Sepharadim
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Als Sepharadim werden die Nachfahren der seit dem Spätmittelalter von der Iberischen Halbinsel (hebr. Sepharad) ausgewanderten oder vertriebenen Juden bezeichnet. Die Sepharadim entwickelten eine durch halachische, liturgische und sprachlich-kulturelle Eigenheiten gekennzeichnete distinkte, als sephardisch bezeichnete Tradition. Die kulturellen Unterschiede zwischen sephardischen und aschkenasischen Juden in der Diaspora setzten sich auch im osmanischen Palästina und im Staat Israel fort.

Bereits jüdische Flüchtlinge und Auswanderer, die zur Zeit der b…

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Ray, Jonathan, “Sepharadim”, in: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, Im Auftrag der Säschsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig herausgegeben von Dan Diner. © J.B. Metzler, Stuttgart/Springer-Verlag GmbH Deutschland 2011–2017. Consulted online on 16 December 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/2468-2845_ejgk_COM_0798>
First published online: 2016



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