Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Tabula rubricarum

(5 words)

Siehe Rubrikatoranweisungen

Tabulatur

(129 words)

Author(s): Red.
heißt eine Notenschrift, bestehend aus Buchstaben oder Zahlen, mitunter in Verbindung mit Noten; der Ausdruck war bis zu Bachs Zeiten für Tasten- und Zupfinstrumente üblich. In Deutschland gibt es die Buchstaben-T. mit daruntergesetzten rhythmischen Zei-chen, in Italien die Liniensystem-T. mit Mensuralnoten. Die Lauten-T. bezeichnet die Griffe. Das älteste gedr. Orgeltabulaturbuch ist Arnold Schlicks «Tabulaturen etlicher Lobgesang und Lidlein uff die Orgeln und Lauten» (Mainz, Schöffer 1512). Tabula Peutingeriana. Ausschnitt. Kopie aus dem 12. Jh. einer Kart…

Tabuthek (Taschenbuch-Theke)

(105 words)

Author(s): H. Emunds
in ÖB der Versuch, den regulären, für zielbestimmte Interessen geordneten Bestand durch ein dereguliertes Taschenbuchangebot für offene, frei flottierende Interessen zu erweitern. Nach ersten Ansätzen (Hannover 1969, Bochum 1971) entwickelte sich die T. in den frühen 1980er Jahren am weitesten im Rahmen der dreigeteilten Bibl. in Münster, mit Merkmalen wie: extrem vereinfachte Verwaltung aus einer Hand; frontal ansprechende Präsentation auf spezi-ellen Möbelstücken; geregelte Standort-Fluktuatio…

Tacheotypie

(5 words)

Siehe Sørensen, Christian

Tachygraphie

(394 words)

Author(s): H. Buske
von griech. tachygraphia, ist die im Sprachgebrauch der Althistoriker, Paläographen, Epigraphiker und Papyrologen üblich gewordene Bez. für die Schnellschrift der Antike und des MA, während man Stenographie für die Schnellschrift der Neuzeit verwendet. In ihrer Wortbedeutung und ihrem Inhalt nach sind die Bez. T., Stenographie und Kurzschrift identisch. Der noch vor 100 Jahren für alle Formen einer verkürzten Normalschrift benutzte Begriff «Brachygraphie» ist eher dem Bereich Abkürzungen zuzuord…

Tacitus, Cornelius

(156 words)

Author(s): G. Pflug
(* um 60, † 120 n. Chr.), römischer Historiker, der in seinen «Annales» als erster antiker Autor eine Übersicht über die Gesch. der Schriftentwick-lung (xi, 14) gibt. Nachdem bereits Herodot in seiner «Histories apodexis» (5, 58) kurze Hinweise auf den Ursprung der Schrift gegeben hat, liefert T. eine zusammenhängende Darstel-lung der Schriftentwicklung und -verbreitung von den Ägyptern über die Phönizier bis zu den Griechen und Römern. Dabei unterstellt er, daß die Ägypter eine Bilderschrift entwickelt haben, die von den Phöniziern zur Lautschrift weitergebil…

Tactus

(232 words)

Author(s): R. F. V. Witte
bezeichnet sich im Untertitel als «Erster Europäischer Preis für angepaßte Literatur». Er ist ein Mittel zur Leseförderung und Buchbeschaffung für Blinde. Er wurde 1999 etabliert und wird seit 2000 jährlich an drei preisgekrönte Titel für blinde bzw. sehgeschädigte Kinder, die auf Tastbilderbücher angewiesen sind, verliehen. Die Auszeichnungen gehen an die Lektüregruppe der bis 6jährigen und der 7–12jährigen. 2005 arbeiteten 11 Produzenten von Blindenmedien, Organisationen von und für Betroffene…

Tacuinum sanitatis

(394 words)

Author(s): O. Mazal
Übers. des Werkes Taqwīm aṣṣiḥḥa (Tabellarische Übersicht der Gesundheit) von Abū’l-Ḥasan al-Muḥtār ibn al-Ḥasan ibn ‘Abdūn ibn Sa’-dūn ibn Buṭlān. Er war in Bagdad, seiner Heimatstadt, Schüler des Arztes Ibn aṭ-Ṭayib († 1043) gewesen. Im Jahre 1047 begab er sich nach Ägypten, von dort nach Konstantinopel und nach Antiocheia. Schon in Aleppo, wo er vor 1047 seine ärztliche Tätigkeit ausgeübt hatte, scheint er Christ geworden zu sein und den Namen Johannes angenommen zu haben. Seine letzten Jahre…

Tacuinus, Giovanni

(71 words)

Author(s): S. Furlani †
aus Trino (Piemont) stammend, war als Drucker 1492–1538 in Venedig tätig. Außer Klassiker-Ausg.en veröff. er für den Gebrauch an der Univ. auch Texte Nocolò Ferretos, dessen 3. Aufl. von «De elegantina linguae latinae servanda in epistolis et orationibus» 1507 erschien; 1509 druckte er die «Noctes Atticae» des Aulius Gellius mit Unterstützung des Ferreto. S. Furlani † Bibliography Montecchi, G.: Il libro nel Rinascimento. Milano 1994, S. 174 bis 176.

Taeneotica

(36 words)

Author(s): B. Bader
Bei Plinius d. Ä. und Isidor Bezeichnung einer groben und minderwertigen Sorte des Schreibmaterials Papyrus, benannt nach einer Landzunge (griech. ταινι´α) bei Alexandria. AugustaFanniana B. Bader Bibliography Mazal, O.: Griech.-röm. Antike. Graz 1999, S. 71.

Tafel

(92 words)

Author(s): P. Neumann
die als Einzelblätter dem Buch eingefügten Bildseiten. Mehrere T.n werden als Bogenteil zusammengefaßt oder als gesonderter Bogen dem Textteil beigefügt. Für den Druck sind ein gesondertes Reproduktionsverfahren und / oder ein spezielles Papier erforderlich. Die T.n werden deshalb getrennt hergestellt, später als Einzelbl. an einzelne Bogen direkt oder mit Fälzelstreifen angeklebt, als Bogenteile um Bogen gelegt oder als gesonderter Bestandteil des Buches mitgeheftet. Karten und Pläne, die das B…

Tafelband

(4 words)

Siehe Tafelwerk

Tafeldruck

(4 words)

Siehe Holztafeldruck

Tafelkartei

(98 words)

Author(s): R. Jung
(auch Ständer- oder Streifenkartei) stellt eine bes. Form der Sichtkartei dar, bei der die einzelnen Karten schuppenförmig stehend übereinander angeordnet sind, nicht liegend wie beim Kardex. Dies setzt eine Halterung, meist in Form eines Drehständers, voraus, in den Tafeln aus Karton oder Kunststoff eingehängt sind, in deren eingeschnittene Spalten Karteikarten eingeschoben werden können. Mit der Einführung der Mikrofiches sind derartige Drehständer konstruiert worden, in deren Kunststofftafeln…

Tafelliteratur

(4 words)

Siehe Kochbücher

Tafelverzeichnis

(39 words)

Author(s): R. Jung
meist am Ende des Inhaltsverz. oder vor dem Reg. eines Druckwerkes stehend, gibt an, auf oder nach welchen Seiten die Tafeln mit Abb.en zu finden sind. Zugleich erleichtert das T. dem Buchbinder die richtige Kollationierung. R. Jung

Tafelwerk

(33 words)

Author(s): P. Neumann
ein überwiegend mit reproduzierten Abb.en und Bildlegenden ausgestattetes Buch, dessen Herstellung höhere Ansprüche an die Druckqualität stellt und ein für die gute Wiedergabe der Vorlagen geeignetes Papier erforderlich macht. P. Neumann

TAGA

(8 words)

Siehe Technical Association of Graphic Arts

Tag des Buches

(338 words)

Author(s): K. Gutzmer
Zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 haben der Verband der Schriftsteller (VS), das dt. PENZentrum und der Börsenverein 1979 den 10. Mai zum «Tag des Buches» erklärt, um das Gedenken an verfolgte und unterdrückte Autoren zu beleben. Durch öffentliche Veranstaltungen und Lesungen in Unterricht, Presse, Funk und Fernsehen sollte gemeinsam mit Buchhandel und Büchereien auf die in den Jahren 1933–1945 verbotene Lit., auf Exillit. (Exilverlage), aber auch auf die Unterdrückung von Lit. in der Gegenwart aufmerksam gemacht werden. Schon…

Tag des freien Buches

(9 words)

Siehe Tag des Buches
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