Lexikon des gesamten Buchwesens Online

Purchase Access
Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

More information brill.com

U-Haken

(97 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
(Haken über dem kleinen u), erscheint in der dt. Kanzlei- und Kurrentschrift des 16. Jh.s, gelegentlich schon im 15. Jh. in der Missalschrift. Er war notwendig geworden, nachdem das n und das u gleich geschrieben wurden. Seine Form entstand aus einem übergeschriebenen o, ist anfänglich einem v oder einem geschlungenen Abstrich ähnlich. Im Barock nahm er dann oft sehr schwungvolle Formen an, um im 19. Jh. ein einfacher Haken zu werden. In aktuellen Druckschriften ist dieser u-Haken nicht mehr zu finden. A. Ihlenfeldt Bibliography Delitsch, H.: Gesch. der abendländischen Schreibsc…

Uhertype

(355 words)

Author(s): P. Albrecht
von Edmond Uher (* 30. 8. 1892,† 17. 3. 1989) entwickelte Fotosetzmaschinen. Das erste funktionsfähige Modell wurde 1930 fertiggestellt und bestand aus zwei Geräten: der «Lichtsetzmaschine» (Lsm) mit Eingabe-, Speicher- und Projektionseinheit sowie der «Metteurmaschine» (Mm), einer Art Reproduktionskamera. Die Lsm produzierte einzelne, ausgeschlossene Zeilen mit einheitlich großen Zeichen auf einem schmalen Film. Auf der Mm wurden diese Filmzeilen auf einen seitengroßen Film in gewünschter Schriftgröße und Zeilenlänge gebracht, durchschossen und umbrochen. Beim 1932…

Uhlendahl, Heinrich

(271 words)

Author(s): S. Corsten
* 4. 3. 1886 in Essen-Borbeck, † 28. 12. 1954 in Leipzig, dt. Bibliothekar. Nach Studium der Germanistik, Gesch. und Philosophie, abgeschlossen durch Staatsexamen (1914) und Promotion (1912 /1919), begann U. die bibliothekarische Fachausbildung an der Berliner SB und machte nach der Fachprüfung (1920)an dieser Bibl. schnell Karriere. 1924 wurde er zum Direktor der Dt. Bücherei in Leipzig ernannt (1938: Generaldirektor). Er behielt den Posten trotz anfänglicher Schwierigkeiten in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft und nach dem Zweiten Weltkrieg auch in der DDR. U…

Uigurische Schrift

(284 words)

in den Hss. meist als türk, uygur oder türk-uygur bezeichnetes alttürkisches Idiom der Uiguren aus dem frühen Turkestan. Die U. gehörte im MA zu den am weitesten verbreiteten Schriften Asiens. Erste Ansätze sind in den manichäischen Schriften der ersten nachchristlichen Jh. zu finden. Sie entwickelten sich weiter aus dem sog(h)dischen, d…

U: index entries

(2,822 words)

U U I, U II, U III und U IV UAP: Universal availability of publications Ubbelohde, Otto UBC: Universal Bibliographical Control UBCIM über Mum: Minimum Überanstrengung: Schreibkrampf Überbieten: Ringbildung Überdruck: Auflage; Glanzdruck; Hektographie Übereinanderdruck; Mehrfarbendruck; Zusammendruck Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte geistigen Eigentums (TRIPS): Urheberrechtsabkommen Übereinkunft von Montevideo: Urheberrechtsabkommen Übereinstimmung der Summen: Conform Überfalz Überfliegen: Anlesen; Statarische Lektüre Überführung des gesprochenen Textes in Schriftform: Verschriftung…

U I, U II, U III und UIV

(35 words)

Author(s): Red.
Diese Abk. für die zwei Umschlagbl. (jeweils Vorder- und Rückseite) einer Zs. oder eines broschierten Buches sind vor allem bei der Platzierung von Anzeigen üblich Red.

UK Book World

(69 words)

Author(s): G. Pflug
Errichtet von «The Clique», ist U. eine ständig sich ändernde Datenbank mit ca. 200 Tsd. alten, raren und vergriffenen Titeln aus allen Fachberei-chen im Preis zwischen 5 und 2000 Britischen Pfund, die von 200 britischen Buchhändlern angeboten werden. »The Clique» wurde 1890 gegründet. Sie hat sich zu einem Clearings House für den Buchhandel in Großbritannien entwickelt. G. Pflug Bibliography Library Association Record 103. 2001, S. 123–127.

Ukraine (Ukrains’ka Respublika)

(3,151 words)

Author(s): H. Röhling
In das im 8./ 7. vorchristlichen Jh. von Skythen und Griechen bewohnte, spätere ukrainische Gebiet gelangten ab dem 3. Jh. Sarmaten. Im 9. Jh. bildete die Kiever Rus’ das Kernland ostslavischer Stämme als Wiege der altrussisch-orthodoxen Kiever Rus’. Teilfürstentümer gewinnen nach der Eroberung Kievs durch die Tataren 1240 zunehmend Gewicht, wobei jene die spätere ukrainische Gesch. prägende und belastende West / Ost-Tei-lung charakteristisch ist. Galizien / Wolhynien gerieten unter polnisch-lit…

Uldall, Peter

(63 words)

Author(s): T. Nielsen
* 29. 6. 1743 in Assens, 11. 11. 1798 in Kopenhagen, dän. Rechtsanwalt. Seine Bücherslg. (ca. 5 Tsd. Bde.) wurde nach seinem Tod versteigert, während seine Hss.-Slg. (536 Nr.), bes. zur dän. Gesch., von der Kgl. Bibl. Kopenhagen erworben wurde, wo sie noch als Sonderslg. erhalten ist. T. Nielsen Bibliography Petersen, C. S.: Det kongelige Biblioteks Haandskriftsamling. København 1943, S. 28–29.

Ulfeldt, Laurids

(92 words)

Author(s): T. Nielsen
* 24. 1. 1605 auf Hindsgavl (Fünen), † 9. 7. 1659 in Odense, dän. Gutsbesitzer, Lehnsmann. Seine Bücherslg., teilweise auf Bildungsreisen erworben, war nicht groß (ca. 2600 Bde.), trägt aber viele Spuren von seiner persönlichen Benutzung. Sie enthält verhältnismäßig viele span. und andere romanische Bücher. Die Slg. wurde nach dem Tode U.s von König Frederik III. gekauft und macht neben den Slg. von J. Gersdorff und P. L. Scavenius den Grundstock der Kgl. Bibl. aus. Nielsen, L.: Danske Privatbiblioteker gennem Tiderne. Bd. I. København 1943, S. 127–133.…

Ulfila

(209 words)

Author(s): F. Heinzer
(Ulfilasbibel). Ulfila (auch Wulfila), Bischof der Westgoten († 383), gilt als Urheber einer in Mösien (Nordbulgarien) entstandenen gotischen Bibelübers., der sog. Ulfilasbibel. Sie ist die älteste bekannte germanische Version des Bibeltexts und zugleich die erste Bibelübers. in einem Umfeld ohne eigene schriftsprachliche Tradition. Daher kommt ihr nicht nur theologische, sondern in bes. Maße auch sprach- und schriftgeschichtliche Bedeutung zu (Gotische Schrift. 1.), zumal in ihrer n…

Ullmann GmbH., F.

(99 words)

Author(s): Red.
graphische Anstalt in Zwickau, gegr. 1847 ebd., wurde bekannt durch die Erfindungen ihres Chefs Dr. h. c. Max U. sowie seine Arbeiten über Chromat-Kolloide und ihre Anwendung in der Reproduktionstechnik für Durchlichtungsverfahren. 1908 wurde U. für die Herstellung von mit Chromat beschichteten Druckplatten, die zur Belichtung im photographischen Apparat dienten, ein Patent erteilt. 1913 erfolgte die Ausarbeitung des Reflexkopierverfahrens «Manul» ( Manuldruck). 1925 begannen die…

Ullmann, Max

(6 words)

Siehe Manuldruck Manultief

Ullstein Buchverlage

(547 words)

Author(s): U. Schneider
(Ullstein, Ullstein Taschenbuch, Propyläen). Die Söhne Leopold Ullsteins gliederten dem schon seit 1877 bestehenden Presseverlag Ullstein & Co. 1903 einen Buchverlag an, der von Beginn an strukturell wie inhaltlich in enger Verknüpfung mit dem Presseverlag geführt wurde (1921 erfolgte die Umwandlung in eine AG). Zunächst wurden vor allem Sachbücher (schon seit 1900 «Ullsteins Slg. praktischer Hausbücher»), historische und geographische Werke (z. B. 1908–1910 die sechsbändige «Weltgeschichte») so…

Ullstein, Frederick

(93 words)

Author(s): U. Schneider
(eigentlich Friedrich), * 2. 2. 1909 in Berlin, † 11. 12. 1988 in London, Enkel von Leopold U., Verleger. 1927–1930 Vorstandssekretär der Reemtsma AG, 1930–1933 Juniorpartner vom Verlag Ullstein & Co., dann Emigration nach England. U. übernahm 1952 von der amer. Militärregierung die 1934 enteigneten U. Buch- und Fachverlage. Von 1956 bis zum Verkauf an den Axel C. Springer Konzern im Jahr 1960 war U. Leiter der U. Buch- und Fachverlage. U. Schneider Bibliography Hundert Jahre Ullstein 1877–1977. Hrsg. von W. J. Freyburg /H. Wallenberg. Berlin / Frankfurt a. M. 1977.

Ullstein Langen Müller

(7 words)

Siehe Ullstein Buchverlage

Ullstein, Leopold

(307 words)

Author(s): U. Schneider
* 6. 9. 1826 in Fürth, 3.[4.] 12. 1899 in Berlin, Papierhändler, Druckereibesitzer, Verleger. 1848 kam U. nach Berlin und gründete eine Papiergroßhandlung. 1871–1977 war er Abgeordneter der Liberalen in der Berliner Stadtverordnetenversammlung, und am 14. 7. 1877 kaufte U. das «Neue Berliner Tageblatt» samt Druckerei, um den fortschrittlichen Liberalen ein Publikationsorgan zu bieten. Am 1. 8. 1877 gründete U. zus. mit Joseph Neißer die offene Handelsges. Ullstein & Co., die handelsgerichtliche …

Ulm.

(1,452 words)

Author(s): B. Appenzeller
Im Jahr 854 wurde Ulm erstmals urkundlich als Kgl. Pfalz erwähnt. Der Ort entwickelte sich bis in die Neuzeit zu einer der größten deutschen Reichsstädte. 1802 wurde U. bayerisch, seit 1810 gehört es zu Württemberg. 1. Buchdruck U. war im dt. Südwesten eine der bedeutendsten Buchdruckerstädte der Inkunabelzeit. Ab 1473 sind sechs Druckereien überliefert, die rund 300 Drucke herstellten, darunter hervorragende Zeugnisse der Buckdruckerkunst. Johann Zainer d. Ä. war der erste Buchdrucker Ulms. Als er 1493 gezwungen war, die Stadt zu …

Ulmer, Eugen

(85 words)

Author(s): K. Gutzmer †
* 30. 7. 1837 in Nürtingen, 2. 1. 1917 in Stuttgart, dt. Verleger. U. war verheiratet mit Pauline Belser und leitete 1862–1868 die Belser’sche Buchhand-lung in Stuttgart (Ch. Belser). 1868 erwarb er die Verlagssparte der Dorn’schen Buchhandlung in Ravensburg, führte sie unter seinem Namen, ab 1874 in Stuttgart, weiter und baute sie zu einem bedeutenden Fachverlag für Garten- und Landbau sowie weitere Bereiche der Land-wirtschaft aus. Der Verlag befindet sich noch heute (2007) in Familienbesitz. Lit.: Eugen Ulmer Verlag K. Gutzmer †
▲   Back to top   ▲