Religion in Geschichte und Gegenwart

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Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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I

(204 words)

Author(s): Diaz, H.
[English Version] I, Peter Siúng Hun (1756–1801), erster getaufter Koreaner und einer der Gründer der koreanischen kath. Kirche (KCC; Korea: IV.). Als konfuzianischer Gelehrter lernte er die kath. Lehre durch Vermittlung anderer konfuzianischer literati kennen. 1783 wurde I nach Peking gesandt und ließ sich dort im Februar 1784 von den Jesuiten taufen. In Korea taufte er selbst dann mehrere Gelehrte und gründete auf diese Weise die KCC. 1785 wurde er während eines Gebetsgottesdienstes von der Polizei…

Ibas

(163 words)

Author(s): Bruns, P.
[English Version] von Edessa folgte 435 Rabbula als Bischof nach und tat sich als Übersetzer der Werke antiochenischer Theologen (antiochenische Theologie) aus dem Griech. ins Syr. hervor. Ohne Erfolg suchte I. den wachsenden Einfluß der extremen Cyrillianer zurückzudrängen. 449 wurde er auf der sog. »Räubersynode« in Ephesus (Ephesus, Konzilien) abgesetzt, zwei Jahre später jedoch in Chalcedon rehabilitiert und hatte fortan bis zu seinem Tode i.J. 457 den edessenischen Bischofsthron inne. 433 schr…

Iberoamerika

(140 words)

Author(s): Franzen, B.V.
[English Version] . Bez. für die von den iberischen Völkern – Portugiesen und Spaniern – kolonisierten und durch deren ideologisches und institutionelles Erbe geprägten Gebiete Amerikas. Der starke Einfluß des iberischen kulturellen Erbes kommt durch die Bewahrung der span. Sprache in den von den Spaniern kolonisierten Gebieten und der portugiesischen Sprache in dem von den Portugiesen kolonisierten Brasilien ebenso zum Ausdruck wie durch die iberische Form des Katholizismus, die bis zum 19.Jh. vo…

Ibiapina

(158 words)

Author(s): Hoornaert, E.
[English Version] Ibiapina, Padre José António Pereira (5.8.1806 Sobral, Ceará, Brasilien – 19.2.1883 Paraíba, Brasilien), von 1834 bis 1837 Volksvertreter, wurde mit 47 Jahren zum Priester geweiht und war dann zwei Jahre Generalvikar des Bistums Olinda, Brasilien. Ab 1855 zog er 28 Jahre lang meist zu Fuß durch die heutigen Bundesstaaten Pianí, Ceará, Rio Grande do Norte, Paraíba und Pernambuco. Als »Apostel des Nordostens« verkörperte er dort als Seelsorger, Richter, Ingenieur und Organisator in ein…

Ibn al-ʿAssāl

(190 words)

Author(s): Gerö, S.
[English Version] Ibn al-ʿAssāl, Familie. Drei Brüder aus der angesehenen Familie der Aulād al-ʿAssāl spielten eine wichtige Rolle in der arab. lit. Renaissance der kopt. Kirche des 13.Jh. 1. Aṣ-Ṣafī Abū l Faḍāʾil ibn al-ʿAssāl (gest. um 1265). Von aṣ-Ṣafīs Werken zu erwähnen sind u.a.: liturgische Homilien in gereimter Prosa (sagˇʿ), eine apologetische Abhandlung über die Trinitäts- und Inkarnationslehre und v.a. sein »Nomokanon«, ein Kompendium des Kirchenrechts. – 2. Al-Asʿad Abū l Faragˇ Hibatallāh ibn al-ʿAssāl. Al-Asʿad verfertigte eine eklektische …

Ibn aṭ-Ṭaiyib

(127 words)

Author(s): Gerö, S.
[English Version] (gest.1043 Bagdad). Der ostsyr. nestorianische (Nestorianismus) Gelehrte Abū l-Faragˇ ʿAbdallāh ibn aṭ-Ṭaiyib war nicht nur ausgebildeter Arzt, sondern auch Philosoph, Theologe und Exeget. Von seinen arab. Schriften sind folgende bes. zu erwähnen: ein Kompendium des Kirchenrechts (Fiqh an-naṣrānīya), eine Übers. des Diatessarons (aus dem Syr.), Abhandlungen über die Trinitätslehre, ein Gen-Komm. als Teil seines großen Werkes »Paradies des Christentums«, »Firdaus an-naṣrānīya«, und ein Komm. zur »Eisagoge« des Neuplatonikers Porphyrius. Stephen…

Ibn Daud

(240 words)

Author(s): Dan, J.
[English Version] (ben David), Abraham (Akronym Rabad I; ca.1110 Córdoba – 1180 Toledo), Historiker, Philosoph und Wissenschaftler. Er zählte zu den führenden Persönlichkeiten der jüd. Gemeinde Spaniens im 12.Jh. In seiner Geburtsstadt Córdoba eignete er sich ein breites Wissen in Philos., Medizin und Astronomie an. Darüber hinaus war er auch mit dem Koran und dem NT vertraut. Sein gesch. Hauptwerk, »Sefer ha-Kabbala« (»Buch der Tradition«) war einerseits eine polemische Schrift gegen die Karäer, wel…

Ibn Esra

(109 words)

Author(s): Bekkum, W.J. van
[English Version] Ibn Esra, Abraham ben Meir (1089 Toledo – 1164 Rom), lebte einige Jahre in Córdoba. Nach der Eroberung der Almohaden war er gezwungen, Andalusien zu verlassen, und verbrachte einige Zeit in Italien, Frankreich und England. Als Wanderpoet, Grammatiker, Bibelkommentator, Astronom und Mathematiker spielte er eine entscheidende Rolle in der Verbreitung der Prosodie und Dichtkunst der Span. Schule der hebr. Poesie. Er brachte den Juden im christl. Europa die jüd. arab. Texte und die arab. linguistische Lit. des MA durch seine hebr. Übers. und Schriften nahe. Wout J.…

Ibn Esra

(126 words)

Author(s): Bekkum, W.J. van
[English Version] Ibn Esra, Mose ben Jakob (Abu Harūn; 1055 Granada – ca.1135), vf. eine große Anzahl von rel. und weltlichen Gedichten, die sich an der üblichen Struktur der ma. arab. und hebr. Verskunst orientierten. Er gilt als der erste jüd. Poet in Andalusien, der ein dem arab. Stil nahestehendes Buch homonymer Gedichte vf. Seine jüd. arab. Prosaschriften zur hebr. Verskunst sicherten ihm einen wichtigen Platz als Theoretiker, Kritiker und Literaturhistoriker. »Das Buch der Konversation und Disk…

Ibn Gabirol

(240 words)

Author(s): Bekkum, W.J. van
[English Version] Ibn Gabirol, Solomon ben Jehuda (Abū ‘Agˇūb Sulaimān ibn Yaḥyā ibn Gabirūl, lat. Avicebron; ca.1021 Malaga – ca.1058 Valencia), lebte zunächst in Saragossa unter dem Schutz von Yequtiel Ibn Hassan Ibn Kabrūn und anderer wohlhabender Gönner, später in Valencia. Er ist sowohl als Vf. hebr. säkularer und liturgischer Dichtung als auch als jüd. Neuplatoniker (Neuplatonismus: III.) bekannt. Christl. Scholastiker kannten ihn unter dem Namen Avicebron. Sein philos. Werk »Die Quelle des Le…

Ibn Ḫaldūn

(147 words)

Author(s): Halm, H.
[English Version] (ʿAbdarraḥmān ibn Muḥammad; 7.5.1332 Tunis – 19.3.1406 Kairo), arab. Historiker. I.Ḫ gelangte nach einer wechselvollen Karriere an den Höfen von Fez, Granada und Bougie nach Ägypten, wirkte in Kairo als juristischer Lehrer an der Azhar-Moschee und anderen Hochschulen und amtierte mehrfach als Richter. Sein Hauptwerk ist die »Einleitung« (al-Muqaddima) zu seiner aus älteren Quellen kompilierten Universalgesch., eine Theorie der Zivilisation und Analyse des Entstehens und Verfa…

Ibn Rušd

(11 words)

[English Version] Ibn RušdAverroes

Ibn Sīnā

(11 words)

[English Version] Ibn SīnāAvicenna

Ibn Tamim

(107 words)

Author(s): Bekkum, W.J. van
[English Version] Ibn Tamim, Abu Sahl Dunash al-Shafaldij (Adonim; Qairawan, Nordafrika, ca.890 – ca.955). I. T. ist als Grammatiker und Lexikograph des Hebr. bekannt. Er studierte unter dem Philosophen und Arzt I.Israeli. Sein jüd.-arab. Komm. zum »Buch der Schöpfung« ist möglicherweise von Saadja Gaon in Babylonien beeinflußt. Aus Zitaten bei vielen anderen Grammatikern wird deutlich, daß I.T. eine vergleichende lexikographische Untersuchung des Hebr. und des Arab. vf. hat, die gelegentlich auch ara…

Ibn Tibbon

(288 words)

Author(s): Bekkum, W.J. van
[English Version] , Familie. Die Tibboniden, die Familie des I.T., waren eine bedeutende Übersetzer-Dynastie von arab. und jüd.-arab. Werken jüd. Autoren in das Hebr. 1. Der erste Übers. war der Arzt Judah ben Saul I. T. (1120–1190), der in Granada im musl. Spanien geboren wurde. Er wurde durch die Invasionen der Almohaden aus Spanien vertrieben und ließ sich um 1150 in Lunel nieder. 2. Sein Sohn Samuel ben Judah I. T. (Geburtsjahr unbekannt – ca.1232) übers. M.Maimonides, bes. seinen »Führer der Verwirrten«, i.J. 1204 ebenso wie Werke Galens, des Aristotele…

Ibn Ṭufail

(270 words)

Author(s): Rudolph, U.
[English Version] Ibn Ṭufail, Abū Bakr (ca.1105 Wādī Āš, Guadix – 1185 Marrakesch), Arzt und isl. Philosoph, Förderer des Averroes, bekannt als Vf. des Romans »Ḥaiy ibn Yaqẓān« (»Der Lebende, Sohn des Wachenden«), in dem I. Ṭ den Erkenntnisweg eines Menschen namens Ḥaiy schildert, der von Geburt an allein auf einer einsamen Insel aufwächst. Schritt für Schritt entschlüsselt Ḥaiy seine Umwelt, erfaßt die Gesetze der Logik und der Physik, erkennt die Ordnung des Kosmos und die Notwendigkeit eines…

Ibn Verga

(306 words)

Author(s): Römer, N.
[English Version] Ibn Verga, Salomon. I.V. siedelte nach der Vertreibung der Juden aus Spanien zunächst in Lissabon, wo er als Marrane für einige Jahre lebte, bevor er 1506 Portugal verließ und vermutlich um 1530 in Flandern starb. In den 20er Jahren des 16.Jh. vf. er u.a. auf der Grundlage von »Sefer Josippon« und A.Ibn Dauds »Sefer Ha-Kabbala« mit »Shevet Jehuda« (1554; Das Zepter von Juda) eines der populärsten hist. Werke der frühen Neuzeit. »Shevet Jehuda«, das, von I.V.s Sohn Joseph mit Ergänz…

Ibsen

(449 words)

Author(s): Detering, H.
[English Version] Ibsen, Henrik (20.3.1828 Skien – 23.5.1906 Oslo). I. ist neben J.A.Strindberg Begründer des modernen Dramas. – Sohn eines Bankrotteurs, brach I. früh mit seiner Familie. Schon neben einer Apothekerlehre wandte er sich dem Theater zu. Nach polit. revolutionären Anfängen (Catilina,1848) und Kontakt zu sozialistischen Bewegungen schrieb I. für das Theater in Bergen, dessen dramaturgischer Leiter er 1851–1857 war, nationalromantische Dramen (Frau Inger auf Östrot, 1855). Nach Mißerfol…

Ich

(376 words)

Author(s): Stolzenberg, J.
[English Version] . Der Begriff des Ich erhält erst in der Philos. der Neuzeit eine zentrale Bedeutung. R.Descartes zufolge bez. der Begriff des Ich ein substanzielles denkendes Wesen (res cogitans), das über ein unmittelbares und unbezweifelbares Wissen von seiner Existenz verfügt, aufgrund dessen es zum Fundament der Philos. und des Systems der Wissenschaften gemacht werden kann. Da diese Gewißheit ohne die Erkenntnis materieller Körper gewonnen wird, kann auf die reale Verschiedenheit der geist…

Ich-Psychologie

(329 words)

Author(s): Fraas, H.
[English Version] . Nach der Auffassung S.Freuds stellt das Ich neben Es und Überich eine der drei Instanzen des psychischen Systems dar (Das Ich und das Es, 1923). Seine Herkunft ist bei Freud noch nicht befriedigend geklärt. Unter wachsender Beachtung der gesunden Persönlichkeit und des Einflusses sozialer (Rückwirkung von A.Adlers Individualpsychologie) und kultureller Faktoren gewinnt die Einsicht Raum, daß das Ich als Ausdruck der Kontinuität und Einheit des Individuums (P. Federn) eine entsc…
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