Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Nachsehen

(79 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
ist die optische Qualitätskontrolle eines Druckerzeugnisses zum Zwecke der Nachbesserung oder Aussonderung vor der Auslieferung. Dies geschieht heute nur noch bei Druckerzeugnissen der höchsten Qualitäts– bzw. Preisstufe. Im allg. werden anstelle dieser unwirtschaftlichen Arbeitsgänge z. B. in der Buchproduktion planmäßige Stichproben an Schwerpunkten der Fertigung durchgeführt. Von N. sprach man früher auch in der Stereotypie und Galvanoplastik, deren Endprodukte regelmäßig sorgfältig nachgesehen werden mußten. C. W. Gerhardt Bibliography Lexikon der grafischen…

Nachsendungskosten

(54 words)

Author(s): H. Bohrmann
Ztg. werden überwiegend im Abonnement vertrieben. Als Kundendienst für den Leser (Leser–Blatt–Bindung) bieten die Verlage bei berufsbedingten Abwesenheiten oder während des Urlaubs der Leser an, das BL regelmäßig für einen bestimmten Zeitraum an einen anderen Ort zu liefern. Dabei wird in der Regel der Dienst der Post in Anspruch genommen. H. Bohrmann

Nachtausgabe

(35 words)

Author(s): H. Bohrmann
Titel von Boulevardztg., deren Redaktionsschluß in der Regel am späten Vormittag liegt und die ab Mittag in den Verkauf kommen. Die N. spielt in der dt. Zeitungslandschaft kaum noch eine Rolle. H. Bohrmann

Nachtigall

(79 words)

Author(s): Red.
Unter diesem Titel veröff. Wilhelm Kiebitz anonym einen kurzen Auszug aus Schriften des Herzogs Johann Friedrich dem Mittleren von Sachsen über die Grumbachschen Händel, durch den Kaiser Maximilian II. sich beleidigt fühlte. 1567 in Frankfurt a.M. gedr., in Heidelberg nachgedr., trug die N. dem Frankfurter Drucker Johann Schmidt († 1596) eine zweijährige Gefangenschaft in Wien ein. Red. Bibliography Kapp, F.: Gesch. des dt. Buchhandels. Bd. 1. Leipzig 1886, (ND Leipzig 1970) S. 548 — 549; Benzing S. 124.

Nach Tisch

(56 words)

Author(s): W. Brauii-Elwert
Die durch empfohlene Bestellungen angeforderten Gegenstände des Buchhandels wurden in Leipzig vom Verleger oder Kommissionär am Vormittag fertig gemacht und zur Abholung «nach Tisch» bereit gehalten, damit sie noch am Nachmittag versandt werden konnten. W. Brauii-Elwert Bibliography Paschke, M. / Rath, P.: Lehrbuch des Dt. Buchhandels. Bd. 1. 7. Aufl. Leipzig 1932, S. 317.

Nachtrag

(86 words)

Author(s): S. Corsten
kann an die Stelle einer durchlaufenden Zählung die Bezeichnung eines bibliographisch selbständigen Teils (Bibliographische Einheit) eines zusammengehörigen Ganzen sein. Nach den dt. Regelwerken für die alphabetische Katalogisierung wird sie in die Bandangabe übernommen. Dasselbe gilt auch für gleichartige Bezeichnungen wie Beilage, Anhang, Supplement u. a. m. S. Corsten Bibliography Fuchs, H.: Kommentar zu den Instruktionen für die alphabetischen Kat. der Preußischen Bibl.en. 3. Aufl. Wiesbaden 1962, S. 25 und 46-47 Haller, K. / Popst, H.: Katalogisierung nach den RA…

Nachwort

(43 words)

Author(s): G. pflug
ein vom Autor oder Hrsg, eines Werkes nachgestellter, meist das Werk oder seine Ed. erläuternder Text. Er hat gewöhnlich eine ähnliche Aufgabe wie das Vorwort. G. pflug Bibliography Busch, U.: Vorwort und N. In: Neue Sammlung i. 1961, S. 349 bis 356.

NACSIS

(128 words)

Author(s): N. Henrichs | C. W. Gerhardt
National Center for Science Information System, Tokyo, gegr. 1986 (durch Umwandlung des Center of Bibliographie Information an der Universität von Tokyo) als interuniversitäres Forschungsinstitut mit folgenden Aufgaben: Planung und Koordinierung des nationalenjapanischen Systems für Wissenschaftsinformation, informationswiss. Forschung, Unterstützung der Bibliotheksdienste (Nationalkat., Leihverkehr), Aufbau von Informationsdiensten und Förderung des Datenbankaufbaus in der Wissenschaft, Aus– und Fortbildung im Informationsbereich. N. Henrichs Nadelboge…

Nadellochkarte

(5 words)

Siehe Lochkarte Lochkartenverfahren

Nadeln

(4 words)

Siehe Aufnadeln

Nadïm

(59 words)

Author(s): D. Duda
oder Ibn al–Nadlm Muhammad Ibn Abï Ya'qüb (995 oder 998), Gelehrter, Kopist und Buchhändler in Bagdad, vollendete 987 — 988 den berühmten Kitab–alFihrist (Index), ein kommentiertes umfassendes Verz. aller Bücher in arab. Sprache und arab. sowie nicht–arab. Autoren. D. Duda Bibliography Fück, J. W.: Ibn al–Nadlm. In: Encyclopédie de l'Islam. Nouv. éd. Bd. 3. Leiden/Paris 1971, S. 919-920.

Nagari–Schrift (nägan, sanskrit «städtische Schrift»)

(197 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
(gehört zur nordindischen Schriftengruppe, die sich aus der alten Brahmlschrift über das Guptaalphabet seit dem 7. Jh. n. Chr. entwickelt hat. Vom 17. Jh. an wird sie mit DevaniigarT bezeichnet. F.s ist eine rechtsläufige Silben schrift, die Zeichen für Vokale und Konsonanten und Hilfszeichen z. B. für Vokallosigkeit kennt. Konsonantengruppen werden durch Ligaturen ausgedrückt, und die Zeichen insgesamt sind durch die Verwendung von langen Deckstrichen charakterisiert. Die N.– bzw. Devanä–gari–S…

Nägele, Reinhold

(104 words)

Author(s): H. J.Genge
* 17. 8. 1884 in Murrhardt, † 30. 4. 1972 in Stuttgart, dt. Maler und Graphiker. N. wurde vor allem durch seine Aquarelle, Temperamalereien, Radierungen und Hinterglasbilder bekannt. Zwischen 1912 und 1924 schuf er auch etwa fünf Dutzend überwiegend radierte Exlibris, die durch ihre individuelle Bildsprache, die Klarheit ihrer Form und die Stärke ihres Ausdrucks bestechen. N. zählt zu den meist gesuchten Exlibriskünstlern des 20. Jh.s. H. J.Genge Bibliography Thieme – Becker Bd. 25, S. 326 Vollmer Bd. 3, S. 455 Jb. der Dt. Exlibris-Ges. 1955, S. 20 — 22 Naegele, T.: R.–N.–Exlibris. We…

Nagelprobe

(54 words)

Author(s): G. Brinkhus
Die N. dient zur Feststellung der Laufrichtung bei Maschinenpapieren. Zwischen den leicht zusammengedrückten Fingernägeln von Daumen und Zeigefinger wird das Bl. Papier hindurchgezogen. Während sich in der Querrichtung Wellen zeigen, bleibt das Papier in der Laufrichtung bei der N. glatt. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 59.

Nagler, Karl Ferdinand Friedrich von

(138 words)

Author(s): P. Neumann
* 22. 1. 1770 in Ansbach, † 13. 6. 1846 in Berlin, dt. Bibliophile. Der spätere preußische Generalpostmeister (seit 1823) und Staatsminister (seit 1836) baute 1810 — 1821 eine große private Kunstslg. und Bibl. auf. Letztere enthielt vornehmlich dt. Lit. des MA und des 16. und 17. Jh.s. Noch zu seinen Lebzeiten wurden 1836 die in einem Kat. erfaßten 102 Bde. Hss. und etwa 5000 Drucke, darunter 120 Ink., von der Berliner Kgl. Bibl, (heute SB Berlin) erworben. P. Neumann Bibliography Juchhoff, R.: Die Bücherslg. des Generalpostmeisters von N. in der Preußischen SB. In: Von Büche…

Nakhi-Schrift

(405 words)

Author(s): A. Dufey
Der von den Chinesen Moxie oder Naxi gen. tibetische Stamm umfaßt 160 Tsd. Menschen und bezeichnet sich selbst als Na–khi (gesprochen Nachi). Er bewohnt den Nordosten der chinesischen Provinz Yunnan in der Gegend um Lijiang. Offenbar nur eine nordöstliche Untergruppe heißt Mo–so. Die Sprache der Nakhi gehört zur birmanischen Gruppe der sino–tibetischen Familie. Die Dto–mba gen. Priester haben nach chinesischem Vorbild sowohl eine piktographische Schrift als auch unter tibetischem Einfluß eine ph…

Namenslexikon

(74 words)

Author(s): W. Grebe
veraltete Bezeichnung für zumeist alphabetisch geordnete Lexika oder Wb. zu bestimmten Sachgebieten. Im Unterschied zu den Namenslisten werden im N. die Namen durch Erläuterungen näher bestimmt. Bes. häufig sind biographische und geographische Ausführungen des N.s. Frühe gedr. Ausg. sind z. B. Stephanus Estienne), R.: Dictionarium nominum propriorum. 1541 u.ö.; Gesner. C.: Onomasticon propriorum nominum. 1544 u.ö. Onomastikon W. Grebe Bibliography Schneider, G.: Handb. der Bibliographie. 5. Aufl. Stuttgart 1969, S. 472 — 480.

Namenslisten

(47 words)

Author(s): W. Grebe
allg. Bezeichnung für alle Formen von alphabetisch oder sachlich geordneten Verz., die Namen und Begriffe ohne nähere Zusatzerläuterungen aufführen. N. können bibliographisch selbständig ersch. oder Teil eines Werkes sein. Onomastikon W. Grebe Bibliography Schneider, G.: Handb. der Bibliographie. 5. Aufl. Stuttgart 1969, S. 469 — 470.

Namensstempel

(92 words)

Author(s): Red.
Auf Blinddruckeinbänden, vor allem des 15. und 16.Jh.s, sind in den Deckelschmuck oft Stempel eingefügt, die im Spruchband einen Namen zeigen. Meist nennt sich darin der Buchbinder, doch kommen auch Besitzernamen in dieser Weise vor, wie bes. klösterlicher Besitz so gekennzeichnet wurde (evtl, auch durch den Namen des Schutzpatrons). Doch ist auch die Anrufung heiliger Namen in solchen Stempeln häufig. Red. Bibliography Loubier, J.: Der Bucheinband in alter und neuer Zeit. Berlin/ Leipzig 1904, S. 79 — 82 Handb. der Bibliothekswissenschaft. 2. Aufl. Bd. 1. Wiesbaden 1952,…

Namenszug

(79 words)

Author(s): P Neumann
Der N. wird handschriftlich zur Beglaubigung von Urkunden schon seit der Antike ausgeführt, auch mit Hilfe von Schablonen, Stempeln und Unterschriftsmaschinen. Als Besitzervermerk in Büchern kann er in späterer Zeit aufschlußreiche Hinweise auf die Provenienz eines Ex. geben, als Widmung des Autors erhöht er den Wert des Buches. AutographDedikationsexemplare P Neumann Bibliography Meisner, H. O.: Urkunden- und Aktenlehre der Neuzeit. 2. Aufl. Leipzig 1952, S. 124 — 128 Bielschowsky, L.: Der Büchersammler. Darmstadt 1972, S. 243 — 246.
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