Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Lautes Lesen
(98 words)

Im Altertum war das leise Lesen, wie auch das leise Schreiben, unüblich. Wenn nicht — von einem Sklaven — vorgelesen wurde, so las man laut, da dadurch die Prosodie deutlicher zutage trat und der Text, der in der Regel ohne Wortlücken und Interpunktion geschrieben war, leichter verständlich wurde. Dieser Brauch läßt sich bis in die Renaissance nachweisen, wenn auch schon im MA, soweit in den Klöstern und an den Höfen nicht vorgelesen wurde, das tonlose Lesen die Norm war.

Bibliography

Baloch, J.: Voces paginarum. In: Philologus Neue Folge 36. 1927, S. 84—109 und 202—240.

Cite this page
G. Pflug, “Lautes Lesen”, in: Lexikon des gesamten Buchwesens Online. Consulted online on 20 August 2019 <http://dx.doi.org/10.1163/9789004337862__COM_120234>
First published online: 2017
First print edition: ISBN: 9783777214122, 2014



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