Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Nash, Frederick

(101 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
* 1782 in Lambeth bei London, 5. 12.1856 in Brighton, engl. Aquarellmaler und Zeichner. Seit 1800 nahm N. an Ausstellungen der Royal Academy in London teil. Er spezialisierte sich auf architektonische Zeichnungen. Seine sehr präzise Arbeit verhalf ihm 1807 zur Einstellung als Zeichner bei der Londoner Society of Antiquaries. Zu seinen VerÖfF. gehören «Twelve views of the antiquities of London» (1805— 1810) und «Picturesque views of the City of Paris and its environs» (1819—1823). G. P. Jefcoate Bibliography Thieme-Becker Bd. 25, S. 346 Houfe, S.: Dictionary of British Book Illu…

Nash, John Henry

(356 words)

Author(s): F. J. Mosher
* 12. 3. 18 71 in Woodbridg e, Ontario, Kanada, 24. 5. 1947 in Berkeley, Kalifornien, amer. Drucker und Büchersammler. N. erlernte das Druckhandwerk in Toronto, bevor er in die USA emigrierte, wo er sich schließlich (1895) in San Francisco niederließ. Nachdem er dort für verschiedene bestehende Firmen gearbeitet und erfolglos versucht hatte, einen eigenen Betrieb zu gründen, trat er 1903 in die neugegr. Tomoye Press des Buchhändlers Paul Eider ein. 1911 wechselte er zur Stanley–Taylor Company, d…

Nash-Papyrus

(120 words)

Author(s): B. Bader
hebräischer Papyrus vermutlich des 2.Jh.s v. Chr., den W. L. Nash, Sekretär der britischen Society of Biblical Archaeology, 1902 in Ägypten erwarb und der University Library Cambridge schenkte. Das Bl. enthält die zehn Gebote sowie das «Höre, Israel» (5. Mose 6, 4 — 5). Der N. ist nicht ein Bruchstück einer Bibelhs., sondern eine für bestimmte Zwecke hergestellte Textzusammenstellung. Bis zur Entdeckung der Qumran — Hss. 1947 galt er als ältester Textzeuge der hebräischen Bibel. B. Bader Bibliography Cook, S. A.: A pre – masoretic Biblical papyrus. In: Proceedings of the So…

Nash, Paul

(151 words)

Author(s): Red.
* 11.5. 1889 in London, † 11. 7. 1946 ebd., engl. Maler und Graphiker, fand erst 1918 größere Beachtung durch die in eigenwilliger Technik zum Ausdruck gebrachte Landschaftsauffassung. In den 1920er Jahren lockerte sich seine Malweise. Unter den Holzschnitten und Buch — Ill. ist die Monumentalausg. der «Genesis» (1924) bes. hervorzuheben. Buchholzschnitte schuf er zu J. Tellier «Abd– er – Rhaman in Paradise» (Golden Cockerel Press, 1928), 111. zu M. Armstrong «Saint Hercules» o.J., zu T. Browne …

Nash, Ray

(191 words)

Author(s): EJ. Mosher
* 27. 2. 1905 in Milwaukie, Oregon, 21.5. 1982 in Royalton, Vermont, amer. Historiker und Lehrer der graphischen Kunst. N., eine Autorität auf den Gebieten Handschrift, Kalligraphie und Druckwesen, lehrte von 1937 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1970 am Dartmouth College in Hanover, Hampshire, hielt viele Vorträge über die graphische Kunst und betätigte sich als Berater für viele Organisationen. Er war Mitarbeiter vieler Fachzss., beteiligte sich an der Grün-I dung und dem Herausgebergremiu…

Nashville

(458 words)

Author(s): F. J Mosher
Tennessee. Die im Herzen des Bundesstaates am Cumberland River gelegene Stadt wurde 1780 gegr. und avancierte 1843 zur Hauptstadt von Tennessee. 1. Druckwesen Eines der ältesten amer. Druckund Verlagshäuser für religiöses Schrifttum, das 1789 in Philadelphia als Methodist Book Concern gegr. United Methodist Publishing House, befindet sich in N., das auch noch andere kirchliche Verlage beherbergt. Abing–don–Cokesbury Press (1940 in N. gegr.) ist ein religiöser Publikumsverlag (inzwischen als: Abingdon Press) innerhalb …

Naskhi

(164 words)

Author(s): U.–B. Kucchen
(NashT, Neshi, Neßchi, Neschi) wörtlich «Ms.–Schrift», bezeichnet den runden, zierlichen Duktus der arab. Schrift, die arab. «Kursive». Neben einer eckigen Schrift, die meist als Lapidarschrift benutzt und selten für Hss. verwendet wurde (Kufi, kufische Schrift) entwickelten sich mehrere Schriftstile, darunter das N., das sich seit ca. 1000 n. Chr. zum maßgeblichen arab. Schriftduktus herausbildete, in dem neben gewöhnlicher Korrespondenz die meisten wiss., religiösen, und anderen lit. Texte als…

Nassau–Saarbrücken, Elisabeth von

(192 words)

Author(s): P. Neumann
um 1395 in Lothringen, 17. 1. 1456 in Saarbrücken, dt. Übersetzerin. Die Tochter Friedrichs von Lothringen– Vaudémont hatte 1412 den Grafen Philipp I. von Nassau–Saarbrücken geheiratet und übernahm 1429—1442 die Regentschaft. Nach 1430 übersetzte sie franz. Heldenepen («Chansons de geste») in dt. Prosafassungen. Überliefert sind drei Hss.–Bde. mit 111. aus der Mitte des 15.J11.S: «Huge Scheppel» (Faks. 1905) sowie «Sibille» und «Loher und Maller» in der SUB Hamburg, «Herpin» in der Herzog August…

Naßfarbendrucke

(4 words)

Siehe Citochromie

Naß-in-Naß-Druck

(68 words)

Author(s): C. H. Gerhardt
ist das unmittelbare Übereinanderdrucken von zwei und mehr Farben, bevor diese ausreichend getrocknet sind. Größere Probleme gibt es dabei heute nicht mehr. Im Offsetdruck schlägt der dünne Farbfilm auf geeignetem Papier schnell genug weg. Die meisten anderen Mehlfarbendruckmaschinen sind – dem jeweiligen Druckverfahren entsprechend – mit Trockenvorrichtungen zwischen den einzelnen Farbwerken ausgestattet. UV–Trocknung C. H. Gerhardt Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 413

Naßpartie

(64 words)

Author(s): H. Bansa
sind die Teile der Papiermaschine, in denen die Papierbahn aus der Suspension (Stoff, Ganzstoff) gebildet und bis auf ca. 50% Wassergehalt entwässert wird. Ihre wichtigsten Teile sind der Stoffauflauf, die Siebpartie und die Pressenpartie. H. Bansa Bibliography Bass, J.: Das Buchdruckerbuch. 5. Aufl. Stuttgart 1953, S. 499 bis 503 Handb. der Papier– und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Bd. II. Niederwalluf 1971, S. 1235—1237

Naßverfahren

(80 words)

Author(s): R. Golpon
älteres fotografisches Aufnahmeverfahren mit selbstbeschichteten Glasplatten auf Jodsilber–Kollodium–Basis. Die Glasplatten wurden mit Kollodiumlösung übergossen, sodann mit Jodsalzen «jodiert» und schließlich in Silbernitratlösung gebadet, wodurch sie lichtempfindlich wurden. Nach dem Belichten der nassen Platten wurde mit Eisensulfatlösung entwickelt und mit Natriumthiosulfatlösung fixiert. Da verfahrensbedingt nur zarte Schwärzungen zu erzielen waren, mußte das Silberbild noch verstärkt werde…

Naßwalzverfahren

(60 words)

Author(s): R. Golpon
Druckformherstellungsverfahren für Buchdruck–Feinstrichätzungen, bei dem sehr feine Bildelemente vor Unterätzung geschützt werden. Nach kurzem Anätzen werden alle bildfreien Stellen farbabstoßend (naß) gummiert. Dann wird wie üblich mit Farbe eingewalzt, Harz aufgestäubt, eingebrannt, tiefer geätzt. R. Golpon Bibliography Gygax, A. F.: Moderne Chemigraphie in Theorie und Praxis. Frankfurt a.M. 1957 Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 413—414

Natanson, Henryk

(86 words)

Author(s): A. G. Swierk
20.12.1820 in Warschau, 27. 12. 1895 ebd., Buchhändler und Verleger in Warschau. Nach einer Buchhandelslehre bei F. A. Brockhaus in Leipzig und J. Zawadzki in Wilna gründete N. 1846 eine eigene Verlagsbuchhandlung in Warschau mit vornehmlich poln. und fremdsprachiger wiss. Lit. (Medizin, Theologie, Geographie und Judaica). N. verlegte insges. ca. 170 Titel in vorbildlicher Ausstattung, darunter zahlreiche Übers, wiss. Lit. ins Polnische. 1868 verkaufte er sein Geschäft. A. G. Swierk Bibliography Slownik pracownikow ksiązki polskiej (Wb. poln. Buchschaffender). Wars…

Nathan, Helene

(125 words)

Author(s): D. Jank
23.8. 1885 in Oels, Schlesien, 23 . 10. 1940 in Berlin, dt. Volksbibliothekarin. Nach dem Studium der Gesch., Kunstgesch. und dt. Lit. wurde sie 1921 Leiterin der Städtischen Volksbücherei Berlin–Neukölln, die sie zu einer vorbildlichen Schalterbibl. ausbaute. Ihr bes. Interesse galt spezifischen Problemen im Arbeiterbezirk Neukölln und der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. N. engagierte sich auch für die Ausbildungsfrage des mittleren Dienstes an Volksbibi.en. 1933 wurde sie von den …

National Academy of Design (NAD)

(156 words)

Author(s): F. J. Mosher
Die 1828 als ein Ableger der 1825 gegr. New Drawing Association ins Leben gerufene und in New York City beheimatete NAD war urspr. eine Ges. von 30 Künstlern (Malern, Bildhauern und Graphikern). 1906 nahm sie die Society of American Artists in sich auf, steigerte die Zahl ihrer Mitglieder auf 175 und wurde dem Metropolitan Museum of Art und der Columbia University angeschlossen. 1993 gehörten zu ihren 450 Mitgliedern Maler, Bildhauer, graphische Künstler, Architekten und Aquarellmaler, die an de…

National Association of Book Publishers

(11 words)

Siehe Association of American Publishers

National Association of Paper Merchants (NAPM)

(102 words)

Author(s): J. L. Flood
Interessenverband britischer Papiergroßhändler, 1920 gegründet. 1991 waren 115 Firmen Mitglied des Verbandes, die etwa 80 Prozent der Branche darstellten. Der Verband spielt eine bedeutende Rolle als Vermittler zwischen Papierherstellern und –Verbrauchern. Er gibt verschiedene Fachpublikationen heraus, z.B. (gemeinsam mit der British Paper and Board Industry Federation) «Paper Handling and Storage» (London 1978), Bray, R. W.: «Paper Merchanting» (5. Aufl. London 1990). Außerdem organisiert er ei…

Nationalbibliographie

(407 words)

Author(s): W. Grebe
Bezeichnung für eine retrospektive oder periodische Allgemeinbibliographie, die hauptsächlich das Schrifttum eines Landes oder Sprach–kreises vollst. oder in Auswahl verzeichnet. Der Begriff ist wegen der vielfältigen historischen Erscheinungsformen nicht eindeutig definiert. Auf dem «International Congress on National Bibliographies», Paris 1977, wurden einheitliche Richtlinien für N.n empfohlen. Die moderne Form der amtlichen, periodisch ersch. N. wurde mit der «Bibliographie de la France», 18…
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