Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Namen– und Artensatz

(62 words)

Author(s): P. Neumann
Bezeichnung flir Satzarbeiten, die überwiegend oder ausschließlich aus Eigennamen und Sachbegriffen, aus Fremdwörtern oder ungewöhnlichen Ausdrücken, aus Abk. oder Aufzählungen von Gegenständen bestehen. Da bei der Texterfassung durch den Setzer hierbei die Mengenleistung pro Zeiteinheit sinkt, ist je nach Schwierigkeitsgrad ein entsprechender Preisaufschlag angemessen. P. Neumann Bibliography Krüger, H. M.: Leitfaden der Druckkalkulation. 9. Aufl. Frankfurt 1960, S. 50.

Namibia

(801 words)

Author(s): I.-D. Wolcke-Renk
Republik im Südwesten Afrikas am Atlantik, begrenzt von Angola im Norden, Botswana im Osten und der Republik Südafrika im Süden. Auf einer Fläche von 824269 km² lebt eine Bevölkerung von ca. 1,2 Mio. (Schätzung von 1988). Amtssprache ist Engl., weitere Hauptsprachen sind Damara, Herero, Kavango und Ovambo. Als wichtigste Fremdsprachen gelten Afrikaans und Deutsch. Offiziell besteht eine neunjährige Schulpflicht im Alter von 7 bis 16 Jahren. Die Analphabetenrate betrug 1992 ca. 60%. Stand und Qua…

Namur

(224 words)

Author(s): G. Gabel
1. Buchdruck Als Buchhändler waren in N. Jehan de Nivelles (1512 — 1514), Jean Furie (Furie, Furlet) in den Jahren 1594 — 1608 und François Vivien 1597 bis 1628 tätig. Als Erstdrucker N.s gilt Henri Furlet, Sohn des vorgen. Buchhändlers, der 1616 sein Patent als Drukker erhielt und 1618 den ersten Druck herausbrachte. Außer Furlet waren im 17. Jh. noch acht weitere Werkstätten in Betrieb. Für das 18. Jh. lassen sich 15 Druckereien in N. nachweisen. Bibliography Borgnet, J.: Recherches sur les imprimeurs de N. In: Le Bibliophile belge 6. 1850, S. 429 — 455 Rouzet, A.: Dictionnaire des impri…

Namur, Jean Pie

(122 words)

Author(s): Red.
* 27. 9. 1804 in Luxemburg, 23· 4· 1867 in Brüssel, Bibliothekar in Löwen, Lüttich und Brüssel. Er schrieb: Manuel du bibliothécaire (Bruxelles 1834), Bibliographie paléographico–diplomatico–bibliologique générale (2 Bde., Liège 1838), Bibliographie des ouvrages publiés sous le nom d'Ana (Bruxelles 1839), Projet d'un nouveau système bibliographique des connaissances humaines (Bruxelles 1839), Histoire des bibliothèques publiques de la Belgique (3 Bde., Bruxelles 1840 bis 1842 mit Nachtrag von Fe…

Nanaion

(59 words)

Author(s): B. Bader
Tempel der Isis Nanaia in Alexandria. Mit ihm war eine Bibl, verbunden, die mehrmals neben der Hadriansbibl. in Alexandria als zentrales staatliches Archiv gen. wird. B. Bader Bibliography Mitteis, L. / Wilcken, U.: Grundzüge und Chrestomathie der Papyruskunde. Bd. 2,2. Leipzig 1912, Nr. 188 Posner, E.: Archives in the Ancient World. Cambridge, Massachusetts 1972, S. 152 — 153.

Nancy

(585 words)

Author(s): P. Neumann
Hauptstadt des franz. Départements Meurthe – etMoselle mit (1993) ca. 120 Tsd. Einwohnern. 1. Buchdruck und Buchhandel Der Hauptort des Herzogtums Lothringen hat sich erst seit dem späten 15. Jh. zur Residenzstadt entwickelt. Nicolas Hierosme, der schon 1562 im nahen St. Nicolas – de – Port gedr. hatte, druckte 1566 in N. eine amtliche Ordonnanz. Als erstes in N. hergestelltes Buch gilt «Le Parnasse des poètes François» (Jean Janson, 1572). J. Janson/Jenson (Vater und Sohn) brachten bis 1597 acht weitere Werke h…

Nansen, Peter

(111 words)

Author(s): T. Nielsen
* 20. 1. 1861 in Kopenhagen, † 31. 7. 1918 in Mariager, dän. Verleger. N. war urspr. Journalist und Verf. von Romanen und Novellen, die ungeachtet aller stilistischer Finesse als moralisch zweideutig galten. Es wurde daher als dreist beurteilt, daß Gyldendalske Boghandel ihn 1896 als lit. Direktor einsetzte. Er erwies sich aber als der rechte Mann, um den stagnierenden Verlag wieder emporzubringen. Er gewann das Vertrauen von Schriftstellern aller eistesrichtungen, und zum Bedauern der lit. Welt mußte er 1916 nach einem Bruch mit der Familie Hegel erbittert zurücktreten. T. Nielsen B…

Nanterre

(305 words)

Author(s): G. Gabel
Bibliotheken. 1. UB. 1964 richtete die Univ. Paris eine geisteswiss. Fachbibl. in N. ein, die bis 1970 um die Fachgebiete Recht, Wirtschafts- und Sozialwiss. erweitert wurde. 1971 bezog die Bibl, einen Neubau. Im Rahmen der im selben Jahr durchgeführten Univ.reform wurde die Slg. zur zentralen Bibl, der Université de Paris X bestimmt. Neben der Zentralbibl. bestehen einige kleinere Fachbibl. en, unter denen die Slg. des Romanischen Instituts (110 Tsd. Bde.) am bedeutendsten ist. Bestand 1995: 350 Tsd. Bde., 2620 lfd. Zss., 60 Tsd. Mikroformen. Bibliography Bulletin des Bibliothè…

Nantes

(437 words)

Author(s): G. Gabel
Hauptstadt des franz. Départements Loire-Atlantique 1. Buchdruck Als Erstdrucker gilt Etienne Larcher, ein Bruder des Pariser Druckers Jean Dupré, der dort 1493 «Les Lunettes des Princes» von Jean Meschinot herausbrachte. Er soll bis 1498 in N. gewirkt haben. Für das 16. Jh. lassen sich rund zwölf Buchdrucker und Buch händler nachweisen, unter denen die von Nicolas des Maretz und Francois Faverye gemeinsam betriebene Werkstatt die größte Produktivität entfaltete. Im Verlauf des 17. Jh.s waren in N. ins…

Nanteuil, Célestin François (eigentlich Leboeuf)

(188 words)

Author(s): Red.
*11 . 7. 1813 in Rom, ✝ 4. 9. 1873 in Marlotte (Seine-et-Marne), Genremaler, Radierer, Lithograph und Holzschneider. N. gehört zu den hervorragendsten Buchillustratoren der Romantik in Frankreich. Die ma. Skulpturen regten ihn zu seinen phantastischen, oft etwas überladenen Titeln und Vignetten an. Seine bekanntesten Ill . enthalten die Erstausg. der Werke von V. Hugo, A. Dumas d. Ä., G. de Nerval, P. Borel, T. Gautier, A. de Müsset und R. de Beauvoirs. Von 1833 an arbeitete er mit an den Ill . …

Napier, David

(165 words)

Author(s): H. Williamson †
(1785 — 1873), war Ingenieur und begann 1819 in London Druckmaschinen zu bauen. Zuerst befaßte er sich mit dem Tiegeldruckprinzip der Handpresse und brachte 1830 eine Maschine dieser Art mit Doppelanleger heraus. Eine solche Maschine mit Dampfantrieb ließ er 1835 in New York bauen. 1824 konstruierte er seine erste «Nay – Peer» – Schnellpresse, eine Zylinderdruckmaschine mit zwei Zylindern fiir Vorder– und Rückseitendruck und einem Greifersystem, welches den Bogen auf jedem Zylinder während der U…

Napiersky, Carl Eduard

(204 words)

Author(s): R Kaegbein
* 1.5.1793 in Riga, † 2. 9. 1864 ebd., Geistlicher, Pädagoge und Historiker. N. studierte 1810 — 1812 Theologie in Dorpat; 1814 bis 1829 war er Pastor in Neu – Pebalg (Livland), 1829 — 1849 Direktor des Gouvernements – Gymnasiums in Riga. Vielseitig verdient war er um die baltische Geschichtsforschung durch Publikation zahlreicher Quellenwerke und historischer Abhandlungen. Für die Entwicklung der livlandischen und lettischen Bibliographie bedeutsam sind seine «Fortgesetzte Abh. von livländische…

Napoleon I. Bonaparte

(302 words)

Author(s): Red.
Kaiser der Franzosen, * 15. 8. 1769 in Ajaccio (Korsika), 5. 5. 1821 auf St. Helena. N. sammelte seit 1798 eine Bibl, deren Bde. auf dem Rücken das Monogramm BP (Bonaparte Pagerie) zeigen. Aus seiner Konsulatszeit stammt die Errichtung einer Slg. von 7000 Bdn. in Malmaison, seiner Lieblingsbibliothek. Außerdem besaß er noch in anderen Slg. 100 Tsd. Bde., die sein Bibliothekar А. A. Barbier verwaltete; eine Reisebibl, begleitete ihn auf seinen Zügen, auch auf Elba und St. Helena las er eifrig. Di…

Napp–Druckplatte

(65 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
heißt eine Fotopolymer – Druckplatte für Zeitungshochdruck. Es handelt sich um eine metallische Trägerplatte, die zuunterst eine Schicht gegen die Reflexion des Kopierlichtes trägt und erst darüber die bedeutend dickere, nach dem Belichten und Auswaschen das Druckrelief bildende Spezialschicht. Die N. wurde in Japan entwickelt. Nyloprint-DruckplatteNylograv – Druckplatte C. W. Gerhardt Bibliography Lexikon der graphischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 411 bis 412.

Narbenseite

(4 words)

Siehe Haarseite

Narbonne

(182 words)

Author(s): G. Gabel
Kreisstadt im franz. Département Aude, das antike Narbo. i. Buchdruck. Als erster in N. nachgewiesener Druck gilt ein Brevier (Brevarium Narbonensis), das am 31. 10. 1491 im Kloster Saint-Just entstand und dem Lyoner Drucker Jean Dupré zugeschrieben wird (GW 5409). Für das 16. Jh. ist nur der Druck eines Missales belegt, das aus der Werkstatt eines Pierre Rueau hervorging. Erst im 17. Jh. wurde der Buchdruck in N. bodenständig; insgesamt lassen sich acht Druckereien und mehr als 100 Titel nachweisen. Bibliography Claudin, a.: Histoire de l'imprimerie en France au XV e et au X…

Narbung

(216 words)

Author(s): K Jäckel †
Die N., im buchbinderischen Sprachgebrauch auch «der Narben» genannt, ist die natürliche Musterung der Oberfläche des Leders. Diese ist bei den verschiedenen Ledersorten verschieden ausgebildet und kann in den meisten Fällen zur Bestimmung des Leders genutzt werden. Der Narben des Maroquinleders ist, der Größe der Felle entsprechend, groß und kräftig ausgebildet. Zuweilen wird er noch maschinell oder von Hand geglättet. Er erhält dadurch ein anderes Narbenbild und wird als Maroquin ecrasé bezeic…

Narrenliteratur

(280 words)

Author(s): H. Rosenfeld †
im weiteren Sinn ist Lit. didaktisch-satirischen Gepräges, die menschliche Schwächen aller Art und Mißstände des öffentlichen und privaten Lebens scharf geißelt. Dazu gehören auf der Grundlage frühen Brauchtums Werke wie «Salomon und Markolf» (Ende 12. Jh.), «Reinhart Fuchs» (Ende 13. Jh.), «Der Pfaffe von Kalenberg» des Philipp Frankfurter (Mitte 15. Jh.), «Till F.ulenspiegel» (Erstdruck um 1478), sowie Fastnachtspiele wie «Das Narrenschneiden» von Hans Sachs (1534). Im engeren Sinn handelt es sich um die Narrenbilderlit. lit. des 16. Jh.s in der Nachfolge d…

Narthex Ilias

(79 words)

Author(s): B. Bader
von griech. νάϬΰηέ= Kästchen oder Kasten zur Aufbewahrung von Salben, Medikamenten u.ä. Alexander der Große führte auf seinen Feldzügen eine von seinem Lehrer Aristoteles revidierte Ausg. der Ilias mit. Als er unter persischen Schätzen einen bes. kostbaren Narthex erbeutete, bestimmte er ihn zur Aufbewahrung seiner Ilias, die deshalb «die Ilias aus dem Narthex» gen. wurde. (Strabo 13.1.27; Plutarch, Alex. 8,2. 26,1.2; Plinius d.Ä. 7,108). B. Bader Bibliography Fox, R. L.: Alexander der Große. Düsseldorf 1974, S. 76.

Narva

(643 words)

Author(s): R Kacgbein | D.-G. Erpenbeck
Stadt an der Nordostgrenze Estlands. Die Nachrichten über das ältere Buchwesen in der Stadt sind dürftig. Der Revaler Buchhändler Tielman Hube war 1651 bis 1658 in N. tätig; etwas später wird der Küster und Buchbinder Siegfried Born († vor 1687) gen., dessen Schwiegersohn seit 1687 der N.er Bürger, Buchbinder und Buchhändler Jochim Sichardt (Sichert) war; mehrere weitere Buchbinder sind im 18. und 19. Jh. nachweisbar. Erstdrucker der Stadt war 1695 — 1704 der «kgl. privilegierte Stadtbuchdrucker» Johann Köhler, von dem mehrere Drucke bekannt sind. Aus dem Jah…
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