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Your search for 'dc_creator:( "B. Bischoff" ) OR dc_contributor:( "B. Bischoff" )' returned 47 results. Modify search


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G

(247 words)

Author(s): B. Bischoff
der siebte Buchstabe des lat. Alphabets. In einer schrägen oder abgerundeten Form des griech. Gamma von den Etruskern für den Laut k übernommen, wurde er von den Römern zunächst für k und g (das bei jenen fehlt) verwendet (daher noch C. = Gaius). Vielleicht im 3. Jh. v. Chr. wurde durch Zufügung eines Strichs am unteren Ende ein eigenes Zeichen für G geschaffen; dieser konnte die Rundung nach innen fortsetzen oder nach unten angehängt werden. Bei der letzteren Form konnte bei der Kursivierung ei…

C

(115 words)

Author(s): B. Bischoff
Dritter Buchstabe des lat. Alphabets. Das griech. Vorbild, das wahrscheinlich über etruskische Vermittlung in die lat. Schrift übernommen wurde, war die einfach winklige oder zu einem offenen Bogen abgerundete Form des Gamma, des dritten Buchstabens des griech. Alphabets, die im Etruskischen wie k gesprochen wurde. Im Lat. wurde C zunächst für die Laute g und k verwendet, soweit für letzteren nicht K gebraucht wurde; dadurch erklären sich die alten Kürzungen C = Gaius, CN Gnaeus. Aber schon mehr…

H

(248 words)

Author(s): B. Bischoff
der achte Buchstabe des lat. Alphabets. Es hat die Form des klassischen griech. Eta (ursprünglich Heta), das regional verschieden teils für das lange offene, teils für den Hauchlaut verwendet wurde, so im Westgriech.; aus diesem übernahmen es die Römer, nachdem die oben und unten geschlossene etruskische Form vorausgegangen war. Bei der Kursivierung ist sehr früh an den Querbalken die untere Hälfte des rechten Schafts angehängt oder in den vom unteren Ende des linken Schafts ausgehenden geschwun…

Monte – Cassino – Schrift

(73 words)

Author(s): B. Bischoff
gelegentliche Bezeichnung der in Mittel – und Süditalien vom 8. bis zum 13. Jh. herrschenden, charakteristisch gebrochenen Minuskel (Beneventana). Das älteste datierte Denkmal ist der aus Monte Cassino stammende Grammatikercod. Paris, BN, Ms. Lat. 7530 (779 — 797). Im 11. und 12. Jh. war es das Scriptorium von Monte Cassino, das die größten Verdienste um die klassische Überlieferung hatte und die prächtigsten künstlerischen Leistungen hervorbrachte. B. Bischoff

Geniza

(97 words)

Author(s): B. Bischoff
in den Synagogen die Ablage fur die aus dem Gebrauch gezogenen Bücher und kultischen Geräte. Berühmt ist vor allem die G. der aus dem 7. Jh. stammenden Synagoge des Ezra in Alt-Kairo geworden. Sie erwies sich als Fundgrube für sehr alte Bibeltexte, Überlieferungenjüdischer Sekten und verschollene religiöse und profane Schriften. 1896 konnte ein geschlossener Bestand von ca. 100 Tsd. Schriftseiten von der UB Cambridge erworben werden (darunter das in hebräischer Schrift geschriebene mittelhochdeu…

Chartae Latinae Antiquiores (ChLA)

(87 words)

Author(s): B. Bischoff
die von A. Bruckner und R. Marichal begonnene monumentale Slg. aller nichtlit. lat. Schriftdenkmäler auf Papyrus und Pergament bis 800 mit originalgroßem Faks., Transkription, diplomatischem und inhaltlichem Kommentar. Das Werk (Olten/Lausanne 19 5 4 ff –; Zürich 1975ff., bisher 19 Bde.) liefert durch die vollständige Erfassung der lat. Papyri aus dem Orient bes. für die Zeit vom 1. Jh. v. Chr. bis zum stärkeren Einsetzen der lit. Hss. für die lat. Schriftgesch. die unentbehrliche Ergänzung zu den Codices Latini Antiquiores. B. Bischoff

Lindsay, Wallace Martin

(133 words)

Author(s): B. Bischoff
12. 2. 1858 in Pittenweem (Schottland), 21. 2. 1937 in St. Andrews. Klassischer Philologe und Paläograph. Er studierte in Oxford und Leipzig und wurde 1899 Professor in St. Andrews. Unter dem Eindruck der neuen Erkennmisse Ludwig Traubes über den Wert der Paläographie für die Textkritik und Überlieferungsgesch. wandte er sich der systematischen Erforschung der Abk. zu; in vieljähriger Ar beit entstand auf Grand der Untersuchung von nahezu tsd. vorkarolingischen und karolingischen Hss. die Slg. d…

Dubrowsky, P. P.

(94 words)

Author(s): B. Bischoff
(1754–1816), russ. Bibliophile. Als Angehöriger der russ. Botschaft in Paris konnte er einen enormen Bestand von wertvollen Text- und Miniaturenhss. und historischen Archivalien aus klösterlichen, königlichen und privaten Slg. in seinen Besitz bringen, darunter einen großen Teil der 1791 gestohlenen Hss. aus Saint-Germain (vorher Corbie). 1805 wurde die Slg. von Alexander I. als Grundstock einer Hss.-Sammlung der kaiserlichen Bibl, in St. Petersburg angekauft (heute Salty ko v. -Scedrin-Bibl., Leningrad). B. Bischoff Bibliography Voronova, T. P. in: Knigi, Archivy, Av…

Curialis

(55 words)

Author(s): B. Bischoff
Im engeren Sinne die vom 8. Jh. bis 1123 bezeugte, aber wenigstens ein Jh. ältere Kursive der päpstlichen Kanzlei; die sehr runde Schrift ist von byzantinischer Behördenschrift beeinflußt. Sie wurde auch von stadtrömischen Notaren und, abgewandelt, an anderen Bischofssitzen geschrieben. B. Bischoff Bibliography Rabikauskas, P.: Die römische Kuriale in der päpstlichen Kanzlei. Rom 1958.

Frühgotische Minuskel

(129 words)

Author(s): B. Bischoff
Unter dieser Bezeichnung lassen sich verschiedene Schriften des späten 11. und besonders des 12. Jh.s zusammenfassen, die einzelne Errungenschaften der späteren Gotisierung oder diese vorbereitende Schritte zeigen. So ist die «gotische» Schaftbrechung seit etwa 1050 bei der (anglo)-normannischen Minuskel zu beobachten. Eine wirksame Straffung und Vereinheitlichung verband sich auch in Deutschland damit, daß alle Buchstaben außer g, j, p, q, y auf der Zeile stehen, und, weiter, alle geraden Schäf…

Luxeuil–Typ

(214 words)

Author(s): B. Bischoff †
Drei Generationen nach der Gründung von Luxeuil durch den Iren Columban, d.h. wohl im з. Viertel des 7. Jh.s, konnte hier ein sehr disziplinierter halbkursiver Schrifttyp entstehen, der dank der geschichtlichen Rolle des Klosters eine weite Beachtung, и. a. bis nach Oberitalien, fand. Der Ligaturenreichtum der Kursive ist in Auswahl in das dichte Schriftbild aufgenommen, in dem jede Erinnerung an Irisches fehlt. Diese Halbkursive wurde mit Unziale, Halbunziale und Ziercapitalis als Auszeichnungs…

Leutchar–Typ

(65 words)

Author(s): B. Bischoff
eine etwa im 3. Viertel des 8. Jh.s in Corbie geprägte Spätform der Halbunziale, die dem Maurdramnus-Typ vorausging. Sie ist nach dem Abt Leutschar (oder Leutgar, bezeugt 765), dem Auftraggeber einer der drei (in Berlin und Leningrad) erhaltenen Hss., benannt. B. Bischoff Bibliography Zimmermann, G. H.: Die vorkarolingischen Miniaturen. Berlin1916, Taf. 116—119 Lowe, E. A.: Codices Latini Antiquiores. Bd. 6. Oxford 1953, S. xxiv.

Faliskische Schrift

(93 words)

Author(s): B. Bischoff
die Schrift der Einwohner der in Südetrurien gelegenen Stadt Falerii, die 241 v. Chr. von den Römern zerstört und verlegt wurde. Wie die faliskische Sprache zum Lat. nahe Beziehungen aufweist, so auch die F. zum archaischen römischen Alphabet. Es fehlt das B, das als Laut vermutlich nicht gebraucht wurde. Z und T scheinen vom Etruskischen beeinflußt. Die F. ist fast nur linksläufig überliefert. B. Bischoff Bibliography Jensen, H.: Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart. 2. Aufl. Berlin 1958, S. 489–490 und Abb. 499 Giacomelli, G.: Lingua Falisca. Firenze 1963, S. 29–39

N

(143 words)

Author(s): B. Bischoff †
13. Buchstabe des lat. Alphabets. Die Entwicklung der dem M vergleichbaren, aber auf zwei Brüche mit längerem Endstrich beschränkten zackigen Grundform mündete (wie im Griech.) in eine Form, in der der erste und dritte Strich gleichlang wurden, parallel liefen und der Buchstabe sich aufrichtete. In den ältesten Minuskelschriften, den Halbunzialen, hat das Majuskel – N bis in das S.Jh. seinen Platz behauptet bzw. in der insularen ihn mit n geteilt. Diese gegenüber dem m um ein Glied verminderte F…

D

(223 words)

Author(s): B. Bischoff
vierter Buchstabe des lat. Alphabets. Das griech. Delta, das im Etruskischen keine Entsprechung hat, übernahmen die Römer aus einem westgriech. Alphabet in abgerundeter Form. In der klassischen Gestaltung der Inschriften traf der rechte, voll ausholende Bogen oben und unten in rechtem Winkel den linken Schaft. Die kalligraphische Schreibschrift (Capitalis) verlangte eine Ausführung in drei Strichen, dem Schaft, einer Basis in rechtem Winkel dazu und dem Rest des Bogens. Bei kursivem Schreiben wu…

In nomine

(142 words)

Author(s): B. Bischoff
Unter dem Einfluß der liturgischen militärischen Eingangsformel und in Parallele zur Invocatio der ma. Urkunde wurde auch die Herstellung ma. Buchhss. oft mit der im Buche verewigten Anrufung des göttlichen Namens eröffnet. Das «in nomine patris et filii et spiritus sancti», durch «A et O» erw., hat z. B. der Reichenauer Bibliothekar Reginbert († 846) gebraucht. Durch Verkürzung, Erweiterung, Kontamination, Austausch von Elementen und schließlich durch gelehrte Verbrämung («in onomate» mehrfach;…

Frühkarolingische Minuskel

(128 words)

Author(s): B. Bischoff
älteste Form der karolingischen Minuskel. Da die neue Minuskel des späten 8. und des frühen 9. Jh.s an verschiedenen Orten zwar aus verwandten Tendenzen, aber aus sehr verschiedenen Vorstufen entstanden ist, scheint es gerechtfertigt, die Bezeichnung «F. M.» auf die Mehrzahl der Minuskelschriften der 1. Generation der Reform (ca. 780 bis ca. 815) anzuwenden, in deren rundlichen Schriften noch etwas vom kursiven Duktus der vorausgegangenen Zeit nachwirkt. Beispiele sind: die Minuskel Godescalcs u…

K

(162 words)

Author(s): B. Bischoff
der zehnte Buchstabe des lat. Alphabets. Durch die wahrscheinlich aus dem etruskischen Alphabet erfolgte Übernahme wurden dem Lat. c (aus griech. Gamma) und k (aus griech. Kappa) vermittelt. Während ersteres zunächst für den k-Laut vor e und i, letzteres vor a gebraucht wurde, ging auch diese Verwendung später auf c über; k wurde auf kalendae (und Ableitungen) und den seltenen Bei– und Vornamen Kaeso beschränkt. Seinen Platz im Alphabet verlor es nicht, aber als es im MA wieder in Umlauf gesetzt…

Folium

(70 words)

Author(s): B. Bischoff
roter Farbsaft in verschiedenen Nuancen, der in der frühma. Buchmalerei statt echten Purpurs verwendet wurde. Er wurde aus den Früchten oder auch aus den ganzen Pflanzen von Chrozophora tinctoria oder Croton tinctorium, Krebskraut, gewonnen. Die Zubereitung und Anwendung beschreibt Theophilus presby-ter (Roger von Helmarshausen) in der «Diversarum ar-tium schedula» (1,33). B. Bischoff Bibliography Roosen-Runge, H.: Farbgebung und Technik friihma. Buchmalerei. Bd. 2. Berlin 1967, S. 34–37, vgl. S. 27

F

(167 words)

Author(s): B. Bischoff
sechster Buchstabe des lat. Alphabets. In seiner Form, mit zwei Querstrichen, und seiner Stellung im Alphabet entspricht es dem griech. Digamma (v-Laut, dieser im Lat. durch V ersetzt). Wie in den ältesten etruskischen Inschriften — hier trat später ein neues Zeichen an die Stelle — wurde zur Bezeichnung des F-Lauts zunächst ein Zeichen für H hinzugefügt (FH), aber frühzeitig weggelassen. In der klassischen Capitalis wurde es, wohl zur deutlichen Abhebung von dem so ähnlichen E, oft etwas größer…
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