Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Lobbes

(185 words)

Author(s): H. Finger
ehemalige Benediktinerabtei (Petruspatrozinium) im Hennegau (Belgien), um 650 durch den heiligen Landelin gegründet. Nach Niedergang im 9-Jh. (Laienäbte) und der Zerstörung durch Normannen (935) und Ungarn (wenige Monate vor der Schlacht auf dem Lechfeld 955) begann nach dem 973 erteilten Immunitätsprivileg Kaiser Ottos II. die große Blüte von L. Unter den gelehrten Äbten Folkwin (965–990), dem Verf. der «Gesta abbatum Lobbiensium», und Heriger (990–1007) sowie dem reformeifrigen Abt Richard von…

Locatello, Boneto

(106 words)

Author(s): A. Nuouo
Priester aus Bergamo, seit 1486 als Buchdrucker in Venedig tätig. Von den späten 1490er Jahren an arbeitete L. vor allem für den venezianischen Verleger Ottaviano Scoto. Ein Musterbeispiel für seine typographischen Fähigkeiten ist sein 1501 im Auftrag Scotos gedr. kleinformatiges Missale mit xylographischen Musiknoten. Sein letzter firmierter Druck erschien im Dezember 1509. Danach taucht sein Name nicht mehr auf. Aufgrund der verwendeten Typen werden ihm bzw. seiner Offizin noch zahlreiche weitere Drucke bis 1524 zugeschrieben A. Nuouo Bibliography Norton, F.J.: Italian p…

Loccum

(362 words)

Author(s): H. Finger
ehemalige Zisterzienserabtei westlich des Steinhuder Meeres (Kreis Nienburg), 1163 durch Graf Wilbrand von Hallermund und seiner Frau Beatrice, die Erbtochter des Grafen von Lucca (= Loccum), gegr. und mit Mönchen aus Völkenrode (Thüringen) besiedelt. Seit Ende des 12.Jh.s exemt und seit der Mitte des 13. Jh.s Reichsstift, wurde L. zum bedeutendsten Zisterzienserkloster im niedersächsischen Raum. Eine Bibl, muß für L. zwar von Anfang an vorausgesetzt werden, doch ist von der hochma. Bibl, nichts…

Loccumer Richtlinien

(293 words)

Author(s): J. Hönscheid
im wesentlichen Regeln für die Transkription hebräischer und griech. biblischerOrts- und Personennamen als Voraussetzung und Hilfsmittel für die Herausgabe Ökumenischer Bibelübersetzungen. Darüber hinaus sollen sie «dazu beitragen, daß Verlage, die biblische Lit. herausbringen, sowie christliche Zeitschriftenverlage zu einer gemeinsamen Schreibweise biblischer Eigennamen im dt. Sprachraum kommen» (L. R. 2. AufL, S. 16). Die Namen sind in einem Namensverz. zusammengestellt, zus. mit biblischen Mo…

Lochband

(4 words)

Siehe Lochstreifen

Lochkarte

(605 words)

Author(s): C.Boßmeyer | G. Pflug
Die L. ist ein rechteckiger Karton, in den Informationen in verschlüsselter Form durch Anbringen von Löchern in dafür vorgesehene Felder eingestanzt werden. Der Vorzug von L.n gegenüber konventionellen Datenträgern (z. B. Karteikarten) liegt in der Möglichkeit mechanischer Auswahlverfahren, die zu einer Vereinfachung und Beschleunigung von Sortier– und Recherchevorgängen etwa in der Statistik oder der Informationsverarbeitung fuhren. Es gibt zwei Arten von L.n: Maschinenlochkarten und Handlochkarten. 1. Maschinenlochkarten sind L.n, bei denen der Selektionspr…

Lochkartenmaschinen

(71 words)

Author(s): C.Boßmeyer
Für die maschinelle VerarbeitungvonLochkarten wurde eine Reihe spezieller Maschinen entwickelt, z. B. Schreiblocher zur Erstellung und Beschriftung, Sortiermaschinen und Kartenmischer zur Verarbeitung von Lochkarten–Karteien und Tabelliermaschinen zum Ausdruck von Lochkarten auf Endlospapier. Mit Hilfe von L. wurden in Bibl.en z. B. Ausleihreg. kontrolliert und alphabetische Kurztitel–Kat. ausgedr., in der Dokumentation Reg. zu den Referateorganen erstellt C.Boßmeyer Bibliography Lueger O.: Lexikon der Technik 4 Aufl Bd 14 Stuttgart 1969 S 50—51

Lochkartenverfahren

(702 words)

Author(s): G. Pflug
1. In der Dokumentation werden L. seit Beginn des 20. Jh.s eingesetzt. Vor allem fanden Handlochkarten Verwendung, Maschinenlochkarten nur gelegentlich große Fachinformationszentren, z. B. der chemischen Industrie, und großen Instituten wie dem Gmelin–Institut, Frankfurt a.M. Dagegen hat das Dokumentationswesen die Entwicklung von Handlochkarten von Kerblochkarten stammt aus dem Jahr 1896. Ihre praktische Verwendung läßt sich jedoch erst seit 1905 nachweisen. Die Sichtlochkarte wurde seit etwa 1…

Lochner, Stephan

(173 words)

Author(s): Red.
* um 1400, wahrscheinlich in Meersburg, Bodensee, zwischen 29. 9. und 24. 12. 1451 in Köln; dt. Maler, Hauptmeister der Kölner Malerschule des 15. Jh.s, vor allem als Tafelmaler berühmt. Seine Tätigkeit als Buchmaler ist aus seiner Zeit nicht überliefert. Doch werden ihm oder seiner Werkstatt heute zwei kleinformatige Gebetbücher zugeordnet, die sich im Kupferstichkabinett Berlin und in der Hessischen LuHB Darmstadt befinden. Das Darmstädter Stundenbuch, das aus der Slg.Hüpsch stammt, ist ein in…

Lochstreifen

(383 words)

Author(s): C.W. Gerhardt | C. Boßmeyer
sind Datenträger aus Papier oder Kunststoff, die zur Eingabe in Setzmaschinen, in der elektrischen Nachrichtenübertragung ( Fernschreiber) und in der elektronischen Textverarbeitung verwandt werden. Sie sind in der Regel endlos. Doch wurden für spezielle Anwendungszwecke rund 18 cm lange Lochstreifenkarten entwickelt, in denen ein Text eingestanzt ist, derzur mehrfachen Erfassung zur Verfügung steht. Ein L. enthält 5 — 8 parallele Lochreihen (Kanäle), deren nebeneinanderliegende Löcher jeweils ein Zeichen verschlüsseln, sowie eine zusätzliche Tran…

Loco citato

(48 words)

Author(s): S. Corsten
(Abk.: l.c.; lat. für: an der zitierten Stelle) bezeichnet in der Gelehrtensprache zus. mit der Angabe des Verfassernamens eine bereits als Beleg zitierte Stelle oder auch ein vorher schon angeführtes wiss. Werk. In der dt. Sprache als «am angegebenen Ort» (Abk.: a.a.O.) üblich. S. Corsten

Loculamentum

(29 words)

Author(s): B. Bader
Kasten, Fach oder ähnliches Behältnis; bei Seneca (de tranq.animi 9,6) ein Regalfach zur Aufbewahrung von Buchrollen. B. Bader Bibliography Thesaurus Linguae Latinae. Vol. 7,2,2. Lipsiae 1970—1979, Sp. 1566—1567.

Lode, Odoard Helmold de

(91 words)

Author(s): T. Nielsen
* ca. 1726, 3. 9. 1757 in Kopenhagen, dän. Kupferstecher. L. war bes. erfolgreich als Vignettenstecher; viele Bücher seiner Zeit sind von seiner geschmackvollen Arbeit im Geiste des Rokokos geprägt. Auch seine ebenfalls jung verstorbenen Geschwister Gustav (1752) und Alexia de L. (1765) waren mit Erfolg als Kupferstecher tätig. T. Nielsen Bibliography Christensen, V P.: Dansk Vignetkunst i det 18 Aarhundrede In: Aarbog for Bogvenner 4 1920 S. 154—158 Nielsen L.: Den danske Bog København 1941 Sthyr, J.: Dansk Grafik 1500 til 1800 København 1943 (ND 1970).

Lodewijk van Brugge

(7 words)

Siehe La Gruuthuse

Lodz (poln. Lodz)

(163 words)

Author(s): K. Migoʼn
zweitgrößte Stadt Polens (1994: 845 Tsd. Einwohner). Das Druckwesen und der Buchhandel entwickelten sich in L. seit der Mitte des 19. Jh.s, als die Stadt zu einem großen Industriezentrum wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat L. eine wichtige Rolle im poln. Buch– und Bibliothekswesen gespielt: Jan Musz–kowski begründete an der dortigen Univ. 1945 den ersten Lehrstuhl in Polen für Bibliothekswissenschaft; in den Jahren 1946—1949 war, auf Veranlassung von Adam Lysakowski, das «Staatliche Institut f…

Loeb, Hermann

(5 words)

Siehe Prestel–Verlag

Loeffs de Driel, Rodolphus

(114 words)

Author(s): S. Corsten
während der 1480er Jahre tätiger niederl. Buchhändler und Drucker. L. stand in Geschäftsbeziehungen zu Aegidius van der Heerstraten (22. 5. 1481) und Hermannus de Nassau. Er produzierte in Löwen bevorzugt Texte für den Gebrauch der Univ. und verwendete dabei eine Type, die mit der des flämischen Druckers Arend de Keysere (Arnoldus Caesaris) identisch ist und vielleicht von demselben ostflämischen Typenhersteller herrührt. Nicht mehr als zehn Drucke werden ihm zugeschrieben. S. Corsten Bibliography Machiels J.: Meester Arend de Keysere 1480—1490 Gent 1973, S. 78—86, 204—211 Rouz…

Loening, Carl Friedrich

(8 words)

Siehe Rütten & Loening
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