Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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N

(143 words)

Author(s): B. Bischoff †
13. Buchstabe des lat. Alphabets. Die Entwicklung der dem M vergleichbaren, aber auf zwei Brüche mit längerem Endstrich beschränkten zackigen Grundform mündete (wie im Griech.) in eine Form, in der der erste und dritte Strich gleichlang wurden, parallel liefen und der Buchstabe sich aufrichtete. In den ältesten Minuskelschriften, den Halbunzialen, hat das Majuskel – N bis in das S.Jh. seinen Platz behauptet bzw. in der insularen ihn mit n geteilt. Diese gegenüber dem m um ein Glied verminderte F…

Nabatäische Schrift

(163 words)

Author(s): H. Buske
Schrift des alten arab. Nomadenvolkes der Nabatäer (ca. 400 v. Chr. bis ca. 300 n. Chr.) aus dem Raum Jordanien mit Petra (heute Wādī Mūsā) als Mittelpunkt bis ans Rote Meer. Zahlreiche Inschriftenfunde auf Ruinen, Felsengräbern, Papyri und Münzen sind mit Sicherheit zu datieren. Die N. S. ist eine Konsonantenschrift und geht auf eine aramäische Urform zurück, entwickelte sich über das Mittelaramäische mit starker Neigung zu Ligaturen und diversen Finalformen in einer Übergangsstufe der sinaitischen Schrift zur arab. Schrift. Nabatäische Schrift. H. Buske Bibliography Euting, J…

NABD

(7 words)

Siehe Normenausschuß Bibliotheks- und Dokumentationswesen

Nachätzen

(52 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
1. beim Rakeltiefdruck. Nach dem Andruck muß zur Farbkorrektur gelegentlich das Volumen von Rasternäpfchen entweder verkleinert oder vergrößert werden. Das geschieht durch N. 2. In der Chemigraphie. Hier werden an Elektrogravuren Tonwerte falls erforderlich durch N. korrigiert. C. W. Gerhardt Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 407.

Nachauflage

(63 words)

Author(s): K. Gutzmer
ist als Synonym für «unveränderte Neuaufl.» gebräuchlich; im Verlagsrecht ist der Begriff jedoch nicht definiert. Im Modernen Antiquariat bezeichnet man mit N. den Nachdruck verramschter Titel durch die Großantiquariate nach Ausverkauf der Restauflage. Diese N.n haben inzwischen einen solchen Umfang, daß die Grenzen zwischen Großantiquariat und Verlag verwischt wurden. K. Gutzmer Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 408.

Nachbestellung

(42 words)

Author(s): W. Braun-Elwert
Größere (Vertreter – )Aufträge können im Rahmen der Lieferbedingungen der einzelnen Verlage vom Sortiment durch «N.» in festgelegter Frist zu den (besseren) Bedingungen des Hauptauftrags ergänzt werden. W. Braun-Elwert Bibliography Handbuch des Buchhandels. Hrsg, von E. Heinold. Hamburg 1975, S.561 —562

Nachbezug

(124 words)

Author(s): W.Braun-Elwert
1. Der Sortimenter bezieht bedingt oder mit «RR» bestellte Stücke eines Werks, sobald sie verkauft sind, fest nach, um diese dann am Ende der Abrechnungsfrist zu remittieren, wenn weiterer Absatz nicht gelang. Er kann so risikofrei ein größeres Lager halten und seinen Bruttonutzen verbessern, wenn das fest nachbezogene Ex. besser rabattiert ist als das bedingt oder mit «RR» bezogene. 2. Von N. spricht man in anderem Sinne auch, wenn nach und nach so viel Einzelstücke bezogen werden, bis eine Partie erreicht ist und der Verleger trotz Einzelbezuges das P…

Nachdruck

(961 words)

Author(s): H. Rosenfeld †
Das Fachwort «drucken» ist oberdeutsche Variante für «drücken». Druck bezeichnet die Vervielfältigung einer handschriftlichen Vorlage, N. den Wiederabdruck einer bereits gedr. Vorlage. Bei Ausbreitung der Drucktechnik wurden neben Hss. auch Drucke als Vorlagen benutzt. Je mehr die Erstdrucker durch Revision der Texte durch Fachleute (Erasmus war z. B. von Froben mit der Revision der griech. Bibel [1516] und vielen anderen Textausg. beauftragt) oder umfangreiche Buchill. in ihre Drucke investiert…

Nachdrucklizenz

(21 words)

Author(s): L. Delp
die vertraglich eingeräumte Berechtigung, ein urheberrechtlich geschütztes Werk, dessen Verlagsrechte bei einem fremden Verlag liegen, nachzudrucken. Lizenz L. Delp

Nachdruckrecht

(232 words)

Author(s): L. Delp
nach dt. Recht Befugnis des Urhebers zur anderweitigen Vervielfältigung und Verbreitung eines Werkes trotz Einräumung eines ausschließlichen Nutzungsrechts an den Verleger bei bestimmten Werkarten, soweit nichts anders ausdrücklich vereinbart ist. Bei periodisch erscheinenden Slg. (z. B. Zss.) kann der Urheber nach Ablauf eines Jahres seit Erscheinen seines Beitrags anderweitig verfugen; das gilt für einen Beitrag in einer nichtperiodisch erscheinenden Slg. ebenfalls, wenn der Urheber keine Verg…

Nachdruckreihen

(76 words)

Author(s): A. Dornemann
bezeichnen abgeschlossene oder offene Buchserien, die ausschließlich aus unveränderten Nachdrucken älterer, vergriffener Werke bestehen, aber mit einem aktuellen Kommentar versehen sein können. N. gibt es sowohl im Wissenschafts— als auch im schöngeistigen Bereich. In der Regel werden N. von einem oder mehreren Herausgebern betreut. Beispiele: Sammlung wissenschaftlicher Commentare (SWC), Stuttgart/Leipzig; Monumenta Germaniae Hi-storica. Scripteres in folio, Stuttgart; Nachdrucke deutscher Literatur des 17. Jahrhunderts, Bern; Rara ex bi…

Nachdruckverbot

(123 words)

Author(s): L. Delp
meist durch die Formel Nachdruck verboten» zum Ausdruck gebrachte Inanspruchnahme des Urheberrechts, das dem Urheber von Werken der Lit., Wissenschaft und Kunst bzw. demjenigen zusteht, hat (§ 1 Urheberrechtsgesetz der BRDeutschland). Rechtswidrig hergestellte Vervielfältigungsstücke dürfen weder verbreitet noch zu öffentlichen Wiedergaben benutzt werden; rechtswidrig veranstaltete Funksendungen dürfen nicht auf Bild– oder Tonträger aufgenommen oder öffentlich wiedergegeben werden (§ 96 Urheberr…

Nachdruckverfahren

(53 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
sind keine Druckverfahren, sondern bestimmte Techniken der Druckformherstellung, um im Offsetdruck den Text vorhandener Werke ohne Neusatz nachdrucken zu können. Am häufigsten wird die Reprofotografie eingesetzt (Reprint), gelegentlich das Reflexkopierverfahren, gar nicht mehr der anastatische Druck. C. W. Gerhardt Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 408 bis 409.

Nachfalzen

(47 words)

Author(s): Red.
heißt das registergenaue Falzen (nach Druck) von ungenau gefalzten Broschurbogen, ehe sie endgültig gebunden werden. Der alte Falz muß zuerst glattgestrichen werden, Heftlöcher sind möglichst zu verdecken, dann wird neu von Hand gefalzt. Falzen Red. Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 409.

Nachfolge Christi

(6 words)

Siehe Imitatio Christi

Nachgalvanisieren

(43 words)

Author(s): R. Golpon
Verfahren zum Nachguß von Schriften anderer Schriftgießereien auf galvanischem Wege. Dieses früher viel angewandte Verfahren für Bleisatzlettern verstößt gegen intern. Urheberrecht. R. Golpon Bibliography Peltzer, K.: Graphische Techniken und Papierkunde. Thun 1963 Wilkes, W: Das Schriftgießen. Darmstadt 1990, S. 35 bis 36.

Nachkalkulation

(97 words)

Author(s): R. Busch
heißt jede Kalkulation, die nach dem Erscheinen eines Buches erstellt wird. Die erste N. er- folgt meist unmittelbar nach Fertigstellung, vor endgültiger Festsetzung des Ladenpreises und vor Auslieferung. Eine weitere N. ist die Endabrechnung, nachdem die Aufl. eines Buches ausverkauft (vergriffen) ist. Eine N. kann auch als fortlaufende Wirtschaftlichkeitskontrolle zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen werden oder immer dann, wenn eine Entscheidung über die Anhebung oder Senkung des Ladenpreises ansteht. Kalkulation des Preises R. Busch Bibliography Krüger, …

NachkopierefFekt

(53 words)

Author(s): R. Golpon
fortschreitende Härtung unbelichteter Stellen auf dichromatsensibilisierten Pigmentpapieroder Druckplattenschichten nach der Kopie (Belichtung) infolge nachträglicher chemischer Reaktionen. Durch Lagerung bei mindestens –20° Celsius kann der Nachkopiereffekt völlig ausgeschaltet werden. R. Golpon Bibliography Golpon, R.: Lehrbuch der Druckindustrie. Bd. 5: Tiefdruck. Frankfurt a.M. 1974 Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 409.

Nachlaß

(1,082 words)

Author(s): I. Stolzenberg | Red.
1. Im Bereich der lit. Überlieferung das nachgelassene private Schrift– und Dokumentationsgut, das sich bei einer Person oder auch Firma bzw. Korporation im Laufe ihres Lebens oder Bestehens organisch gebildet hat und sich zur dauernden Archivierung eignet. Dazu gehören alle Arten von lit., künstlerischen, wiss. und geschäftlichen Aufzeichnungen und Mss. des Nachlassers, unter Einschluß von Noten und Skizzenbüchern, von der Stoffslg. und dem ersten Entwurf bis zur Reinschrift und orrekturfahne, weite…

Nachlese

(115 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Begriff aus der Landwirtschaft, der seit dem 17. Jh. metaphorisch für die nachträgliche Ergänzung und Zusammenfassung von Ereignissen oder Veröffentlichungen verwandt wird, zuerst von C. Weise («Die drey klügsten Leute in der gantzen Welt» Leipzig 1673, S. 303). Als Titelbegriff ist N. seit der Mitte des 1S.Jh.s gebräuchlich. Erster Beleg: C. G. Marche «Freiwillige Nachlese bey den bisherigen gelehrten und erbaulichen Monatsschriften» (Frankfurt/Leipzig 1735 – 1738). Als Bezeichnung für …

Nachlieferung

(48 words)

Author(s): W. Braun-Ehwert
1. Teillieferung zu einem späteren als dem für die gesamte Lieferung vereinbarten Termin. Die N. ist zu gleichen Konditionen zu liefern wie die Hauptlieferung. 2. Unberechnete N. zu einer vorausgegangenen Lieferung, in deren Berechnung der Preis für die N. bereits enthalten war. Als RestRestschreiben W. Braun-Ehwert

Nachmittagsausgabe

(37 words)

Author(s): H. Bohrmann
zweite Ausg. einer mehrfach am Tag erscheinenden Ztg., deren Redaktionsschluß am frühen Morgen lag und die ab mittags in den Verkauf gingen. N.n sind in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr üblich. H. Bohrmann

Nachricht

(238 words)

Author(s): H. Bohrmann
ist eine «Mitteilung zum Dar-nachrichten». Das Wort kommt erst seit dem 17. Jh. vor, seine Inhaltsbedeutung wurde vorher mit dem Wort «Ztg.» ausgedrückt. «Newe Ztg.», die im 17. Jh. anläßlich wichtiger Ereignisse nicht periodisch herauskamen, wiesen durch diesen Titel auf die neuen N.en hin, die sie verbreiteten. Die N. bildet inhaltlich einen Kern der seit 1609 nachweisbaren periodischen Presse. N.en stehen neben reflektierenden, unterhaltenden und kommentierenden Inhalten aller Art, die dem universalen und aktuellen Berichtsanspruch der Ztg. entsprechen. Vor allem durch…

Nachrichtenagenturen

(473 words)

Author(s): H. Bohrnmnn
sind Unternehmungen, die gewerbsmäßig Nachrichten im In– wie im Ausland entweder universell oder spartenmäßig eingeschränkt sammeln, verarbeiten und an Interessenten, vorwiegend in den publizistischen Medien, aber auch bei Regierungsdienststellen und Wirtschaftsbetrieben u.a.m. im Abonnement verkaufen. Die N. arbeiten publizistisch gesehen für Weiterverarbeiter, nicht für den Endverbraucher. Erste N. entstanden in der Mitte des 19. Jh.s, als die Nachrichtentechnik ausgebaut wurde, zunächst in Pa…

Nachrichtenbank

(94 words)

Author(s): N. Henrichs
elektronisch verfügbare Slg. von Meldungen über aktuelle Geschehnisse aus allen Lebensbereichen und aus aller Welt. Anbieter dieser Volltext – Informationen sind – Nachrichtenagenturen, Abnehmer sind Presseredaktionen und Medieneinrichtungen. Die Vermittlung der Informationen erfolgt i.d.R. im Abonnement (SDI – Selective Dissemination of Information), weniger durch einzelne Online–Recherchen. N. Henrichs Bibliography Mie, F.: Fakteninfonnationssysteme. In: Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Hrsg, von M. Buder u.a. 3. Aufl…

Nachrichtenbeschaffung

(186 words)

Author(s): H. Bohrmann
Seit sich Mitte des 19. Jh.s das Nachrichtengewerbe als eigenständiger weig der Publizistik konstituiert hat, stützt sich die Presse nur noch in der lokalen Berichterstattung auf die Recherche durch Redakteure, freie Mitarbeiter und gelegentlich angebotene und angekaufte Nachrichten aus der Bevölkerung. Die Nachrichtenredaktion, der die dt. und intern. Berichterstattung zufallt, analysiert die von den Nachrichtenagenturen (Universalnachrichtenagenturen, wie dpa [Dt. Presseagentur] oder Spezialna…

Nachrichtenblatt

(77 words)

Author(s): H. Bohrmann
Ähnlich einem Mitteilungsbl. bringt das N. ausschließlich Nachrichten etwa von Behörden, Verbänden, Vereinigungen und sucht deren Verordnungen, Entscheidungen, Entschlüsse u.a.m. dem Kreis der davon betroffenen Mitarbeiter, Mitglieder etc. regelmäßig zu übermitteln. N.er stehen damit den Amtsblättern und den Gesetz – und Verordnungsblättern nahe. Am Markt kann sich eine solche Publikation nicht behaupten, es sei denn, sie würde durch die Aufnahme eines zusätzlichen redaktionellen Teils und ei-ne…

Nachrichtendienst

(86 words)

Author(s): H. Bohrmann
1. Bezeichnung für Nachrichtenagen turen oder einzelne Dienste einer Nachrichtenagentur, beispielsweise Sportnachrichten. 2. Von N. wird auch bei den Produkten der zentralen Nachrichtenredaktion eines Pressekonzerns gesprochen, z. B. SpringerInland – Dienst (SID) / Springer-Ausland – Dienst (SAD). 3. Bezeichnung für die Nachrichtensendungen und deren Redaktionen bei den elektronischen Medien. 4. Auch Benennung für den Geheimdienst, der in der Regel in staatlichem Auftrag nicht allg. zugängliche Nachrichten sammelt und auswertet. H. Bohrmann Bibliography Höhne, H.: Di…

Nachrichten ftir wissenschaftliche Bibliotheken

(112 words)

Author(s): F. A. Schwidt—künsemüller †
hrsg. vom Verein Dt. Bibliothekare, ersch. 1948 — 1953, waren die erste bibliothekarische Zs., die nach dem Zweiten Weltkrieg und der Teilung Deutschlands im westlichen Teil des Landes herauskam. Die Redaktion lag bei der Bayerischen SB München. Ihre Beiträge spiegeln die Probleme wider, mit denen die westdt. Bibl.en nach den Zerstörungen und Verlusten des Krieges konfrontiert waren; sie lassen aber auch die ersten Versuche der Bibl.en zu neuer Kooperation und neuen Aufgaben erkennen. Die Nachri…

Nachrichtenmagazin

(79 words)

Author(s): H. Bohrmann
Zeitschriftentypus, der meist wöchentlich erscheint und unter starker Betonung der politischen Ereignisse die Nachrichtenlage einer Woche, nach Sparten gegliedert und häufig in einer mit Meinungselementen durchsetzten Stilform, für einen intellektuell geprägten Leserkreis aufbereitet. Bedeutender Vertreter des Typus N. in der Brdeutschland ist «Der Spiegel» (1946 unter dem Titel «Diese Woche» gegründet). Die Vorbilder des N.s stammen aus den Vereinigten Staaten (Time, Newsweek).…

Nachrichtenübermittlung

(282 words)

Author(s): H. Bohrmann
Der N. dienen alle Medien, die Nachrichten im weitesten Sinne vermitteln. Sie sind damit Teil der aktuellen N., auf den moderne Gesellschaften schon durch ihre weltpolitische und weltwirtschaftliche Verzahnung nicht verzichten können. Die hochindustrialisierten Länder der Gegenwart sind durch ein dichtes Netz der N. verknüpft, das von den Weltnachrichtenagenturen durch modernsten Technikeinsatz (direkt oder indirekt abstrahlende Satelliten) betrieben wird. Die N. hat sich seit dem MA kontinuierlich von der Abdeckung kleinerer Regionen auf weltweite Dime…

Nachruf

(4 words)

Siehe Nekrolog

Nachschlagewerke

(153 words)

Author(s): W Grebe
engl, reference books, allg. Bezeichnung für Informationsmittel, die vornehmlich dem raschen und gezielten Auffinden von Daten und Fakten dienen und nicht einer zusammenhängenden Lektüre. N. gibt es in Buchform und als AV–Medien (Audiovisuelle Medien). N. sind Informationsspeicher, die Typus und Zweck entsprechend nach bestimmten Ordnungsprinzipien angelegt sind und Daten und Fakten zu allen Gebieten des Wissens erfassen und erschließen. Zu den N.n zählen Enzyklopädien, Lexika, Wb., Bibliographi…

Nachschnitt

(47 words)

Author(s): Red.
Bewährte und viel gefragte Bleischriften wurden früher von anderen Schriftgießereien nachgeschnitten, wenn man nicht gar zur Ersparnis des eigenen Stempelschnittes die fertigen Typen irgendwie erwarb und nachgalvanisierte. Bei der Renaissance der klassischen Schriften Didots, Bodonis u.a.m. haben die Schriftgießereien die alten Vorlagen oft nachgeschnitten. Red.

Nachschrift

(74 words)

Author(s): G. Pflug
1.Schriftliche Fixierung eines gesprochenen Textes während des Vortrags, z. B. einer Universitätsvorlesung durch einen Studenten. Für die Ausg. der Schriften eines Gelehrten dienen Vorlesungsnachschriften als Editionsgrundlage, wenn sich das Originalms. nicht erhalten hat. 2. Ohne Wissen des Verf. hergestellte Abschrift eines Werks, die als Grundlage für einen unrechtmäßigen Nachdruck dient. 3. Nachträglicher Zusatz zu einem Brief oder einem Werk, mit N.S. abgekürzt. Sie wird auch als Postscriptum (Abkürzung P.S.) bezeichnet. G. Pflug

Nachschußauflage

(82 words)

Author(s): K. Gutzmer
auch Verlegernachdruck, nannte man eine ohne vorheriges Wissen bzw. ohne Mitwirkung des Autors vom Originalverleger hergestellte, unveränderte Neuauflage. Bis zur Einführung der Preisbindung wollte der Verlag durch eine verbilligte N. unrechtmäßige Nachdrucke bekämpfen. Wenn aber ein Verlag eine N. veranstaltete, ohne das vertraglich zugesicherte Absatzhonorar abzuführen, galt so ein «Auflagenschwindel» als Betrug und war strafbar. Ex. der N. sind Originalausg.; sofern sie den Originaldruck der …

Nachsehen

(79 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
ist die optische Qualitätskontrolle eines Druckerzeugnisses zum Zwecke der Nachbesserung oder Aussonderung vor der Auslieferung. Dies geschieht heute nur noch bei Druckerzeugnissen der höchsten Qualitäts– bzw. Preisstufe. Im allg. werden anstelle dieser unwirtschaftlichen Arbeitsgänge z. B. in der Buchproduktion planmäßige Stichproben an Schwerpunkten der Fertigung durchgeführt. Von N. sprach man früher auch in der Stereotypie und Galvanoplastik, deren Endprodukte regelmäßig sorgfältig nachgesehen werden mußten. C. W. Gerhardt Bibliography Lexikon der grafischen…

Nachsendungskosten

(54 words)

Author(s): H. Bohrmann
Ztg. werden überwiegend im Abonnement vertrieben. Als Kundendienst für den Leser (Leser–Blatt–Bindung) bieten die Verlage bei berufsbedingten Abwesenheiten oder während des Urlaubs der Leser an, das BL regelmäßig für einen bestimmten Zeitraum an einen anderen Ort zu liefern. Dabei wird in der Regel der Dienst der Post in Anspruch genommen. H. Bohrmann

Nachtausgabe

(35 words)

Author(s): H. Bohrmann
Titel von Boulevardztg., deren Redaktionsschluß in der Regel am späten Vormittag liegt und die ab Mittag in den Verkauf kommen. Die N. spielt in der dt. Zeitungslandschaft kaum noch eine Rolle. H. Bohrmann

Nachtigall

(79 words)

Author(s): Red.
Unter diesem Titel veröff. Wilhelm Kiebitz anonym einen kurzen Auszug aus Schriften des Herzogs Johann Friedrich dem Mittleren von Sachsen über die Grumbachschen Händel, durch den Kaiser Maximilian II. sich beleidigt fühlte. 1567 in Frankfurt a.M. gedr., in Heidelberg nachgedr., trug die N. dem Frankfurter Drucker Johann Schmidt († 1596) eine zweijährige Gefangenschaft in Wien ein. Red. Bibliography Kapp, F.: Gesch. des dt. Buchhandels. Bd. 1. Leipzig 1886, (ND Leipzig 1970) S. 548 — 549; Benzing S. 124.

Nach Tisch

(56 words)

Author(s): W. Brauii-Elwert
Die durch empfohlene Bestellungen angeforderten Gegenstände des Buchhandels wurden in Leipzig vom Verleger oder Kommissionär am Vormittag fertig gemacht und zur Abholung «nach Tisch» bereit gehalten, damit sie noch am Nachmittag versandt werden konnten. W. Brauii-Elwert Bibliography Paschke, M. / Rath, P.: Lehrbuch des Dt. Buchhandels. Bd. 1. 7. Aufl. Leipzig 1932, S. 317.

Nachtrag

(86 words)

Author(s): S. Corsten
kann an die Stelle einer durchlaufenden Zählung die Bezeichnung eines bibliographisch selbständigen Teils (Bibliographische Einheit) eines zusammengehörigen Ganzen sein. Nach den dt. Regelwerken für die alphabetische Katalogisierung wird sie in die Bandangabe übernommen. Dasselbe gilt auch für gleichartige Bezeichnungen wie Beilage, Anhang, Supplement u. a. m. S. Corsten Bibliography Fuchs, H.: Kommentar zu den Instruktionen für die alphabetischen Kat. der Preußischen Bibl.en. 3. Aufl. Wiesbaden 1962, S. 25 und 46-47 Haller, K. / Popst, H.: Katalogisierung nach den RA…

Nachwort

(43 words)

Author(s): G. pflug
ein vom Autor oder Hrsg, eines Werkes nachgestellter, meist das Werk oder seine Ed. erläuternder Text. Er hat gewöhnlich eine ähnliche Aufgabe wie das Vorwort. G. pflug Bibliography Busch, U.: Vorwort und N. In: Neue Sammlung i. 1961, S. 349 bis 356.

NACSIS

(128 words)

Author(s): N. Henrichs | C. W. Gerhardt
National Center for Science Information System, Tokyo, gegr. 1986 (durch Umwandlung des Center of Bibliographie Information an der Universität von Tokyo) als interuniversitäres Forschungsinstitut mit folgenden Aufgaben: Planung und Koordinierung des nationalenjapanischen Systems für Wissenschaftsinformation, informationswiss. Forschung, Unterstützung der Bibliotheksdienste (Nationalkat., Leihverkehr), Aufbau von Informationsdiensten und Förderung des Datenbankaufbaus in der Wissenschaft, Aus– und Fortbildung im Informationsbereich. N. Henrichs Nadelboge…

Nadellochkarte

(5 words)

Siehe Lochkarte Lochkartenverfahren

Nadeln

(4 words)

Siehe Aufnadeln

Nadïm

(59 words)

Author(s): D. Duda
oder Ibn al–Nadlm Muhammad Ibn Abï Ya'qüb (995 oder 998), Gelehrter, Kopist und Buchhändler in Bagdad, vollendete 987 — 988 den berühmten Kitab–alFihrist (Index), ein kommentiertes umfassendes Verz. aller Bücher in arab. Sprache und arab. sowie nicht–arab. Autoren. D. Duda Bibliography Fück, J. W.: Ibn al–Nadlm. In: Encyclopédie de l'Islam. Nouv. éd. Bd. 3. Leiden/Paris 1971, S. 919-920.

Nagari–Schrift (nägan, sanskrit «städtische Schrift»)

(197 words)

Author(s): U.-B. Kuechen
(gehört zur nordindischen Schriftengruppe, die sich aus der alten Brahmlschrift über das Guptaalphabet seit dem 7. Jh. n. Chr. entwickelt hat. Vom 17. Jh. an wird sie mit DevaniigarT bezeichnet. F.s ist eine rechtsläufige Silben schrift, die Zeichen für Vokale und Konsonanten und Hilfszeichen z. B. für Vokallosigkeit kennt. Konsonantengruppen werden durch Ligaturen ausgedrückt, und die Zeichen insgesamt sind durch die Verwendung von langen Deckstrichen charakterisiert. Die N.– bzw. Devanä–gari–S…

Nägele, Reinhold

(104 words)

Author(s): H. J.Genge
* 17. 8. 1884 in Murrhardt, † 30. 4. 1972 in Stuttgart, dt. Maler und Graphiker. N. wurde vor allem durch seine Aquarelle, Temperamalereien, Radierungen und Hinterglasbilder bekannt. Zwischen 1912 und 1924 schuf er auch etwa fünf Dutzend überwiegend radierte Exlibris, die durch ihre individuelle Bildsprache, die Klarheit ihrer Form und die Stärke ihres Ausdrucks bestechen. N. zählt zu den meist gesuchten Exlibriskünstlern des 20. Jh.s. H. J.Genge Bibliography Thieme – Becker Bd. 25, S. 326 Vollmer Bd. 3, S. 455 Jb. der Dt. Exlibris-Ges. 1955, S. 20 — 22 Naegele, T.: R.–N.–Exlibris. We…

Nagelprobe

(54 words)

Author(s): G. Brinkhus
Die N. dient zur Feststellung der Laufrichtung bei Maschinenpapieren. Zwischen den leicht zusammengedrückten Fingernägeln von Daumen und Zeigefinger wird das Bl. Papier hindurchgezogen. Während sich in der Querrichtung Wellen zeigen, bleibt das Papier in der Laufrichtung bei der N. glatt. G. Brinkhus Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982, S. 59.

Nagler, Karl Ferdinand Friedrich von

(138 words)

Author(s): P. Neumann
* 22. 1. 1770 in Ansbach, † 13. 6. 1846 in Berlin, dt. Bibliophile. Der spätere preußische Generalpostmeister (seit 1823) und Staatsminister (seit 1836) baute 1810 — 1821 eine große private Kunstslg. und Bibl. auf. Letztere enthielt vornehmlich dt. Lit. des MA und des 16. und 17. Jh.s. Noch zu seinen Lebzeiten wurden 1836 die in einem Kat. erfaßten 102 Bde. Hss. und etwa 5000 Drucke, darunter 120 Ink., von der Berliner Kgl. Bibl, (heute SB Berlin) erworben. P. Neumann Bibliography Juchhoff, R.: Die Bücherslg. des Generalpostmeisters von N. in der Preußischen SB. In: Von Büche…

Nakhi-Schrift

(405 words)

Author(s): A. Dufey
Der von den Chinesen Moxie oder Naxi gen. tibetische Stamm umfaßt 160 Tsd. Menschen und bezeichnet sich selbst als Na–khi (gesprochen Nachi). Er bewohnt den Nordosten der chinesischen Provinz Yunnan in der Gegend um Lijiang. Offenbar nur eine nordöstliche Untergruppe heißt Mo–so. Die Sprache der Nakhi gehört zur birmanischen Gruppe der sino–tibetischen Familie. Die Dto–mba gen. Priester haben nach chinesischem Vorbild sowohl eine piktographische Schrift als auch unter tibetischem Einfluß eine ph…

Namenslexikon

(74 words)

Author(s): W. Grebe
veraltete Bezeichnung für zumeist alphabetisch geordnete Lexika oder Wb. zu bestimmten Sachgebieten. Im Unterschied zu den Namenslisten werden im N. die Namen durch Erläuterungen näher bestimmt. Bes. häufig sind biographische und geographische Ausführungen des N.s. Frühe gedr. Ausg. sind z. B. Stephanus Estienne), R.: Dictionarium nominum propriorum. 1541 u.ö.; Gesner. C.: Onomasticon propriorum nominum. 1544 u.ö. Onomastikon W. Grebe Bibliography Schneider, G.: Handb. der Bibliographie. 5. Aufl. Stuttgart 1969, S. 472 — 480.

Namenslisten

(47 words)

Author(s): W. Grebe
allg. Bezeichnung für alle Formen von alphabetisch oder sachlich geordneten Verz., die Namen und Begriffe ohne nähere Zusatzerläuterungen aufführen. N. können bibliographisch selbständig ersch. oder Teil eines Werkes sein. Onomastikon W. Grebe Bibliography Schneider, G.: Handb. der Bibliographie. 5. Aufl. Stuttgart 1969, S. 469 — 470.

Namensstempel

(92 words)

Author(s): Red.
Auf Blinddruckeinbänden, vor allem des 15. und 16.Jh.s, sind in den Deckelschmuck oft Stempel eingefügt, die im Spruchband einen Namen zeigen. Meist nennt sich darin der Buchbinder, doch kommen auch Besitzernamen in dieser Weise vor, wie bes. klösterlicher Besitz so gekennzeichnet wurde (evtl, auch durch den Namen des Schutzpatrons). Doch ist auch die Anrufung heiliger Namen in solchen Stempeln häufig. Red. Bibliography Loubier, J.: Der Bucheinband in alter und neuer Zeit. Berlin/ Leipzig 1904, S. 79 — 82 Handb. der Bibliothekswissenschaft. 2. Aufl. Bd. 1. Wiesbaden 1952,…

Namenszug

(79 words)

Author(s): P Neumann
Der N. wird handschriftlich zur Beglaubigung von Urkunden schon seit der Antike ausgeführt, auch mit Hilfe von Schablonen, Stempeln und Unterschriftsmaschinen. Als Besitzervermerk in Büchern kann er in späterer Zeit aufschlußreiche Hinweise auf die Provenienz eines Ex. geben, als Widmung des Autors erhöht er den Wert des Buches. AutographDedikationsexemplare P Neumann Bibliography Meisner, H. O.: Urkunden- und Aktenlehre der Neuzeit. 2. Aufl. Leipzig 1952, S. 124 — 128 Bielschowsky, L.: Der Büchersammler. Darmstadt 1972, S. 243 — 246.

Namen– und Artensatz

(62 words)

Author(s): P. Neumann
Bezeichnung flir Satzarbeiten, die überwiegend oder ausschließlich aus Eigennamen und Sachbegriffen, aus Fremdwörtern oder ungewöhnlichen Ausdrücken, aus Abk. oder Aufzählungen von Gegenständen bestehen. Da bei der Texterfassung durch den Setzer hierbei die Mengenleistung pro Zeiteinheit sinkt, ist je nach Schwierigkeitsgrad ein entsprechender Preisaufschlag angemessen. P. Neumann Bibliography Krüger, H. M.: Leitfaden der Druckkalkulation. 9. Aufl. Frankfurt 1960, S. 50.

Namibia

(801 words)

Author(s): I.-D. Wolcke-Renk
Republik im Südwesten Afrikas am Atlantik, begrenzt von Angola im Norden, Botswana im Osten und der Republik Südafrika im Süden. Auf einer Fläche von 824269 km² lebt eine Bevölkerung von ca. 1,2 Mio. (Schätzung von 1988). Amtssprache ist Engl., weitere Hauptsprachen sind Damara, Herero, Kavango und Ovambo. Als wichtigste Fremdsprachen gelten Afrikaans und Deutsch. Offiziell besteht eine neunjährige Schulpflicht im Alter von 7 bis 16 Jahren. Die Analphabetenrate betrug 1992 ca. 60%. Stand und Qua…

Namur

(224 words)

Author(s): G. Gabel
1. Buchdruck Als Buchhändler waren in N. Jehan de Nivelles (1512 — 1514), Jean Furie (Furie, Furlet) in den Jahren 1594 — 1608 und François Vivien 1597 bis 1628 tätig. Als Erstdrucker N.s gilt Henri Furlet, Sohn des vorgen. Buchhändlers, der 1616 sein Patent als Drukker erhielt und 1618 den ersten Druck herausbrachte. Außer Furlet waren im 17. Jh. noch acht weitere Werkstätten in Betrieb. Für das 18. Jh. lassen sich 15 Druckereien in N. nachweisen. Bibliography Borgnet, J.: Recherches sur les imprimeurs de N. In: Le Bibliophile belge 6. 1850, S. 429 — 455 Rouzet, A.: Dictionnaire des impri…

Namur, Jean Pie

(122 words)

Author(s): Red.
* 27. 9. 1804 in Luxemburg, 23· 4· 1867 in Brüssel, Bibliothekar in Löwen, Lüttich und Brüssel. Er schrieb: Manuel du bibliothécaire (Bruxelles 1834), Bibliographie paléographico–diplomatico–bibliologique générale (2 Bde., Liège 1838), Bibliographie des ouvrages publiés sous le nom d'Ana (Bruxelles 1839), Projet d'un nouveau système bibliographique des connaissances humaines (Bruxelles 1839), Histoire des bibliothèques publiques de la Belgique (3 Bde., Bruxelles 1840 bis 1842 mit Nachtrag von Fe…

Nanaion

(59 words)

Author(s): B. Bader
Tempel der Isis Nanaia in Alexandria. Mit ihm war eine Bibl, verbunden, die mehrmals neben der Hadriansbibl. in Alexandria als zentrales staatliches Archiv gen. wird. B. Bader Bibliography Mitteis, L. / Wilcken, U.: Grundzüge und Chrestomathie der Papyruskunde. Bd. 2,2. Leipzig 1912, Nr. 188 Posner, E.: Archives in the Ancient World. Cambridge, Massachusetts 1972, S. 152 — 153.

Nancy

(585 words)

Author(s): P. Neumann
Hauptstadt des franz. Départements Meurthe – etMoselle mit (1993) ca. 120 Tsd. Einwohnern. 1. Buchdruck und Buchhandel Der Hauptort des Herzogtums Lothringen hat sich erst seit dem späten 15. Jh. zur Residenzstadt entwickelt. Nicolas Hierosme, der schon 1562 im nahen St. Nicolas – de – Port gedr. hatte, druckte 1566 in N. eine amtliche Ordonnanz. Als erstes in N. hergestelltes Buch gilt «Le Parnasse des poètes François» (Jean Janson, 1572). J. Janson/Jenson (Vater und Sohn) brachten bis 1597 acht weitere Werke h…

Nansen, Peter

(111 words)

Author(s): T. Nielsen
* 20. 1. 1861 in Kopenhagen, † 31. 7. 1918 in Mariager, dän. Verleger. N. war urspr. Journalist und Verf. von Romanen und Novellen, die ungeachtet aller stilistischer Finesse als moralisch zweideutig galten. Es wurde daher als dreist beurteilt, daß Gyldendalske Boghandel ihn 1896 als lit. Direktor einsetzte. Er erwies sich aber als der rechte Mann, um den stagnierenden Verlag wieder emporzubringen. Er gewann das Vertrauen von Schriftstellern aller eistesrichtungen, und zum Bedauern der lit. Welt mußte er 1916 nach einem Bruch mit der Familie Hegel erbittert zurücktreten. T. Nielsen B…

Nanterre

(305 words)

Author(s): G. Gabel
Bibliotheken. 1. UB. 1964 richtete die Univ. Paris eine geisteswiss. Fachbibl. in N. ein, die bis 1970 um die Fachgebiete Recht, Wirtschafts- und Sozialwiss. erweitert wurde. 1971 bezog die Bibl, einen Neubau. Im Rahmen der im selben Jahr durchgeführten Univ.reform wurde die Slg. zur zentralen Bibl, der Université de Paris X bestimmt. Neben der Zentralbibl. bestehen einige kleinere Fachbibl. en, unter denen die Slg. des Romanischen Instituts (110 Tsd. Bde.) am bedeutendsten ist. Bestand 1995: 350 Tsd. Bde., 2620 lfd. Zss., 60 Tsd. Mikroformen. Bibliography Bulletin des Bibliothè…

Nantes

(437 words)

Author(s): G. Gabel
Hauptstadt des franz. Départements Loire-Atlantique 1. Buchdruck Als Erstdrucker gilt Etienne Larcher, ein Bruder des Pariser Druckers Jean Dupré, der dort 1493 «Les Lunettes des Princes» von Jean Meschinot herausbrachte. Er soll bis 1498 in N. gewirkt haben. Für das 16. Jh. lassen sich rund zwölf Buchdrucker und Buch händler nachweisen, unter denen die von Nicolas des Maretz und Francois Faverye gemeinsam betriebene Werkstatt die größte Produktivität entfaltete. Im Verlauf des 17. Jh.s waren in N. ins…

Nanteuil, Célestin François (eigentlich Leboeuf)

(188 words)

Author(s): Red.
*11 . 7. 1813 in Rom, ✝ 4. 9. 1873 in Marlotte (Seine-et-Marne), Genremaler, Radierer, Lithograph und Holzschneider. N. gehört zu den hervorragendsten Buchillustratoren der Romantik in Frankreich. Die ma. Skulpturen regten ihn zu seinen phantastischen, oft etwas überladenen Titeln und Vignetten an. Seine bekanntesten Ill . enthalten die Erstausg. der Werke von V. Hugo, A. Dumas d. Ä., G. de Nerval, P. Borel, T. Gautier, A. de Müsset und R. de Beauvoirs. Von 1833 an arbeitete er mit an den Ill . …

Napier, David

(165 words)

Author(s): H. Williamson †
(1785 — 1873), war Ingenieur und begann 1819 in London Druckmaschinen zu bauen. Zuerst befaßte er sich mit dem Tiegeldruckprinzip der Handpresse und brachte 1830 eine Maschine dieser Art mit Doppelanleger heraus. Eine solche Maschine mit Dampfantrieb ließ er 1835 in New York bauen. 1824 konstruierte er seine erste «Nay – Peer» – Schnellpresse, eine Zylinderdruckmaschine mit zwei Zylindern fiir Vorder– und Rückseitendruck und einem Greifersystem, welches den Bogen auf jedem Zylinder während der U…

Napiersky, Carl Eduard

(204 words)

Author(s): R Kaegbein
* 1.5.1793 in Riga, † 2. 9. 1864 ebd., Geistlicher, Pädagoge und Historiker. N. studierte 1810 — 1812 Theologie in Dorpat; 1814 bis 1829 war er Pastor in Neu – Pebalg (Livland), 1829 — 1849 Direktor des Gouvernements – Gymnasiums in Riga. Vielseitig verdient war er um die baltische Geschichtsforschung durch Publikation zahlreicher Quellenwerke und historischer Abhandlungen. Für die Entwicklung der livlandischen und lettischen Bibliographie bedeutsam sind seine «Fortgesetzte Abh. von livländische…

Napoleon I. Bonaparte

(302 words)

Author(s): Red.
Kaiser der Franzosen, * 15. 8. 1769 in Ajaccio (Korsika), 5. 5. 1821 auf St. Helena. N. sammelte seit 1798 eine Bibl, deren Bde. auf dem Rücken das Monogramm BP (Bonaparte Pagerie) zeigen. Aus seiner Konsulatszeit stammt die Errichtung einer Slg. von 7000 Bdn. in Malmaison, seiner Lieblingsbibliothek. Außerdem besaß er noch in anderen Slg. 100 Tsd. Bde., die sein Bibliothekar А. A. Barbier verwaltete; eine Reisebibl, begleitete ihn auf seinen Zügen, auch auf Elba und St. Helena las er eifrig. Di…

Napp–Druckplatte

(65 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
heißt eine Fotopolymer – Druckplatte für Zeitungshochdruck. Es handelt sich um eine metallische Trägerplatte, die zuunterst eine Schicht gegen die Reflexion des Kopierlichtes trägt und erst darüber die bedeutend dickere, nach dem Belichten und Auswaschen das Druckrelief bildende Spezialschicht. Die N. wurde in Japan entwickelt. Nyloprint-DruckplatteNylograv – Druckplatte C. W. Gerhardt Bibliography Lexikon der graphischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 411 bis 412.

Narbenseite

(4 words)

Siehe Haarseite

Narbonne

(182 words)

Author(s): G. Gabel
Kreisstadt im franz. Département Aude, das antike Narbo. i. Buchdruck. Als erster in N. nachgewiesener Druck gilt ein Brevier (Brevarium Narbonensis), das am 31. 10. 1491 im Kloster Saint-Just entstand und dem Lyoner Drucker Jean Dupré zugeschrieben wird (GW 5409). Für das 16. Jh. ist nur der Druck eines Missales belegt, das aus der Werkstatt eines Pierre Rueau hervorging. Erst im 17. Jh. wurde der Buchdruck in N. bodenständig; insgesamt lassen sich acht Druckereien und mehr als 100 Titel nachweisen. Bibliography Claudin, a.: Histoire de l'imprimerie en France au XV e et au X…

Narbung

(216 words)

Author(s): K Jäckel †
Die N., im buchbinderischen Sprachgebrauch auch «der Narben» genannt, ist die natürliche Musterung der Oberfläche des Leders. Diese ist bei den verschiedenen Ledersorten verschieden ausgebildet und kann in den meisten Fällen zur Bestimmung des Leders genutzt werden. Der Narben des Maroquinleders ist, der Größe der Felle entsprechend, groß und kräftig ausgebildet. Zuweilen wird er noch maschinell oder von Hand geglättet. Er erhält dadurch ein anderes Narbenbild und wird als Maroquin ecrasé bezeic…

Narrenliteratur

(280 words)

Author(s): H. Rosenfeld †
im weiteren Sinn ist Lit. didaktisch-satirischen Gepräges, die menschliche Schwächen aller Art und Mißstände des öffentlichen und privaten Lebens scharf geißelt. Dazu gehören auf der Grundlage frühen Brauchtums Werke wie «Salomon und Markolf» (Ende 12. Jh.), «Reinhart Fuchs» (Ende 13. Jh.), «Der Pfaffe von Kalenberg» des Philipp Frankfurter (Mitte 15. Jh.), «Till F.ulenspiegel» (Erstdruck um 1478), sowie Fastnachtspiele wie «Das Narrenschneiden» von Hans Sachs (1534). Im engeren Sinn handelt es sich um die Narrenbilderlit. lit. des 16. Jh.s in der Nachfolge d…

Narthex Ilias

(79 words)

Author(s): B. Bader
von griech. νάϬΰηέ= Kästchen oder Kasten zur Aufbewahrung von Salben, Medikamenten u.ä. Alexander der Große führte auf seinen Feldzügen eine von seinem Lehrer Aristoteles revidierte Ausg. der Ilias mit. Als er unter persischen Schätzen einen bes. kostbaren Narthex erbeutete, bestimmte er ihn zur Aufbewahrung seiner Ilias, die deshalb «die Ilias aus dem Narthex» gen. wurde. (Strabo 13.1.27; Plutarch, Alex. 8,2. 26,1.2; Plinius d.Ä. 7,108). B. Bader Bibliography Fox, R. L.: Alexander der Große. Düsseldorf 1974, S. 76.

Narva

(643 words)

Author(s): R Kacgbein | D.-G. Erpenbeck
Stadt an der Nordostgrenze Estlands. Die Nachrichten über das ältere Buchwesen in der Stadt sind dürftig. Der Revaler Buchhändler Tielman Hube war 1651 bis 1658 in N. tätig; etwas später wird der Küster und Buchbinder Siegfried Born († vor 1687) gen., dessen Schwiegersohn seit 1687 der N.er Bürger, Buchbinder und Buchhändler Jochim Sichardt (Sichert) war; mehrere weitere Buchbinder sind im 18. und 19. Jh. nachweisbar. Erstdrucker der Stadt war 1695 — 1704 der «kgl. privilegierte Stadtbuchdrucker» Johann Köhler, von dem mehrere Drucke bekannt sind. Aus dem Jah…

Nash, Frederick

(101 words)

Author(s): G. P. Jefcoate
* 1782 in Lambeth bei London, 5. 12.1856 in Brighton, engl. Aquarellmaler und Zeichner. Seit 1800 nahm N. an Ausstellungen der Royal Academy in London teil. Er spezialisierte sich auf architektonische Zeichnungen. Seine sehr präzise Arbeit verhalf ihm 1807 zur Einstellung als Zeichner bei der Londoner Society of Antiquaries. Zu seinen VerÖfF. gehören «Twelve views of the antiquities of London» (1805— 1810) und «Picturesque views of the City of Paris and its environs» (1819—1823). G. P. Jefcoate Bibliography Thieme-Becker Bd. 25, S. 346 Houfe, S.: Dictionary of British Book Illu…

Nash, John Henry

(356 words)

Author(s): F. J. Mosher
* 12. 3. 18 71 in Woodbridg e, Ontario, Kanada, 24. 5. 1947 in Berkeley, Kalifornien, amer. Drucker und Büchersammler. N. erlernte das Druckhandwerk in Toronto, bevor er in die USA emigrierte, wo er sich schließlich (1895) in San Francisco niederließ. Nachdem er dort für verschiedene bestehende Firmen gearbeitet und erfolglos versucht hatte, einen eigenen Betrieb zu gründen, trat er 1903 in die neugegr. Tomoye Press des Buchhändlers Paul Eider ein. 1911 wechselte er zur Stanley–Taylor Company, d…

Nash-Papyrus

(120 words)

Author(s): B. Bader
hebräischer Papyrus vermutlich des 2.Jh.s v. Chr., den W. L. Nash, Sekretär der britischen Society of Biblical Archaeology, 1902 in Ägypten erwarb und der University Library Cambridge schenkte. Das Bl. enthält die zehn Gebote sowie das «Höre, Israel» (5. Mose 6, 4 — 5). Der N. ist nicht ein Bruchstück einer Bibelhs., sondern eine für bestimmte Zwecke hergestellte Textzusammenstellung. Bis zur Entdeckung der Qumran — Hss. 1947 galt er als ältester Textzeuge der hebräischen Bibel. B. Bader Bibliography Cook, S. A.: A pre – masoretic Biblical papyrus. In: Proceedings of the So…

Nash, Paul

(151 words)

Author(s): Red.
* 11.5. 1889 in London, † 11. 7. 1946 ebd., engl. Maler und Graphiker, fand erst 1918 größere Beachtung durch die in eigenwilliger Technik zum Ausdruck gebrachte Landschaftsauffassung. In den 1920er Jahren lockerte sich seine Malweise. Unter den Holzschnitten und Buch — Ill. ist die Monumentalausg. der «Genesis» (1924) bes. hervorzuheben. Buchholzschnitte schuf er zu J. Tellier «Abd– er – Rhaman in Paradise» (Golden Cockerel Press, 1928), 111. zu M. Armstrong «Saint Hercules» o.J., zu T. Browne …

Nash, Ray

(191 words)

Author(s): EJ. Mosher
* 27. 2. 1905 in Milwaukie, Oregon, 21.5. 1982 in Royalton, Vermont, amer. Historiker und Lehrer der graphischen Kunst. N., eine Autorität auf den Gebieten Handschrift, Kalligraphie und Druckwesen, lehrte von 1937 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1970 am Dartmouth College in Hanover, Hampshire, hielt viele Vorträge über die graphische Kunst und betätigte sich als Berater für viele Organisationen. Er war Mitarbeiter vieler Fachzss., beteiligte sich an der Grün-I dung und dem Herausgebergremiu…

Nashville

(458 words)

Author(s): F. J Mosher
Tennessee. Die im Herzen des Bundesstaates am Cumberland River gelegene Stadt wurde 1780 gegr. und avancierte 1843 zur Hauptstadt von Tennessee. 1. Druckwesen Eines der ältesten amer. Druckund Verlagshäuser für religiöses Schrifttum, das 1789 in Philadelphia als Methodist Book Concern gegr. United Methodist Publishing House, befindet sich in N., das auch noch andere kirchliche Verlage beherbergt. Abing–don–Cokesbury Press (1940 in N. gegr.) ist ein religiöser Publikumsverlag (inzwischen als: Abingdon Press) innerhalb …

Naskhi

(164 words)

Author(s): U.–B. Kucchen
(NashT, Neshi, Neßchi, Neschi) wörtlich «Ms.–Schrift», bezeichnet den runden, zierlichen Duktus der arab. Schrift, die arab. «Kursive». Neben einer eckigen Schrift, die meist als Lapidarschrift benutzt und selten für Hss. verwendet wurde (Kufi, kufische Schrift) entwickelten sich mehrere Schriftstile, darunter das N., das sich seit ca. 1000 n. Chr. zum maßgeblichen arab. Schriftduktus herausbildete, in dem neben gewöhnlicher Korrespondenz die meisten wiss., religiösen, und anderen lit. Texte als…

Nassau–Saarbrücken, Elisabeth von

(192 words)

Author(s): P. Neumann
um 1395 in Lothringen, 17. 1. 1456 in Saarbrücken, dt. Übersetzerin. Die Tochter Friedrichs von Lothringen– Vaudémont hatte 1412 den Grafen Philipp I. von Nassau–Saarbrücken geheiratet und übernahm 1429—1442 die Regentschaft. Nach 1430 übersetzte sie franz. Heldenepen («Chansons de geste») in dt. Prosafassungen. Überliefert sind drei Hss.–Bde. mit 111. aus der Mitte des 15.J11.S: «Huge Scheppel» (Faks. 1905) sowie «Sibille» und «Loher und Maller» in der SUB Hamburg, «Herpin» in der Herzog August…

Naßfarbendrucke

(4 words)

Siehe Citochromie

Naß-in-Naß-Druck

(68 words)

Author(s): C. H. Gerhardt
ist das unmittelbare Übereinanderdrucken von zwei und mehr Farben, bevor diese ausreichend getrocknet sind. Größere Probleme gibt es dabei heute nicht mehr. Im Offsetdruck schlägt der dünne Farbfilm auf geeignetem Papier schnell genug weg. Die meisten anderen Mehlfarbendruckmaschinen sind – dem jeweiligen Druckverfahren entsprechend – mit Trockenvorrichtungen zwischen den einzelnen Farbwerken ausgestattet. UV–Trocknung C. H. Gerhardt Bibliography Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 413

Naßpartie

(64 words)

Author(s): H. Bansa
sind die Teile der Papiermaschine, in denen die Papierbahn aus der Suspension (Stoff, Ganzstoff) gebildet und bis auf ca. 50% Wassergehalt entwässert wird. Ihre wichtigsten Teile sind der Stoffauflauf, die Siebpartie und die Pressenpartie. H. Bansa Bibliography Bass, J.: Das Buchdruckerbuch. 5. Aufl. Stuttgart 1953, S. 499 bis 503 Handb. der Papier– und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Bd. II. Niederwalluf 1971, S. 1235—1237

Naßverfahren

(80 words)

Author(s): R. Golpon
älteres fotografisches Aufnahmeverfahren mit selbstbeschichteten Glasplatten auf Jodsilber–Kollodium–Basis. Die Glasplatten wurden mit Kollodiumlösung übergossen, sodann mit Jodsalzen «jodiert» und schließlich in Silbernitratlösung gebadet, wodurch sie lichtempfindlich wurden. Nach dem Belichten der nassen Platten wurde mit Eisensulfatlösung entwickelt und mit Natriumthiosulfatlösung fixiert. Da verfahrensbedingt nur zarte Schwärzungen zu erzielen waren, mußte das Silberbild noch verstärkt werde…

Naßwalzverfahren

(60 words)

Author(s): R. Golpon
Druckformherstellungsverfahren für Buchdruck–Feinstrichätzungen, bei dem sehr feine Bildelemente vor Unterätzung geschützt werden. Nach kurzem Anätzen werden alle bildfreien Stellen farbabstoßend (naß) gummiert. Dann wird wie üblich mit Farbe eingewalzt, Harz aufgestäubt, eingebrannt, tiefer geätzt. R. Golpon Bibliography Gygax, A. F.: Moderne Chemigraphie in Theorie und Praxis. Frankfurt a.M. 1957 Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, S. 413—414

Natanson, Henryk

(86 words)

Author(s): A. G. Swierk
20.12.1820 in Warschau, 27. 12. 1895 ebd., Buchhändler und Verleger in Warschau. Nach einer Buchhandelslehre bei F. A. Brockhaus in Leipzig und J. Zawadzki in Wilna gründete N. 1846 eine eigene Verlagsbuchhandlung in Warschau mit vornehmlich poln. und fremdsprachiger wiss. Lit. (Medizin, Theologie, Geographie und Judaica). N. verlegte insges. ca. 170 Titel in vorbildlicher Ausstattung, darunter zahlreiche Übers, wiss. Lit. ins Polnische. 1868 verkaufte er sein Geschäft. A. G. Swierk Bibliography Slownik pracownikow ksiązki polskiej (Wb. poln. Buchschaffender). Wars…

Nathan, Helene

(125 words)

Author(s): D. Jank
23.8. 1885 in Oels, Schlesien, 23 . 10. 1940 in Berlin, dt. Volksbibliothekarin. Nach dem Studium der Gesch., Kunstgesch. und dt. Lit. wurde sie 1921 Leiterin der Städtischen Volksbücherei Berlin–Neukölln, die sie zu einer vorbildlichen Schalterbibl. ausbaute. Ihr bes. Interesse galt spezifischen Problemen im Arbeiterbezirk Neukölln und der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. N. engagierte sich auch für die Ausbildungsfrage des mittleren Dienstes an Volksbibi.en. 1933 wurde sie von den …

National Academy of Design (NAD)

(156 words)

Author(s): F. J. Mosher
Die 1828 als ein Ableger der 1825 gegr. New Drawing Association ins Leben gerufene und in New York City beheimatete NAD war urspr. eine Ges. von 30 Künstlern (Malern, Bildhauern und Graphikern). 1906 nahm sie die Society of American Artists in sich auf, steigerte die Zahl ihrer Mitglieder auf 175 und wurde dem Metropolitan Museum of Art und der Columbia University angeschlossen. 1993 gehörten zu ihren 450 Mitgliedern Maler, Bildhauer, graphische Künstler, Architekten und Aquarellmaler, die an de…

National Association of Book Publishers

(11 words)

Siehe Association of American Publishers

National Association of Paper Merchants (NAPM)

(102 words)

Author(s): J. L. Flood
Interessenverband britischer Papiergroßhändler, 1920 gegründet. 1991 waren 115 Firmen Mitglied des Verbandes, die etwa 80 Prozent der Branche darstellten. Der Verband spielt eine bedeutende Rolle als Vermittler zwischen Papierherstellern und –Verbrauchern. Er gibt verschiedene Fachpublikationen heraus, z.B. (gemeinsam mit der British Paper and Board Industry Federation) «Paper Handling and Storage» (London 1978), Bray, R. W.: «Paper Merchanting» (5. Aufl. London 1990). Außerdem organisiert er ei…
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