Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Piekarski, Kazimierz Stanislaw Irydion

(295 words)

Author(s): A. G. Swierk
*30.3.1893 in Tirgu – Jin, Rumänien, 7. 2. 1944 in Lowicz, poln. Bibliothekar, Bibliograph und Begründer der modernen poln. Inkunabelkunde. P. studierte in Krakau und wurde 1927 für die Abh. über die erste Druckerei des Florian Ungier in Krakau promoviert (Pierwsza drukarnia Fl. Unglera. Krakow 1926). Er habilitierte sich in Warschau 1937 für die Fächer Bibliographie und Bibliologie. Schon während seiner Studienzeit arbeitete P. in der Bibl, der Akad. d. Wiss. in Krakau (1917 — 1920), in der Bib…

Piekosiński, Franciszek

(113 words)

Author(s): K. Migoń
* 3.2.1844 in Wiercany, 27. 11. 1906 in Krakau, poln. Historiker und Jurist, Mitglied der Akad. der Wiss. in Krakau (1878), Professor an der Univ. Krakau (1891). P. war Hrsg. ma. Urkunden und Verf. zahlreicher Werke zur Rechtsgesch. in Polen. Seine Arbeiten zur Wasserzeichenkunde sind bis heute aktuell: «Średniowieczne znaki wodne zebrane z rękopisów przechowywanych w archiwach i bibliotekach polskich, glównie krakowskich» (Ma. Wasserzeichen gesammelt aus den Hss., die in den poln., hauptsächlic…

Pierer, Heinrich August

(8 words)

Siehe Pierer, Johann Friedrich

Pierer, Johann Friedrich

(327 words)

Author(s): P. Neumann
* 22. 1. 1767 in Altenburg, 21. 12. 1832 ebd., dt. Drucker und Verleger. Als Arzt gab er seit 1798 eine «Medizinische Nationalztg.» und seit 1800 die «Allg. medizinischen Annalen des 19. Jh.s» heraus. Für diesen Zweck kaufte er 1799 die bereits 1594 gegr. Richtersche Hofbuchdruckerei in Altenburg und gründete 1801 als «Lit. Comptoir» einen eigenen Verlag. Nach seinem Tode führte der Sohn Heinrich August P. (*26.2. 1794 in Altenburg, * 12. 5. 1850 ebd.) das Unternehmen fort, das als Verlag vor allem durch das «Encyclopädische Wb. der Wissenschaften, Kü…

Pierers Universal–Lexikon

(7 words)

Siehe Pierer, Johann Friedrich

Pierpont Morgan Library

(8 words)

Siehe New York, Bibliotheken

Pierre d'Ailly

(7 words)

Siehe Ailly, Pierre d'

Pierres, Philippe Denis

(212 words)

Author(s): K. Gutzmer
* 1741 in Paris, f 1808 in Dijon, franz. Drucker und Erfinder. P, der einer bekannten Buchdruckerfamilie entstammte, übernahm 1765 als Nachfolger seines Großonkels Pierre Gilles Lemercier dessen Druckerei in Paris. König Ludwig XIV. ernannte ihn zum «imprimeur du roi». 1774 forderte ihn die Académie auf, fur die Neuausg. der «Description des arts et métiers» den Abschnitt über die Buchdruckerkunst zu bearbeiten. 1774—1789 führte P den seit 1763 erscheinenden «Catalogue hebdomadaire des livres no…

Pieterszoon(Pietersz) Doen

(127 words)

Author(s): F. A. Janssen
* 1478/ 1480 in Amsterdam, f nach 17. 8. 1536 in Mechelen (?), niederl. Verleger und Buchdrucker, der zwischen 1518 und 1532 in Amsterdam tätig war. 1516 erhielt er offiziell die Erlaubnis, seinen Beruf als Drucker auszuüben. Sein überwiegend niederländischsprachiges Verlagsprogramm, von dem 40 Bücher und einige Holzschnitte bekannt sind, umfaßt fromme Lit. (u. a. von dem Humanisten Alardus Amstelredamus) und sieben niederl. Bibelausg., die hauptsächlich auf Luthers Übers, beruhen. Obwohi einige…

Pietismus

(135 words)

Author(s): U. Rautenberg
bezeichnet Frömmigkeitsbestrebungen des späten 17. und frühen 18. Jh.s innerhalb des dt. Protestantismus. Im Rückgriff auf individualistische Elemente des Luthertums wird das subjektive Glaubenserlebnis der Einzelseele über die kirchliche Dogmatik gestellt; zentraler Begriff des P. ist die «Wiedergeburt». Zu den bedeutendesten Vertretern gehören Philipp Jacob Spener, Nicolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, Begründer der Herrnhuter Brüdergemeine, und August Hermann Francke. Zu den von diesem erricht…

Pietro, Filippo di

(93 words)

Author(s): K. Gutzmer
(Philippus Venetus, quondam Petri), ital. Drucker, tätig 1472—1482 in Venedig. Von den ca. 40 Drucken aus seiner Offizin sind 22 lat., meist antike Autoren, davon neun Werke Ciceros. Er begann mit zwei Ausg., an denen sein Bruder Gabriele di Pietro beteiligt war. Das erste Buch, das er allein herausbrachte, war die «Chirurgia» des Gulielmus de Saliceto (1474). Unter seinen ital. Drucken sind lit. Texte von Boccaccio, Dante und Petrarca, ferner wiss. Werke, z.B. die «Sphaera» des Johannes de Sacrobosco. K. Gutzmer Bibliography BMC Bd. 5, S. XV, 217—223, Taf. XIX.

Pietsch, Erich

(159 words)

Author(s): G. Pflug
* 6. 5. 1902 in Berlin, 9. 4. 1979 in Bad Homburg, Chemiker und Dokumentar. Als Direktor des Gmelin–Instituts für anorganische Chemie befaßte er sich seit Beginn der 1950er Jahre mit modernen Dokumentationsmethoden, um die Fülle des naturwiss. Wissens leichter erfassen zu können. Sein 1951 in Bad Cannstatt gehaltener Vortrag «Neue Methoden zur Erfassung des exakten Wissens in Naturwissenschaft und Technik» (Nachrichten für Dokumentation 2. 1951, S. 38—44) gilt als Beginn der Automatisierung in d…

Pietschmann, Richard

(217 words)

Author(s): W. Schochow
* 24.9.1851 in Stettin, 17. 10. 1923 in Göttingen, Sprachwissenschaftler und Bibliothekar. Nach einem breit angelegten Studium der alten und orientalischen Sprachen, der Religionswissenschaft und Geographie wählte P. unter dem Einfluß von Anton Klette die Bibliothekslaufbahn, die ihn vor al-— PIGMENTE lern an die UB in Breslau (1876—1887) und Göttingen (1888—1899), kurzfristig auch nach Greifswald (UB) und Berlin (Kgl. Bibl.) führte. Die Direktion der UB Göttingen übernahm er 1903 als Nachfolger…

Piette, Louis

(183 words)

Author(s): K. Gutzmer
* 1803 in Commanster (Belgien), 1862i n Paris, Papierfabrikant und Fachschriftsteller. P. übernahm 1827 die väterliche Papierfabrik in Dillingen (Saar) und erwarb 1853 eine weitere bei Arlon (Luxemburg). Er veröff. mehrere Fachbücher: «Traité de la fabrication du papier» (Paris 1831, dt. Quedlinburg 1833), «Die Fabrikation des Papieres aus Stroh und vielen anderen Substanzen» (Köln 1838; 2. Aufl., 2 Bde. 1861), «Essais sur la coloration des pâtes à papier» (Paris 1853; Neuaufl. u.d.T. «Traité de…

Pigmentdruck

(64 words)

Author(s): Red.
auch Kohledruck, ist kein Druckverfahren, sondern ein Sammelbegriff für bestimmte photographische Vervielfältigungstechniken. Bei ihnen wird das Bild nach dem Belichten, Entwickeln und Fixieren auf einem photographischen Papier gebracht, das mit einer Gelatine– oder Gummimasse beschichtet ist, auf der die entsprechenden Tonwerte durch eine Reliefbildung als Negativ Zurückbleiben. Red. Bibliography Linden, F. v. d.: In: DuMonts Handb. der grafischen Techniken. Köln 1983, S. 196.

Pigmente

(251 words)

Author(s): R. Fuchs
sind Farbmittel, die unlöslich und größer als 1 /10000 nun sind. Sie streuen dadurch das Licht und sind in der Regel deckend. In der Malerei (Buchmalerei) und beim Druck (Druckfarben) werden sie miteinem Bindemittel vermischt, damit sie auf der Schreiboberfläche mehr oder weniger gut haften und kleben bleiben. Bei gestrichenen Papieren fugt man P. dem Strich zu. Die Differenz zwischen dem Brechungsindex des P.s und dem des Bindemittels bestimmt, ob das P. deckt oder durchscheinend ist. Kreide beispielsweise ist daher nur in wässrigen Bindemitteln deck…

Pigmentkopie

(131 words)

Author(s): Red.
dient im Tiefdruck und zwar sowohl bei der Heliogravüre als auch beim Rakeltiefdruck zur Übertragung der Vorlage auf die Kupferplatte bzw. den Kupferzylinder. Nach dem gut durchretuschierten Diapositiv (ohne Raster) wird auf dem Pigmentpapier die Kopie hergestellt; für die Heliogravüre ist diese dann fertig, für den Rakeltiefdruck hingegen wird hiernach noch der bildfremde Tiefdruckraster aufkopiert. Das P.papier besteht aus einer lichtempfindlichen Chromgelatine Schicht, die unter der Einwirkun…

Pigmentpapier

(182 words)

Author(s): H. Bansa
wurde im Tiefdruck als Hilfsmittel zur Umformung der Punkte eines Bildes (Halbtondiapositiv) in Vertiefungen zur Aufnahme von Druckfarbe auf dem Druckzylinder benutzt. Ein geeignetes Rohpapier war einseitig mit Gelatine beschichtet, die mit rotem bis braunem Pigment durchsetzt war. Die Beschichtung wurde durch ein Bad in Kaliumbichromatlösung lichtempfindlich gemacht und nach dem Trocknen zuerst durch ein Negativ–Raster und dann durch das Diapositiv des zu EL — PIKTOGRAMM 9 druckenden Bildes bel…

Pigouchet, Philippe

(132 words)

Author(s): G. Gabel
franz. Wiegendrucker, wirkte ab 1483 in Paris als Mitarbeiter der von Antoine Cailleau und Louis Martineau betriebenen Offizin, bevor er 1488 eine eigene Werkstatt im Pariser Collège de Dainville eröffnete. P.s erstes Werk war das Stundenbuch «Fleures à l'usage de Rome». Bis 1500 brachte P. etwa 25 Drucke zustande, darunter mehrere Stundenbücher, die schöne 111. und Bordüren aufweisen (Heures de Rouen, 1492; Heures de Lyon, 1495). P. arbeitete auch für fremde Drucker und Verleger (Simon Vestre, …
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