciences morales et politiques gewählt. Ab 1830 war er im Erziehungsministerium Generalinspekteur für den Unterricht,…

Naudin, Bernard-Etienne-Hubert

(171 words)

Author(s): A. Labane
* 11. 11. 1876 in Châteauroux, ✝ 7 - 3-1946 in Noisy-le-Grand (bei Paris), franz. Graphiker, Sohn eines Uhrmachers in Châteauroux. Im Gymnasium hatte er Baptiste Bourla (Schüler von Eugène Devéria) als Zeichenlehrer. 1897 wurde er in die Hochschule der schönen Künste Paris aufgenommen und arbeitete in der Werkstatt des Malers Léon Bonnat (1833-1922). Von Francois Courboin erlernte er die graphischen Techniken. Um 1904 gab er das Malen auf und widmete sich der Federzeichnung und der Radierung. N.…

Nauhaus, Wilhelm

(236 words)

Author(s): F. A. Schwidt-Kihisemüller †
* 23.9.1899 in Erfurt, † 31. 7. 1979 in Halle, einer der bedeutendsten dt. Einbandkünstler des 20. Jh.s. N. wurde ausgebildet in Malerei und Graphik an der Kunsthochschule in Weimar, später an der Kunstgewerbeschule in Barmen. Hier entdeckte er seine Neigung zur Buchbinderei, absolvierte eine entsprechende Lehre und ging dann zu Otto Dorfner in Weimar, zwei Jahre später zu Paul Kersten in Berlin. 1928 wurde er als Lehrer für Buchbinderei an die Staatl. Hochschule für bildende Künste in Berlin be…

Naumann, Emil Robert Wilhelm

(84 words)

Author(s): W. Schmitz
* 3. 12. 1809 in Leipzig, † 31.8. 1880 ebd., studierte Theologie und Philologie und war 1832-1876 Oberlehrer an der Nicolaischule zu Leipzig, gleichzeitig 1830-1880 Stadtbibliothekar. 1840-1870 gab er das «Serapeum» heraus, die erste bibliothekswiss. Fachzs. in Deutschland. R. Proctor veröffentlichte 1897 ein systematisch geordnetes Gesamtreg. dazu. In einigen Veröff. machte N. die Bestände der Leipziger Bibl, bekannt, u.a. «Catalogus librorum ma-nuscriptorum, qui in bibliotheca senatoria civitatis Lip-siensis asservantur» (1838). W. Schmitz Bibliography Biographisch…

Naumann, Friedrich

(186 words)

Author(s): K. Gutzmer
* 25.3. 1860 in Störmthal bei Leipzig, † 24. 8. 1919 in Travemünde, zunächst evangelischer Pfarrer, widmete sich ab 1897 ganz der Politik. Am 2. 12. 1894 begann in Frankfurt a. M. die «Hilfe» zu erscheinen, das Organ der von N. ins Leben gerufenen national-sozialen Bewegung. Für diese «Wochenschrift für Politik, Lit. und Kunst» (Untertitel ab 1907; Aufl. 1893: 6000, 1910: 150 Tsd.) gründete N. 1899 den Verlag der «Hilfe» in Berlin, 1906 umgewandelt in «Fortschritt (Buchverlag der Hilfe) GmbH.» G…

Nauru

(113 words)

Author(s): D. H. Borcluirdt
eine Inselrepublik im Süd-Pazifik, Hauptstadt Yaren, hat eine Landmasse von ca. 21 km 2 , eine Bevölkerung von ca. 5000 Nauruanern und ferner 2500 Gastarbeitern. Sie ist abhängig vom Phosphat-Bergbau. Alle Eingeborenen können lesen und schreiben, doch das Buchwesen ist kaum entwickelt. Eine NB wird seit 1990 aufgebaut, und verschiedene Schulen haben kleine Büchersammlungen. Die University of the South Pacific (Hauptcampus in Fidji) hat eine kleine Bibl, im Nauru Campus. Eine einzige Buchhandlung…
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