Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Tauschanzeigen

(126 words)

Author(s): G. Wiegand | Red.
1. Im Bibliothekswesen. Für Publikationen, die nicht über den Buchhandel vertrieben werden können oder sollen, wird oftmals Tausch in Bibliotheken als Distributionsart gewählt. Teilweise werden dafür an passender Stelle, z. B. in Fachzss. und Mitteilungsblättern, T. veröffentlicht, um Interessenten auf das Angebot aufmerksam zu machen. Mit dem allg. konstatierbaren Rückgang des Schriftentausches gehen auch die T. zurück. So ist auch zu erklären, daß das Internet, das sich vom Prinzip her vorzüglich für T. eignen würde, nur in geringem Maß für diesen Zweck genutzt wird. G. Wiega…

Tauschhandel

(534 words)

Author(s): H. Buske
bedeutet urspr. das Tauschen selbst erzeugter Waren, meist Naturalien gegen andere für den eigenen Bedarf und auch zur Gewinnerzielung. Dieser Naturalientauschhandel ist bereits aus der Vorzeit geläufig. Er zieht sich in wechselnden Formen durch alle Zeiten und wird heute nur noch bei wenigen Naturvölkern praktiziert. Mit dem Entstehen des Geldes ging der T. über in den Kaufhandel, wobei der Tauschwert des Geldes ständigen Schwankungen unterworfen war. Eine ältere, nicht mehr gebräuchliche Bez. …

Tausch in Bibliotheken

(1,063 words)

Author(s): G. Wiegand | U. Bredehorn
eine der Erwerbungsarten der Bibl.en, war in der Vergangenheit für die meisten wiss. Bibl.en eine wichtige Quelle des Bestandsaufbaus, ist aber in Ländern mit einem höher entwickeltem Bibl.wesen zu Beginn des 21. Jh.s zu einer Besonderheit für Spezialfälle geworden. Voraussetzung für den T. ist, daß es Produzenten gibt, die ihre Ware nicht oder nicht ausschließlich auf dem Käufermarkt anbieten wollen oder anbieten können. Auf der Gegenseite bedarf es der Inter-essenten, für die das T.angebot ein…

Tauschkonventionen

(152 words)

Author(s): R. Jung
bilden die Grundlage für Tauschbeziehungen zwischen einzelnen Staaten und / oder Bibliotheken. Den ersten intern. Austausch von amtlichen Druckschriften regelte die Brüsseler Konvention von 1886, der Deutschland nicht beitrat, sondern Einzelabkommen mit mehreren Staaten abschloß. Den Tausch selbst übernahm und übernehmen Tauschzentralen. Dem Übereinkommen der UNESCO von 1958 ist die BR Deutschland 1969 beigetreten. Die T. verpflichten die Vertragspartner, den Tausch «zwischen staatlichen Stellen…

Tauschzentrale

(81 words)

Author(s): R. Jung
hat nach den Richtlinien der UNESCO von 1958 die Aufgabe, die direkte Tauschbeziehung mit ausländischen Stellen (Schriftentausch der Bibliotheken) zu organisieren. 1925–1945 nahm die Reichstauschstelle diese Aufgabe wahr, seit 1949 das Bibl.referat der DFG und die Abteilung Amtsdruckschriften der SB zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz. R. Jung Bibliography Busse, G. von: Struktur und Organisation des wiss. Bibl.wesens in der BRDeutschland. Wiesbaden 1977, S. 686–698 Metz, J.: Die Reichstauschstelle 1925–1945. In: Im Dienste des Rechts und der Rechtslit. Berl…

Tausendbuchstabenrechnung

(50 words)

Author(s): K. Gutzmer
ist eine heute nicht mehr gebräuchliche Bemessungsgrundlage für die Kalkulation der Herstellungskosten, die davon ausgeht, daß sich aus dem für Satz und Druck von 1 Tsd. Buchstaben an die Setzerei bzw. Druckerei zu zahlenden Grundpreis der Preis für den gesamten Werkdruck (ohne Bindearbeiten) errechnen läßt. Berechnen K. Gutzmer

Tausender-Auflage

(21 words)

Author(s): L. Delp
bei Verlags-Werken mit hoher Aufl. mitunter gebräuchliche Kennzeichnung von einzelnen Aufl.en (z. B. 50. bis 60. Tausend). L. Delp

Tausenderpreis

(30 words)

Author(s): H. Bohrmann
Zum Zweck des Vergleichs von verschiedenen Werbemöglichkeiten (etwa bei Printmedien in EURO ausgedrückte Summe, die aufgewandt werden muß, um jeweils 1000 Leser durch Anzeigen zu errei-chen). H. Bohrmann

Tautenburger Entschließung

(85 words)

Author(s): B. Scheideler
des Jungbuchhandels vom 26. Juni 1927, in der der Börsenverein zur Einrichtung einer Berufsbildungsstelle und zur Aufstellung eines einheitlichen Aus- und Fortbildungsplans für Buchhändler auf der Grundlage des Entwurfs von Ernst Fuege aufgefordert wurde. Der amtliche Entwurf eines Berufsausbildungsgesetztes war der unmittelbare Anlaß der Resolution, die zur Gründung des Bildungsausschusses des Börsenvereins führte. B. Scheideler Bibliography Abdruck in: Jungbuchhändler-Rundbrief H. 7. 1927, S. 12 Fuege, E.: [Der Ausbildungsplan]. In: ebd. H. 4. 1926, S. 5 bi…

Tavernier, Ameet

(164 words)

Author(s): S. Corsten
* zwischen 1522 und 1526 in Bail-leul (Nordfrankreich), † vor 8. 3. 1571 in Antwerpen, niederl. Drucker, Buchhändler, Stecher und Schriftgie-ßer. T. wurde 1556 in die St. Lukas-Gilde zu Antwerpen aufgenommen und erwarb am 23. 3. 1557 das Bürgerrecht der Stadt. Als Schriftgießer genoß er weit über die südlichen Niederlande hinaus Ansehen, er belieferte Offizinen in England, Skandinavien, Deutschland, Spanien und Portugal. Die 1558 / 1559 entstandene erste flämische Civilité-Schrift ist sein Werk. T. arbeitete auch als Buchhändler und wirkte 1557–1570 als Dr…

Tavernier, Jan le

(8 words)

Siehe Le Tavernier, Jean

Tavernier, Melchior

(80 words)

Author(s): P. H. Meurer
1594–1665, Pariser Karten- und Graphikverleger mit der Adresse «A la sphère royale». T. kooperierte mit Amsterdamer Firmen (Hondius), gab selbst u. a. ein «Théatre géographique du Royaume de France» (1632 ff.) heraus, war auch der erste Verleger von Sanson. T.s aus Flandern stammender Vater Gabriel T. (1564–1641) stach die Karten zu «Le Théatre François» (Tours 1594) von Maurice Bouguereau, dem ersten franz. Nationalatlas. P. H. Meurer Bibliography Pastoureau, M.: Les atlas français xvie–xviie siècles. Paris 1984, S. 469–480

Tavistock

(97 words)

Author(s): K. Gutzmer
ehem. Benediktiner-Abtei am Westrand des Dartmoors, gegr. 961 von Ordgar, Earl of Davon. T. war eines der reichsten Klöster Südwest-Englands; heute sind nur noch Reste vorhanden. 1525–1534 verfügte die Abtei über eine Druckerpresse, die von dem Mönch Thomas Rychard benutzt wurde. Nur zwei Drucke sind nachweisbar: eine Übers. von Boethius «De consolatione philosophiae» in engl. Versen von John Walton (1525, STC 3200) und eine Ausg. der Statutes of the Stannary (1534, STC 6792.6). K. Gutzmer Bibliography Plomer, H. R.: A short history of English printing. 2nd. ed. London 1925, S. …

Taxander

(5 words)

Siehe Andreas, Valerius

Tax(e)

(160 words)

Author(s): H. Buske
(von lat. taxare). Aufgekommen ist T. Mitte des 15. Jh.s als Schätzung, Beurteilung eines Warenwertes, Preis, Gebühr, Abgabe, Steuer. Nach der alten Gewerbeordnung (Titel V §§ 72–80, seit 1987 weggefallen) allg. behördlich festgesetzte Preise für Waren, im Versteigerungswesen Höchstsätze (Taxen) für die Vergütungen des öffentlich bestellten Versteigerers, ganz allg. Vergütungssätze für gewerbliche Leistungen. Im Buchhandel des 16. und 17. Jh.s als Büchertaxe geläufig, die gleichbedeutend war mit…

Taxieren

(82 words)

Author(s): K. Gutzmer
(von lat. taxare = im Wert abschätzen) bedeutet im Buchwesen den Wert eines antiquarischen Buches oder Kunstblattes ermitteln. Für Kunst- und Buchantiquare ist das T. unerläßlich beim Ankauf von Bibl.en und entsprechender Sammlungen. Besitzer einer Slg. können deren Wert durch einen Antiquar oder einen vereidigten Taxator gegen Gebühr schätzen lassen. K. Gutzmer Bibliography Dt. Fremdwb. Bd. 5. Berlin / New York 1981, S. 73–76 Wendt, B. / Gruber, G.: Der Antiquariatsbuchhandel. Eine Fachkunde für Antiquare und Büchersammler. Stuttgart 2003, S. 45

Taxpreis

(4 words)

Siehe Katalogpreis

Taylorian Library

(6 words)

Siehe Oxford, Bibliotheken

Taylor, Samuel

(46 words)

Author(s): G. Gabel
engl. Buchbinder und Buchhändler, als aktiv nachweisbar in den Jahren 1775–1781. T. war zunächst in Berwick-upon-Tweed tätig, bis er 1764 nach Amerika emigrierte und seine Buchbinderei in Philadelphia etablierte. Als herausragendes Charakteristikum seiner Einbände gelten die großen und elegant gravierten Etiketten. G. Gabel

TCF = Total chlorfrei

(76 words)

Author(s): H. Bansa
Der abschließende Prozeß der Herstellung von Zellstoff aus Holz ist die Bleiche zum Entfernen von Restlignin, das mit seinen chromophoren Gruppen eine Braunfärbung verursacht. Da bei den früher allg. üblichen Bleichmethoden mit elementarem Chlor und Chlorverbindungen Dioxin (in geringen Mengen) entstand, hat die Zellstoffindustrie auf chlorfreie Methoden umgestellt: EFC = elementarchlorfrei, TCF = total chlorfrei. H. Bansa Bibliography Bos, H. J. u. a. (Hrsg.): Das Papierbuch. Houten 1999, S. 114 bis 115
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