Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Lwow

(4 words)

Siehe Lemberg

Lybeck, Bertil

(127 words)

Author(s): T. Nielsen
* 8. 8. 1887 in Grundsund (Bohuslan), f 31. 3. 1945 in Stockholm, schwed. Maler und Graphi-ker. Als sein Hauptwerk als Illustrator gelten mit Recht seine 111. zum «Decamerone» (1918 - 1922); sie haben et-was Feuriges und Spirituelles, das die Texte um eine visu-elle Dimension bereichert, ohne sie zu iiberschatten. Un-ter den schwed. lit. Werken, die L. ill. hat, ist Selma La-gerlofs «Nils Holgerssons underbara resa» (1931) das umfangreichste; einen ganz bes. Reiz haben die Zeich-nungen im Reisebuch von Sven Barthel «Loggbok» (1934). L. ist auch der Schopfer vieler Buchumschlage. T. N…

Lybisch (Libisch), Kaspar

(144 words)

Author(s): I. Bezzel
† 1540, Buchdrucker. L. druckte in Breslau Ende 1522 - 1524 reformatorische Schriften (29 Titel nachweisbar), u.a. Predigten Luthers. Nach dem Tod des Druckers Adam Dyon (zwischen 1531 und 1534) nahm L., der seit 1530 wieder haufig ur-kundlich erwahnt wurde, vermutlich erneut seinen Be-trieb auf. Da in Breslau um diese Zeit kein anderer Druk-ker bekannt ist, werden seiner Offizin ein von Christoph Scheurl hrsg. Bericht mit dem Impressum «Breslau x53 5 » sowie zwei unfirmierte Drucke von 1536 und 1540 zuge-wiesen.…

Lydische Schrift

(149 words)

Author(s): B. Klein-Ilbeck
Die in Westanatolien ansassigen indo-germanischen Lyder haben ihre Schrift wohl um die Mit-te des 8. Jh.s v. Chr. aus einem ostgriech. Alphabet iiber-nommen, was sich aus der weitgehenden Laut- und Formgleichheit der Mehrzahl der Zeichen ergibt. Fiir lydische Laute ohne griech. Entsprechung wurden griech. Zeichen mit anderem Lautwert eingesetzt, dann auch ei-gene Zeichen geschaffen oder anderen Alphabeten ent-lehnt (beachtenswert die Ubereinstimmung mit der etruskischen Schrift in der Wiedergabe…

Lykeion

(408 words)

Author(s): J. Hönscheid
wohl in perikleischer Zeit errichtetes offentli-ches Gymnasion im Gelande des Heiligtums des Apollon Lykeios im Nordosten Athens, seit 335/334 v. Chr. Forschungs- und Lehrstatte vor allem des Aristoteles und seiner Schuler. Wenn auch nicht de iure - er konnte als Fremder kein Grundstiick erwerben -, so hat Aristoteles doch faktisch hier eine Schule begriindet, die sich zu einer Art Univ. entwickelte. Spater (zuerst bei Clemens Alexandrinus) wurde L. auch als Bezeichnung fiir diese Schule verwandt als Synonym zu Peripatos. Im L. befand sich wohl auch die Bibl. des Aristotel…

Lykische Schrift

(189 words)

Author(s): N. Oettinger
Am Rand der schmalen Kiistenebe-nen von Lykien im Siidwesten Kleinasiens finden sich vielerorts Felsengraber. Manche von ihnen tragen In-schriften, davon ein Teil in lykischer Sprache und Schrift. Heute sind auBer den liber 100 Miinzlegenden etwa 180 lykische Steininschriften bekannt, darunter zwei Stelen aus der Hauptstadt Xanthos, von denen die 1973 ausge-grabene Trilingue (lykisch-griechisch-aramaisch…

Lyman, Peder

(85 words)

Author(s): T. Nielsen
* 1695 in Kopenhagen, f 18. 8. 1768 ebd., und Andreas F., * 1700 in Kopenhagen, 11. 1. 1767 ebd., dan. Buchbinder, Sohne des Buchbin-ders Andreas L. (f nach 1728). Sie gehoren zu den besten Meistern des Spiegel-Einbandes; ihre Bde. sind mit groBer Sorgfalt dekoriert und von einer diskreten Ele-ganz gepragt. Von A. F. L. liegt eine Anzahl marmorier-ter Bde. vor.…

Lynge, Herman Henrik Julius

(111 words)

Author(s): T. Nielsen
* 13. 11. 1822 in Kopenhagen, f 5. 12. 1897 ebd., dan. Buchhandler. 1853 wurde L. Inhaber einer Buchhandlung, die er zum fiih-renden Kopenhagener Antiquariat entwickelte. Er besaB auch selbst eine groBe Slg., die nach seinem Tod verstei-gert wurde. Als Inhaber folgte ihm sein Sohn Hermann Johannes Vilhelm L. (*25.12.1862 in Kopenhagen, f 9. 1. 1945 in Alsgarde). Dieser war ebenfalls ein groBer Bucherkenner, doch mehr Wissenschaftler als Geschafts-mann; er war zugleich ein anerkannter Molluskenfo…

Lyon

(2,200 words)

Author(s): G. Gabel
1. Buchdruck. Nach Paris ist L. der bedeutend-ste Friihdruckort Frankreichs. Erstdrucker der Stadt ist Guillaume Le Roy, aus Liittich stammend, den der wohlhabende Kaufmann Barthelemy Buyer als Druk-ker beschaftigte. Am 17. 2. 1473 war das erste in L. gedr. Buch fertiggestellt, «Lothari dyaconi cardinalis compendium breveo (H 10215). Als zweites von Buyer in Auftrag gegebenes Werk schuf Le Roy eine ffanz. Ubers. der «Legenda aurea» des Jacobus de Voragine (C 6479); es ist das erste in franz. Sprac…

Lyra, Nicolaus de

(8 words)

Siehe Nicolaus von Lyra

Lysakowski, Adam Gracjan

(145 words)

Author(s): A. G. Swierk
*18. 12. 1895 in Stani slawow, 30. 9. 1952 in Warschau, poln. Bibliothekar und Buchwissenschaftler. L. studierte Philosophie, Polonistik und Germanistik an den Univ. Lemberg, Krakau und Wien, wirkte anschließend an Biblen in Lemberg (1919 — 1925), Wilna (1925 — 1928, 1930 — 1939), Posen (1929) und Warschau (1929 — 1930). 1946 gründete er das von ihm bis 1949 geleitete «Państwowy Instytut Ksiażki» (Staatliches Institut für Buchwesen) in Lodz. Von 1949 bis zu seinem Tod war L. Leiter des Instytut …

Lyser, Johann Peter

(164 words)

Author(s): W. Krueger
(eigentlich Ludwig Peter August Burmeister), 4. 10. 1803 in Flensburg, 29. 1. 1870 in Altona, dt. Schriftsteller und Illustrator, als Sohn des Schleswigschen Hofschauspielers Friedrich Burmeister machte sich L. vor allem als politischer Karikaturist einen Namen und versuchte den eindrucksvollen Bildsatiren von George Cruikshank nahe zu kommen, beispielsweise in dem von Carl Herloßsohn hrsg. politisch –satirischen Taschenbuch Mephistopheles (Leipzig 1832)…