Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

For more information: Brill.com

Akathistos-Hymnus,

(166 words)

Author(s): Schneider, J.
[English Version] griech. 'Ακα´θιστος ῞ϒμνος, »nicht sitzend«, d.h. stehend zu singendes Lob- und Danklied auf die Gottesgebärerin, das das Geheimnis der Inkarnation Gottes preist. Der urspr. A. enthält ein Proömium und 24 alphabetisch beginnende Strophen, die abwechselnd mit dem Refrain »χαι˜ρε, νυ´μϕη α᾿νυ´μϕευτε« (chaíre, nýmphē anýmpheute) bzw. »'Αλληλου´ι¨α« (Allēloúia) enden. Der A. wurde wahrscheinlich im 5./6. oder 7.Jh. anonym im christl. Osten als Kontakion gedichtet. Ob er Romanos dem Meloden, Sergius von Konstantinopel oder einem…

Akbar I.

(286 words)

Author(s): Malik, J.
[English Version] (Abū l-Fatḥ Jalāl al-Dīn Muḥammad, 1542–1605), dritter und wohl bedeutendster Mogulkaiser Südasiens, dehnte das Reich aus und stellte eine indo-pers. Autonomie des Mogulreiches gegenüber den isl. Höfen her. Tiefgreifende Reformen sollten eine kulturelle und binnenwirtschaftliche Integration herstellen. Im rel. Bereich wurde der Lehrkanon reformiert und versucht, isl. Orthodoxie und separatistische Strömungen zu bezwingen. Am Hof fanden Diskussionszirkel mit Jesuiten, Hindus (H…

Akindynos,

(130 words)

Author(s): Podskalsky, G.
[English Version] Gregorios (1300 Prilep – vor Mai 1348 im Exil), studierte in Pelagonia (Bitola) und Thessalonich, war bekannt mit Palamas und Nikephoros Gregoras. Nach Treffen mit Barlaam von Kalabrien Vermittlung zw. diesem und Palamas (1336) bezüglich der »antilat. Traktate« über die Unbeweisbarkeit der Offenbarung. Nach Beginn der palamitischen Kontroverse (1337) weiterer Vermittlungsversuch, endgültiger Bruch nach der Synode von 1341: Verurteilung A.' (RAPC 2212). Weihe zum Diakon/Priester (…

Akklamation,

(138 words)

Author(s): White, J.F.
[English Version] liturgischer Begriff, der die (manchmal spontane) Antwort der Gemeinde auf eine Bekanntmachung, eine Lesung oder ein Gebet bez. Dazu gehören solche Gelegenheiten wie die A. von Kandidaten für die Ordination als »würdig«, die Bestätigung der Wahl eines Bf., die Zustimmung zur Weihe eines Bf. oder zur Krönung eines Papstes. In neuerer Zeit wird der Begriff bes. zur Bez. der Antworten der Gemeinde beim eucharistischen Gebet verwendet. Solche Responsorien, die eine lange Tradition h…

Akko

(170 words)

Author(s): Lehmann, G.
[English Version] Akko, Hafenstadt in Nord-Israel. Erste Besiedlung in FB-Zeit I; seit MB-Zeit IIA fast lückenlos bewohnt. A. wird zuerst in den äg. Ächtungstexten, seit Thutmosis III. (Ägypten: II.,1.) während der SB-Zeit in äg. Quellen und der Amarna-Korrespondenz genannt. Der Stadtstaat umfaßte damals den größten Teil der A.-Ebene. In E-Zeit I brach er zusammen. Seit E-Zeit II war A. wieder Zentrum der Ebene, wohl von Tyrus beherrscht. Ascher (Stämme Israels), in dessen Gebiet A. lag (Jos 10,30…

Akkommodation

(653 words)

Author(s): Körtner, U.H.J. | Küster, V.
[English Version] I. Dogmatisch und fundamentaltheologisch Der Begriff »A.« (von lat. accommodatio, Anpassung) stammt urspr. aus der antiken Rhetorik (: I.) und bezeichnet die Anpassung eines Gegenstands an seine Umgebung, in der Rhetorik die Anpassung der sprachlichen Formulierung an Gegenstand, Zweck und Adressaten der Rede. In der christl. Rhetorik wird er theol. vertieft. Augustin deutet die Analogien des Schöpfers in der Natur als göttliche Beredsamkeit (CSEL 34, 184 f.). Zuvor hatte schon Hilar…

Akkulturation

(8 words)

[English Version] AkkulturationInkulturation

Akoimeten

(167 words)

Author(s): Elm, S.
[English Version] . Die Akoímētoi (α᾿κοι´μητοι, griech. »die Schlaflosen«) waren eine aus Griechen, Lateinern und Syrern (anfänglich auch Kopten) bestehende spätantik-byz. Mönchsgemeinschaft, die mit ihrem Gründer Alexander (355–430) nach 404 aus Syrien nach Konstantinopel kam und bis zu ihrer Verurteilung als Messalianer (Euchiten) 426/27 das Kloster St. Menas bewohnte. Mit Hilfe des Patriarchen Hypatios bestand die Gemeinschaft jedoch fort, um schließlich unter Marcellus (ca. 448–484) in dem Kloste…

Akropong

(211 words)

Author(s): Gyanfosu, S.
[English Version] . Hauptstadt des ostakanischen Staates Akwapem im südlichen Ghana, 40 km nordöstlich von Accra. Die Bevölkerung spricht Twi und ist matrilinear. A. ist eines der wichtigsten missions- und bildungsgesch. Zentren des Landes und Ausbildungsstätte der presbyterianischen Kirche. Die Stadt hatte ihren ersten Kontakt mit dem Christentum 1835, sieben Jahre nach der Ankunft der ersten Basler Missionare (Basler Mission) in Christiansborg an der damaligen Goldküste 1828. In jenem Jahr zog A…

Akrostichon.

(79 words)

Author(s): Kadelbach, A.
[English Version] Wort, Name, Satz oder Alphabet, gebildet aus den Anfangsbuchstaben (-silben, -wörtern) aufeinanderfolgender Verse oder Strophen eines Gedichts. Orientalische Wurzeln (auch des alphabetischen A. im AT und in lat. Hymnen). Urspr. magische, mnemotechnische und bewahrende Bedeutung. Lit. Kunstform im MA und im Barock, auch im Kirchenlied; z.B. EG 523 (Autorenname), 525 (Gedenkname), 70, 147, 367 (Widmungsinitialen), 242, 361, 402 (Spruch, Wahlspruch). Ada Kadelbach Bibliography A.Kadelbach, Das A. im Kirchenlied. Typologie und Deutungsansätze (J…

Aksakov

(86 words)

Author(s): Ivanov, V.
[English Version] Aksakov, Ivan Sergeevič (8.10.1823 Nadeždino – 8.2.1886 Moskau), bedeutender Vertreter des Slavophilentums der »Zweiten Welle«. Neben seinem dichterischen Schaffen war A. Redakteur einer Reihe führender slavophil orientierter Zeitschriften und Zeitungen. Er wandte sich gegen den Nominalismus in der Soziologie und sah im Volk einen ganzheitlichen Organismus. Infolge des Wachsens seines Selbstbewußtseins bildet sich die Gesellschaft (Intelligenz), deren wichtigstes Merkmal das geistige Schaffen ist, v. a. in der Literatur. Vladimir Ivanov Bibliogr…

Aksakov

(95 words)

Author(s): Ivanov, V.
[English Version] Aksakov, Konstantin Sergeevič (10.4.1817 Novo-Aksakova – 19.12.1860 Zante), einer der Begründer des Slavophilentums als hist. Lehre, Vf. einer Reihe von Arbeiten zur russ. Gesch. und Philol., hervorgetreten auch als Dramaturg, Dichter und Lit.kritiker, beschäftigte sich insbes. mit G.W.F.Hegel. A. leistete einen bedeutenden Beitrag zur Lehre der Slavophilen durch seine Abgrenzung der Wirkungsbereiche des »Landes« (Volkes) von denen des Staates. Dieser erscheint als Träger der »äuße…

Aksum

(81 words)

Author(s): Haile, G.
[English Version] (Axum), alte Hauptstadt Äthiopiens, in Tigre (nördliches Äthiopien) gelegen. Obschon in vorchristl. Zeit gegründet, wurde die Stadt später als Geburtsstätte der äth.-orth. Christenheit berühmt. Obwohl im 10. und im 16.Jh. zerstört, gilt es den Gläubigen noch immer als hl. Stadt und wird »unsere Mutter Zion« genannt. »Zion« bezieht sich auf Maria, symbolisiert durch die Bundeslade (Tempel/Tempelausstattung) des Mose, von der die Tradition glaubt, daß sie in der dortigen Marienkirche aufbewahrt sei. Getatchew Haile Bibliography S.C.Munro-Hay, A., 1991.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

(349 words)

Author(s): Stöhr, M.
[English Version] . L.Kreyssig entwarf für den Leipziger Kirchentag 1954 ein Schlußwort, in dem er zu »Frieden und Versöhnung« aufrief, um Konsequenzen aus dem Stuttgarter Schuldbekenntnis und dem Darmstädter Wort zu ziehen. Der Aufruf wurde nicht zugelassen. Erst 1958 unterzeichneten 79 von 120 EKD-Synodalen den neuformulierten Aufruf »Wir bitten um Frieden«; dies war die Geburtsstunde der Aktion Sühnezeichen (A.S.). Die A.S. versteht Sühne als praktisch tätige Umkehr von Gewalt und Unrecht zu Ve…

Aktivität/Passivität

(1,182 words)

Author(s): Herms, E. | Härle, W.
[English Version] I. Religionsphilosophisch und fundamentaltheologisch Fundamentaltheol. thematisiert die Konstitution das Zustandekommen christl. Daseinsgewißheit. Dessen bewußtseins- bzw. persontheoretische Beschreibung muß auf ihre ontologischen Voraussetzungen bedacht und in deren Rahmen verstanden werden. Erst im Rahmen des ontologischen Verständnisses von A. und P. (1) findet ihr person(bewußtseins)theoretisches Verständnis seinen wahren Ort (2). –  1. A. ist die Eigenschaft von in Prozessen (: I.) wirkenden Instanzen, selbst die hinreic…

Aktualismus

(88 words)

Author(s): Zasche, G.
[English Version] (Gnadenlehre, Akt und Potenz). Der Begriff A. stammt von Gentile. In der Theol. wird unter A. die rechte Zuordnung von Natur und Gnade verhandelt, mit der Tendenz, die Natur als eigenständige und vorgegebene Größe möglichst im ständig schöpferisch-tätigen Gnadenhandeln Gottes aufgehen zu lassen. Einen konsequenten A. vertritt K.Barth. Sobald anthropologische Strukturen überhaupt zugelassen werden und nur eine verobjektivierende scholastische Metaphysik ausgeschlossen wird, kann man von gemäßigtem A. sprechen. Gregor Zasche Bibliography G.Gentile, De…

Akt und Potenz

(1,067 words)

Author(s): Wieland, W. | Knuuttila, S.
[English Version] I. Philosophisch Akt und Potenz (actus, Verwirklichung, Wirklichkeit – potentia, Anlage, Möglichkeit), ein von Aristoteles eingeführtes Begriffspaar. Es ist dazu bestimmt, dem Sachverhalt gerecht zu werden, daß zum Seienden im Ganzen nicht nur das faktisch Existierende gehört, sondern auch der Bereich der Anlagen, Dispositionen und Fähigkeiten, die auf etwas bezogen sind, was selbst nicht oder noch nicht wirklich ist, jedoch verwirklicht werden kann. Die Unterscheidung zwischen Wir…

Akzeptanz

(275 words)

Author(s): Lange, D.
[English Version] Akzeptanz, soziale, (lat. acceptare: annehmen, sich gefallen lassen). Diese Neubildung aus den 70er Jahren unseres Jh. bedeutet Billigung oder mindestens Tolerierung von a) sozialen Normen, b) technischen Entwicklungen und deren Verbreitung. Zunehmende Unübersichtlichkeit der Gesellschaft, die rasche wiss.-technische Entwicklung, aus beidem resultierende Informationsdefizite und prinzipielles Mißtrauen gegenüber den Institutionen sowie Individualisierung und Wandel der Wertvorste…

Akzidenz

(8 words)

[English Version] AkzidenzSubstanz

Alacoque

(137 words)

Author(s): Henze, B.
[English Version] Alacoque, Marguerite-Marie (22.7.1647 Vérosvres, Burgund – 17.10.1690 Paray-le-Monial). Nach frühem Tod des Vaters litt sie unter der strengen Verwandtschaft, trat 1671 bei den Salesianerinnen in Paray-le-Monial ein (Profeß 1672) und wurde 1685 Novizenmeisterin. Ihre um Sühne und Aufopferung kreisende Sicht der Herz-Jesu-Frömmigkeit, die sich auf Christuserscheinungen v.a. in den Jahren 1673 bis 1675 gründete, fand zunächst nur lokal Anklang, wurde aber im 19.Jh. in der röm.-kath.…
▲   Back to top   ▲