Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Nachlese

(115 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Begriff aus der Landwirtschaft, der seit dem 17. Jh. metaphorisch für die nachträgliche Ergänzung und Zusammenfassung von Ereignissen oder Veröffentlichungen verwandt wird, zuerst von C. Weise («Die drey klügsten Leute in der gantzen Welt» Leipzig 1673, S. 303). Als Titelbegriff ist N. seit der Mitte des 1S.Jh.s gebräuchlich. Erster Beleg: C. G. Marche «Freiwillige Nachlese bey den bisherigen gelehrten und erbaulichen Monatsschriften» (Frankfurt/Leipzig 1735 – 1738). Als Bezeichnung für …

Nachlieferung

(48 words)

Author(s): W. Braun-Ehwert
1. Teillieferung zu einem späteren als dem für die gesamte Lieferung vereinbarten Termin. Die N. ist zu gleichen Konditionen zu liefern wie die Hauptlieferung. 2. Unberechnete N. zu einer vorausgegangenen Lieferung, in deren Berechnung der Preis für die N. bereits enthalten war. Als RestRestschreiben W. Braun-Ehwert

Nachmittagsausgabe

(37 words)

Author(s): H. Bohrmann
zweite Ausg. einer mehrfach am Tag erscheinenden Ztg., deren Redaktionsschluß am frühen Morgen lag und die ab mittags in den Verkauf gingen. N.n sind in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr üblich. H. Bohrmann

Nachricht

(238 words)

Author(s): H. Bohrmann
ist eine «Mitteilung zum Dar-nachrichten». Das Wort kommt erst seit dem 17. Jh. vor, seine Inhaltsbedeutung wurde vorher mit dem Wort «Ztg.» ausgedrückt. «Newe Ztg.», die im 17. Jh. anläßlich wichtiger Ereignisse nicht periodisch herauskamen, wiesen durch diesen Titel auf die neuen N.en hin, die sie verbreiteten. Die N. bildet inhaltlich einen Kern der seit 1609 nachweisbaren periodischen Presse. N.en stehen neben reflektierenden, unterhaltenden und kommentierenden Inhalten aller Art, die dem universalen und aktuellen Berichtsanspruch der Ztg. entsprechen. Vor allem durch…

Nachrichtenagenturen

(473 words)

Author(s): H. Bohrnmnn
sind Unternehmungen, die gewerbsmäßig Nachrichten im In– wie im Ausland entweder universell oder spartenmäßig eingeschränkt sammeln, verarbeiten und an Interessenten, vorwiegend in den publizistischen Medien, aber auch bei Regierungsdienststellen und Wirtschaftsbetrieben u.a.m. im Abonnement verkaufen. Die N. arbeiten publizistisch gesehen für Weiterverarbeiter, nicht für den Endverbraucher. Erste N. entstanden in der Mitte des 19. Jh.s, als die Nachrichtentechnik ausgebaut wurde, zunächst in Pa…

Nachrichtenbank

(94 words)

Author(s): N. Henrichs
elektronisch verfügbare Slg. von Meldungen über aktuelle Geschehnisse aus allen Lebensbereichen und aus aller Welt. Anbieter dieser Volltext – Informationen sind – Nachrichtenagenturen, Abnehmer sind Presseredaktionen und Medieneinrichtungen. Die Vermittlung der Informationen erfolgt i.d.R. im Abonnement (SDI – Selective Dissemination of Information), weniger durch einzelne Online–Recherchen. N. Henrichs Bibliography Mie, F.: Fakteninfonnationssysteme. In: Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Hrsg, von M. Buder u.a. 3. Aufl…

Nachrichtenbeschaffung

(186 words)

Author(s): H. Bohrmann
Seit sich Mitte des 19. Jh.s das Nachrichtengewerbe als eigenständiger weig der Publizistik konstituiert hat, stützt sich die Presse nur noch in der lokalen Berichterstattung auf die Recherche durch Redakteure, freie Mitarbeiter und gelegentlich angebotene und angekaufte Nachrichten aus der Bevölkerung. Die Nachrichtenredaktion, der die dt. und intern. Berichterstattung zufallt, analysiert die von den Nachrichtenagenturen (Universalnachrichtenagenturen, wie dpa [Dt. Presseagentur] oder Spezialna…

Nachrichtenblatt

(77 words)

Author(s): H. Bohrmann
Ähnlich einem Mitteilungsbl. bringt das N. ausschließlich Nachrichten etwa von Behörden, Verbänden, Vereinigungen und sucht deren Verordnungen, Entscheidungen, Entschlüsse u.a.m. dem Kreis der davon betroffenen Mitarbeiter, Mitglieder etc. regelmäßig zu übermitteln. N.er stehen damit den Amtsblättern und den Gesetz – und Verordnungsblättern nahe. Am Markt kann sich eine solche Publikation nicht behaupten, es sei denn, sie würde durch die Aufnahme eines zusätzlichen redaktionellen Teils und ei-ne…

Nachrichtendienst

(86 words)

Author(s): H. Bohrmann
1. Bezeichnung für Nachrichtenagen turen oder einzelne Dienste einer Nachrichtenagentur, beispielsweise Sportnachrichten. 2. Von N. wird auch bei den Produkten der zentralen Nachrichtenredaktion eines Pressekonzerns gesprochen, z. B. SpringerInland – Dienst (SID) / Springer-Ausland – Dienst (SAD). 3. Bezeichnung für die Nachrichtensendungen und deren Redaktionen bei den elektronischen Medien. 4. Auch Benennung für den Geheimdienst, der in der Regel in staatlichem Auftrag nicht allg. zugängliche Nachrichten sammelt und auswertet. H. Bohrmann Bibliography Höhne, H.: Di…

Nachrichten ftir wissenschaftliche Bibliotheken

(112 words)

Author(s): F. A. Schwidt—künsemüller †
hrsg. vom Verein Dt. Bibliothekare, ersch. 1948 — 1953, waren die erste bibliothekarische Zs., die nach dem Zweiten Weltkrieg und der Teilung Deutschlands im westlichen Teil des Landes herauskam. Die Redaktion lag bei der Bayerischen SB München. Ihre Beiträge spiegeln die Probleme wider, mit denen die westdt. Bibl.en nach den Zerstörungen und Verlusten des Krieges konfrontiert waren; sie lassen aber auch die ersten Versuche der Bibl.en zu neuer Kooperation und neuen Aufgaben erkennen. Die Nachri…

Nachrichten für Dokumentation (NfD)

(95 words)

Author(s): N. Henrichs
Zs. für Informationswissenschaft und -praxis, hrsg. von der Dt. Ges. für Dokumentation (DGD) in Verbindung mit dem OLBG–Info der Dt. Online Benutzergruppe, zugleich Mitteilungsbl. des Normenausschusses Bibliotheks– und Dokumentationswesen im DIN, des Berufsverbandes Information, Dokumentation, Kommunikation des Vereins dt. Dokumentäre (bis 1, 1995 nach Auflösung des VDD) und der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibl.en (ASpB). Von K. H. Soeken 1950 unter dem Titel «Nachrichten für Dokumentation in…

Nachrichtenkontrollvorschriften

(97 words)

Author(s): H. Bohmiann
Hilfsmittel der Vorzensur, mit dessen Hilfe die Alliierten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg den Zugang von Personen zur Publizistik einerseits und die Informationsgebung durch ihre Kontrollofħziere andererseits beaufsichtigten. Nachdem zunächst jede Mitwirkung Deutscher an der Publizistik untersagt war und alle Medien stillgelegt waren, wurde durch die N. in den westlichen Teilen Deutschlands die schrittweise Aufhebung dieser Maßnahme bis hin zur völligen Freigabe festgelegt. H. Bohmiann Bibliography Umlauff, E.: Die Nachrichtenkontrolle ( Der Wiederauf…

Nachrichtenmagazin

(79 words)

Author(s): H. Bohrmann
Zeitschriftentypus, der meist wöchentlich erscheint und unter starker Betonung der politischen Ereignisse die Nachrichtenlage einer Woche, nach Sparten gegliedert und häufig in einer mit Meinungselementen durchsetzten Stilform, für einen intellektuell geprägten Leserkreis aufbereitet. Bedeutender Vertreter des Typus N. in der Brdeutschland ist «Der Spiegel» (1946 unter dem Titel «Diese Woche» gegründet). Die Vorbilder des N.s stammen aus den Vereinigten Staaten (Time, Newsweek). H. Bohrmann Bibliography Just, D.: Der Spiegel. Hannover 1965 Magnus, U.: Time und Newsw…

Nachrichtenredakteur

(99 words)

Author(s): H. Bohrmann
Journalist, der in Verfolg der redaktionellen Arbeitsteilung die politischen Nachrichten aufgrund der Nachrichtenlage aus den Meldungen der Agenturen auswählt, bearbeitet und verantwortet. Dem N. bleibt selten Zeit zur Recherche, die der Nachprüfung des Wahrheitsgehalts oder der Erweiterung und Ergänzung von Meldungen dient. Bei der Presse ist der N. in der Regel auch für die Überschriften/Schlagzeilen zuständig. Bei den elektronischen Medien arbeitet er den Nachrichtensprechern zu, ist aber auc…

Nachrichtenübermittlung

(282 words)

Author(s): H. Bohrmann
Der N. dienen alle Medien, die Nachrichten im weitesten Sinne vermitteln. Sie sind damit Teil der aktuellen N., auf den moderne Gesellschaften schon durch ihre weltpolitische und weltwirtschaftliche Verzahnung nicht verzichten können. Die hochindustrialisierten Länder der Gegenwart sind durch ein dichtes Netz der N. verknüpft, das von den Weltnachrichtenagenturen durch modernsten Technikeinsatz (direkt oder indirekt abstrahlende Satelliten) betrieben wird. Die N. hat sich seit dem MA kontinuierlich von der Abdeckung kleinerer Regionen auf weltweite Dime…

Nachruf

(4 words)

Siehe Nekrolog

Nachschlagewerke

(153 words)

Author(s): W Grebe
engl, reference books, allg. Bezeichnung für Informationsmittel, die vornehmlich dem raschen und gezielten Auffinden von Daten und Fakten dienen und nicht einer zusammenhängenden Lektüre. N. gibt es in Buchform und als AV–Medien (Audiovisuelle Medien). N. sind Informationsspeicher, die Typus und Zweck entsprechend nach bestimmten Ordnungsprinzipien angelegt sind und Daten und Fakten zu allen Gebieten des Wissens erfassen und erschließen. Zu den N.n zählen Enzyklopädien, Lexika, Wb., Bibliographi…

Nachschnitt

(47 words)

Author(s): Red.
Bewährte und viel gefragte Bleischriften wurden früher von anderen Schriftgießereien nachgeschnitten, wenn man nicht gar zur Ersparnis des eigenen Stempelschnittes die fertigen Typen irgendwie erwarb und nachgalvanisierte. Bei der Renaissance der klassischen Schriften Didots, Bodonis u.a.m. haben die Schriftgießereien die alten Vorlagen oft nachgeschnitten. Red.

Nachschrift

(74 words)

Author(s): G. Pflug
1.Schriftliche Fixierung eines gesprochenen Textes während des Vortrags, z. B. einer Universitätsvorlesung durch einen Studenten. Für die Ausg. der Schriften eines Gelehrten dienen Vorlesungsnachschriften als Editionsgrundlage, wenn sich das Originalms. nicht erhalten hat. 2. Ohne Wissen des Verf. hergestellte Abschrift eines Werks, die als Grundlage für einen unrechtmäßigen Nachdruck dient. 3. Nachträglicher Zusatz zu einem Brief oder einem Werk, mit N.S. abgekürzt. Sie wird auch als Postscriptum (Abkürzung P.S.) bezeichnet. G. Pflug

Nachschußauflage

(82 words)

Author(s): K. Gutzmer
auch Verlegernachdruck, nannte man eine ohne vorheriges Wissen bzw. ohne Mitwirkung des Autors vom Originalverleger hergestellte, unveränderte Neuauflage. Bis zur Einführung der Preisbindung wollte der Verlag durch eine verbilligte N. unrechtmäßige Nachdrucke bekämpfen. Wenn aber ein Verlag eine N. veranstaltete, ohne das vertraglich zugesicherte Absatzhonorar abzuführen, galt so ein «Auflagenschwindel» als Betrug und war strafbar. Ex. der N. sind Originalausg.; sofern sie den Originaldruck der …
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