Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Mitchell, David Scott (1836—1907)

(147 words)

Author(s): D. H. Borchardt
Büchersammler.Studierte zwar Jurisprudenz an der University of Sydney, doch war er nie berufstätig. Seine intellektuellen Interessen schlossen die engl. Lit. und das, was man heute australische Studien nennt, ein. Bei Ende des 19.jh.s hatte er ca. 10 Tsd. Bd. engl. Lit. in schönen Ausg. gesammelt. Seit den 1880er Jahren wendeten sich seine Sammelinteressen auf Australien und den Pazifik, und mit Hilfe des Buchhändlers George Robertson und des Bibliothekars H. C. L. Anderson brachte er ca. 50 Tsd…

Mitelrheinische Buchmalerei

(356 words)

Author(s): G. Franz
ist kein eindeutiger Begriff, da «mittelrheinisch» in unterschiedlichem Sinne gebraucht wird, eigentlich für die Bistümer Speyer, Worms, Mainz (Westen, einschließlich Fulda?), Trier (Niedererzstiftmit Koblenz). Manche rechnen auch Köln dazu. Das zu Oberlothringen gehörige Zentrum Trier / Echternach war eher nach Westen orientiert und noch in ottonischer Zeit nicht mittelrheinisch; die zur Diözese Trier gehörige AbteiPrüm in der Eifel wird man nicht zum Mittelrhein rechnen. Die Entstehung der kar…

Mitgliederzeitschrift

(89 words)

Author(s): H. Bohrmann | H. Kieser
1. Zeitschriften, die von Vereinen der Verbänden (z.B. Industrie- und Handelskammern) rsg. werden, verbreiten erhebliche Teile ihrer Aufl. ohne Erhebung eines Verkaufspreises an ihre Mitglieder. Die Kosten gelten als durch Mitgliedsbeiträge abgegolten. Die M.en sind Teil der verbreiteten Aufl. und werden angesichts der Bindung von Mitgliedern an ihre Organisation in der Regel intensiv genutzt. H. Bohrmann 2. Sonderform der KundenzeitschriftenBuch-gemeinschafteninformieren ihre Mitglieder durch M.en über ihre Angebote und stellen Neuerscheinungen vor …

Mitleser

(94 words)

Author(s): H. Bohrmann
Ztg. und Zss. werden im Abonnement und als Einzelnummern nicht nur von den Abonnenten oder Käufern, sondern in aller Regel von weiteren Personen mitgenutzt; sei es, daß diese im gleichen Haushalt wohnen oder, daß die Nummern üblicherweise an Kollegen, Nachbarn, Freunde weitergereicht werden. Bei der Bestimmung der Leserschaft spielt der durch Umfragefor-schung zu ermittelnde Faktor der M. eine Rolle. Er beträgt bei Ztg. oft das dreifache, bei Zss. liegt er häufig noch höher, da sie weniger an di…

Mitnehmer

(5 words)

Siehe Nach Tisch

Mitscherlich, Alexander

(133 words)

Author(s): G. Brinkhus
28.5.1836 in Berlin, 31. 5. 1918 in Oberstdorf, Chemiker. M. studierte zunächst Medizin in Göttingen, dann Chemie in Berlin, habilitierte sich 1863 in Berlin und folgte 1868 einem Ruf an die neu gegründete Forstakademie in Holzminden. Dort entwickelte er das Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz durch Kochen mit Calciumbisulfit (Sulfitverfahren, chemischer Aufschluß des Holzes, im Gegensatz zum mechanischen durch Holzschliff). 1874 wurde das erste Papier aus Sulfitzellstoff nach dem M…

Mitsumata

(33 words)

Author(s): H. Bansa
ist der japanische Name einer der dort zur Gewinnung von Fasern für die Papierherstellung (Japanpapier) kultivierten Pflanze, und zwar für die Faser selbst sowie für das daraus hergestellte Papier. H. Bansa

Mittagsblatt

(29 words)

Author(s): H. Bohrmann
1. In der Regel bereits in den frühen Vormittagsstunden auf dem Markt erscheinende Boule-vardztg., seltener Abonnementszeitung. 2. Zweite Ausg. einer mehrfach am Tag erscheinenden Tageszeitung. H. Bohrmann

Mitteilungsblatt

(68 words)

Author(s): H. Bohrmann
Zeitschriftentyp, der von Vereinigungen und Verbänden aller Art in meist regelmäßigen, aber größeren Zeitabständen für deren Mitglieder zusammengestellt wird und im allg. nur Mitteilungen aus dem Vereinsgeschehen oder aus einem umgrenzten Interessenfeld mehr auflistet als darstellt. Die Publizität des M.s ist in der Regel auf die jeweiligen Mitglieder begrenzt. Anzeigenannahme ist üblich, dient aber häufig der Unterstützung des ideellen Zwecks, weniger der wirksamen Werbung. H. Bohrmann

Mitteilungsblatt des Verban des der Bibliothekendes Landes Nordrhein-Westfalen e. V.

(154 words)

Author(s): S. Corsten
Das M. begann am 1. 12. 1948 in einfacher Form zu erscheinen und erhielt 1950 eine verb, äußere Form und neu beginnende Zählung (Neue Folge). Ungeachtet seines Namens hat sich das viermal j. ersch. M. seit 1959 zu einer Fachzs. (mit Aufsätzen, Rezensionen, Berichterstattung über bibliotheksrelevante Gesetze und Verordnungen u. a. m.) von überregionaler Bedeutung entwickelt. Es wird durch kumulierende Generalreg., das sind überwiegend Zehnjahres-reg., erschlossen. Ab 1. 1. 1996 ist das M. mit «Biblio», dem Mitteilungs-bl. der Staad. Büchereistellen Nordrhein-We…

Mitteis, Ludwig

(86 words)

* 17. 3· 1859 in Laibach, t 26. 12. 1921 in Leipzig, österr. Rechtshistoriker und Papyrusforscher. Der an den Univ. Prag und Leipzig tätige Gelehrte veröffentlichte zusammen mit Ulrich Wilcken 1912 das Werk «Grundzüge und Chrestomathie der Papyruskunde », dessen juristischen Teil er bearbeitete. Schon 1906 hatte er eine Bestandsaufnahme der griech. Urkunden in der reichhaltigen Papyrus-Slg. der UB Leipzig vorgelegt. Bibliography KÖNIG, P: Aus der antiken Welt. In: Zimelien. Bücherschätze der UB Leipzig. Hrsg. von D. Debes. Leipzig/Weinheim 1988, S. 29-50. P Neumann

Mittel

(114 words)

Author(s): P. Neumann
Schriftgradbezeichnung im dt. typographischen Einheitssystem (Didotsystem) für den 14–Punkt–Grad (14 Punkt = 5,265 mm). Der Name deutet an, daß M. ein Schriftgrad zwischen Cicero und Tertia ist *p17. 3. 1859 in Laibach, †26. 12. 1921 in Leipzig, österr. Rechtshistoriker und Papyrusforscher. Der an den Univ. Prag und Leipzig tätige Gelehrte veröffentlichte zusammen mit Ulrich Wilcken 1912 das Werk «Grundzüge und Chrestomathie der Papyruskunde», dessen juristischen Teil er bearbeitete. Schon 1906 …

Mittel

(31 words)

Author(s): R. Busch
Schriftgradbezeichnung im dt. typographischen Einheitssystem (Didotsystem) für den 14–Punkt–Grad (14 Punkt = 5,265 mm). Der Name deutet an, daß M. ein Schriftgrad zwischen Cicero und Tertia ist R. Busch

Mittelalterlicher Prachteinband

(830 words)

Author(s): F. A. Schmidt-Künsemüller†
Das Buch im hohen MA ist in erster Linie aus seiner Funktion im religiösen Leben zu verstehen. Es war als Zeugnis göttlicher Weisheit und menschlichen Bemühens um ihre Ergründung ein geweihter Gegenstand. Als wertvoller Besitz der klösterlichen Gemeinschaft und wichtiges Instrument der kirchlichen Sakralhandlung hatte es vornehmlich seinen Platz auf dem Altar oder im Schrein. Entsprechend kostbar war auch die Ausstattung seines Einbandes — i.d.R. nur des vorderen Deckels als der Schauseite —, se…

Mittelfeines Papier

(50 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein in der Umgangssprache des Papierhandels und des graphischen Gewerbes bisweilen gebrauchter Begriff für Schreib – oder Druckpapiere, welchedie in DIN 730 für «Feinpapier» festgelegte Bedingung (hochwertig holzfrei) nicht erfüllen und die nach ihren sonstigen Eigenschaften als kostengünstiger Ersatz für diese Sorten gelten können. H. Bansa

Mittelhus, Georg

(189 words)

Author(s): G. Gabel
der letzte Buchdrucker deutschen Ursprungs, der im 15. Jh eine eigene Werkstatt in Paris betrieb. Aus Straßburg stammend und dort zum Drucker ausgebildet, begann sein Wirken 1488 in Paris mit einem Nachdruck von Dominicus Mancinus' «Libellus de quattuor virtutibus», wie die meisten seiner Werke in Klein Oktav. 1488 – 1500 hat M. mehr als 50 Bücher gedruckt, in der Mehrzahl theologische Erbauungsbücher sowie Schulschriften, teils mit Holzschnitten illustriert. Aus seiner Offizin gingen ausschließlich lat. abgefaßte Schriften hervor. M. hat sein Gewerbe wohl bis 1503 ausgeübt. Von…

Mittellänge

(18 words)

Author(s): Red.
nennt man die Hohe der kurzen gemeinen Buchstaben, also z.B. a, c, e, m, n.OberlängeUnterlänge Red.

Mittelsteg

(30 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Stege gehören zum Blindmaterial, das zum Schließen der Druckform für den Bleisatz verwendet wird. Am Buchfalz liegt der Bundsteg (Steg) den man auch M. nennt. C. W. Gerhardt

Mittlerer Bibliotheksdienst

(303 words)

Author(s): R. Jung
Die Laufbahn m. B. ist in Deutschland zuerst 1909 geschaffen worden (Bibliothekar), sie wurde zuletzt 1930 bzw. 1940 für die wiss. Bibl.en neu geregelt und in den Ausbildungs– und Prüfungsordnungen nach 1945 als «Mittlerer Bibliotheksdienst» erneuert. Mit der seitdem frei gewordenen Bezeichnung ist, in Analogie zu den anderen Laufbahnregelungen des Beamtenrechts, die Laufbahn des Absolventen des Ausbildungsberufs «Assistent / Assistentin an Bibl.en» benannt worden. Auf der Grundlage des Berufsbildungs 203 der öffentlichen und der wiss. Bibl.en…

Mittler, E. S., & Sohn GmbH

(294 words)

Author(s): K. Gutzmer
Verlag. Ernst Siegfried M. (1785 — 1870) erlernte zunächst das Buchdruckerhandwerk. 1815 eröffnete er nach buchhändlerischer Ausbildung bei Heyer & Leske, Darmstadt, und Amelang in Berlin eine Buchhandlung. 1817 heiratete er die Tochter des Buchdruckers Wilhelm Dieterici und vereinigte 1828 seine Buchhandlung mit dem 1789 gegr. Betrieb seines Schwiegervaters, der 1817 Verleger der Rangliste geworden war. M. widmete sich ab 1849 nur noch der Druckerei und dem Verlag, der mit Büchern und Zss. zum …
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