Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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OPAC

(7 words)

(Online Public Access Catalogue) Online-Ka-talog

Opak

(4 words)

Siehe Opazität

Opalek, Mieczyslaw

(112 words)

Author(s): J. Pirožynski
* 9. 9. 1881 in Lemberg, † 1964 in Nowy Sacz, Lehrer, Schriftsteller, Kultur- und Buchhistoriker, Bibliophile. In Lemberg absolvierte O. 1901 das Lehrerseminar. Dann studierte er humanistische Fächer an der Lemberger Univ. (1906-1908). O. war im Bildungswesen tätig und in der Zwischenkriegszeit Mitglied der Ges. der Buchfreunde in Krakau und Lemberg. Nach 1945 stellte er einige Buchbestände sicher, arbeitete im Museum in Lancut, lehrte in Rzeszow und Przemysl. Er verfaßte Gedichte, Feuilletons u…

Opalographie

(93 words)

Author(s): Red.
ist ein einfach anzuwendendes Flachdruckverfahren (Patent von Hurwitz, Berlin 1910) auf der Grundlage einer Opalglasplatte, d. h. einer mit Opalmineral gemischten Glasplatte von rein weißem Aussehen. Auf einen dünn aufgetragenen Grund von Traubenzuk-ker, Alaun und Magnesiumchlorid wird die mit einer bes. Tinte geschriebene oder gezeichnete Vorlage aufgequetscht. Nach dem Abnehmen der Vorlage und dem Behandeln mit einer borsäurehaltigen Glyzerinlösung ist die Zeichnung farbannehniend; es kann nach jedesmaligem Überwalzen mit Farbe mittels Handwalze gedruckt werden. Red…

Opazität

(44 words)

Author(s): G. Brinklms
(lat. opacusd icht) bezeichnet den Grad der T ransparenz (Durchsichtigkeit) eines Papiers. Papiere mit starker O. scheinen kaum durch und können ohne Beeinträchtigung der Lesbarkeit von beiden Seiten beschrieben oder bedruckt werden. G. Brinklms Bibliography Schwieger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1973, S. 43.

Open Access

(6 words)

Siehe Freihandaufstellung Freihandbibliothek

Open-End-Abonnement

(43 words)

Author(s): H. Bohrmann
zeitlich unbegrenzt eingegangene Abnahmeverpflichtung flir ein Periodikum. Im dt. Bereich ist das O. üblich, in anderen Ländern wird im allg. eine Verpflichtung zur Abnahme flir einen festen Zeitraum, meist ein Jahr, eingegangen und muß dann auch ausdrücklich erneuert werden. H. Bohrmann

Open Systems Interconnection (OSI)

(164 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Die ISO (Intern. Organization for Standardization) entwickelte 1978 ein sog. Referenzmodell für die Kommunikation zwischen EDV-Systemen. Die gesamte Kommunikation wird in sieben Ebenen, auch Schichten (engl, layer gen.) zerlegt. Das OSI-Modell beinhaltet nicht nur die Übertragung von Daten zwischen Systemen, sondern regelt auch die Zusammenarbeit von Systemen mit dem Ziel, eine gemeinsame Aufgabe zu bewältigen. Voraussetzung für eine offene Kommunikation ist die Festlegung intern. Standards (sog…

Opera nova contemplativa

(163 words)

Author(s): H. Rosenfeld †
ein doppelseitig gedr. Blockbuch mit 121 Holzschnitten und ital. Text, laut Schlußbl. von dem Holzschneider Giovanni Andrea Va–vassore in Venedig gefertigt, bietet eine Variante zur Biblia pauperum, insofern die beiden Szenen des AT, die dort als typologische Vorbilder rechts und links neben den (meist 40) Bildern von Christi Leben und Sterben stehen, wegen des gewählten Kleinformates (174 X 82 mm) eigene Seiten füllen. Beim AT kopiert Va–vassore meist das niederl. Blockbuch, wobei die Holzschni…

Opernführer

(494 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine Buchgattung, die für die Standardwerke des Opernrepertoires Inhaltsangaben und Erläuterungen gibt. Der O. ist meist alphabetisch nach Komponisten oder Operntiteln geordnet, gelegentlich auch chronologisch nach Uraufführungsdaten, womit er sicheiner volkstümlich gefaßten Gesch. der Oper annähert. I. d. R. werden neben dem Inhalt Angaben über die Rollen, einschl. ihrer Stimmlagen, und über die Uraufführungsdaten, häufig auch über die Stellung der Oper im Gesamtwerk des Komponisten und in der historischen Entwicklung der Oper gemacht. Die Zahl der in den O.n ber…

Opetz, Wilhelm

(129 words)

Author(s): D. Debes
Kommissionsgeschäft in Leipzig, gegr. 15. 5. 1867 als Verlag für Kinderbücher und Spiele. 1868—1875 ersch. auch eine «Bibliotheca philologica» in fünf Teil, hrsg. von C. H. Herrmann. Inhaber waren Eduard Wilhelm O. seit 1. 9. 1901, Adolf Julius O. seit 20. 5. 1912 und Albrecht O. seit 1. 4. 1934. Nach und nach verlagerte sich die Geschäftstätigkeit auf den Grosso- und Kommissionsvertrieb von Modezss., Spielen und Beschäftigungsmitteln. Eine Filiale wurde unter dem Namen Wilhelm O. Grossobuchhand…

Opisthograph

(230 words)

Author(s): B. Bader
Opisthograph (griech. omatoYQacpuv = «rückseitig beschreibew » , Bezeichnung rur einen beidseitig beschriebenen Papyrus. Die Papyrusrolle wurde üblicherweise nur auf der Innenseite beschriftet, die besser geschützt war und durch den waagrechten Verlauf der Fasern dem Schreibrohr weniger Widerstand bot. In zahlreichen Fällen aber hat man Rollen oder Blätter aus Sparsamkeit auch auf der Rück- (d. h. Außen-)Seite beschriftet. Manchmal setzt sich ein Text, nachdem die Vorderseite vollgeschrieben war, au…

Opistographischer Druck

(97 words)

Author(s): W. Milde
heißt der beidseitige Abdruck von Holzschnitten bzw. Holztafeln in Blockbüchern des 15.J11.S. Zunächst konnte der Abdruck mit dem Reiber durch Handpressung nur einseitig ( Anopistographisch) erfolgen, da sich die Umrisse der Holztafeln so tief in das Papier eindrückten, daß die Rückseite nicht mehr zu bedrucken war. Die Blätter wurden mit ihren unbedruckten Rückseiten zusanmlengeklebt. Erst nach Erfindung der Buchdruckpresse konnten Vorderund Rückseite eines Blattes beidseitig bedruckt werden. W. Milde Bibliography Geldner, F.: Die Drucktechnik der Blockbücher. In:…

Opiz, Georg Emanuel

(168 words)

Author(s): W. Krueger
* 1775 in Prag, † 12. 7· 1841 in Leipzig, dt. Maler, Zeichner, Radierer, Kupferstecher und Lithograph. Obwohl o.s Schaffenszeit überwiegend im 19. Jh. lag, war er doch ganz dem ausgehenden Rokoko verbunden. Seine Ill. finden sich in Almanachen und Taschenbüchern. Bes. bekannt sind die Ill. zu der Dichtung «Die bezauberte Rose» von Ernst Schulze (Leipzig 1818), in der Titelbl. und funf ganzseitige Abb. als Radierungen mit Stichel- und Punzierarbeit vor allem den Geschmack des Publikums auf grund …

Oporin(us), Johann

(410 words)

Author(s): F. G. Maier
(gräzisierter Name, urspr. Herbst), * 25. 1. 15°7 in Basel, * 6. 7. 1568 ebd., Basler Drucker, Sohn des Malers Hans Herbst. 0. war Schüler in Straßburg, Lehrer im Kloster St. Urban (Kanton Luzern) und in Basel, fur kurze Zeit Famulus des T. Paracelsus. Als Humanist nahm er den neuen Glauben an, wirkte als Dozent fur Lat. und Griech. an der Univ. Basel und daneben als Korrektor fur dortige Drucker. Mit T. Platter, seinem Freund, R. Winter, dem Schwager, und B. 7' Lasius bildete er 1535 eine Druck…

Oporin & Winter

(100 words)

Author(s): F G. Maier
Die Basler Verleger Robert Winter unbedruckten Rückseiten zusammengeklebt. Erst ter (auch Ruprecht d.J.) und sein Schwager Johann Oporin waren Mitglieder der von Winter 1535 finanzierten Druckergemeinschaft, zu der auch Balthasar Lasius und Thomas Platter gehörten. Sie veröffentlichten die Erstausg. der «Institutio christianae religionis» von Calvin Nach der Auflösung der Gemeinschaft wegen wirtschaftlichen Mißerfolgs gründeten Winter und Oporin eigene Offizinen. Es liegen indes fur die Zeit nach 1540 noch Drucke vor, die beide Namen gemeinsam tragen. F G. Maier Bibliogra…

Oppenheim(er), David ben Abraham

(444 words)

Author(s): A. K. Offenberg
* 1664 in Worms, ✝ 12. 9. 1736 in Prag, jüdischer Gelehrter, Rabbiner und Büchersammler, vermögender Landesrabbiner von Mähren und Böhmen. O. lebte am Anfang des 18. Jh.s in Prag als hochgeschätzter Oberrabbiner. Die von seinem Onkel, dem Hoffaktor Samuel Oppenheim, ererbte ansehnliche Slg. von handschr. und gedr. Hebraica erweiterte er auf vielen Reisen und dank seiner guten Beziehungen zu Gelehrten, Buchhändlern und Buchdruckern auf einen beträchtlichen Umfang. Es war sein Ziel, alle gedr. Wer…

Opponent

(129 words)

Author(s): G. Pflug
Bis etwa 1800 waren Dissertationen an den dt. Universitäten nicht das schriftlich fixierte Werk des Disserenten, sondern entstanden aus der Disputation zwischen dem Respondenten und den Opponenten unter Leitung eines Praeses. Das Ergebnis dieser Disputation wurde - gewöhnlich von dem Respondenten, jedoch auch von einem der Opponenten - aufgezeichnet. Dieser Usus führte dazu, daß die Dissertationen i. d. R. nicht unter dem Namen des Disserenten, sondern unter dem des Praeses veröffentlicht wurden, obwohl dieser keinen unmittelbaren Anteil an der Abfassung des Textes hatte. G. P…

Oprecht, Emil

(222 words)

Author(s): F. G. Maier
* 23. 9. 1895 in Zürich, † 9. 10. 1952 ebd. Nach der Ausbildung in der Heimatstadt gründete O. 1924 eine Buchhandlung, 1925 den Verlag O. und 1933 die Europa Verlags – AG Zürich (seit 1938 auch als O. & Helbing, Zürich/New York). Er wurde zum Verleger der verfolgten antifaschistischen Schriftsteller und setzte sich unermüdlich gegen den Druck von außen (Ausschluß aus dem Börsenverein) und die Behinderung durch die Schweiz. Zensur für die freie Meinungsäußerung ein. Autoren seiner Verlage waren: …

OPTACON

(59 words)

Author(s): R. F. V Witte
«OPtica – to – TActile – CONverter», ein 1971 herausgekommenes Lesegerät für Blinde zum tastbaren Konturenlesen mittels vibrierender Stifte. R. F. V Witte Bibliography Nicolaides, C.: Lesen mit dem Schwarzschrift – Lesegerät O. für Blinde. Marburg 1989 Schwinding, A.: O. In: Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Hrsg, von M. Buder. 4. Aufl. München usw. 1997, S. 734.
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