Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Möbelbücher

(1,865 words)

Author(s): J. Daum
Eine allg. Übersicht über die Entwicklung der Möbelkunst läßt sich mit Hilfe der M. allein nicht gewinnen. Es ist notwendig, auch die vorhandenen Ornamentstiche heranzuziehen. Zwischen beiden Gattungen ist die Grenze fließend, da Einzelstiche oder Folgen von den Verlegern, oft in wechselnder Zusammenstellung, auch zu «Büchern» zusammengezogen wurden. Diese Bücher sind fast immer textlos, zuweilen mangelt sogar ein Titelblatt, statt dessen werden manchmal die Seriennummern handschriftlich den neu…

Mobile Bibliothek

(5 words)

Siehe Fahrbibliothek

Mobiler Bestand

(5 words)

Siehe Austauschbestand

Moçambique

(338 words)

Author(s): I-D.Wolcke-Renk
(Républica Popular de Moçambique) liegt in Südostafrika am Indischen Ozean, zwischen Südafrika und Tansania. Auf einer Fläche von 786763 km ² lebten 1987 geschätzt 14,5 Mio. Einwohner (das sind 18,2 Einwohner/km 2 ). Hauptstadt ist Maputo (früher Lourenço Marques), Amtssprache ist Portugiesisch, das aber nur von ca. 15% der Einwohner gesprochen wird; weitere Sprachen: Kisuaheli und mehrere Bantu-Sprachen. Während der Kolonialzeit und der Befreiungskriege wurden kaum Bücher gedruckt. Alle Lit., einschl. der Schulbücher, wurde importiert und zeitweise ha…

Modeblatt, Modejournal

(5 words)

Siehe Modezeitschrift

Model

(267 words)

Author(s): R. Fuchs
(engl, block) nennt man in der Drucktechnik die in Holzplatten gestochenen oder geschnittenen Druckplatten, die zum Aufdruck von Farben auf Textilien, Tapeten oder Papier im Hochdruck dienen. Das Eindrükken des ungefärbten M.s in eine Farbmasse findet sich beimTeigdruckundModeldruckpapier (Modeldruck). Seit dem 17. Jh. wurden auch M. gefertigt, bei denen die Muster durch in eine Holzplatte eingeschlagene Metallstege (Kupfer, Bronze, Zink etc.) erzeugt wurden. In einer speziellen Tiefdrucktechnik…

Modelbibliothek

(278 words)

Author(s): A. klotzbücher
ist eine Bibl., die gleichgearteten Bibl.typen als Vorbild dient und in der neue fachliche Erfahrungen gesammelt werden können, z.B. für die Gewinnung von Meßzahlen oder bei der Benutzung neuer Technologien. Eine M. soll mustergültig sein in ihrer räumlichen und technischen Ausstattung, in ihrem Buchbestand, in der Personalbesetzung, Finanzierung und in der Zusammenarbeit mit anderen kulturellen Einrichtungen. Eine M. wird bes. beim (Wieder–)Aufbau in bibliothekarischunterentwickelten Ländern un…

Modelbücher

(662 words)

Author(s): R. Fuchs
Vorlagenwerke für weibliche Handarbeiten, die urspr. handschriftlich notiert, später vonModeln, aber auch von radierten Kupferplatten gedr. wurden, nannte man bis in das 19. Jh. hinein M.; zunächstenthielten sie Stick– und Web– bzw. Wirkmuster, dann aber auch Vorlagen für andere weibliche Handarbeiten wie beispielsweise Klöppelarbeiten oder Backformen. Als früheste handschriftliche M. sind uns bisher bekannt: vom Ende des 15. Jh.s das Pergamentbl. Leublein modl (Nürnberg, Germ. Nationalmuseum Hs…

Modeldruck

(210 words)

Author(s): R. Fuchs
Diese Drucktechnik leitet sich von derModel gen. Druckform ab, mit der häufig auf Stoff (Textil- oder Zeugdruck) oder Papier gedr. wurde. Das Material frÜhchristlicher Zeit wurde vermutlich mit in Wachs getauchten Modeln so hergestelt, daß die reservierten Stellen bei der anschließenden Färbung nicht erfaßt wurden (reservedruck). Der eigentliche M.aber aus der glechen Zeit färbte die hochstehenden Teile des Models mit Farbe ein, mit der gedr. werden sollte (Hochdruck). Diese Stempeltechnik wurde…

Modeldruckpapier

(77 words)

Author(s): R. Fuchs
spezielles Buntpapier, das mit Modeln gedr. wurde. Dominotierpapier bzw. Kattunpapier wurde ähnlich wie beim Zeugdruck durch Einfärben des Models in Hochdrucktechnik gefertigt. Durch Aufdrükken und wieder Abziehen des ungefärbten Models in eine dick aufgestrichene Leimfarbe entstanden Buntpapiere, die dem Reservedruck ähneln, da sich helle Muster abzeichnen. Erster Nachweis der Herstellung von M. ist das in Heidelberg 1589 dem Maler Trorbach verliehene Privileg. LuxuspapierModelTeigdrucke R. Fuchs Bibliography Haemmerle A.: Buntpapier. München 1961; Grünebaum G.: B…

Modem

(78 words)

Author(s): Boßmeyer
Abk. für Modulator und Demodulator. M. ist Epoche als der Frühzeit des dt. Zeugdrucks noch üblich. ein Gerät zur Umwandlung von digitalen Informationen In der Gotik erweiterten sich die Model zu großen Platin analoge Signale und für die umgekehrte Richtung. M.s ten, die den jeweiligen Rapport enthielten. Die M.techwerden z.B. benutzt für die Übertragung von Daten einik wurde im Holzschnitt auf Papier angewandt ner Datenverarbeitungs–Anlage in Datennetze. Boßmeyer Bibliography Winzer, R.: Das kleine Modembuch. Poing 1991. C.

Modena

(440 words)

Author(s): S. Furlani
1. Buchdruck. Gegen die überlieferte An Annahme, daß die 23. 1. 1475 datierten, von Johann Wurster vollendeten Opera Vergils (C 6016) der älteste in M. ersch. Druck sei, ist auf Grund der fehlenden Angabe des Druckortes und der Verwendung des aus einer in der Nähe von Modena liegenden Mühle stammenden Papiers die Behauptung vorgebracht worden, M. und nicht Bologna sei der wirkliche Druckort des von Wurster 1473 hrsg. «Libellus isagogicus» (GW 892) des Alchabitius. Nach Wurster waren als Drucker in…

Modena, Martino da

(212 words)

Author(s): A. Spotti
Martino di Giorgio d' Alemagna, gen. da Modena), wirkte als Miniaturmaler in der zweiten Hälfte des 15. Jh.s. Sein Stil erinnert an Guglielmo Giraldi. Er begann in Modena mit seinem Vater zu arbeiten; 1477—1480 hielt er sich in Bologna auf, wo er die Miniaturen einiger Hss. für die Basilika San Petronio anfertigte: das Graduale 117 und die Choralbücher 119 und 120 aus dem Museum zu San Petronio. Danach führte er in Modena die Miniaturen eines Officiums für Verstorbene im Auftrag des Spitals «del…

Moderne Buch–Club, Der

(6 words)

Siehe Buchgemeinschaften

Modernes Antiquariat

(171 words)

Author(s): K. Gutzmer
Seit den 30er Jahren des 19. Jh.s kam der Brauch auf, Restaufl ganz oder teilweise an Wiederverkäufer abzustoßen, welche diese zu herabgesetzten Preisen verkauften. Bis dahin war es üblich, Aufl.reste zu makulieren Makulierung). Uber den Restebuchhandel, abwertend auch Ramschbuchhandel genannt, ist fast 100 Jahre erbittert gestritten worden, bis sich diese Marktform mit der im Grunde paradoxen Bezeichnung M.A. eingebürgert hat. Frankfurter Buchhändler z.B. gründeten 1838 einen Verein dagegen. Im…

Modern Library

(239 words)

Author(s): F. J. Mosher
eine amer. Verlagsreihe preiswerter, gebundener Nachdrucke der «besten Bücher der Welt». Sie war die Idee von Albert Boni, der mit seinem Partner Horace Liveright 1917 die Firma Boni and Liveright in New York gegr. hatte, um die M.L. herauszubringen. Die ersten zwölf Titel wurden im Mai 1917 veröff.; bis zum Jahre 1970 waren über 750 Titel erschienen. Nachdem Boni 1918 die Firma verließ, verkaufte Liveright die M.L. an Bennett A. Cerf, der 1925 mit Donald S. Klopfer eine neue Firma gleichen Name…

Modezeitschriften

(180 words)

Author(s): H. Kieser
Modeblätter, Modejournale, Modezeitungen) entstanden in der zweiten Hälfte des 18. Jh. als Frauenzss. und lösten die bis dahin als Einzelbl. hrsg. Modebilder ab. Die ersten M. ersch. in Frankreich («Le Cabinet des Modes», Paris 1758). Das erste Modebl. in Deutschland war «Der neuen Mode– und Galanterie Zeitung ...» (Erfurt 1758—1759). Bedeutung erlangte erst das «Journal des Luxus und der Moden» (Weimar 1786 bis 1827), dessen Gründer F. J.Bertuch war. Er machte die dt. Dame mit den jeweils letzt…

Modist

(23 words)

Author(s): Red.
wurde im 15. — 17. Jh. der Schreibmeister genannt. Red. Bibliography Grimm J. und W: Dt. Wörterbuch. Bd. 6. Leipzig 1885, sp.2448.

Modius, Franciscus

(183 words)

Author(s): Red.
4.8.1556 in Oudenburg bei Brügge, 23. 6. 1597 in Aire bei Calais, Jurist und Philologe. M. führte ein unruhiges, wechselvolles Leben, bis er im September 1585 bei Sigmund Feyerabend in Frankfurt a.M. die Stelle eines Korrektors annahm und hier bis Dezember 1587 recht erfolgreich wirkte. Sein Tagebuch aus diesen Jahren läßt uns wertvolle Einblicke in die Lebensverhältnisse eines gelehrten Korrektors jener Zeit tun. Für die lat. Gedichte zu Jost Ammans Trachtenbuch der katholischen Geistlichkeit (…

Modularprinzip

(204 words)

Author(s): R. Fuhlrott
Das M. soll der Harmonisierung aller Maßbeziehungen eines Gebäudes und seiner Einrichtung mittels eines durchgängigen Maßsystems dienen. Aus dem vorgegebenen Achsmaß der Konstruktion bzw. der Architektur wird ein Modul als Maßeinheit abgeleitet, der den Makrobereich des Gebäuderasters mit dem Mikrobereich der Inneneinrichtung verbindet und so harmonische Beziehungen der Objekte untereinander ermöglicht sowie ergonomischen Sollmaßen entspricht. 1933 übertrug der Architekt Angus S. Macdonald diese…
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