Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Cento
(169 words)

(lat., eigentlich ein aus Flicken zusammengenähtes Tuch oder Kleidungsstück), eine aus Versen oder Verstellen anderer Dichter zusammengesetzte Dichtung, sei es in spielerischer, parodistischer oder ernster Absicht. In der Antike dienten vor allem die bekanntesten Dichter Homer und Vergil als «Steinbruch». Vorstufen begegnen schon im 5. Jh. v. Chr. und früher (Epos, Aristophanes). Weite Verbreitung fand die Form in der Spätantike, z. B. bei Ausonius, der sich auch theoretisch darüber äußerte. Christliche Gedichte wurden ebenfalls aus heidnischen Versen zusammengesetzt, z. B…

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B. Bader, “Cento”, in: Lexikon des gesamten Buchwesens Online. Consulted online on 24 June 2019 <http://dx.doi.org/10.1163/9789004337862__COM_030261>
First published online: 2017
First print edition: ISBN: 9783777214122, 2014



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