Comtat Venaissin
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Die Juden im päpstlichen Besitztum Comtat Venaissin genossen vom 13. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eine vergleichsweise privilegierte rechtliche Stellung. Verschont von den Vertreibungen, die die Juden der französischen Kronländer im Mittelalter trafen, konnten sie aufgrund ihrer Siedlungskontinuität und weitgehenden Gemeindeautonomie kulturelle und liturgische Charakteristiken entwickeln, die vom iberisch-sephardischen wie auch nordfranzösisch-aschkenasischen Judentum vergleichsweise unabhängig waren.

Die historische Grafschaft (Comtat) Venaissin…

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Iancu, Carol, “Comtat Venaissin”, in: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, Im Auftrag der Säschsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig herausgegeben von Dan Diner. © J.B. Metzler, Stuttgart/Springer-Verlag GmbH Deutschland 2011–2017. Consulted online on 15 December 2017



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