Religion in Geschichte und Gegenwart

Purchase Access
Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

For more information: Brill.com

Faber

(264 words)

Author(s): Rasch, C.W.
[English Version] Faber, Petrus (Pierre Favre/Lefévre; 13.4.1506 Villaret, Savoyen – 1.8.1546 Rom), gilt als erster Jesuitenpriester. Der Bauernsohn studierte seit 1525 in Paris. 1529 machte er do…

Faber

(161 words)

Author(s): Zweigle, H.

Faber

(354 words)

Author(s): Raeder, S.
[English Version] Faber, Jacobus Stapulensis (Jacques Lefèvre d'Étaples; um 1455/1460 Étaples – 1536 Nérac), Humanist und Reformtheologe. F. galt als Wiederentdecker des Aristoteles, den er für göttlich inspiriert hielt und dessen Texte er seit 1492 in neueren Übers. edierte und mit Komm., teils von ihm selbst, teils von seinem Schüler Jodocus Clichtoveus (um 1472–1543) versah. Ferner edierte F. Schriften der Kirchenväter (Patristik) und ma. Autoren. Bes. beeinflußten ihn Ps.-Dionysius (ed. 1498), R…

Fabianus

(140 words)

Author(s): Reichert, E.
[English Version] Fabianus, römischer Bischof 236–250. Der röm. Bf. Antherus kam 236 in der kurzen Verfolgung durch Kaiser Maximinus Thrax (235–238) um. F. wurde durch eine »Inspirationswahl« sein Nachfolger. In der folgenden Friedenszeit ordnete F. die röm. Kirche neu. Er teilte Rom in sieben Verwaltungsbezirke, die er sieben Diakonen unterstellte. Bes. kümmerte sich F. um die Coemeterien. Auch der Brauch, die Ordinationstage der röm. Bf., ihre Amtsdauer und ihre Sterbedaten festzuhalten, ist auf F…

Fabiola

(179 words)

Author(s): Rebenich, S.
[English Version] (gest. um 400 n.Chr.), röm. Aristokratin. F. gehörte einem Kreis adeliger Frauen an, die in der 2. Hälfte des 4.Jh. n.Chr. die asketische Bewegung förderten, ihre traditionelle gesellschaftliche Rolle ablehnten und ihren ererbten Reichtum karitativ verwendeten. Über ihr Leben wissen wir durch die Schriften des Hieronymus (bes. durch seinen Nachruf auf F.: Hier.ep. 77). Nachdem ihre erste Ehe geschieden worden war und sie ihren zweiten Ehemann du…

Fabri

(224 words)

Author(s): Gründer, H.
[English Version] Fabri, Friedrich Gotthardt Karl Ernst (12.6.1824 Schweinfurt – 18.7.1891 Würzburg), ev. Theologe, Sozial- und Kolonialpolitiker. F. entstammte einer fränkischen Pfarrersfamilie, wirkte seit 1848 als Würzburger Stadtvikar und übernahm 1851 eine Patronatspfarrei in der Nähe von Kissingen. 1857 erhielt er eine Berufung auf den Posten des leitenden Inspektors der Rheinischen Mission. 1884 zwang ihn seine kolonialpropagandistische Betriebsamkeit zum Abschied vom Barmer Missionshaus. 18…

Fabri

(221 words)

Author(s): Campi, E.
[English Version] (Faber), Johannes (1478 Leutkirch im Allgäu – 21.8.1541 Wien). Geb. als Heigerlein (oder Heugerlein) legte er sich 1525 nach humanistischem Brauch, als Sohn eines Schmiedes, den Namen Faber oder (filius) Fabri zu. Er erwarb das Doktorat in beiden Rechten in Freiburg i.Br. 1510/11, war ein Bewunderer von Erasmus und Befürworter einer – wenngleich von oben und stufenweise geführten – inneren Kirchenreform. 1513 wurde er oberster bfl. Beamter in Basel und 1514 Priester in Lindau. Ans…

Fabricius

(130 words)

Author(s): Otte, H.
[English Version] Fabricius, Johann (11.2.1644 Altdorf – 29.1.1729 Helmstedt), wurde während seines Studiums in Helmstedt und Altdorf von Schülern G.Calixts geprägt. Nach mehrjähriger Bildungsreise wurde er Gesandtschaftsprediger in Venedig, 1677 Theologieprof. in Altdorf und 1697 in Helmstedt. 1701 wurde er zum Abt von Königslutter ernannt. In seiner Hauptschrift »Consideratio« plädierte er für eine irenische Hermeneutik (: V., 2.), die die Konfessionsunterschiede minimalisierte. Durch Gutachten …

Fabricius

(128 words)

Author(s): Grundmann, C.H.
[English Version] Fabricius, Johann Philipp (22.1.1711 Kleeberg, Hessen – 23.1.1791 Madras, Indien), Missionar und bedeutendster Übers. der Dänisch-Halleschen Mission in Tranquebar. Die Lektüre der »Halleschen Berichte« bewegte den gerade examinierten Juristen dazu, in Halle Theol. zu studieren und nach Indien zu gehen (1740). Bleibendes Verdienst seiner 50 Jahre währenden Tätigkeit in Madras, ab 1778 durch K…

Fabricius

(139 words)

Author(s): Krolzik, U.
[English Version] Fabricius, Johann Albert (11.11.1668 Leipzig – 30.4.1736 Hamburg), Studium der Medizin und dann der Theol. in Leipzig, Mitarbeiter an »Acta Eruditorum« (1682), ab 1693 in Hamburg, Bibliothekar bei J.F.Mayer, ab 1699 bis zu seinem Tode Prof. für Moral und Beredsamkeit am Hamburger Gymnasium, 1699 Dr. theol., Mitglied der »Teutsch-übenden« und »Patriotischen Gesellschaft«. – Sein umfangreiches We…

Fabrik

(11 words)

[English Version] FabrikBetrieb, Industrie

Fächer und Fachberater

(359 words)

Altes Testament Professor Dr. Eckart Otto, München und Pretoria, Südafrika Biblische und Christliche Archäologie Professor Dr. Hermann Michael Niemann, Rostock, in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Guntram Koch, Marburg Dogmatik Professor Dr. Christoph Schwöbel, Tübingen Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften Professor Dr. Eilert Herms, Tübingen Fundamentaltheologie Professor Dr. Christoph Schwöbel, Tübingen Judentum: Antikes Judentum Professor Dr. Peter Schäfer, Berlin und Princeton, NJ, USA, in Zusammenarbeit mit Dr. Klaus Herrmann, Berlin Judentum: Mittela…

Fachhochschulen

(297 words)

Author(s): Aschenbrenner, D.
[English Version] . Die Gründung der F. erfolgte 1968 aufgrund eines Abkommens der dt. Bundesländer, um wachsenden Anforderungen an die Qualifikation von Ingenieuren, Betriebswirten und anderen Berufen bes. im eur. Vergleich durch eine praxisorientierte, anwendungsbezogene wiss. Ausbildung zu entsprechen. Die erste Generation der F. wurde zw. 1968 und 1971 errichtet. Ihre z.T. traditionsreichen Vorgängerinnen waren Ingenieurakademien, Werkkunstschulen und Höhere Fachschulen. Die Diplom-Studiengäng…

Fachschule

(294 words)

Author(s): Grethlein, C.
[English Version] . F. entstanden im dt.-sprachigen Raum während des 19.Jh. als Folge der »Verwissenschaftlichung der Produktion« (Grüner 248). Bis etwa 1890 konnten auch noch technische Hochschulen als F. bez. werden; seitdem verengt sich im Zuge der Ausdifferenzierung des Bildungswesens der Bedeutungsgehalt von F. Bis heute wirksam ist die Definition von F. vom 29.10.1937: »F. sind die der landwirtschaftlichen, gartenbaulichen, technischen, bergmännischen, gewerblichen, handwerklichen, kunsthand…

Facundus

(151 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] von Hermiane, nordafrikanischer Bf. (vor 547/48 bis um 570), gelehrter Theologe, wurde mit seiner Schrift »Pro defensione trium capitulorum« (546–548; CPL 866) gewissermaßen zur Stimme des lat. Westens und zum Führer des Widerstands gegen die Verurteilung der Drei Kapitel (Dreikapitel-Streit) durch Kaiser Justinian, doch ohne Erfolg. Die Schrift ist wichtig für die Überlieferung ansonsten verloren gegangener Werke von Theodor von Mopsuestia und Theodoret von Cyrus, für die Konzils…

Fagius

(149 words)

Author(s): Scheible, H.
[English Version] Fagius, Paul (1504 Rheinzabern – 13.11.1549 Cambridge). F. erhielt seine Ausbildung seit 1515 in Heidelberg (1522 M.A.), wo er 1518 Luther erlebte. 1522 wurde er Lehrer in Straßburg. Bei W.Capito lernte er Hebräisch. 1527 ging er als Schulrektor nach Isny, kehrte 1535 nach Straßburg zurück, wo er Mitarbeiter M.Bucers war und Theol. studierte. 1537–1542 wirkte er als Prediger in Isny. Hier verbesserte er sein Hebräisch bei Elias Levita und betrieb eine hebr. Druckerei. 1542–1544 wa…

Fahne

(9 words)

[English Version] FahneKirchenfahne

Fairfax

(148 words)

Author(s): Johnson, S.
[English Version] Fairfax, John (getauft 24.10.1805 Warwick, England – 16.6.1877 Sydney, Australien); Zeitungsbesitzer und Industrieller, Kongregationalist (Kongregationalismus) und Philanthrop. Nach seiner Auswanderung nach Sydney (1838) wurde F. Australiens erster Pressebaron und Direktor vieler Wirtschaftsunternehmen. Er verkörperte evangelikales Engagement für Christus und die Veränderung der Gesellschaft. Zeit seines Lebens als Diakon in der Kongregationalistischen Kirche tätig, förderte F. d…

Faith and Order

(16 words)

[English Version] Faith and OrderBewegung für Glauben und Kirchenverfassung

Fakultäten

(3,026 words)

Author(s): Fix, K. | Miller, G.T. | Werner, D. | Solte, E.
[English Version] Fakultäten, theologische I. Kirchengeschichtlich 1 . Europa Die theol. F. sind seit ihrem Entstehen im Hoch-MA ein integraler, aber kein zwingend notwendiger Bestandteil der eur. Universitäten (U.; vgl. die Mediziner-U. Salerno oder die Rechtsschule von Bologna). An U. nach Pariser Vorbild bildeten Theol., Jura und Medizin die drei oberen F. Von Beginn an überschnitten sich an den theol. F. staatliche und kirchl. Interessen. Stiftungs-U. waren, anders als die aus Konflikten mit kirchl. Organen als weltliche Körperschaften eigenen Rechts entstandenen U., in ihrer Finanzierung über Pfründe und Stiftungen sowie bei ihrer Legitimation und Leitung von der Kirche abhängig. Als Kanzler wirkte häufig ein Bf. Die theol. F. waren als gleichberechtigter und angesehenster Teil der universitas literarum, die sich der Reflexion und Tradition der eur.-antiken Kultur widmete, keine Funktion der Kirche. Ohnehin gehörte nur ein Bruchteil der Studenten den drei oberen F. an, noch weniger schlossen diese mit der Promotion, der einzigen Prüfung, ab. Die Mehrzahl hörte die propädeutischen Vorlesungen der Artes liberales an der philos. F. Die engen Grenzen unterworfene Lehre an den theol. F. bestand v.a. aus der Bibelinterpretation anhand überlieferter Komm. und der Lektüre der Sentenzenkomm. des Petrus Lombardus. Erst nach der Reformation lösten die theol. F. schrittweise Domschulen und Klosterschulen als Ausbildungsstätte zukünftiger Priester ab. Ein abgeschlossenes Studium selbst an der Artistenfakultät war immer noch die Ausnahme. Primär dienten die theol. F. der Beamtenausbildung für das jeweilige Territorium. In der Lehre löste nach der Reformation der hist.-philol. interessierte Humanismus den philos., rhetorikzentrierten Unterrichtsbetrieb der Scholastik ab. Hier wirkte v.a. Melanchthons Wittenberger Universitätsreform anhaltend nach. Melanchthon wies den theol. F. zur Durchsetzung der neuen Lehre v.a. eine kirchl. Funktion zu, die Exegese sollte das Hauptarbeitsgebiet sein. Universitätsgründungen in prot. Territorien (Marburg 1527, Königsberg 1544, Jena 1548, Straßburg 1566, Helmstedt 1568, Altdorf 1580 und Herborn 1584 [Reformierte Hohe Schulen in Deutschland]) dienten mit ihren theol. F. gemäß dem landesherrlichen Kirchenregiment dem Ausbau und der Sicherung der Erfolge der Reformation. Diesem Mittel bediente sich auch die Gegenreformation (Dillingen 1549, Trier 1561, Würzburg 1582, Bamberg 1586, Paderborn 1614). Als Folge davon nahm die Territorialisierung der theol. F. hinsichtlich ihrer Angehörigen und ihrer wiss. Wirkkraft zu, das Aufkommen der Orthodoxie (: II.) in der prot. Theol. förderte den Erstarrungsprozeß. Kath. Bf. waren seit dem Tridentinum verpflichtet, Diözesanseminare zu unterhalten, ohne daß diese jemals an die Stelle der theol. F. hätten treten können. Über die Predigerausbildung hinaus band die Obrigkeit (Kirche und Staat) die Theologieprof. an die Landeskirche durch gutachterliche Aufgaben, die Mitwirkung an Visitationen, Ehegerichten und Konsistorien sowie durch die Personalunion von Professur und kirchl. Aufsichtsämtern. Sicherung bzw. Durchsetzung des landesherrlichen Bekenntnisses wurde Aufgabe der theol. F. Als Folge des staatlichen Bedarfs an durch ihr Studium dem Territorium verbundenen Gelehrten kam es bis ins 18.Jh. zu Neugründungen wie Rinteln oder Kassel, die vielfach nur kurze Zeit bestanden. Mit der Aufklärung lösten sich die theol. F. an den neuen prot. U. (Halle 1694, Göttingen 1737, Erlangen 1743) behutsam aus der Bindung an das landeskirchl. Bekenntnis. Der wachsenden Internationalisierung der U. setzte die Obrigkeit strenge Regeln für das Studium an fremden theol. F. entgegen. Während Aufklärung und Pietismus an Einfluß in der theol. Lehre gewannen, verloren die theol. F. ihre führende Rolle an den U. an ökonomisch und polit. verwertbare neue Leitwiss. wie Jura oder Kameralistik. Bekenntniswechsel des Landesherrn etc. führten im 18.Jh. zur Mitwirkung des Konsistoriums in den Angelegenheiten der theol. F. Bis heute wirkt dies fort als ein je unterschiedlich weites Mitwirkungsrecht der Landeskirchen bei der Berufung von Theologieprof. Das Ende des konfessionellen Charakters der U. kam mit den Gründungen konfessionell gemischter U. wie Breslau (1811) und Bonn (1818). An den neuen U. Preußens brach sich ein von der Kirche emanzipiertes Bildungs- und Wissenschaftsideal Bahn, das die Philos. bevorzugte (Berlin 1810). Die bürgerliche Parität und das nominell konfesssionsunabhängige Recht auf Zugang zu öfftl. Ämtern markierte einen weiteren Schritt weg von der Führungsrolle theol. F. an den U. Mitte des 19.Jh. verloren die theol. F. ihre Dominanz bei den Studentenzahlen an die juristischen F. und die philol.-philos. Fächer. Die Gesch. der kath.-theol. F. im 19.Jh. ist bestimmt vom erfolgreichen Kampf der Kirche um die Sicherung ihres Einflusses auf die Theologenausbildung. Massive Belastungen für die kath.-theol. F. brachte der Kulturkampf, der an einigen U. die F. spaltete, später der Streit um den Modernismus. Die Gesch. der ev.-theol. F. im 19.Jh. ist anfangs geprägt von der auch in den anderen F. einsetzend…
▲   Back to top   ▲