Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Pantheon Books Inc.

(321 words)

Author(s): F. J. Mosher
New York, dt. Exilverlag, gegr. 1942 von Kurt Wolff, der damit an seine 1924 in Florenz gegr. «Pantheon Casa Editrice S. A.» anknüpfte, die bis 1930 kunstwiss. Publikationen auf intern. Basis produziert hatte. Zus. mit seiner zweiten Frau Helen hatte Wolff Europa verlassen und begann, unterstützt von Kyrill Schabert, dem Stiefsohn von Curt von Faber du Faur, mit der Veröff. von Übers, europäischer Bücher für den amer. Markt. 1943 trat Jacques Schiffrin als Partner ein, der Gründer der «Bibliothè…

Pantoffeln

(4 words)

Siehe Krispein

Pantograph

(195 words)

Author(s): G. Pflug
(παντοĩος = vielfältig, γϱαφή = Schrift) ist der Name für verschiedene Geräte zur exakten Übertragung einer Zeichnung oder einer Abbildung. Es lassen sich nach ihren Verfahrensweisen drei Gerättypen unterscheiden, die heute allerdings alle nicht mehr eingesetzt werden. 1. P., auch Storchschnabel oder Affe genannt, ist ein Hilfsmittel zur genauen Übertragung, maßstabsgerechten Vergrößerung oder Verkleinerung von Vorlagen, bei dem die Parallelverschiebung eines Parallelogramms ausgenutzt wird. In der Schriftschneidetechnik diente er …

Pantographie

(4 words)

Siehe Polygraphie

Pantone

(61 words)

Author(s): R. Golpon
weltweit verwendetes Farbkommunikationssystem (Pantone Inc., USA, 1963). Das P.–Farbmischsystem besteht aus acht Grundfarben, Transparentweiß und Schwarz, woraus sich 512 Standardfarben mischen lassen. Der zugehörige Farbmischfächer und weitere Hilfen, wie Farbfolien, Farbpapiere, Marker, Farbreferenz bücher, erleichtern die Kommunikation zwischen Auftraggebern von Druckprodukten und Druckfachleuten, wenn es um den Sinneseindruck Farbe geht. R. Golpon Bibliography Walenski, W.: Lexikon des Offsetdrucks. Itzehoe 1993.

Pantonedruck

(4 words)

Siehe Merkurographie

Pantzschmann, Augustin

(170 words)

Author(s): D. Debes
seit 1491 mit Bürgerrecht in Leipzig, †1520 ebd. Weinschenk und Ratsherr in Leipzig, gründete P. um 1518 mit dem Buchführer Ludwig Hornken, der Verlagssozietät Gottfried Hittorp und Ludwig Hornken zu Köln sowie wahrscheinlich der Frau Martha Schmidhoffer, geborene Clement, in Buchhandel Schmidhoffer zu Leipzig, eine rein dem Büchervertrieb dienende Handelsges. «Pantzschmanns Buchhandel», die als frühe Form des Großhandels die Verlagswerke ihrer Teilhaber in großen Partien u. a. in Köln, Paris, A…

Panzer, Georg Wolfgang

(321 words)

Author(s): S. Corsten
* 16. 3. 1729 in Altdorf, † 9. 7. 1805 in Nürnberg, dt. Geistlicher und Bibliograph. Nach Studium in Altdorf wirkte P. 1760 — 1805 als Pfarrer («Hauptpastor») an St. Sebaldus in Nürnberg. Er sammelte Bibeln — die Slg. befindet sich seit 1780 in der heutigen LB Stuttgart — und veröffentlichte 1789 seine «Älteste Buchdruckergesch. Nürnbergs». Seine lebenslangen bibliographischen Bemühungen gipfelten in seinen «Annales typographici ab artis inventae origine ad annum 1536» (II Bde. Nürnberg 1793 — 1…

Paolino, Stefano

(187 words)

Author(s): F J. Mosher
tätig in der ersten Hälfte des 17. Jh.s, ital. Drucker und Schriftschneider. P, der in Rom 1618 das «Rudimentum Syriacum» mit altsyrischen Typen druckte, die Savary de Brèves in Konstantinopel geschnitten hatte, wurde der erste Leiter der 1626 von der Con-gregatio de Propaganda Fide im Vatikan eingerichteten «Tipográfia Poliglotta» für den Druck von Büchern zur missionarischen Arbeit Propaganda Fide Druckerei). P. schnitt selber einige exotische Typen für die Druckerei. Er soll 1623, drei Jahre …

Papebroch, Daniel

(186 words)

Author(s): W. Leesch
(eigentlich: van Papenbroeck), * 17. 3. 1628 in Antwerpen, f 20. 6. 1714 ebd., niederl. Hagiograph, seit 1746 Jesuit, gilt als Anreger einer wiss. Urkundenlehre (Diplomatik). Als Mitarbeiter und später Fortsetzer (1662-1709) der vom Jesuiten Johannes Boiland (159Ó-16Ó5) begründeten «Acta sanctorum», einer nach den Festtagen des Kalenders geordneten Slg. von Heiligenlegenden, von denen er zwischen 1662 und 1709 18 Bde. im wesentlichen selbst bearbeitete, hat er seine kritische Methode in den Einl…

Pape, Franz Friedrich

(176 words)

Author(s): S. Corsten
* 5. 10. 1798 in Meschede, f 2. 3. 1885 in Bonn, dt. Bibliothekar. Der bereits wäh-rend seines Studiums an der Univ. Bonn an der dortigen UB als «Amanuensis» tätige P. trat am i. 4. 1828 am Katholischen Gymnasium in Köln eine Stellung als Geschichtslehrer an. Gleichzeitig war ihm die Leitung der Gymnasialbibl. anvertraut, die mit mehr als 35 Tsd. Bdn. damals die größte Slg. in Köln war. Er erarbeitete einen Realkat. und machte sich um die Vermehrung des Bestandes verdient. Seine Bemühungen, alle…

Pape, Hans

(108 words)

Author(s): W. Raub
* 1. 10. 1894 in Hamburg, f 30. n · I 97° in Münster, Graphiker und Schriftkünstler. P. arbeitete als Illustrator u.a. für die Verlage G. Müller, E. Diederichs, Drei Masken Verlag (Scriptordrucke) und Aschendorff. Er war ein sehr vielseitiger Gebrauchsgraphiker, der u. a. zahlreiche Exlibris schuf. P. bevorzugte Holzschnitt und Holzstich. Sein eigener Stil verbindet Expressionismus, Realismus und niederdt. Phantastik. 1925 baute er die graphische Abt. der späteren Werkkunstschule Münster auf, die er bis 1960 leitete. W. Raub Bibliography Hölscher, E.: H. P. In: Archiv flir B…

Paperback

(129 words)

Author(s): E.-P. Bicsalski
(engl. = Papierrücken). Im Buchhandel und Verlagswesen wird mit dem Begriff P. häufig ein Buch bezeichnet, das lediglich mit einem Karton- oder starken Papierumschlag versehen ist, welcher nur am Rücken des Buchblocks festgeklebt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Buch geheftet oder klebegebunden ist. In vielen Bereichen wird nicht selten, neben einer fest geb. Ausg., mit zeitlicher Verzögerung der gleiche Titel zu einem wesentlich niedrigeren Preis als P. angeboten (Taschenbuch). Der Buchbinder bezeichnet die Einbandform des P.s als Broschur. E.-P. Bicsalski Bibliograph…

Paper Publications Society

(68 words)

Author(s): G. Brinklms
Hilversum, ist eine nichtkommerzielle Organisation, die 1948 von E.J. Labarre gegr. wurde, um die Publikation qualifizierter wiss. Arbeiten auf dem Gebiet der Papiergesch. zu ermöglichen, deren Veröff. auf kommerzieller Basis nicht möglich gewesen wäre. Mit Bd. 15 der Reihe Monumenta Chartae Papyraceae Historiam Illustrantia or Collection of Works and Documents illustrating the History of Paper hat die Ges. 1994 ihre Publikationstätigkeit eingestellt. G. Brinklms

Papers of the Bibliographical Society of America

(80 words)

Author(s): F. J Mosher
Diese bibliographische Zs. erscheint als Vierteljahrsschrift seit 1904. Sie veröffentlicht Beiträge zur Bibliographie im weitesten Sinn, bevorzugt jedoch zur Erforschung des gedruckten Buches oder der Handschrift als historische Belege für Textproduktion bzw. zur Geschichte der Buchherstellung, -Veröffentlichung, des Buchhandels und des Büchersammelns. Abonnements sind nur in Verbindung mit der Mitgliedschaft in der Bibliographical Society of America möglich. F. J Mosher Bibliography Feather, J.: A Dictionary ofBook History. London 1986, S. 157 bis 158.

Papia Pavía), Gulielmus de

(55 words)

Author(s): S. Corsten
1491 als Gesellschafter von Leonardus Achates in einer Ausg. der «Elementa» des Euklid (GW 9429) und einem «Herbarius» (H 8451) genannt. Nach den Schlußschriften ist nicht zu entscheiden, ob es sich bei P. um einen Kunstgenossen des Achates oder einen gelehrten Auftraggeber handelt. S. Corsten Bibliography Geldner Bd. 2, S. 163.

Papier

(508 words)

Author(s): H. Bansa
Nach DIN 6730 (Papier und Pappe: Begriffe) ein «flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird». Im Kontext des Informationswesens ist P. nach wie vor der wichtigste und weitest verbreitete Datenträger, nachdem es jahrhundertelang fast der einzige war. An der gesamten Produktion von P. haben die als Datenträger benutzten Sorten, d. h. die graphischen P.e, heute jedoch nur ein…

Papieranfasern

(309 words)

Author(s): H. Bansa
eine Technik der Papierrestaurierung zum Ergänzen fehlender Teile in einem Blatt und - bei mäßig fortgeschrittenem Schaden - auch zum Wiederherstellen der Festigkeit, die unter der Einwirkung biologischer (Schimmel) oder chemischer Faktoren (Z Alterung von Papier, Papierschäden) verlorengegangen ist. Das P. kann als ein Sonderfall der Z Papierherstellung (gerätunterstützt von Hand) verstanden werden. Die Blattbildung erfolgt unter Sog, auf einem ebenen Sieb, auf dem das geschädigte Papier liegt.…

Papierbaln

(40 words)

Author(s): G. Brinkhus
Bei der modernen Papierfertigung auf Langsiebpapiermaschinen wird das Fertigprodukt in Endlosbahnen getrocknet und aufgerollt, um später weiterbehandelt und schließlich in der Ausrüsterei auf Format geschnitten zu werden. G. Brinkhus Bibliography Lehrbuch der Papier- und Kartonerzeugung. Leipzig 1989, S. 225.

Papierbewirtschaftung

(529 words)

Author(s): B. Sösemann
gehört in Staaten mit gelenkter Wirtschaft zu den allg. Kontingentierungsmaßnahmen. Bes. in wirtschaftlichen, politischen und militärischen Ausnahmesituationen kann die P. eine höhere gesellschaftspolitische Bedeutung gewinnen. Im nationalsozialistischen Herrschaftssystem zählte die P. zu den 1938/ 1939 breit einsetzenden Überlegungen und Planungsvorbereitungen für einen Krieg. Die zentrale institutionelle Kompetenz lag während des Zweiten Weltkriegs im Deutschen Reich bei der Reichskultur- bzw.…
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