Religion in Geschichte und Gegenwart

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Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Alexander

(144 words)

Author(s): Horst, P.W. van der
[English Version] von Lykopolis (2. Hälfte des 3.Jh. n.Chr. Ägypten), platonischer Philosoph (nicht: christl. Bf., wie von Photius bis Migne immer wieder behauptet). Er verfaßte gegen Ende des 3.Jh. die erste griech. Schrift gegen den Manichäismus (προ`ς τα`ς Μανιχαι˜ου δο´ξας/ prós tás Manichaíou dóxas) und ist ein wichtiger Zeuge für die frühmanichäische Geisteswelt und für die griech.-philos. Bedenken gegen diese Form von gnost. Dualismus. Obwohl A. den Manichäismus als eine pervertierte Abart des Christentums ansieht, ist sein re…

Alexander

(266 words)

Author(s): Williams, R.D.
[English Version] von Alexandrien. A. war von 312 oder 313 bis zu seinem Tode 328 Bf. von Alexandrien. Sein Geburtsdatum ist nicht überliefert, aber aus den Quellen geht hervor, daß er zur Zeit seiner Wahl bereits ein älterer Mann war. Während seines Episkopats hatte er mit den Folgen des Melitianischen Schismas (Melitius von Lykopolis) sowie eines weiteren Schismas zu kämpfen, das von einem Presbyter, Colluthus, herbeigeführt wurde, der das Ordinationsrecht für sich beanspruchte. Die Hauptkontrove…

Alexander

(315 words)

Author(s): Demandt, A.
[English Version] der Große (356 Pella – 13.6.323 v. Chr. Babylon), seit Plautus um 200 v.Chr. »der Große«, Sohn der Olympias aus Epirus und Philipps II., 336 sein Nachfolger als König von Makedonien und Hegemon des Korinthischen Bundes, eroberte 334 bis 326 das Perserreich unter Darius III. und gründete 331 Alexandrien und starb 323 in Babylon, der geplanten Hauptstadt seines Universalreiches. A.s Silbermünzen zeigen Zeus und Herakles, seinen Ahnherrn (mit A.s Profil?), seine Goldmünzen Athena. A.…

Alexander

(74 words)

Author(s): Bozeman, T.D.
[English Version] Alexander, Archibald (17.4.1772 Rockbridge County, VA – 22.10.1851 Princeton, NJ), presbyterianischer Pastor, Lehrer und Theologe. Nach seiner Tätigkeit als Präsident des Hampden-Sydney College (1796–1807) und als Pastor in Philadelphia (1807–1812) wurde A. 1812 der erste Theologieprof. am Princeton Theological Seminary (Princeton) und legte die Grundlagen der »Princeton Theology«. Theodore Dwight Bozeman Bibliography Vf. u.a.: Outlines of Moral Science, 1836 Practical Truths, 1857 Über A.: M.A.Noll (Hg.), The Princeton Theology, 1812–182…

Alexander

(182 words)

Author(s): Bienert, W.A.
[English Version] von Jerusalem (Aelia Capitolina) stammte aus Kleinasien, studierte bei Pantaenus und Clemens in Alexandrien (Clemens widmete ihm eine seiner Schriften) und war zunächst Bf. in Kappadozien (spätere Zeugnisse nennen Flavias in Kilikien). Um 212 wurde er auf einer Pilgerreise in Jerusalem zum Mitbf. des greisen Narcissus gewählt und ca.222 dessen Nachfolger. Er starb als Märtyrer in der decischen Verfolgung (250; Christenverfolgungen: I.). Eine bes. Verehrung verband ihn mit Origenes…

Alexander I.

(126 words)

Author(s): Hagemeister, M.
[English Version] (12.12.1777 St.Petersburg – 19.11.1825 Taganrog), Kaiser von Rußland (1801–1825). Der älteste Sohn Pauls I. wurde unter der Obhut seiner Großmutter Katharina II. durch den liberalen Schweizer F.C. de La Harpe im Geist der Aufklärung erzogen. Nach einer Palastrevolution gelangte A. 1801 zur Herrschaft und begann eine umfassend konzipierte, jedoch nur halbherzig durchgeführte Reformpolitik. Als Führer der Koalition gegen Napoleon sah sich A. als »Retter Europas« und entwickelte un…

Alexander II.

(124 words)

Author(s): Oswalt, J.
[English Version] (17.4.1818 Moskau – 1.3.1881 St.Petersburg), Kaiser von Rußland (1855–1881). Innenpolit. gilt die Epoche des »Reformzaren« zu Recht als Wendepunkt. Am 19.2.1861 erfolgte als Kernpunkt der Reformen das Gesetz zur Abschaffung der Leibeigenschaft, 1864 u.a. die Justizreform. Kulturelle Institutionen erhielten erweiterte Autonomierechte. Vertreter der orth. Kirche bewirkten 1864 die Autorisierung von »Regeln für die Gründung orth. Bruderschaften« und einer »Satzung der Gemeindekurat…

Alexander III.

(225 words)

Author(s): Schmidt, T.
[English Version] Alexander III., Papst 7.9.1159 – 30.8.1181 (Rolando Bandinelli, geb. ca.1105 in Siena), Magister der Theol. in Bologna, von Eugen III. nach Rom geholt, 1150 Kardinal und 1153 Kanzler der Röm. Kirche; 1157 Legat Hadrians IV. zum Hoftag in Besançon, wo er unter heftigem Widerspruch der deutschen Fürsten das Imperium als päpstl. Lehen bezeichnete. 1159 tumultuarisch durch eine Kardinalsmehrheit zum Papst gewählt, während die kaiserfreundliche Minderheit Viktor IV. erhob, der von Fried…

Alexander Jannai

(153 words)

Author(s): Schwartz, D.R.
[English Version] (Jonathan, 103–76 v.Chr.). Hasmonäischer König von Judäa und Hoherpriester, Sohn Hyrkans I. Nachdem er zu Beginn seiner Herrschaft die Invasion Palästinas durch Kleopatra III. und Ptolemaios IX. Lathyrus erfolgreich überstanden hatte, führte A. – die Königreiche der Ptolemäer und der Seleukiden waren geschwächt und Rom noch weit weg (so Tacitus, Historiae 5.8.3) – ehrgeizige Feldzüge zur Erweiterung der Grenzen des hasmonäischen Reiches durch. Die 80er Jahre v.Chr. sahen einen l…

Alexander VI.,

(236 words)

Author(s): Weinhardt, J.
[English Version] Papst 11.8.1492–18.8.1503 (Rodrigo de Borja/Borgia, geb.1430/32 bei Valencia), 1456 von seinem Onkel Calixt III. zum Kardinal, 1457 zum Vizekanzler des Kirchenstaats ernannt. Dieses Amt hatte der gewandte Kirchenjurist 35 Jahre lang unter fünf Päpsten inne. Seine nicht den Canones gemäße Lebensführung – noch als Kardinal gab er ein offizielles Fest zur Hochzeit einer Tochter – galt im zeitgenössischen Rom zunächst nicht als bes. anstößig. Bei der Papstwahl 1492 setzte er sich als…

Alexander VII.

(164 words)

Author(s): Weitlauff, M.
[English Version] Alexander VII., Papst 7.4.1655 – 22.5.1667 (Fabio Chigi, geb. 13.2.1599 Siena), nach philos., juristischen und theol. Studien in Siena (1626 Dr. theol.) seit 1628 in päpstl. Diensten: 1629–1634 Vizelegat in Ferrara, 1635–1639 Inquisitor und Apostolischer Legat in Malta (1634 Priesterweihe, 1635 Bf. von Nardò), 1639–1651 Nuntius in Köln, seit 1643 zugleich außerordentlicher Nuntius beim Friedenskongreß in Münster (Westfälischer Friede). Seit 1652 Kardinal und Staatssekretär, wurde …

Alexander von Abonouteichos

(224 words)

Author(s): Bendlin, A.
[English Version] /Iōnopolis in Paphlagonien (2.Jh. n.Chr.), erster Prophet und Hierophant des Gottes Glykōn, den A., als einen neuen, schlangengestaltigen Asklepios mit menschlichem Antlitz, während der Herrschaft des Antoninus Pius selbst eingeführt hatte. Der Modus der Kultgründung ähnelt anderen Übertragungen des Asklepios in Schlangenform. Der Glykōnkult von Abonouteichos war ein Orakel- und Heilkult, aber auch Ort med. Versorgung und philos. Unterweisung. Von den Mysterien sollen α῎θεοι/átheoi, nämlich Epikureer und Christen, ausgeschlossen gewesen sein…

Alexandrien

(1,705 words)

Author(s): Weber, G. | Modrzejewski, J.M. | Ritter, A.M. | Petzolt, M.
[English Version] I. Ptolemäisch Äg. Rhakotis, arab. Iskandarije, an der äg. Mittelmeerküste gelegen, 332/31 v.Chr. von Alexander d. Gr. westlich des kanopischen Nilarmes zw. Meer und Mareotis-See gegründet. Die Topographie ist aufgrund von Überbauung, Zerstörung und Veränderungen im Wasserstand kaum gesichert. Geplant von dem rhodischen Architekten Deinokrates, hatte A. ein rechtwinkliges Straßensystem und fünf Stadtviertel (im Nordosten das jüd.), außerhalb der Stadtmauern im Osten und Westen zahl…

Alexandrinische Theologie

(735 words)

Author(s): Ritter, A.M.
[English Version] . Unter A. versteht man zwei verschiedenartige, doch verwandte theol. Richtungen, eine ältere, bes. von Clemens von Alexandrien und Origenes repräsentierte (in erster Linie »apologetisch« ausgerichtet), und eine jüngere, hauptsächlich von Athanasius und Cyrill geprägte, die eine »sehr selbstbewußte und hochkirchl.-klerikale Orthodoxie« (Chadwick) vertrat, aber immer weniger als »alexandrinisch« in streng geographischem Sinn gelten konnte. Voraussetzung für beide, v.a. für die ältere A., war das spezifisch »alexandrinische Milieu«. Schon in …

Alexianer

(130 words)

Author(s): Heim, M.
[English Version] (Celliten), nach dem hl. Alexios von Edessa benannte Ordensgemeinschaften von Laienbrüdern zur Pflege von Kranken und zur Bestattung der Toten (lat. cella, Grab), die noch vor dem 14.Jh. entstanden sind. Die u.a. auch als Barmherzige (oder arme) Brüder bezeichneten A. wirkten v.a. in Flandern und am Niederrhein und nahmen 1472 die Augustinerregel an. Seit 1462 bildeten die A. von Aachen (CFA) eine eigene, seit 1844 verbreitete Kongregation, die v.a. psychisch Kranke betreute (st…

Alexios Studites

(107 words)

Author(s): Brennecke, H.C.
[English Version] Alexios Studites, 1025–1042 Patriarch von Konstantinopel, vorher Abt des Studios-Klosters, von Kaiser Basileios II. ohne Synodalbeschluß eingesetzt (Kedrenos, PG 122,212C). Die sozialgesch. wichtigen Erlasse behandeln kanonische Ehefragen (die dritte Ehe der Kaiserin Zoe 1042 akzeptierte er allerdings), Auseinandersetzungen mit häretischen Gruppen und Probleme der kirchl. Organisation. Die Synodalbeschlüsse, die Rebellion gegen den Kaiser mit dem Anathema belegten (RAPC, 830), ze…

Alexius

(124 words)

Author(s): Dummer, J.
[English Version] (der Heilige). Die syr. Überlieferung (5. Jh.) weiß von einem anonymen röm. Patrizier, der an seinem Hochzeitstag der Ehe entsagt und nach Edessa flieht, wo er einsam und asketisch bis zu seinem Tode lebt. Die veränderte und erweiterte griech. Darstellung (faßbar zuerst bei Joseph dem Hymnographen, gest. 883) gibt ihm den Namen A., läßt ihn vor seiner Braut aus Edessa fliehen und schließlich nach Rom gelangen. Dort verbringt er arm und unerkannt seine Tage in einem Winkel seines…

Alfarabi

(8 words)

[English Version] AlfarabiFarabi

Alfasi

(144 words)

Author(s): Caplan, K.
[English Version] Alfasi, Isaak (1013 Qalʿat Hammad, Algerien – 1103). Nach dem Studium an der Lehrakademie (Jeshiva) in Kairouan lebte er bis 1088 in Fes. Zur Flucht nach Spanien gezwungen, blieb A. nach kurzem Aufenthalt in Cordoba bis zu seinem Tod in Lucena. 1089, nach dem Tod von Isaak ben Juda ibn Ġayyat, wurde er zum Haupt der dortigen Lehrakademie ernannt. A. schrieb den bedeutendsten halakhischen Kodex vor Maimonides' Mishne Tora. Er hat nach dem Urteil vieler die Zeit der Geonim zum Absch…

Alfonso

(73 words)

Author(s): Rodrigues, M.A.
[English Version] de Spina OFM (2. Hälfte 15.Jh.), span. Theologe jüd. Herkunft, lehrte Theol. in Salamanca, wo er auch Rektor war. In seinem Hauptwerk »Fortalitium fidei contra Iudaeos, Saracenos et alios Christianae fidei inimicos« (ca.1458–1462), das sich u.a. auf Raimund Martin und Abner von Burgos stützt, bietet er eine programmatische Begründung der Inquisition und fordert die Vertreibung der Juden aus Spanien. Manuel Augusto Rodrigues Bibliography H.Kamen, La inquisición española, 31988.
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