Religion in Geschichte und Gegenwart

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Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Affekt

(678 words)

Author(s): Bader, G. | Loder, J.E.
[English Version] I. Religionsphilosophisch und ethisch Der Begriff des A. (griech. πα´θος/páthos) kommt urspr. aus der griech.-lat., nicht aus der bibl. Tradition (hier: »Herz«). Er hat aber in der christl. Theol.- und Frömmigkeitsgesch. reichsten Nachklang gefunden. Im Unterschied zu η᾿˜θος (ē´thos) die unregulierte Heftigkeit und Plötzlichkeit des Bewegtseins bezeichnend, werden πα´θη als eindringliche Wesen von göttlicher Macht erfahren und beschrieben. Deshalb begegnen in mythischen Texten z.B. Φο´βος (Phóbos), 'Ελπι´ς (Elpís) als Götternamen, und zwar als…

Affiliierte roman:bzw. Affiliation

(64 words)

Author(s): Rees, W.
[English Version] (lat. affiliare: adoptieren) bezeichnet im kath. Kirchenrecht – ähnlich dem weltlichen Bereich – ein bes. Angliederungsverhältnis, näherhin in Form von Aggregation (Ordens- und Vereinsrecht), Inkorporation oder Inkardination, im Hochschulrecht die Anbindung einer Hochschulinstitution an eine Fakultät. A.briefe gewährten aufgrund päpstl. Privilegs die Teilnahme an den guten Werken eines rel. Verbandes. Wilhelm Rees Bibliography E.Magnin (DDC 1, 1935, 263f.).

Afghanistan

(867 words)

Author(s): Heine, P. | Kraus, B.
[English Version] I. Religionsgeschichte1.Vorislamisch. Der geographische Begriff »Afghanistan« wird in arab. und pers. Quellen zum ersten Mal im 10.Jh. verwendet. Die polit. Grenzen des Staates A. zogen die Kolonialmächte England und Rußland in der 2. Hälfte des 19.Jh. Obwohl das Gebiet des heutigen A. gerne als Pufferzone zwischen der indischen, zentralasiatischen und der ir. Welt bezeichnet wird, handelt es sich doch um eine geographische und kulturelle Einheit. Dennoch war A. stets auch ein D…

Afonso I.

(359 words)

Author(s): Hastings, A.
[English Version] (1465 [?] – 1543), Mvemba Nzinga, Sohn von Nzinga Nkuvu, dem König des Kongo (Kongo, Königreich), als die Portugiesen dort nach 1480 eintrafen. Zu dieser Zeit war der Kongo ein großes und reiches Land. Wie viele afrikanische Könige nach der Begegnung mit den Portugiesen wurde Nzinga Nkuvu getauft (1491). Er erhielt den Namen Joao I. Sein Sohn, damals Gouverneur der Provinz in Nsundi, wurde einen Monat später getauft und erhielt den Namen Afonso. Während der König das Christentum…

Afra

(147 words)

Author(s): Weitlauff, M.
[English Version] von Augsburg (Märtyrerin, gest. um 304). Früheste Zeugen ihres Kultes sind  Venantius Fortunatus (um 560) und das Martyrologium Hieronymianum (Codex Bern, um 600). Der Vf. einer frühma. A.-Passio (7.Jh.?) schildert A. als bekehrte Dirne (meretrix), die wegen ihres christl. Bekenntnisses zum Feuertod verurteilt wird. Inwieweit der A.-Passio eine echte Überlieferung zugrunde liegt, ist kaum zu klären. Ein 1064 aufgefundener röm. Sarkophag galt seither als Grablege A.s (1804 erneut g…

Afrahat

(263 words)

Author(s): Bruns, P.
[English Version] . Unter dem Namen »Afrahat, der Persische Weise« sind 23 Darlegungen in syr. Sprache überliefert. Gennad. vir.ill. 1 (=136), und die armenische Tradition identifizieren den Autor irrtümlich mit dem berühmten Jakob von Edessa (von Nisibis), der als Bf. von Edessa am Konzil von Nicaea teilgenommen hat. Über Leben und Person A.s ist wenig bekannt. Er selbst rechnet sich unter die ehelosen Asketen, die sog. »Bundessöhne« (18,1.12), und hat im Westen des Sassanidenreiches (10,9) gewir…

African Independent Churches Association (AICA)

(252 words)

Author(s): Pretorius, H.L.
[English Version] . Der Tendenz zur Spaltung unter den afrikanischen einheimischen Kirchen (vgl. Afrikanische Unabhängige Kirchen) in Südafrika wird durch Bemühungen um Zusammenarbeit entgegengewirkt. Die AICA steht im Zusammenhang dieser Bestrebungen, die sich bis 1915 zurückverfolgen lassen. Die AICA wurde 1965 als freiwilliger Zusammenschluß von über 400 Kirchen gegründet, die zwar ihre Eigenständigkeit bewahrten, doch gleichzeitig zusammenarbeiteten, um eine angemessene theol. Ausbildung der K…

African Methodist Episcopal Church

(155 words)

Author(s): Smylie, J.
[English Version] wurde 1816 in der Bethel Church in Philadelphia, PA, unter der Leitung des ersten Bf. Richard Allen gegründet, nachdem die Methodist Episcopal Congregation den freien Schwarzen den Zutritt zu Führungspositionen bereits 1787 versagt hatte. Die A.M.E.C. entwarf ein »Book of Discipline« und eine Erklärung zu »Mission and Purpose of the Church«, die die Bedeutung von Predigt des Ev. und sozialem Dienst betont. Eine alle vier Jahre stattfindende Generalversammlung hat legislative, de…

African Methodist Episcopal Zion Church

(165 words)

Author(s): Smylie, J.
[English Version] . In den 90er Jahren des 18.Jh. kam es zu Spannungen zw. Weißen und freien Schwarzen in der Methodist Episcopal Church in New York. Schwarze gründeten daraufhin erst die Zion Church und 1820 eine schwarze Methodistenkirche. Erster Superintendent oder Bf. wurde James Varick. Unstimmigkeiten mit der African Methodist Epicopal Church führten zum Namenszusatz »Zion«. Die Gemeinden leben nach den Regeln der »Doctrines and Disciplines«. Eine alle vier Jahre stattfindende Generalversamm…

Afrika

(8,185 words)

Author(s): Sautter, H. | Westerlund, D. | Hastings, A.
[English Version] I. Geopolitisch A. bietet ein unruhiges, widersprüchliches Bild. Seine Bevölkerung wächst schneller als die aller anderen Kontinente. Bürgerkriege und wiederkehrende Dürreperioden treiben Mio. Menschen zur Flucht. Ein aggressiver Islamismus erschüttert das fragile Gleichgewicht multirel. Gesellschaften. Die von den Kolonialmächten gezogenen Staatsgrenzen, die vielerorts Völker und Stämme auseinanderreißen, sind ständiger Anlaß zu regionalen Konflikten. Doch zugleich ist A. die Ents…

Afrikanischer Tanz

(11 words)

[English Version] Afrikanischer TanzTanz

Afrikanisches religiöses Drama

(12 words)

[English Version] Afrikanisches religiöses DramaDrama

Afrikanische Theologien

(938 words)

Author(s): Parratt, J.
[English Version] Dieser Artikel befaßt sich nicht mit den lat. Vätern aus Nordafrika oder den orth. Kirchen. Moderne Bewegungen in Äthiopien und dem Sudan, die sich aufgrund neuerer Auseinandersetzungen gebildet haben, werden gegenwärtig v.a. durch die einheimische mündliche Theol. repräsentiert. Für den Zweck dieses Artikels kann man afrikanische Theologie definieren als christl. Theol., die von den auf dem afrikanischen Kontinent beheimateten Afrikanern hervorgebracht wurde. Sie entstand etwa M…

Afrikanische Unabhängige Kirchen

(1,261 words)

Author(s): Turner, H.W.
[English Version] I. Allgemeines Seit dem 18.Jh. drangen eur. Völker und westliche Kultur massiv in das Schwarzafrika südlich der Sahara ein. In dieser Zeit fanden so zahlreiche und dauerhafte Kirchengründungen durch die vom Westen ausgehende moderne missionarische Bewegung statt, daß der Subkontinent heute vorherrschend christl. ist. Dieser ersten Antwort auf die Mission folgte eine gleichermaßen breite, unabhängige Antwort der eingeborenen Völker selbst in Form einer Vielzahl neuer rel. Bewegunge…

Afroamerika

(167 words)

Author(s): Beozzo, J.O.
[English Version] . Seit der Ankunft der ersten afrikanischen Sklaven in den Antillen 1502 bis zur Aufhebung der Sklaverei in Brasilien 1888 bildete sich neben dem Indoamerika der indianischen Völker und dem Euroamerika der großen Einwanderung des 19.Jh. ein A. aus ca. 11 Mio. aus Afrika eingeschleppten Sklaven. Von den heute 750 Mio. Einwohnern Amerikas sind ca. 150 Mio. Afroamerikaner. Die afroamer. Kulturen üben tiefen Einfluß auf sprachlichem, religiösem (haitianischer Voodoo [Wodū], kubanisch…

Afroamerikanische Musik im christlichen Gottesdienst

(299 words)

Author(s): Costen, M.
[English Version] ist zuerst und v.a. ein Mosaik rel. und künstlerischer Ausdrucksweisen des Glaubens an Gott. Trotz der gemeinsamen gesch. und kulturellen Wurzeln ist die Musik im Gottesdienst immer sehr vielgestaltig und ist es auch immer gewesen. Das musikalische Spektrum reicht von äußerster Getragenheit bis zum »zügellosen Enthusiasmus«. Die Umstände, unter denen die Begegnung mit dem Christentum stattfand, bestimmen die Formen und Stilrichtungen der Musik. Die Unterdrückung in der Sklaverei…

Afroamerikanische Religionen

(2,997 words)

Author(s): Beozzo, J.O. | Harris, M.W.
[English Version] I. Mittel- und Südamerika 1. Bewegungen und Denominationen Die Mio. afrikanischer in die Amerikas und in die Karibik gebrachter Sklaven fanden in ihren Rel. die tiefste und dauerhafteste Weise kulturellen Widerstandes, die Sklaverei zu überleben und ihre Identitäten wiederzugewinnen. Die entwurzelten und bekämpften afrikanischen Gottheiten mußten sich im Exil den neuen sozialen und polit. Bedingungen und der Auseinandersetzung mit anderen Göttern anpassen. Die Modelle der afrikanischen…

Afrobrasilianische Kulte

(1,745 words)

Author(s): Motta, R.
[English Version] I. Der Glaube: die Orixás Die afrobrasilianische Rel., wie sie sich in ihrer bekanntesten und normativen Ausprägung, Candomblé, zeigt, besteht grundlegend aus der Verehrung der Orixás, übernatürlicher Wesen, die westafrikanischen Ursprungs (überwiegend Yoruba) sind. Die Anhänger bezeichnet man als Söhne bzw. Töchter ihres »santo«, wie die Orixás unter populär-kath. Einfluß auch genannt werden. Wurde mittels Divination durch einen Priester der Heilige für eine Person bestimmt, ist die…

Ägäische/minoische/mykenische Religionen

(824 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] I. Im Kontext des Orients Rund um die Ägäis entstanden Kulturen, die im 2.Jt. v.Chr., zum Orient hin orientiert, von dort Systeme übernahmen wie die wirtschaftliche, militärische, herrschaftliche, rel. Zentralität differenzierter Palast-Städte, das Archivsystem mit Tontäfelchen und die Schreibtechnik, Techniken der Seefahrt, der Kriegsführung mit Streitwagen, Ikonographie und insbesondere auch Typen rel. Zeichensysteme. In die umgekehrte Richtung sind ebenfalls Güter griech. Kultur i…

Aga Khan.

(149 words)

Author(s): Halm, H.
[English Version] Pers.-türkischer Ehrentitel (»Herr Fürst«). Vom Schah von Persien im Jahre 1828 dem 46. Oberhaupt (imâm) der schiitischen Sekte der Ismailiten in seiner Eigenschaft als Schwiegersohn des Schah verliehen, wird der Titel seitdem von den Imamen der Sekte, die als direkte Nachkommen und rechtmäßige Nachfolger des Propheten Muḥammad gelten, getragen. Der 48. Imam, Sir Muhammad Schah Aga Khan III., geb.1877 in Karatschi, 1885 in Bombay als Imam inthronisiert, trug viel zur Zusammenfa…
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