Hilsner-Affäre
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Affäre um den Prozess gegen den des Ritualmords beschuldigten Juden Leopold Hilsner im Jahr 1899, die den Höhepunkt der antisemitischen Welle in Böhmen und im weiteren Österreich am Ende des 19. Jahrhunderts darstellte. Während der auch als »Hilsneriade« bezeichneten Affäre setzte sich der spätere erste Präsident der Tschechoslowakei, Tomáš G. Masaryk, für die Revision des Urteils ein und bezog dezidiert Stellung gegen die antisemitische Stimmung in der tschechischen Gesellschaft.

Ostern 1899, am 1. April, wurde in einem Waldstück nahe der im böhmisch-mährische…

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Hadler, Frank, “Hilsner-Affäre”, in: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, Im Auftrag der Säschsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig herausgegeben von Dan Diner. © J.B. Metzler, Stuttgart/Springer-Verlag GmbH Deutschland 2011–2017. Consulted online on 20 November 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/2468-2845_ejgk_COM_0313>
First published online: 2016



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