Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Textdruck

(30 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
ist der gedr. Text, ganz gleich in welchem Druckverfahren. Demgegenüber steht der sog. Illustrationsdruck, (auch Bilddruck), der ganz allg. auch den Druck von Textabb.en einschließt. C. W. Gerhardt

Textedition

(99 words)

Author(s): D. Kranz
Ausg. eines meist älteren oder fremdsprachigen Texts nach den Methoden der Editionstechnik und Textkritik. Die T. wird auf der Grundlage einer editionstheoretischen Basis in Auseinandersetzung mit unterschiedlichen textkritischen Traditionen entwickelt. Heutige computergestützte Editionsmodelle mit ihren neuen Möglichkeiten, Quellen zu erfassen, zu analysieren und zu präsentieren, werden häufig von einem historischen und indefinitiven Textbegriff geleitet. – T.en urheberrechtlich nicht mehr gesc…

Texten

(38 words)

Author(s): H. Bohrmann
berufliche Tätigkeit im Medienbereich, deren Produkt eine Anzeige, ein Text für die Öffentlichkeitsarbeit oder auch ein journalistischer Text ist, der sich in der Regel durch treffenden Ausdruck, bildhafte Sprache, oft auch kurzgefaßte Botschaften auszeichnet. H. Bohrmann

Texterfassung

(87 words)

Author(s): P. Neumann
neuerer Sammelbegriff für den Vorgang, Texte und programmgestützte Anweisungen für den Satz eines Buches auf einen maschinell lesbaren Datenträger, heute meist eine CD-ROM, oder auf direktem Wege in den Arbeitsspeicher eines Satzrechners einzutasten. Bei einer geeigneten Vorlage können auch Scanner und Lesemaschine eingesetzt werden. Die T. erfolgt heute mit Hilfe von Personal Computer bereits durch die Autoren und Redakteure oder durch die Herstellungsabteilungen der Verlage, oder durch speziel…

Texterfassungsgeräte

(64 words)

Author(s): P. Neumann
Bezeichnung für die verschiedenen, mit Tastaturen versehenen Eingabestationen, mit denen Daten einem Arbeitsspeicher überwiesen werden. Anfangs wurden dafür Speicherschreibmaschinen oder Schreibsetzmaschinen, Perforatoren oder Magnet-bandstationen benutzt. Heute wird mit einem Bildschirmterminal oder einem Personal Computer gear-beitet, um auf direktem Wege oder über ein Laufwerk einen Datenträger wie CD-ROM herzustellen. P. Neumann Bibliography Dorra, M. / Walk, H.: Lexikon der Satzherstellung. Itzehoe 1990, S. 296.

Texte und Untersuchungen zur Geschichte der altchristlichen Literatur (TU)

(242 words)

Author(s): J. Hönscheid
1882 von O. von Gebhardt und A. Harnack begründete Schriftenreihe, 1897 als «Neue Folge» mit dem Zusatz zum Sachtitel «Archiv für die von der Kirchenväter-Commission der Kgl. Preußischen Akad. d. Wiss. unternommene Ausgabe der älteren christlichen Schriftsteller» der Ausg. der Griech. Christlichen Schriftsteller (GCS) angegliedert. Deren erster Bd. (Hippolyt: Werke. Bd. 1. Leipzig 1897) weist im Vorwort erstmals auf die Neue Folge der TU als Archiv der Kirchenväterausg. hin. Hierdurch konnten di…

Textgeschichte

(86 words)

Author(s): G. Pflug
befaßt sich mit der Erforschung der Wandlungen eines überlieferten Textes (Überlieferung), i. d. R. zur Rekonstruktion des Urtextes, meist aus editorischen Gründen. Ein Ziel der T. ist die Erstellung eines Stemmas. Damit wird die T. zu einem Teilgebiet der Textkritik. G. Pflug Bibliography Gesch. der Textüberlieferung. Hrsg. von H. Hunger u. a. 2 Bde. Zürich 1961–1964 Probleme ma. Überlieferung und Textkritik. Hrsg. von P. F. Ganz und W. Schröder. Berlin 1968 Steen-boeck, V.: Überlieferung. In: Historisches Wb. der Philosophie. Bd. 11. Basel 2001, Sp. 44–46.

Textildruck

(191 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
(früher ungenau auch Stoffdruck oder Zeugdruck) meint den Druck auf Textilien aller Art im Gegensatz zum Papierdruck. Für den T. werden die meisten Papier-Druckverfahren eingesetzt, z. B. Buchdruck, Flexodruck, Heliogravure, Rakeltiefdruck, Steindruck, Offset, Trocken-Prägedruck, meist in Verbindung mit speziellen Druckmaschinen. Am Beginn (Ostasien im 5. Jh., in Europa im 15. Jh.) waren es die manuellen Verfahren mit ihren ganz speziellen Druckpressen: Block-druck und Kupferdruck, Anfang des 19…

Text-Information

(30 words)

Author(s): N. Henrichs
1. Inhaltliche oder funktionale Bild-, Objektbeschreibung, -erläuterung, -erklärung in textueller Form («Legende», «Gebrauchsanweisung»). 2. Die einen Text formal identifizierende und seinen Informationsgehalt erschließende Information («Abstract», «Indexat»). N. Henrichs

Textkritik

(255 words)

Author(s): D. Kranz
ein Begriff, der das philologische Bemühen um einen gesicherten, dem Willen des Autors möglichst entsprechenden Text kennzeichnet und der damit in der Buchwissenschaft, Textforschung und Editionsphilologie einen zentralen Platz einnimmt. Die z. T. leidenschaftlich geführten Diskussionen um textkritische Probleme belegen die gerade in den klassischen Philologien und in der Mediävistik immensen Schwierigkeiten, aus kleinsten Bruchstücken der Überlieferungsketten ein mitunter auch verlorenes Origin…

Textkritische Ausgabe

(6 words)

Siehe Kritische Ausgabe

Textologie

(282 words)

Author(s): D. Kranz
wiss. Disziplin zur Erforschung der Text-gesch., der Entstehungs- und der Wirkungsgesch. eines Werks. Textologische Befunde und ihre Deutung können in Monographien, Nachschlagewerken, Verzeichnissen der Ausgaben eines Autors erfaßt werden, wobei für Buchund Editionswissenschaftler die Darstellung der autorisierten Textgesch. eines Werks im Mittelpunkt des Interesses liegt. Das Hauptwirkungsgebiet der T. liegt auf der Erarbeitung wiss. Editionen einzelner oder gesammelter Werke eines Autors. Für …

Textproduktion

(492 words)

Author(s): G. Pflug
Das Verfassen von «kreativen Texten» ist seit der Antike Gegenstand theoretischer und pädagogischer Überlegungen. Während für den gesprochenen Text sich die Rhetorik als Disziplin entwickelt hat, wurde für den geschriebenen Text «De arte poetica» von Horaz durch alle Jh. vorherrschend. Seit dem 17. Jh. wurden auch für die Nationallit.en entsprechende Texte verfaßt, etwa für das Dt. von Georg Philipp Harsdörffer mit seinem «Poetischen Trichter» (3 Bde. 1647–1653), für das Franz. von Nicolas Boila…

Textrevision

(91 words)

Author(s): L. Delp
im Gegensatz zur Tätigkeit des in Abhängigkeit vom Urheber tätigen Bearbeiters die vorwiegend technisch bedingte Umsetzung eines vorliegenden Textes für eine neu anstehende Verwendung, auch unter einfacher Ergänzung oder Änderung, die nicht die Qualifikation einer persönlichen geistigen Schöpfung hat. Gleiches gilt für die Modernisierung des Werkstils, die Digitalisierung eines Werkes oder eine ähnliche Vorbereitungsmaßnahme für die erneute Werkverwendung. Typische Beispiele sind etwa die Bearbe…

Textsatz

(23 words)

Author(s): P. Neumann
Bezeichnung für den «glatten» Satz aus einer Grundschrift mit verschiedenen Auszeichnungsschriften, im Gegensatz zur Titelei, zu Rubriken oder Bildunterschriften. P. Neumann

Textschrift

(43 words)

Author(s): P. Neumann
ist die für den Textsatz von Büchern, Broschüren, Zss. und Ztg.en verwendete Schrift, auch Brotschrift genannt, meist in den bevorzugten Lesegrößen (3 bis 4,5 mm), was früher den Schriftgraden 8 bis 12 Punkt nach dem typographischen System entsprach. Schriftgröße P. Neumann

Textsemantik

(121 words)

Author(s): G. Pflug
Die T. geht von der Bedeutung eines textlichen Zusammenhangs, z. B. eines Satzes, aus und ordnet den Wörtern nur in diesem Zusammenhang eine eindeutige Bedeutung zu, da sich ein Wort immer erst sekundär in diesem Zusammenhang präzisieren läßt. Ihre weitestgehende Interpretation erfährt die T. in der Deconstruktion, wie sie der Philosoph Jacques Derrida in seiner «Grammatologie» (1974) entwickelt hat. Für ihn ergibt sich ein Sinnzusammenhang nicht aus dem Text an sich, sondern aus seiner je individuellen Hermeneutik des den Text Aufnehmenden. G. Pflug Bibliography Kegel, G. / Salle…

Textspiegel

(32 words)

Author(s): R. Busch
Das Layout von Kunstbüchern unterscheidet oft zwischen T. und Bildspiegel. Während T. den üblichen Regeln folgt (Satzspiegel), nutzt der Bild-spiegel das Seitenformat bis dicht an die Seitenkante aus. R. Busch

Textsystem

(39 words)

Author(s): N. Henrichs
Standard-Software zur Digitalisierung, Bearbeitung und Formatierung von Texten (Textverarbeitung). T.e sind entstanden aus sog. Editoren für die Programmierung, d. h. zur Erzeugung und Veränderung (zeilenweise) aufgezeichneter Programmcodes. T.e sind die am weitaus meisten eingesetzten DV-Arbeitsmittel. N. Henrichs

Texttypologie

(189 words)

Author(s): G. Pflug
ist die philologische Disziplin, welche die unterschiedlichen Formen von schriftlichen und mündli-chen Texten (Textsorten) in ihrer Struktur und Funktion untersucht. Sie ist in der Mitte der 1960er Jahre im Rückgriff auf verschiedene philologische und soziologische Ansätze entstanden und ging dabei von unterschied-lichen Ansätzen aus: etwa der langue-parole-Theorie von Ferdinand de Saussure, dem Strukturalismus von Roland Barthez, der Sprechakttheorie von John L. Austin, der Sprechtheorie von Ka…

Textualis

(4 words)

Siehe Textura

Textumfangsberechnung

(4 words)

Siehe Umfangsberechnung

Textura

(95 words)

Author(s): P. Neumann
eine um 1400 entstandene Buchschrift, entwikkelt nach mehreren Übergangsformen aus der karolingischen Minuskel und nach ihrem gitterförmigen Aussehen auch Gitter- oder Missalschrift genannt. Die senkrechten und schräg abwärts tendierenden Striche bestimmen ihren Rhythmus, sie wurde Vorbild für die erste Druckschrift Gutenbergs (42zeilige Bibel). Nach der heutigen Schriftklassifikation gehört sie mit der Gotischen zu einer Untergruppe der gebrochenen Schriften. Bruchschrift P. Neumann Bibliography Crous, E. / Kirchner, I.: Die gotischen Schriftarten. 2. Aufl. B…

Textus receptus

(125 words)

Author(s): B. Bader
wird diejenige Textform des griech. NT genannt, die auf der Erstausg. des Erasmus von Rotterdam (1516) beruht. Der Verleger Elzevier bezeichnete sie im Vorwort zu seiner Ausg. von 1633 als «textum . . . ab omnibus receptum». Trotz der eklatanten Mängel des Erasmus-Textes hielt man bis ins 19. Jh. hinein am T. als dem allein gültigen Urtext fest, auch als immer mehr bessere Hss. mit überlegenen Textvarianten bekannt und veröff. wurden. Erst die philologische Textkritik des 19. Jh.s überwand den T. vollends. Der Ausdruck wird auch für die Standardform anderer alter Texte verwendet. B. Bad…

Textverarbeitung

(38 words)

Author(s): P. Neumann
bedeutet im Fotosatz die typographische Bearbeitung der in der Texterfassung erstellten, heute meist von elektronischen Datenträgern übernommenen Daten, im Satzrechner mittels spezifischer Satzprogramme, denen im einzelnen Schriftart und -größe, Auszeichnungen, Satzspiegel usw. orgegeben werden. P. Neumann

Textvergleichung

(17 words)

Kollationieren Textura. Leicht verkleinerte Wiedergabe von Zeilen aus der 42zeiligen Bibel Gutenbergs. Mainz etwa 1450–1455.

Textverständlichkeit

(298 words)

Author(s): D. Kranz
Resultat eines text- und wissensgeleiteten aktiven konstruktiven Prozesses, in dem die Textinformation und bestehende Wissensstrukturen, Interessen und Zielsetzungen eine Rolle spielen. Das Textverständnis oder Textverstehen kann durch sprachliche und typographische Mittel unterstützt werden. Auch graphische Darstellungsmittel in Texten fördern den Aufbau kohärenter, d. h. strukturierter Wissensnetze. Die T. läßt sich modellhaft auf verschiedenen Ebenen untersuchen, von der semantischen Vernetzung der im Text enthaltenen Informationen bis h…

Textverständnis

(281 words)

Author(s): D. Kranz
innerhalb eines deterministischen Kommunikationsmodells eine im Alltagsverständnis verbreitete relativ naive Vorstellung vom Lesen als der Decodierung der in Text encodierten Bedeutung. Die Problematik einer solchen Konzeption des Lesens und Textverstehens als einer eher passiven, vom Text her determinierten Rezeption wird bei komplexeren Textgegenständen und -sorten deutlich. Bei einem angemessenen T. wird die im Text enthaltene «Botschaft» mit dem Vor- oder Weltwissen des Lesers verknüpft. Die…

Textwirkung

(312 words)

Author(s): D. Kranz
Folge(n) des Sinn entnehmenden und Verständnis schaffenden Lesens von Texten am Ende des Rezeptionsvorgangs. In der Psychologie des Lesens wird auch der Begriff Lektürewirkung verwandt. Sie ist in erster Linie für die rezeptive Phase des unmittelbaren Verstehensprozesses erforscht. Nur in einem sehr weiten, eher alltagssprachlichen Begriffsverständnis ist auch die post-rezeptive Phase der T. darunter zu fassen. In der Forschungsentwicklung ist eine deutliche Trennung von lit. und pragmatischen T…

T-Fonts

(84 words)

Author(s): G. Pflug
Ende der 1980er Jahre hat die amer. Firma ADOBE Systems Inc. ein Font-Format für die Schriftdigitalisierung auf Computern unter dem Namen Type-3-Format veröffentlicht, für das sie von zahlreichen konventionellen Schriftherstellern – z. B. von Linotype oder Berthold – Schriften aufkaufte. 1990 erweiterte sie es zum Type-1-Format. Ihr folgten die Firmen Apple und Microsoft gemeinsam mit dem True-Type-Format, das heute die weiteste Verbreitung ausweist. Schriftfont G. Pflug Bibliography Karow, P.: Font Technology. Berlin usw. 1994 Walk, H.: Lexikon Electronic Publishing. …
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