Lexikon des gesamten Buchwesens Online

Purchase Access
Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

More information brill.com

T

(171 words)

Author(s): W. Milde
neunzehnter Buchstabe des lat. Alphabets (zwanzigster im dt. Alphabet), entspricht dem griech. T («Tau»). Als Laut bezeichnet T den dentalen stimmlosen Verschluß-laut. Die Minuskelform des T unterscheidet sich im Prinzip nicht von der Majuskelform: Das T der frühen Majuskelschriften (Capitalis, Unziale u. a.) wird in der Halbunziale wie in den Minuskelformen bis zur Karolingischen Minuskel (d. h. im Vierliniensystem) ebenfalls mit Schaft (zuweilen unten gerundet) und oberem Deck-oder Querbalken …

Taautos

(120 words)

Author(s): G. Pflug
ist nach einer durch Eusebius von Caesarea («Praeparatio evangelica» 1, 9, 24 und 1, 10, 14) überlieferten phönizischen Tradition, die auf den phönizischen Historiker Philon von Byblos aus dem 1. Jh. n. Chr. zurückgeht, der sagenhafte Erfinder der Buchstabenschrift und der schriftlichen Tradition. Es handelt sich wohl um eine vergöttlichte vorgeschichtliche Persönlichkeit aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. mit einem sprechenden Namen, der sich nach Otto Eissfeld von «el ta’ awat» (Herr der Zeichen) ableitet. Dieser Gott wird entsprechend der…

Tab

(51 words)

Author(s): W. Grebe
von lat. Tab / ella oder tab / ula = Brettchen, Brett, kleine Tafel (vgl. auch engl. tab = Aufhänger, Etikett), dt. Karteireiter. Er dient der schnellen Orientierung über die Ordnung der Karteikarten, die in Bibl.en und Dokumentationsstellen i. d. R. nach alphabetischen oder systematischen Ordnungsprinzipien erfolgt. W. Grebe

Tabakbücher

(304 words)

Author(s): W. Dobras
Die erste Nachricht von der Tabakpflanze, die im alten Mesoamerika auch religiöse Aufga-ben erfüllte, gelangte durch Romano Pane nach Europa, der auch 1518 den Samen an Karl V. schickte. Das Rau-chen und Schnupfen verbreitete sich im späten 16. und frühen 17. Jh. in ganz Europa. Der Toledaner Arzt Francesco Hernandez (1515–1578) berichtete 1525 eingehend über die medizinischen Eigenschaften des Tabaks. Die erste lit. Darstellung findet sich in der dt. Übersetzung eines Werkes über den Landbau vo…

Tabella

(4 words)

Siehe Register

Tabellarischer Satz

(34 words)

Author(s): Ch. Reske
stellt Zahlen oder Begriffe zu nebeneinanderstehenden Kolonnen zus., ohne trennende Linien zu verwenden. Ch. Reske Bibliography Davidshofer, L. / Zerbe, W.: Satztechnik und Gestaltung. 6. Aufl. Zürich / Bern 1970, S. 198.

Tabellarius (von lat. tabula, Tafel, Schrift)

(104 words)

Author(s): B. Bader
Im antiken Rom der Briefbote, ein Sklave oder Freigelassener, der einen Brief vom Absender zum Adressaten transportierte. Cicero erwähnt häufig «tabellarii», die seine Briefe und die seiner Korrespondenten beförderten. In der Kaiserzeit gab es ein Kollegium von «tabellarii» im Rahmen des von Augustus fest eingerichteten Postwesens, das aber nicht jedermann zur Verfügung stand, sondern dem Verkehr zwischen der kaiserlichen Zentralgewalt und den Provinzen diente. Tabellensatz in Blei-Handsatz. Unten ist das Blindmaterial mitgedruckt. B. Bader Bibliography Ausbüttel, F. M.:…

Tabelle

(67 words)

Author(s): P. Neumann
eine übersichtliche Zusammenstellung von Zahlen und Stichwörtern in Listen oder Spaltenform. Der Kopf und der Fuß der T. sind durch die Halslinie voneinander geschieden, die von links nach rechts angeordneten Spalten oder Felder meist durch senkrechte Linien getrennt. Der Kopf enthält die jeweiligen Angaben über den Inhalt und die Bedeutung der einzelnen Spalten. Weitere Erläuterungen können in einer Vorspalte oder Legende gegeben werden. P. Neumann

Tabellen

(50 words)

Author(s): L. Delp
zählen gemäß § 2 Abs. 1 Ziff. 7 UrhG der BRDeutschland zu den urheberrechtlich geschützten Werken, wenn sie als persönliche geistige Schöpfungen anzusprechen sind (Urheberrecht). T. in diesem Sinne sind Darstellungen wiss. oder technischer Art, ähnlich entsprechenden Zeichnungen, Plänen, Karten, Skizzen und plastischen Darstellungen ( Abbildungen). L. Delp

Tabellenbücher

(5 words)

Siehe Mathematische Bücher

Tabellensatz

(65 words)

Author(s): P. Neumann
beim Bleisatz im Hand- und Maschinensatz eine Spezialarbeit, zu der eine genau bemessene Einteilung der Tabelle gehört, um Texte, Ziffern und Zeichen sinnvoll und übersichtlich zu ordnen. Auf Längs- und Querlinien oder ein Auspunktieren kann bei entsprechender Gestaltung verzichtet werden. In der heutigen Textverarbeitung erfolgt die Ordnung durch Computerprogramme. P. Neumann Bibliography Weschke, H.: Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 567–568.

Tabellenziffer

(54 words)

Author(s): Ch. Reske
ist eine vorwiegend für den Satz von Tabellen verwendete arabische Normalziffer (im Gegen-satz zur Mediaevalziffer), welche die Dickte eines Halbgevierts einnimmt. Tabellenziffern (oben) und Mediävalziffern (unten) aus der Schrift «Melior». Ch. Reske Bibliography Liebau, D. / Weschke, H.: Polygraph Fachlexikon der Druckindustrie und Kommunikationstechnik. Frankfurt a. M. / Bielefeld 1997, S. 489, 352.

Tabernaemontanus, Jakob Dietrich Theodor

(176 words)

Author(s): J. Daum
aus Bergzabern, * um 1520 ebd., † 1590 in Heidelberg. Er war als Arzt und Botaniker sehr mit den dt. Vertretern der letztgen. Disziplin verbunden. In seiner Jugend war er Schüler von Otto Brunfels und später von Hieronymus Bock. Sein bedeutendstes Werk, an dem er immerhin 36 Jahre arbeitete, erschien 1588 und 1591 bei Nic. Basse in Frankfurt, dank der Generosität des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz. Sein «Neues Kräuterbuch», im zweiten Teil mit 2255 Holzschnitten ausgestattet, gehört zu …

Tabis (franz.)

(49 words)

Author(s): G. Brinkhus
ist ein dünner Seidenstoff, der im 18. Jh. vor allem in Frankreich gerne zum Überzug von Spiegel und fliegendem Blatt bei Bdn. mit Innenkantenvergol-dung verwendet wurde. Der T. wurde nur am Rand geklebt. G. Brinkhus Bibliography Schreiber, H.: Einführung in die Einbandkunde. Leipzig 1932, S. 66, 217.

Tabloid

(147 words)

Author(s): H. Bohrmann
engl. Tablette, Bezeichnung für eine kompakte Boulevardzeitung halben (Druck-) Formats (ca. 300 × 400 mm), die zunächst im engl. und amer. Bereich verbreitet war und sich teilweise auch auf andere Länder Europas verbreitete. In Deutschland hat zuerst der wiedererstandene Ullstein-Verlag, Berlin (-West), 1953 die «BZ» (Berliner Zeitung) in Format und Inhalt nach dem Vorbild der Londoner «Daily Mirror» auf den Markt gebracht. Er hat damit durch den Titel bei der «BZ am Mittag» der Weimarer Jahre a…

Tabula gratulatoria

(50 words)

Author(s): S. Corsten
Einer Festschrift ist mitunter eine T. beigegeben. Sie nennt die Namen der Personen, welche dem Geehrten ihre Glückwünsche zum festlichen Anlaß darbieten. Die in Frage kommenden Fachgenossen und Freunde werden rechtzeitig um Mitwirkung angeschrieben. Bei dieser Gelegenheit bietet der Verlag die Subskription des Bandes an. S. Corsten

Tabula (lat.)

(188 words)

Author(s): B. Bader
Brett, Tafel oder Platte aus Holz; üblicher Ausdruck für die als Schriftträger dienende Holztafel, einen der gebräuchlichsten Beschreibstoffe der Antike (Schreibtafel). Manchmal mit weißer Farbe überzogen, oft mit einer Wachsschicht versehen (Cerata tabula), diente die T. für Aufzeichnungen jeder Art, z. B. für Schulübungen, Briefe (Brieftafel), Entwürfe zu lit. Werken. Speziell kann T. eine Tafel für öffentliche Bekanntmachungen (Album), einen «Stimmzettel» bei Wahlen sowie (meistens im Plural)…

Tabula mundi

(5 words)

Siehe Weltkarten

Tabula Peutingeriana

(152 words)

Author(s): P. H. Meurer
ist ein in Kopie des 12. Jh.s erhaltenes Straßen- und Ortsverzeichnis des Röm. Reiches in kartographischer Form (Itinerarium pictum). Die Vorlage wird in das 4. Jh. n. Chr. datiert. Die Rotulus-Form (11 Pergamentbll., 34 × 675 cm; Bl. 1 fehlt) bedingt erhebliche metrische Verzerrungen in der Darstellung. Die T. wurde um 1507 (?) von Konrad Celtis (in Speyer?) entdeckt. Durch Erbschaft gelangte sie an Conrad Peutinger und später an Marcus Welser, der die Bezeichnung T. prägte und sie zur ersten v…

Tabula rubicatoria

(5 words)

Siehe Rubrikatoranweisungen

Tabula rubricarum

(5 words)

Siehe Rubrikatoranweisungen

Tabulatur

(129 words)

Author(s): Red.
heißt eine Notenschrift, bestehend aus Buchstaben oder Zahlen, mitunter in Verbindung mit Noten; der Ausdruck war bis zu Bachs Zeiten für Tasten- und Zupfinstrumente üblich. In Deutschland gibt es die Buchstaben-T. mit daruntergesetzten rhythmischen Zei-chen, in Italien die Liniensystem-T. mit Mensuralnoten. Die Lauten-T. bezeichnet die Griffe. Das älteste gedr. Orgeltabulaturbuch ist Arnold Schlicks «Tabulaturen etlicher Lobgesang und Lidlein uff die Orgeln und Lauten» (Mainz, Schöffer 1512). Tabula Peutingeriana. Ausschnitt. Kopie aus dem 12. Jh. einer Kart…

Tabuthek (Taschenbuch-Theke)

(105 words)

Author(s): H. Emunds
in ÖB der Versuch, den regulären, für zielbestimmte Interessen geordneten Bestand durch ein dereguliertes Taschenbuchangebot für offene, frei flottierende Interessen zu erweitern. Nach ersten Ansätzen (Hannover 1969, Bochum 1971) entwickelte sich die T. in den frühen 1980er Jahren am weitesten im Rahmen der dreigeteilten Bibl. in Münster, mit Merkmalen wie: extrem vereinfachte Verwaltung aus einer Hand; frontal ansprechende Präsentation auf spezi-ellen Möbelstücken; geregelte Standort-Fluktuatio…

Tacheotypie

(5 words)

Siehe Sørensen, Christian

Tachygraphie

(394 words)

Author(s): H. Buske
von griech. tachygraphia, ist die im Sprachgebrauch der Althistoriker, Paläographen, Epigraphiker und Papyrologen üblich gewordene Bez. für die Schnellschrift der Antike und des MA, während man Stenographie für die Schnellschrift der Neuzeit verwendet. In ihrer Wortbedeutung und ihrem Inhalt nach sind die Bez. T., Stenographie und Kurzschrift identisch. Der noch vor 100 Jahren für alle Formen einer verkürzten Normalschrift benutzte Begriff «Brachygraphie» ist eher dem Bereich Abkürzungen zuzuord…

Tacitus, Cornelius

(156 words)

Author(s): G. Pflug
(* um 60, † 120 n. Chr.), römischer Historiker, der in seinen «Annales» als erster antiker Autor eine Übersicht über die Gesch. der Schriftentwick-lung (xi, 14) gibt. Nachdem bereits Herodot in seiner «Histories apodexis» (5, 58) kurze Hinweise auf den Ursprung der Schrift gegeben hat, liefert T. eine zusammenhängende Darstel-lung der Schriftentwicklung und -verbreitung von den Ägyptern über die Phönizier bis zu den Griechen und Römern. Dabei unterstellt er, daß die Ägypter eine Bilderschrift entwickelt haben, die von den Phöniziern zur Lautschrift weitergebil…

Tactus

(232 words)

Author(s): R. F. V. Witte
bezeichnet sich im Untertitel als «Erster Europäischer Preis für angepaßte Literatur». Er ist ein Mittel zur Leseförderung und Buchbeschaffung für Blinde. Er wurde 1999 etabliert und wird seit 2000 jährlich an drei preisgekrönte Titel für blinde bzw. sehgeschädigte Kinder, die auf Tastbilderbücher angewiesen sind, verliehen. Die Auszeichnungen gehen an die Lektüregruppe der bis 6jährigen und der 7–12jährigen. 2005 arbeiteten 11 Produzenten von Blindenmedien, Organisationen von und für Betroffene…

Tacuinum sanitatis

(394 words)

Author(s): O. Mazal
Übers. des Werkes Taqwīm aṣṣiḥḥa (Tabellarische Übersicht der Gesundheit) von Abū’l-Ḥasan al-Muḥtār ibn al-Ḥasan ibn ‘Abdūn ibn Sa’-dūn ibn Buṭlān. Er war in Bagdad, seiner Heimatstadt, Schüler des Arztes Ibn aṭ-Ṭayib († 1043) gewesen. Im Jahre 1047 begab er sich nach Ägypten, von dort nach Konstantinopel und nach Antiocheia. Schon in Aleppo, wo er vor 1047 seine ärztliche Tätigkeit ausgeübt hatte, scheint er Christ geworden zu sein und den Namen Johannes angenommen zu haben. Seine letzten Jahre…

Tacuinus, Giovanni

(71 words)

Author(s): S. Furlani †
aus Trino (Piemont) stammend, war als Drucker 1492–1538 in Venedig tätig. Außer Klassiker-Ausg.en veröff. er für den Gebrauch an der Univ. auch Texte Nocolò Ferretos, dessen 3. Aufl. von «De elegantina linguae latinae servanda in epistolis et orationibus» 1507 erschien; 1509 druckte er die «Noctes Atticae» des Aulius Gellius mit Unterstützung des Ferreto. S. Furlani † Bibliography Montecchi, G.: Il libro nel Rinascimento. Milano 1994, S. 174 bis 176.

Taeneotica

(36 words)

Author(s): B. Bader
Bei Plinius d. Ä. und Isidor Bezeichnung einer groben und minderwertigen Sorte des Schreibmaterials Papyrus, benannt nach einer Landzunge (griech. ταινι´α) bei Alexandria. AugustaFanniana B. Bader Bibliography Mazal, O.: Griech.-röm. Antike. Graz 1999, S. 71.

Tafel

(92 words)

Author(s): P. Neumann
die als Einzelblätter dem Buch eingefügten Bildseiten. Mehrere T.n werden als Bogenteil zusammengefaßt oder als gesonderter Bogen dem Textteil beigefügt. Für den Druck sind ein gesondertes Reproduktionsverfahren und / oder ein spezielles Papier erforderlich. Die T.n werden deshalb getrennt hergestellt, später als Einzelbl. an einzelne Bogen direkt oder mit Fälzelstreifen angeklebt, als Bogenteile um Bogen gelegt oder als gesonderter Bestandteil des Buches mitgeheftet. Karten und Pläne, die das B…

Tafelband

(4 words)

Siehe Tafelwerk

Tafeldruck

(4 words)

Siehe Holztafeldruck

Tafelkartei

(98 words)

Author(s): R. Jung
(auch Ständer- oder Streifenkartei) stellt eine bes. Form der Sichtkartei dar, bei der die einzelnen Karten schuppenförmig stehend übereinander angeordnet sind, nicht liegend wie beim Kardex. Dies setzt eine Halterung, meist in Form eines Drehständers, voraus, in den Tafeln aus Karton oder Kunststoff eingehängt sind, in deren eingeschnittene Spalten Karteikarten eingeschoben werden können. Mit der Einführung der Mikrofiches sind derartige Drehständer konstruiert worden, in deren Kunststofftafeln…

Tafelliteratur

(4 words)

Siehe Kochbücher

Tafelverzeichnis

(39 words)

Author(s): R. Jung
meist am Ende des Inhaltsverz. oder vor dem Reg. eines Druckwerkes stehend, gibt an, auf oder nach welchen Seiten die Tafeln mit Abb.en zu finden sind. Zugleich erleichtert das T. dem Buchbinder die richtige Kollationierung. R. Jung

Tafelwerk

(33 words)

Author(s): P. Neumann
ein überwiegend mit reproduzierten Abb.en und Bildlegenden ausgestattetes Buch, dessen Herstellung höhere Ansprüche an die Druckqualität stellt und ein für die gute Wiedergabe der Vorlagen geeignetes Papier erforderlich macht. P. Neumann

TAGA

(8 words)

Siehe Technical Association of Graphic Arts

Tag des Buches

(338 words)

Author(s): K. Gutzmer
Zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 haben der Verband der Schriftsteller (VS), das dt. PENZentrum und der Börsenverein 1979 den 10. Mai zum «Tag des Buches» erklärt, um das Gedenken an verfolgte und unterdrückte Autoren zu beleben. Durch öffentliche Veranstaltungen und Lesungen in Unterricht, Presse, Funk und Fernsehen sollte gemeinsam mit Buchhandel und Büchereien auf die in den Jahren 1933–1945 verbotene Lit., auf Exillit. (Exilverlage), aber auch auf die Unterdrückung von Lit. in der Gegenwart aufmerksam gemacht werden. Schon…

Tag des freien Buches

(9 words)

Siehe Tag des Buches

Tag des Kinderbuches

(7 words)

Siehe Internationaler Kinderbuchtag

Tageblatt

(290 words)

Author(s): H. Bohrmann
häufiger Titelbestandteil von Ztg.en, der auf den tagesaktuellen Inhalt des Periodikums hinweist. Ztg.en sind in ihrem Entstehen und in ihrer laufenden Produktion von regelmäßig fließenden Nachrichtenquellen abhängig. Diese standen kontinuierlich seit der Wende vom 16. zum 17. Jh., vermittelt durch den Linienverkehr der Post, zur Verfügung. Dadurch konnten briefliche Nachrichten versandt, aber auch Reisende regelmäßig für das Zeitungsmachen befragt werden. Die ersten seit 1609 überlieferten Ztg.…

Tagebuch

(1,384 words)

Author(s): T. Hilka
ist eine persönliche, zumeist chronologische, zeitnahe Aufzeichnung ichbezogener Lebensvorgänge subjektiver wie objektiver Natur, wobei die bes. Bedeutung in der unmittelbaren Einsicht in das Menschliche liegt. Darüber hinaus wird das Wort im ökonomischen Bereich für Aufzeichnungen des kaufmännischen Tagesgeschehens benutzt. Enge Verbindung mit dem Begriff T. besitzen seit der Antike die Termini Ephemerides, Diarium, auch Commentarii, Annalen, Autobiographie und, vor allem im Französischen, Journal. Das Individuum repräsentierende dieser Buchgattung macht s…

Tagebucharchiv

(113 words)

Author(s): G. Pflug
Seit den 1980er Jahren gibt es in einigen Ländern auf privater Initiative T.e, in die Bürger ihre persönlichen Aufzeichnungen – Tagebücher, Briefe, Haus- und Hofbücher, unveröff. Autobiographien, jedoch keine Chroniken – einliefern können. Eines der ersten T.e wurde 1990 in Italien von Saverio Tutino gegründet. Es befindet sich in Pieve San Stefano bei Arezzo. 1998 schuf Philippe Lejeune ein entsprechendes Archiv für Frankreich in Amberieu bei Lyon. Im glei-chen Jahr gründete Frauke von Troschke nach dem ital. Vorbild ein dt. T…

Tageslichtleuchtpapiere

(36 words)

Author(s): G. Hiersemann
werden für (Werbe-) Drucksa-chen verwendet, die einen stark erhöhten Aufmerksamkeitsgrad hervorrufen sollen. Sie erhalten bei der Herstel-lung einen bes. Strich, der die kurzwelligen Bestandteile des Tageslichts in langwelliges, intensiv fluoreszierendes Licht verwandelt. G. Hiersemann

Tageszeitung

(4 words)

Siehe Tageblatt

Tägliches Verz. der Neuerscheinungen

(80 words)

Author(s): W. Grebe
1931–1945 eine selbständige Beilage zum Börsenblatt. Ein werktägliches Verz. der Neuerscheinungen erschien bereits seit 1866 im bibliograph. Teil des Börsenbl. für den dt. Buchhandel. Ab 1921 übernahm die Deutsche Bücherei Leipzig die Bearb. des T. Das T. war die Grundlage für das Wöchentliche Verz. und ab 1931 für die Reihe A der Dt. NB. W. Grebe Bibliography Fleischhack, C.: Die bibliograph. Tätigkeit der Dt. Bücherei. In: Dt. Bücherei 1912–1962. Festschrift. Leipzig 1962, S. 109 bis 117.

Tagliente, Giovanni Antonio

(122 words)

Author(s): P. Neumann
*um 1490,†um 1560, in Venedig tätiger ital. Schreibmeister. Er gab 1524 in Venedig ein in mehreren Aufl.en bis 1568 verbreitetes Schreibuch heraus: «Lo presente libro Insegna», das vor allem Beispiele für die «Cancelleresca Corsiva» (Kanzlei-Kursiv) enthält. Bedeutsam ist auch sein 1527 ebd. gedr. Strickmusterbuch «Opera nuova che insegna alle Donna a cusire, a racammare & a disegnar», in dem erstmalig die Maureske stärkere Verwendung fand. Giovanni Antonio Tagliente. Seite aus: La vera arte delo . . . scrivere. Venedig 1550. P. Neumann Bibliography Jessen, P.: Der Ornamentstic…

Tagungsberichte

(25 words)

Author(s): W. Grebe
(engl. proceedings) sind eine Schriftengattung der Kongreßschriften und enthalten i. d. R. Mitteilungen über den Kongreßverlauf und die Veröff. der Kongreßvorträge. W. Grebe

Taille-douce-Radierung

(19 words)

Author(s): Red.
franz. = weicher Schnitt, Bezeichnung für den Kupferstich. Red. Bibliography Lang, L.: Der Graphiksammler. Stuttgart 1995, S. 79

Taiwan

(456 words)

Author(s): A. Dufey
offizielle Bezeichnung: Zhonghua Minguo (Mandarinchinesisch), Republic of China (Englisch), Fläche 35.980 km2, 22.749.838 Einw. (2004) hauptsächlich Chinesen und 400 Tsd. Ureinwohner. Es liegt im südli-chen Teil des Inselbogens vor der ostasiatischen Küste und umfaßt die Insel T. (früher Formosa) sowie die Inselgruppen Pescadores, Matsu, Spratly und Quemoy. T. ist durch die Formosastraße vom chinesischen Festland getrennt. Hauptstadt ist Taipeh (T’aipei, Taibei). Religion: 93 % hängen einer Mischung aus Ko…

Taktile Karten (auch Atlanten und Globen)

(153 words)

Author(s): P. H. Meurer
hergestellt in Prägedruckverfahren als Informationsmittel vor allem für Sehgeschädigte, sind eine Weiterentwicklung des eng verwandten, aber visuell verwendeten Reliefs. Hauptunterschiede zu diesem Vorbild sind die Hinzufügung von Namen in Blindenschriften, Plastizität auch bei den Signaturen und eine Überbetonung niveaugleicher Elemente wie Straßen und Flüsse. Die frühesten T. für Blinde sind aus den USA bekannt, z. B. der «Atlas of the United States for the use of blinds» (Boston 1837). Pionie…

Taktile Medien

(324 words)

Author(s): R. F. V. Witte
bezeichnet im Blinden-(Bibliotheks-) wesen die für Sehgeschädigte hergestellten stereoplastischen, tastbaren graphischen Darstellungen von Abb.en, Plänen, (geografischen) Karten und Bildern als Bas- oder Reliefs unterschiedlichster Ausbildung, (aber auch Modelle, nicht jedoch die fühlbaren Blindenschriften). T. können zusätzlich farblich gestaltet sein (Siebdruck); sie sind Umsetzungen vorhandener Vorlagen, die ein logisches Nachvollziehen des Dargestellten gestatten oder Originale eigenen (küns…

Taktische Zeichen

(86 words)

Author(s): G. Hiersemann
symbolhafte zeichnerische Darstellungen für militärische Lagen, angebracht auf Karten und Skizzen sowie als Hinweisschilder im Gelände. Dargestellt wird z. B. bei Truppen ihre Einteilung, Aufstellung, Stärke, Bewaffnung, Bewegungsrichtung mit zeitlichem Ablauf. Bei Einrichtungen werden etwa Gefechtsstände, Landeplätze, Lazarette, Sperren, Versorgungspunkte und Zerstörungen eingezeichnet. Laufend nachgetragen, ermöglichen T. einen schnellen Überblick über die Lage als Grundlage weiteren Handelns.…

Taktstrich

(98 words)

Author(s): G. Pflug
Mit dem Übergang von der ma. Tonaufzeichnung durch Neumen zur modernen Notenschrift zu Beginn des 17. Jh.s (Mensuralnotation), welche die Aufzeichnung mehrstimmiger Musik ermöglichte, wurden die Taktwerte (etwa - oder ⅔-Takt) senkrecht in der meist fünflinigen Musikaufzeichnung durch Takt-striche angegeben, wobei in der Regel der betonte Ton unmittelbar auf den T. folgt. G. Pflug Bibliography Dahlhaus, C.: Zur Entlastung des modernen Taktsystems im 17. Jh. In: Archiv für Musikwissenschaft 18. 1961, S. 222–224 Wolf, J.: Handb. der Notationskunde. (ND) Hildesheim 1963 Tappolet…

Talbot-Meister

(91 words)

Author(s): C. Sauer
Buchmaler in der Nachfolge des Boucicaut-Meisters, der mit den 1436 aus Paris vertriebenen engl. Besetzern nach Rouen zog und dort Stundenbücher sowie Hss. profanen Inhalts illustrierte. Für Lord John Talbot, Earl of Shrewsbury († 1453), fertigte er u. a. 1445 eine Hs. mit franz. Romanen an (London, British Library, Royal 15. E. VI). Nach 1450 arbeitete er im Auftrag des Rats der Stadt Rouen (z. B. Paris, BN, fr. 1261). C. Sauer Bibliography Avril, F. / Reynaud, N.: Les manuscrits à peintures en France, 1440–1520. Paris 1993, S. 92–93, 169–170.

Talbot, William Henry Fox

(220 words)

Author(s): C. Reske
* 11. 2. 1800 in Melbury Abbas, Dorset, † 17. 9. 1877 in Lacock Abbey, Wiltshire, engl. Philologe, Physiker, Chemiker und Pionier der Fotografie. 1818–1825 Studium in Cambridge, 1833 bis 1834 Parlamentsmitglied. Seine Experimente mit der «Camera obscura» ab 1833 führten 1835 zur Entwicklung des fotografischen Papiernegativs (photogenic drawings), das er 1840 modifiziert als «Kalotypie», später als «Talbottypie» bezeichnete, 1841 patentieren ließ und bis 1855 Anwendung fand. Ein in Kochsalzlösung getauchtes Papier wird mit Silbernitrat bestrichen, nach dem Trock…

Ta’liq

(5 words)

Siehe Arabische Schrift

Tallahassee

(248 words)

Author(s): G. Gabel
Hauptstadt des amer. Bundesstaates Florida mit ca. 50 Tsd. Einwohnern. Es gibt dort eine rege Papierindustrie und etwa 30 Buchhandlungen. Bibliotheken. 1. Florida State University: Die 1851 als Studienseminar gegr. und 1905 zum staatlichen College für Frauen umgewandelte Einrichtung nahm 1947 ihren heutigen Namen an und ging zugleich zur koedukativen Ausbildung über. Seither gehört sie zur Multi-Campus-Univ. des Staates Florida. Die UB unterhält eine Zentrale und sechs Zweigbibl.en, darunter die Law Library (230 Ts…

Tallinn

(4 words)

Siehe Reval

Talmud (hebr. Lernen, Lehre)

(174 words)

Author(s): E. Tönges
Sammelwerk des rabbinischen Judentums. Die jüdische Auslegung der Tora wurde im 2. Jh. n. Chr. kodifiziert (Mischna). In der Mischna ist das Material in sechs Ordnungen nach folgenden Gesichtspunkten zusammengefaßt: 1. Saaten (Ackerbaugesetzte), 2. Fest (Festzeiten), 3. Frauen (Eheund Familienrecht), 4. Beschädigungen (Zivil- und Strafrecht), 5. Opfer (Opferwesen, Kultgesetze) und 6. Rein-heit (Reinheitsgesetz). Im 3.–5. Jh. fügten die Rabbiner neue Entscheidungen hinzu. Sie werden Gemara (Zufüg…

T (als Initiale)

(6 words)

Siehe Te-igitur-Initiale

Tamil-Schrift

(143 words)

Author(s): G. Grönbold
In Tamil-Sprache ist die älteste Lit. der Draviden Südindiens abgefaßt. Die Herkunft ihrer Schrift ist noch nicht ganz aufgehellt. Sie stammt wohl vom süd-lichen Zweig der Brahmi-Schrift ab, unter starkem Einfluß der älteren Grantha-Schrift. Sie hat nicht so ausgeprägt runde Formen wie die anderen Schriften auf Palm-blatt; obgleich bis ins 20. Jh. Palmblätter als Beschreibstoff Verwendung fanden. Die früheste Inschrift stammt von 740 n. Chr. Entsprechend dem Lautstand der Tamil-Sprache fehlen im Ver-gleich zu anderen indischen Schriften verschiedene Z…

Tampa

(173 words)

Author(s): G. Gabel
Stadt in Florida mit ca. 280 Tsd. Einwohnern. Der Ort besitzt ca. 30 Buchhandlungen und Antiquariate. UB. 1. University of Tampa. Gegr. 1931 als College und 1933 in eine Univ. in privater Trägerschaft umgewandelt. Die UB bietet ihren Benutzern einen Lit.be-stand von ca. 185 Tsd. Bdn. und 160 Tsd. Mikroformen an. 2. University of South Florida. Die 1956 gegr. Univ. ist Teil der staatlichen Multi-Campus-Univ. mit fünf weiteren Zweigstellen im Bundesstaat Florida. Seit 1961 besteht dort eine Bibl.schule. Bestand der UB ca. 1,6 Mio. Bde., 3,9 Mio. M…

Tampondruck

(54 words)

Author(s): C. Reske
ist ein indirektes Tiefdruckverfahren, bei dem das Druckmotiv von einer eingefärbten Druck-form mittels eines Zwischenträgers (Tampon) auf den Bedruckstoff gebracht wird, der üblicherweise eine ungewöhnliche Geometrie besitzt (z. B. bei Verpackungen). C. Reske Bibliography Liebau, D. / Weschke, H.: Polygraph Fachlexikon der Druckindustrie und Kommunikationstechnik. Frankfurt a. M. / Bielefeld 1997, S. 490.

Tamponierverfahren

(113 words)

Author(s): H. Wendland
ist eine ältere Bezeichnung für die Herstellung mehrfarbiger Kupferstiche und Schabkunstblätter, die von einer einzigen Platte abgezogen werden. Die gestochene oder geätzte Platte wurde vollkommen mit Tampons (dollies oder poupées) in verschiedenen Farben ausgemalt, deshalb waren die Vorarbeiten für jeden Abzug langwierig und kompliziert. Da sich die einzelnen Abzüge oft stark unterschieden, ist das T. im Ergebnis eher der Monotypie vergleichbar, die ebenfalls nur einen Abzug erbringt. Das T. ka…

Tangieren

(39 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
durch die Möglichkeit des Einkopierens längst überholte Technik, Rastertöne auf Hoch- und Flachdruckplatten zu erzeugen. Tangiermanier C. W. Gerhardt Bibliography Krüger, O.: Die Illustrations-Verfahren. 2. Aufl. Leipzig 1929 Walenski, W.: Wb. Druck + Papier. Frankfurt a. M. 1994.

Tangiermanier

(99 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
heißt die in der Vergangenheit praktizierte Technik des Tangierens. Zu diesem Zweck dienten die Tangierplatten (auch «Tangierfelle»); das waren in einen Holzrahmen gespannte harte Gelatinefolien. Diese Folien trugen in Form von Erhöhungen oder Vertiefungen, die man ihnen durch Prägen oder durch Guß in einer Form verliehen hatte, das gewünschte Muster. Sie wurden auf der erhabenen Seite mit Umdruckfarbe eingewalzt, mit der Bildseite auf die Druckplatte gelegt und von der Rückseite her mit einer weichen Walze abgerieben. C. W. Gerhardt Bibliography Krüger, O.: Die Illustration…

Tanjé, Pieter

(99 words)

Author(s): H. Wendland
* 15. 2. 1706 in Bolsward (Friesland), † Juni 1761 in Amsterdam. Graveur, Kupferstecher. T. erhielt eine Ausbildung zum Graveur kupferner Tabakdosen. Seine frühesten Kupferstiche sind 1726 datiert. Er arbeitete meist nach fremden Vorlagen und schuf besonders vorteilhafte und elegante Porträts. Daneben entstanden Sittenbilder nach Cornelis Troost, Buchillustrationen nach Dubourg zu Racines Werken (Amsterdam 1743), zu Rabelais’ Werken (Amsterdam 1741) sowie Titelblätter und Titelvignetten, meist nach franz. Vorbildern. Pieter Tanjé. Bibelillustration «Vertreibung…

Tannengesellschaft

(94 words)

Author(s): W. Harms
Die «Aufrichtige Gesellschaft von der Tannen» war im 17. Jh. die wichtigste, vor allem durch weltliche und geistliche Lit. wirksame dt. Sprachges. im Elsaß. Um die Autoren Johann Matthias Schneuber und Jesaias Rompler von Löwenhalt stand die T. neben- und nacheinander späthumanistischen Positionen Matthias Berneggers und der Straßburger Reformorthodoxie Johann Schmidts wie auch der lutherischen Orthodoxie nahe. Die Arbeit an der dt. Sprache war bes. im Werk Romplers Teil einer umfassenden Kultur-, Bildungs- und Gesellschaftskritik. W. Harms Bibliography Bopp, M.: Die «T.»:…

Tanner, Thomas

(265 words)

Author(s): A. Rabeler
* 25. 1. 1674 in Market Lavington, Wiltshire, † 14. 12. 1735 in Oxford, engl. Theologe und Büchersammler. T., der älteste Sohn des Vikars Thomas Tanner (1640?-1717) und seiner ersten Frau Sarah Willoughby († 1711), stieg nach dem Studium der Theologie in Oxford (ab 1689) bis zum Bischof von St. Asaph (1732) auf. 1701 heiratete er Rose Moore, Tochter des bedeutenden Büchersammlers John Moore, der die Qualität von T.s Slg. nachhaltig beeinflußte. T. sammelte Bücher als Arbeitsgrundlage für seine k…

Tannhausen (in Schwaben)

(146 words)

Author(s): A. K. Offenberg
erhielt um 1593 eine hebräische Druckerei; sie wurde von Stephan Schurman und Peter Geisler geleitet und gab 1593–1594 ein Machsor (Festtag-Gebetbuch) nach aschkenasischem Ritus heraus, das unvollst. geblieben ist, weil fast die ganze Aufl. mit allen Druckmaterialien vor Beendigung des Drucks von den Einwohnern Thannhausens vernichtet wurde. Nur wenige Ex. sind erhalten. 1594 erschien eine Ausg. der Sulatot (synagogale Poesie zwischen Pessach und Schawuot / Wochenfest). Die Herstellung der beiden Veröff. übernahmen Isaak und Simon Levi Ginzburg. A. K. Offenberg Bibliography…

Tansania

(221 words)

Author(s): I.-D. Wolcke-Renk †
(Jamhuri ya Muungano wa Tanzania / United Republic of Tanzania), Staat in Ostafrika am Indischen Ozean. Auf 945.087 km2 lebten 1996 ca. 30,6 Mio. Einwohner (ca. 32,4 Einwohner/km2). Offizielle Hauptstadt ist Dodoma, Regierungssitz Daressalam. Amtssprache ist Kisuaheli, daneben Englisch. Seit 1967 besteht eine siebenjährige Schulpflicht, die Analphabetenrate betrug bei Erwachsenen 1995 etwa 32 Prozent. Die ältesten Bücher T.s sind arab. Hss. aus dem 16. Jahrhundert. Die frühesten Druckwerke stammen von Missionshäusern. Gegenwärtig gibt es 20 Verlage…

Tantieme

(53 words)

Author(s): L. Delp
(franz.) Umsatz- oder Gewinnbeteiligung, meist an den Erträgen von Werken, z. B. als Vergütung für den Urheber aus der Veröff. seines Werkes durch einen Verlag (Verlagsvertrag), aber auch als Lizenzgebühr zugunsten des Lizenzgebers für die Gewährung einer Lizenz. Die Höhe der T. richtet sich nach der getroffenen Vereinbarung. Honorar L. Delp

Tantras

(121 words)

Author(s): G. Grönbold
bilden eine eigene Gruppe in der Sanskritlit. und enthalten die Lehren des Tantrismus, der seit etwa der Mitte des 1. Jh.s n. Chr. in Indien faßbar ist. Er propagiert magische Mittel, um die Erlösung zu erlangen. Seine Wurzeln sind wohl vorindogermanisch. Er tritt bes. im Hinduismus, aber auch im Buddhismus (als Vajrayāna) auf, weniger im Jainismus. Allen gemeinsam ist der Glaube an die Kraft der Mantras (magische Silben), Mudrās (Handhaltungen), und äu-ßere wie innere Riten. In sog. linkshändigen T. kommen auch sexuelle Praktiken vor. G. Grönbold Bibliography Banerji, S. C.: A brie…

Tanttu, Erkki

(66 words)

Author(s): T. Nielsen
* 3. 10. 1907 in Viipuri, † 5. 5. 1985 in Helsinki, finn. Zeichner, vielfach als Illustrator tätig, u. a. zu Werken von Aleksis Kivi, Hans Christian Andersen und Hj. Nortamo. Sein Stil ist realistisch, bewegt, mit Anstrich von Humor. T. war ebenso ein hervorragender Holzschneider; er hat zahlreiche Exlibris entworfen. T. Nielsen Bibliography Tanttu, J.: Isä piirtää. Kuvia Erkki Tantun elämästä. Helsinki 1990.

Tanum, Johan Grundt

(124 words)

Author(s): T. Nielsen
* 12. 4. 1891 in Kristiania (Oslo), † 25. 2. 1978 ebd., norw. Buchhändler und Verleger. Er übernahm 1928 in eigenem Namen das Sortiment von Aschehoug und erwarb 1965 die Buchhandlung Cammermeyer, die in der Firma T. völlig aufgegangen ist. Seine Buchhandlung nimmt in Oslo einen hervorragenden Platz ein. T., der 1939–1946 Vorsitzender des norwegischen Buchhändlervereins war, gab 1945 die Programmschrift «En bedre bokhandel» heraus; posthum erschien seine Erinnerung «Søndagsbarn?» (1978). Tanzschrift. Abbildung aus: Kurt Peters: Lexikon der klassischen Tanztechnik. …

Tanzschrift

(292 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine Festlegung von Tanzschritten und -haltungen durch spezielle schriftliche oder bildliche Darstellungsformen. Neben dem Begriff T. sind auch andere Bezeichnungen verbreitet, etwa Choreographie, Kinesographie, Motographie, Orchesographie, Rhythmographik, Scoreographie, Semesiographie, Stenochoreographie, Terpsichographie sowie die dt.sprachigen Begriffe Tanzschreibkunst, Tanzkurzschrift und Bewegungsschrift, schließlich auch Bezeichnungen, die auf die Namen ihrer Schöpfer zurückgehen, etwa…

Tapeten

(84 words)

Author(s): H. Bansa
sind eine Wandverkleidung in erster Linie aus Papier, aus Leder und auch aus Gewebe. Manche T. aus Papier, sowohl historische als auch moderne, und zwar solche, welche die spezifischen Papiereigenschaften wie Dicke, Flexibilität, Oberflächenstruktur bewahren, können als Buntpapiere verstanden werden, die für den genannten speziellen Zweck bestimmt sind, aber auch für andere, z. B. als Bezugs- oder Vorsatzpapier für den Bucheinband verwendet werden. H. Bansa Bibliography Die Tapete. Hrsg. von F. Teynac usw. München 1982 Hoskins, L.: Then papered wall. New York 1994.

Tardieu

(308 words)

Author(s): A. Labarre †
Pariser Kupferstecherfamilie (17.–19. Jh.). 1. Nicolas-Henri T. (* 18. 1. 1674, † 27. 1. 1749), Schüler von Jean Audran (1667–1756), wurde 1721 in die Académie des Beaux-Arts aufgenommen. Er arbeitete für das «Cabinet» des Kunstsammlers Joseph Antoine Crozat (1696–1740), die «Galerie de Versailles» und ähnliche Werke. Er zeichnete sich als Stecher von Reproduktionen der Gemälde des Jean Antoine Watteau (1684 bis 1721) aus und widmete sich auch den Werken der alten Meister sowie denen von Charles LeBrun (1619–1642), Antoine Coypel (1661–1722) und Nicolas Lancret (1690 bis 1743). 2.…

Targum (aramäisch «Übersetzung»)

(149 words)

Author(s): E. Zwink
plural Targumim; die teilweise paraphrasierenden, zum mündlichen Vortrag in der Synagoge in verschiedenen Versionen entstandenen aramäischen Übers.en des hebräischen Grundtextes 1. der Tora (Pentateuch), 2. der Propheten und 3. der Poetischen Bücher (Hagiographen) ohne Dan, Esra und Neh. Das Aramäische setzte sich im nachexilischen Judentum Palästinas und Babyloniens als Umgangssprache durch und verlangte volkssprachige Übersetzungen. Die spätere Schriftform erhielt quasi-kanonische Bedeutung un…

Tarif

(264 words)

Author(s): P. Neumann | L. Delp | G. Pflug
1. der Buchdrucker In Deutschland kam 1848 ein erstes Tarifabkommen über wöchentliche Lohnzahlung, Arbeitszeit und Lehrlingsausbildung zustande, 1852 wurde durch ein Innungsstatut der Leipziger Druckereibesitzer ein Akkordtarif festgesetzt. 1873 vereinbarten die Arbeitgeber im Dt. Buchdruckerverein und die Arbeitnehmer im Dt. Buchdruckerverband einen Akkordlohn für Setzer, Mindestlöhne und Zuschläge, Arbeits- und Pausenzeiten sowie ein Schiedsgericht (1886 revidiert). Ortszuschläge wurden 1878 fest…

Tarnschriften

(182 words)

Author(s): H. Kieser
gehören zur Gattung der Propaganda-schriften im weiteren Sinn. Sie verschleiern ihren Inhalt durch irreführende Verfasser- und Titelangaben sowie einen fingierten Erscheinungsvermerk. Gelegentlich werden dem eigentlichen Text Seiten unverfänglichen Inhalts vorangestellt. Eine Spielart der T. sind solche, die existierende Veröff.en als Deckmantel benutzen und / oder sogar eine bekannte Einbandgestaltung übernehmen (z. B. Reclams Universal-Bibliothek). Im allg. haben T. wegen der Art ihrer Verbrei…

Tarragona

(277 words)

Author(s): K. Wagner †
Hauptstadt der gleichnamigen span. Provinz. 1. Buchdruck Im 15. Jh. waren in T. vorübergehend nur zwei Druckereien in Betrieb. 1484 gab Nikolaus Spindeler den «Manipulus curatorum» (Haebler 454), ein «Breviarium Tarraconense» (GW 5473) und 1485 möglicherweise den «Llibre de les dones» des Francesc Eiximenis heraus. Gegen Ende des Jh.s druckte Johann Rosembach vor allem liturgische Bücher für die Kathedrale, so 1498 die «Aurea expositio hymnorum» (Haebler, K.: Bibliografia iberica del siglo 15. München …

Tartessische Schrift

(329 words)

Author(s): H. Buske
verschiedentlich auch turdetanische gen., hat ihren Namen nach Tartessos, antiken Quellen zufolge der Name für eine Stadt, ein Land oder den Fluß Baetis, heute Guadalquivir. Die Fundorte der tartessischen Inschriften sind geographisch recht klar ab-gegrenzt und liegen hauptsächlich im westlichen Gebiet der Algarve (Portugal) und in Andalusien im Südwesten Spaniens. Die T. wird durchweg übereinstimmend der Zeit zwischen dem 7. und 5. Jh. v. Chr. zugeordnet. Sie gehört mit der nordostiberischen un…

Tarto maa rahwa Näddali-Leht

(210 words)

Author(s): P. Kaegbein
erste Ztg. estnischer Sprache, ersch. 1806 mit 43 Nr. in Tartu (Dorpat). Dieses «Wochenblatt für das Dorpater Landvolk» war an die damals noch leibeigenen estnischen Bauern gerichtet. Es wurde in der Druckerei von J. M. G. Grenzius hergestellt. Jede vierseitige Ausg. war durch einen Holzschnitt mit strohbedecktem Riegenhaus, Ziehbrunnen und Hakenpflug sowie einer Kirche im Hintergrund geschmückt. Hrsg. waren die volkstümlich gesinnten Pastoren Gustav Adolph Oldekop (1755–1838) und Johann Philipp…

Tartu

(2,063 words)

Author(s): P. Kaegbein
(deutsch Dorpat) ma. Hanse- und spätere Univ.stadt in Alt-Livland, seit 1558 mehrfach kürzere oder längere Zeit unter russ., poln. oder schwed. Herr-schaft, seit 1918 zu Estland gehörend. 1. Buchdruck Vor der Einrichtung der ersten DrukkereiinT. 1631 / 32 wurden die in der Stadt für kirchliche und Unterrichtszwecke benötigten Bücher anderswo gedruckt, die ersten reformatorischen Katechismen in estnischer und lettischer Sprache 1525 vermutlich in Wittenberg. Von ihnen existiert kein Ex. mehr. Ein weiterer estnischer Katechis…

Taschenausgabe

(437 words)

Author(s): K. Gutzmer
ist ein Sammelbegriff für Bücher handlichen Formats, der aber nicht Synonym für Taschenbuch ist. Auf dem Buchmarkt kommen T.n häufig vor bei Kalendern, Andachtsbüchern, Bibeln, Wb., Sprach- und Reiseführern, Ratgebern, Bestimmungsbüchern usw., mitunter in flexiblen Ledereinbänden. Bücher im Taschenformat erfreuten sich schon früh großer Beliebtheit. Der Druckerverleger Aldus Manutius brachte ab 1501 lat. und griech. Klassiker in Kleinoktav heraus. Ihm folgten die Elzevier und Didot. Ihre Ausg.en…

Taschenbuch

(2,086 words)

Author(s): K. Gutzmer
ist eine vieldeutige Bezeichnung, heute jedoch wird als T. ein kleinformatiges, meist preiswertes Buch mit flexiblem Einband bezeichnet. Allein schon die vielfach synonym gebrauchten Begriffe Almanach und Kalender gebieten eine Sonderbehandlung. 1. Geschichtliche Entwicklung Als Titelbegriff begegnet das Wort «Taschenbuch» schon im 16. Jh., als Johann a Otmar und Hans a Schönsperger d. J. 1510 bis 1520 vier Ausg.en u. d. T. herausbrachten (VD 16 T 198.201): Taschenbüchlin Auß einem Closter in dem Riess kompt dises Taschenbüchlein suess das der Mensch sol bey jm …

Taschenbuchausgabe

(20 words)

Taschenbuch Taschenbuch. Umschlag von Celestino Piatti zu Heinrich Böll: Irisches Tagebuch. dtv Nr. 1. München, Deutscher Taschenbuchverlag 1961.

Taschenbucheinband

(88 words)

Author(s): G. Brinkhus
Taschenbücher werden in der Regel in Klebebindung hergestellt und haben einen leichten, flexiblen Einband aus Karton, meistens mit einer schmutzabweisenden Oberfläche versehen, der am Rücken fest mit dem Buchblock verklebt ist. Die Bde. einer Taschenbuchreihe werden nach einem einheitlichen graphischen Konzept gestaltet und heben in der Regel das individuelle Bild eines Verlags hervor, wobei das Verlagssignet eine wesentliche Rolle spielt. Paperback und wiss. Taschenbuch geben bei der Gestaltung des Einbands der sachlich präzisen Information den Vorzug. G. Brinkhus Biblio…

Taschenbuchformat

(37 words)

Author(s): Ch. Reske
Abmessung eines Taschenbuches in Breite und Höhe. Das T. gehört zu den kleineren Formaten und überschreitet selten die Größe Oktav. Ch. Reske Bibliography Rehm, M.: Lexikon – Buch, Bibliothek, Neue Medien. Mün-chen usw. 1991, S. 262–263

Taschenbuchladen

(171 words)

Author(s): K. Gutzmer
nennt man eine Sortimentsbuchhandlung, die sich ausschließlich oder hauptsächlich mit dem Verkauf von Taschenbüchern befaßt. Das Zunehmen der Taschenbuchproduktion hatte zur Folge, daß seit den 1960er Jahren die Taschenbücher häufig aus dem Sortimentslager ausgegliedert und in einer gesonderten Taschenbuchabt. angeboten wurden, der im allg. eine ei-gene Warengruppe zugeteilt wurde. Dies erforderte meist wenig Aufwand, da sich Taschenbücher auf Grund ihrer Ausstattung und Akzeptanz gut zum Selbst…

Taschenbuch-Originalausgabe

(140 words)

Author(s): K. Gutzmer
Der Begriff ist ein wenig präziser Hinweis darauf, daß es sich um die Erstveröff. eines Werkes handelt, dessen Rechte der Taschenbuch-Verlag direkt vom oder von dessen Beauftragten erworben hat. Bei Taschenbuchverlagen, die vorwiegend Sachbücher, konfessionelle Lit., Kinderbücher, Ratgeber o. ä. produzieren, ist der Anteil der Originalausg. verhältnismäßig hoch. Die für Übers., Herstellung, Werbung und Vertrieb anfallenden Kosten sind erheblich höher als bei den üblichen Lizenzausg.en, aber ande…

Taschenbuchrecht

(68 words)

Author(s): L. Delp
bes. Befugnis eines Verlages, neben oder anstelle der Herausgabe einer üblichen Ausg. das gleiche Werk in der von der Originalausg. unterschiedli-chen Gestaltung als Taschenbuch erscheinen zu lassen. Dieses verlagsrechtliche Nebenrecht kann auch (etwa vom Original-Verlag oder vom Autor) gesondert an Dritte (z. B. an einen Taschenbuchverlag) vergeben werden. Die Taschenbuch-Lizenz ist als selbständige urheberrechtliche Nutzungsart – ähnlich einer Buchgemeinschaftslizenz – obergerichtlich in Deutschland anerkannt. L. Delp

Taschenwörterbuch

(230 words)

Author(s): H. Buske
handliches, kompaktes Wb. im Taschenformat, alphabetisch nach Begriffen geordnet und alle Gebiete der Unterhaltung, Bildung, Konversation, des Wissens betreffend oder als fachliches Nachschlagewerk dienend. Mit der Bez. T. wird nur das Format ausgedrückt. T.er sind hervorgegangen aus den kleinformatigen Almanachen und Taschenbüchern des 18. Jahrhunderts. In gleichen Formaten tauchen um 1800 die ersten Wb. mit der Bez. T. auf wie «Italiän.-dt. und dt.-italiän. T.», Stuttgart 1793–94, oder J. Chr.…

Taschkent

(347 words)

Author(s): H. Röhling
ist seit 1930 die Hauptstadt Usbekistans und sein wirtschaftlich-industrieller, kultureller und Verkehrsmittelpunkt. Erstmals im 1. Jh. n. Chr. erwähnt, stand es im 8. Jh. unter arab., im 14./ 15. Jh. unter Timurs Herr-schaft, wurde 1865 russ., seit 1867 Sitz des Generalgouvernements von Turkestan, 1919–1924 Hauptstadt der ASSR Turkestan. Die Gründung der Univ. erfolgte 1918, 1943 die der Akademie der Wissenschaften. In T. wirken 24 Fachschulen, 9 Theater und 6 Museen. Das 1973 gegr. und 1974 eröffnete Kulturinstitut sorgt auch für die Ausbil…

Taschner, Ignatius

(89 words)

Author(s): H. Wendland
* 9. 4. 1871 in Lohr am Main, † 25. 11. 1913 in Mitterndorf bei Dachau, Bildhauer, Zeichner und Buchillustrator, Schüler der Münchner Akademie, tätig in München, Breslau und Berlin. T. war außerordentlich vielseitig und hat neben Plastiken, Brunnen, Statuen, Möbel, Tapeten, Ofenkacheln, Kirchenfen-stern, Beleuchtungskörpern auch Buchill. entworfen, so zu Ludwig Thoma «Der heilige Hies», zu Grimms Mächen und Musäs «Nymphe des Brunnens» (Gerlachs Jugendbüherei). Tastatur des Tasters einer Monotype-Bleisatzmaschine, auf der drei komplette Alphabete Platz haben. Um 1950. H. We…

Tassis, S. Auguste

(51 words)

Author(s): G. Pflug
(19. Jh.), franz. Typograph, der als einer der ersten Regeln für die Korrektur eines Drucksatzes veröffentlichte. Sein «Guide de correcture» erschien 1852 in Paris und erlebte bis 1876 sieben Aufl.en, sein «Traité pratique de la ponctuation» folgte 1859 und erschien bis 1882 in vier Auflagen. G. Pflug
▲   Back to top   ▲