Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Mikroformen

(863 words)

Author(s): G. Giescnfeld
sind Formen der Textspeicherung, bei denen der normale Drucktext durch photographische oder elektronische Verfahren zur raumsparenden Archivierung oder zur Konservierung des Inhalts von Dokumenten, Schriften oder Bildvorlagen so stark verkleinert werden, daß er nur mit Hilfe von speziellen Lesegeräten gelesen werden kann. Die hauptsächlichen M. sind der Mikrofilm, der Mikrofiche und die Mikrokarte. Der Einsatz von M. ist an technische Geräte gebunden, und zwar sowohl solche, welche die Kodierung übernehmen (Kameras, Mikrofilmprozessoren, Eingabeta…

Mikrofotografie

(4 words)

Siehe Mikroformen

Mikrographie

(182 words)

Author(s): A. K. Offenberg | M. Steinhagen
1. Schriftform mit winzig kleinen Buchstaben, bes. in hebräischen Handschriften. Die figürlichen Mikrogramme bilden geometrische und florale Verzierung um den konventionellen Text herum oder sogar ganze Teppichseiten. In Bibelhss. wird die von der Tradition erforderte sog. Massorah magna (Auflistung von Abweichungen in Schrift, Grammatik, Buchstabierung und Lesarten) auf diese Weise oft in den Marginalzonen, nicht immer leicht leserlich und eigentlich wertlos für das Studium, hergestellt. In asc…

Mikrokarte

(294 words)

Author(s): M. Steinhagen
(engl.: microcard, micro–opaque, micropaque oder microprint), bereits historisch gewordene Form der Mikroreproduktion, die nicht Film, sondern un durchsichtigen, z.T. beidseitig beschichteten Fotokarton als Trägermaterial verwendet. Auch miniaturisierter Offsetdruck hat Anwendung gefunden. Ähnlich wie bei den Mikrofiches sind die abgebildeten Textseiten zweidimensional angeordnet. Die M.n können mittels spezieller Lesegeräte, die nach dem Prinzip des Epidiaskops funktionieren, oder mit starken L…

Mikrokonturtest

(56 words)

Author(s): G. Brinkhus
Test zur Prüfung der Oberflächenbeschaffenheit gestrichener Papiere. Auf die Oberfläche der Papierprobe wird eine Spezialtinte gleichmäßig aufgebracht; kleine Fehlstellen im Strich werden als dunkle Punkte, Fasern an der Oberfläche als helle Linien sichtbar, Unregelmäßigkeiten im Strich werden durch eine gesprenkelte oder marmorierte Einfärbung angezeigt. G. Brinkhus Bibliography Schwieger, H. G.: Papierpraktikum. Wiesbaden 1973, S. 50.

Mikrokopie

(108 words)

Author(s): M. Steinhagen
im weiteren Sinn Synonym für Mikroreproduktion; im engeren Sinn Begriff für das Produkt, das aus einem Gerät herauskommt, welches den zur Mikrofilmerstellung erforderlichen Aufnahme—, Entwicklungsund Trocknungsprozeß automatisch durchführt. Bekannte Geräte dieser Art geben etwa 1—2 Minuten nach der Aufnahme (Knopfdruck) einen Filmstreifen von ca. 15 cm Länge aus, der in ein jacket (Aufbewahrungshülle für Mikrofilmstücke) eingeschoben und so z. B. zu einer Akte genommen werden kann. M.n nach eine…

Mikroprozessor

(150 words)

Author(s): N. Henrichs
extrem verkleinerte, zentrale Funktionseinheit eines digitalen Mikrocomputers (PC), auch CPU — Central Processing Unit. Der M. umfaßt das Rechenwerk (Arithmetik–Logik–Einheit), in dem die Datenoperationen ausgeführt werden, sowie ein Steuerwerk zur Bereitstellung und Interpretation der Befehle und Daten und ein Speicherwerk (Register) zur (Zwischen–) Speicherung von Daten-/ Befehlsadressen, Befehlen, Daten. Die Signalübertragung zwischen den Einheiten erfolgt über ein sog. Bus-System; die (synch…

Mikrotext

(30 words)

Author(s): M. Steinhagen
Oberbegriff für sämtliche Arten verkleinerter Wiedergaben von Archiv– und Bibliotheksmaterialien wie Mikrofiche,Mikrofilm,Mikrokarte, zu deren Lesbarmachung optisch vergrößernde Geräte erforderlich sind. Gebräuchlicherer Ausdruck für M. ist Mikroformen. M. Steinhagen

Mikrothek

(28 words)

Author(s): M. Steinhagen
Slg. von Dokumenten, Texten und Abb., die in verkleinertem Maßstab auf Mikroformen (Mikrofilm) reproduziert sind. Das Wort M. ist analog zu «Bibl.» gebildet. Mikroarchiv M. Steinhagen

Mikrotypographie

(4 words)

Siehe Makrotypographie

Mikuláš Bakalář Štětina

(107 words)

Author(s): K. Migon
vor 1520, Baccalaureus der Univ. Krakau, tschechischer Buchdrucker slowakischer Herkunft. Er gab in den Jahren 1498—1499 in Pilsen acht Druckwerke in tschechischer Sprache, in den Jahren 1501—1513 weitere 20 heraus. In seinem Verlagsrepertoire waren erbauliche und unterhaltsame Werke, darunter die Schriften von Thomas a Kempis, die Reisebeschreibungen von Bernhard von Breidenbach, Amerigo Vespucci und John de Mandeville. K. Migon Bibliography M.B.Š. Štúdie a materiály o živote a diele slovenského prvotlačiara v Plzni (Studien und Materialien zum Leben un…

Milam, Carl Hastings

(144 words)

Author(s): F. J. Mosher
22.10.1884 in Harper County, Kansas, 26. 8. 1963 in Barrington, Illinois, amer. Bibliothekar. M. amtierte als Secretary of the Indiana Public Library Commission (1909— 1913), Librarian ofthe Birmingham (Alabama) Library (1913 —1919), Di-rector ofthe Library War Service (1919 —1920), Executive Secretary of the American Library Association (1920 bis 1948) und Librarian of the United Nations Library (1948—1950). Als Geschäftsführer der ALA war M. bes. erfolgreich bei der Beschaffung von Geldern zur…

Milchsack, Gustav

(197 words)

Author(s): H. M. Werhahn
7. 1. 1850 in Nümbrecht/Oberbergischer Kreis, 29. 12. 1919 in Wolfenbüttel, dt. Bibliothekar. Nach einem Studium der neueren Sprachen und Promotion war er seit 1878 an der Herzog August Bibl, in Wolfenbüttel tätig (1884 Bibliothekar, 1899 Professor, 1904 Oberbibliothekar und Leiter). Er war beteiligt an der 1893 gedr. «Instruktion für die Bearb. des alphabetischen Zettelkat.» sowie am Katalogwerk der Wolfenbütteler Hss., in dem er für den Bd. der «Gudischen Hss.» (1913; ND 1966) die lat. Hss. be…

Milchseiten

(4 words)

Siehe Schimmelbogen

Mildenfurt bei Weida

(67 words)

Author(s): D. Debes
1193 gestiftetes Prämonstratenser-Kloster, das 1544 aufgelöst wurde. Seine Bibl, kam nach Wittenberg und nach der Schlacht von Mühlberg (1547) nach Jena. Ein Verz. von 1478 ist erhalten. D. Debes Bibliography Kreysig, G.C.: Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Sächsischen Lande. T. 3. Altenburg 1756, S. 251–267 Brandis, C. in: Beiträge zur thüring. und sächsischen Gesch. Festschrift für Otto Dobenecker. Jena 1929, S. 183.

Milesisches Alphabet

(275 words)

Author(s): A. Chaniotis
heute gebräuchlich für Ionisches Alphabet. Die Städte der ionischen Dodekapolis (insbes. Samos, Milet, Chios, Ephesos) übernahmen vor dem Ende des 8. Jh.s v. Chr. ein aus den phönizischen Buchstaben (ohne san) bestehendes Alphabet, das um die Buchstaben phei, chei, psei, omega und sampi erweitert wurde. Dieses Alphabet bestand somit aus 27 Zeichen: alpha (A), beta (B), gamma (Γ), delta (Δ), epsilon (E), wau (F), zeta (Z), eta (H), theta (Θ), iota (I), kappa (K), lamda (A), my (M), ny (N), xei (Ξ…

Miliani, Pietro

(64 words)

Author(s): G. Brnkhus
✶ 27. 5. 1744 in fabriano, 24. 2. 1817 ebda., ital. Papiermacher, Gründer der berühmten Papiermanufaktur Miliani in Fabriano. Er baute unter anderem eine kläranlage, um eine gleichmäßige Wasserqualität zu erhalten und führte dort den Holländer zur Verbesserung der Stoffaufbereitung ein; dadurch stellte er eine gleichbleibende hervorragende Qualität des Papieres sicher. G. Brnkhus Bibliography Enciclopedia Italiana. Bd. 23. Rom 1934, S. 301–302.

Milich, Johann Gottlieb

(146 words)

Author(s): K. Gatzmer
*7. 9. 1678 in Schweidnitz, 26. 7. 1726 ebd. (Pseud. Amadeus Benignus), Jurist, Kaiserlicher Rat und Büchersammler. M. verfaßte Werke zur Geschichte und Epigraphik. Auf seinen Reisen brachte er eine ansehnliche Slg. von Büchern und Urkunden zusammen, die 1727 an das Gymnasium zu Görlitz gelangte und einen Grundstock der Milich'schen Stadt- und Gymnasialbibi, bildete. 1951 wurde sie der Bibl, der 1779 gegr. Oberlausitzischen Ges. der Wiss. angegliedert und gehört jetzt (1995) zum Bestand der Ober…

Milichtaler (Milchtaler, Milichthaller), Friedrich (Bedŕich)

(143 words)

Author(s): M. Bohatcová
1592, Buchdrucker in Olmütz 1571 –1592. Seine Erben führten die Druckerei bis zum Jahr 1610, dann wurde sie von Jiří Handl gekauft. M. war Sohn des Nürnberger Druckers Leonhard Milchtaler, dessen Witwe sein Angestellter Jan Günther heiratete und mit ihr und ihrem Sohn nach Mähren (1544 Proßnitz, 1553 Olmütz) übersiedelte. M. arbeitete mit den Olmützer katholischen, jesuitischen und humanistischen Kreisen zus. und produzierte etwa 80 Drucke, davon mehrere lateinische. sche. M. Bohatcová Bibliography Bohatcová, M.: Strom pŕátelství krevního a jeho tiskař Fridrich Milich…
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