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Your search for 'dc_creator:( "B. Bischoff †" ) OR dc_contributor:( "B. Bischoff †" )' returned 47 results. Modify search


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eN-Typ

(70 words)

Author(s): B. Bischoff
eine durch wenige Hss. belegte Minuskelprägung der zweiten Hälfte des 8. Jh.s aus Corbie, mit vergrößertem e und dem N der Halbunziale; der im Duktus spürbare insulare Einfluß zeigt sich auch in den Formen von a und y. B. Bischoff Bibliography Lowe, E. A.: Codices Latini Antiquiores. Bd. 6. Oxford 1953, S. xxivf. Bischoff, B.: Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters. 2. Aufl. Berlin 1986, S. 144.

Bastard d'Estang, Auguste de

(101 words)

Author(s): B. Bischoff
Graf (†1883), Initiator des unvollendet gebliebenen Monumentalwerkes «Peintures et ornements des manuscrits» (Paris 1833–1868). Auf ca. 260 Tafeln, die nur in wenigen Exemplaren hergestellt waren, wurden in Lithographie oder Chromolithographie mit größter Sorgfalt Miniaturen, Initialen und Schriften nachgebildet, zumeist nach Pariser Hss. B.s Zeichner haben auch die besten Kopien aus dem «Hortus deliciarum» (1870 in Straßburg verbrannt) überliefert. Serien verschiedenen Umfangs existieren z.B. in Paris, München, Straßburg. B. Bischoff Bibliography Delisle, L. : Les…

D

(223 words)

Author(s): B. Bischoff
vierter Buchstabe des lat. Alphabets. Das griech. Delta, das im Etruskischen keine Entsprechung hat, übernahmen die Römer aus einem westgriech. Alphabet in abgerundeter Form. In der klassischen Gestaltung der Inschriften traf der rechte, voll ausholende Bogen oben und unten in rechtem Winkel den linken Schaft. Die kalligraphische Schreibschrift (Capitalis) verlangte eine Ausführung in drei Strichen, dem Schaft, einer Basis in rechtem Winkel dazu und dem Rest des Bogens. Bei kursivem Schreiben wu…

In nomine

(142 words)

Author(s): B. Bischoff
Unter dem Einfluß der liturgischen militärischen Eingangsformel und in Parallele zur Invocatio der ma. Urkunde wurde auch die Herstellung ma. Buchhss. oft mit der im Buche verewigten Anrufung des göttlichen Namens eröffnet. Das «in nomine patris et filii et spiritus sancti», durch «A et O» erw., hat z. B. der Reichenauer Bibliothekar Reginbert († 846) gebraucht. Durch Verkürzung, Erweiterung, Kontamination, Austausch von Elementen und schließlich durch gelehrte Verbrämung («in onomate» mehrfach;…

Chur

(69 words)

Author(s): B. Bischoff
Sitz eines Bischofs wenigstens seit dem 5. Jh., war im spaten 8. und im 9. Jh. Zentrum der ratischen Schriftprovinz. Das erlesenste Denkmal des dortigen Schriftstils ist das Sakramentar des Bischofs Remedius, ca. 800 (St. Gallen, Stiftsbibl. 348). Die bedeutende ma. Bibl. des Doms, dieimjahre 1457 300 Bde. zahlte, wurde 1611 bei einem Brande vernichtet. B. Bischoff Bibliography Bruckner, A.: Scriptoria medii aevi Helvetica. Bd. 1. Genf 1935

Bretonische Handschriften

(149 words)

Author(s): B. Bischoff
Die im 5. und 6. Jh. vor dem Druck der germanischen Eroberer aus Südwestengland nach der Bretagne ausgewichenen Kelten blieben in enger Verbindung mit der britischen Heimat. Sie nahmen auch an dem inselkeltischen Schriftwesen teil; das früheste erhaltene Denkmal ist das Evangeliar von Saint-Gatien (Paris, Bibl. Nat.) aus dem 8. Jh., in insularer Halbunziale. Auch einzelne Hss. des 9. Jh.s sind noch in insularer Schrift, die meisten aber in karolingischer Minuskel geschrieben, die z. T. bis ins 1…

Chelles

(92 words)

Author(s): B. Bischoff
franz. Nonnenkloster bei Meaux, 657 gegr., bes. dem karolingischen Hof verbunden. Das Scripto-rium von C. hat seit dem zweiten Drittel des 8. Jh.s in der Frühzeit der karolingischen Reform eine wichtige Rolle gespielt. Unter den in einer charakteristischen Un-ziale geschriebenen Hss. ist das «Sacramentarium Galli-canum Vetus» (Vatic. Reg. Lat. 316) zu nennen. Außerdem wurde hier der b-Typ geschrieben, und noch um 800 hat eine größere Gruppe von Nonnen umfangreiche Werke für auswärtige Empfänger (u. a. Köln, Dom-Bibl.) kopiert. B. Bischoff Bibliography Bischöfe, B.: Ma. Studie…

b-Typ

(129 words)

Author(s): B. Bischoff
ein lokaler französischer Schriftstil der 2. Hälfte des 8. Jh.s, der wie der Corbier ab-Stil auf der Grundlage einer merovingisch-karolingischen Urkundenschrift stilisiert wurde. Jenem sehr ähnlich, unterscheidet er sich von ihm durch Bewahrung der verbreiteten cc-Form des a. Als der Ort, auf den seine Anwendung beschrankt war, wurde das Nonnenkloster Chelles bei Meaux vermutet; diese Annahme wurde durch die Auffindung zahlreicher Reliquienzettel in dieser Schrift in einer Kirche in Chelles best…

Halbunziale

(376 words)

Author(s): B. Bischoff
die älteste, spätantike lat. Minuskelschrift. Der im 18. Jh. vergebene, nichtssagende Name muß heute für zwei analoge, untereinander unabhängige Minuskelprägungen verwendet werden, die auf der Grundlage der Minuskelkursive als Buchschriften geschaffen wurden. Dieser Herkunft gemäß sind es Schriften mit Oberund Unterlängen, die zwischen vier Linien einzuschreiben sind. Die «ältere H.» ist im Osten des römischen Reiches entstanden; durch ägyptische Funde, unter denen die «Livius-Epitome» der älteste ist, wird sie für das 3.–5. Jh. belegt. G, L…

G

(247 words)

Author(s): B. Bischoff
der siebte Buchstabe des lat. Alphabets. In einer schrägen oder abgerundeten Form des griech. Gamma von den Etruskern für den Laut k übernommen, wurde er von den Römern zunächst für k und g (das bei jenen fehlt) verwendet (daher noch C. = Gaius). Vielleicht im 3. Jh. v. Chr. wurde durch Zufügung eines Strichs am unteren Ende ein eigenes Zeichen für G geschaffen; dieser konnte die Rundung nach innen fortsetzen oder nach unten angehängt werden. Bei der letzteren Form konnte bei der Kursivierung ei…

C

(115 words)

Author(s): B. Bischoff
Dritter Buchstabe des lat. Alphabets. Das griech. Vorbild, das wahrscheinlich über etruskische Vermittlung in die lat. Schrift übernommen wurde, war die einfach winklige oder zu einem offenen Bogen abgerundete Form des Gamma, des dritten Buchstabens des griech. Alphabets, die im Etruskischen wie k gesprochen wurde. Im Lat. wurde C zunächst für die Laute g und k verwendet, soweit für letzteren nicht K gebraucht wurde; dadurch erklären sich die alten Kürzungen C = Gaius, CN Gnaeus. Aber schon mehr…

H

(248 words)

Author(s): B. Bischoff
der achte Buchstabe des lat. Alphabets. Es hat die Form des klassischen griech. Eta (ursprünglich Heta), das regional verschieden teils für das lange offene, teils für den Hauchlaut verwendet wurde, so im Westgriech.; aus diesem übernahmen es die Römer, nachdem die oben und unten geschlossene etruskische Form vorausgegangen war. Bei der Kursivierung ist sehr früh an den Querbalken die untere Hälfte des rechten Schafts angehängt oder in den vom unteren Ende des linken Schafts ausgehenden geschwun…

Monte – Cassino – Schrift

(73 words)

Author(s): B. Bischoff
gelegentliche Bezeichnung der in Mittel – und Süditalien vom 8. bis zum 13. Jh. herrschenden, charakteristisch gebrochenen Minuskel (Beneventana). Das älteste datierte Denkmal ist der aus Monte Cassino stammende Grammatikercod. Paris, BN, Ms. Lat. 7530 (779 — 797). Im 11. und 12. Jh. war es das Scriptorium von Monte Cassino, das die größten Verdienste um die klassische Überlieferung hatte und die prächtigsten künstlerischen Leistungen hervorbrachte. B. Bischoff

Geniza

(97 words)

Author(s): B. Bischoff
in den Synagogen die Ablage fur die aus dem Gebrauch gezogenen Bücher und kultischen Geräte. Berühmt ist vor allem die G. der aus dem 7. Jh. stammenden Synagoge des Ezra in Alt-Kairo geworden. Sie erwies sich als Fundgrube für sehr alte Bibeltexte, Überlieferungenjüdischer Sekten und verschollene religiöse und profane Schriften. 1896 konnte ein geschlossener Bestand von ca. 100 Tsd. Schriftseiten von der UB Cambridge erworben werden (darunter das in hebräischer Schrift geschriebene mittelhochdeu…

O

(83 words)

Author(s): B. Bischoff
der 14. Buchstabe des lat. Alphabets. Der im Phönizischen vorhandene Kreis wurde im Griech. für das kurze O (Omikron), im Etruskischen und Lat. für O verwendet. In den Kursiven ist der Buchstabe oft recht klein geschrieben. In kursivem Zusammenhang kann er, nach links oder rechts ligiert, als Schleife erscheinen. B. Bischoff Bibliography Jensen, H.: Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart, 3. Aufl. Berlin 1969, S. 442–572 Bischoff, B.: Paläographie des röm. Altertums und des abendländischen MA. 2. Aufl. Berlin 1986, S. 88.

B

(254 words)

Author(s): B. Bischoff
Zweiter Buchstabe des lat. Alphabets, dem Beta der griech. Schrift entsprechend, fehlt als Laut und Buchstabe im Etruskischen (A), wurde aber aus einem westgriech. Alphabet zur Ergänzung in das lateinische übernommen. In der Inschriftenschrift erhielt er in der Kaiserzeit die klassische Ausformung des lat. Großbuchstabens. In der kalligraphischen Schreibschrift (Capitalis) bestand er aus zwei in rechtem Winkel zueinander stehenden Geraden und zwei Bögen. Bei der Kursivierung wurden beide Gruppen…

E

(120 words)

Author(s): B. Bischoff
fünfter Buchstabe des lateinischen Alphabets, der in der durch die Etrusker vermittelten westgriech. Form zunächst noch den etwas längeren Stiel haben konnte. Die erste kalligraphische Form (Capitalis) besteht aus dem aufgerichteten Schaft und den drei waagerechten Strichen. In der Kursive erhielt diese, von einem Gebilde aus nur zwei Strichen abgesehen, die für alle weitere Entwicklung maßgebende Rundung. Durch die mitgeschriebene Luftlinie entstand der geschlossene Kopf, mit dem sich der mittl…

Curialis

(55 words)

Author(s): B. Bischoff
Im engeren Sinne die vom 8. Jh. bis 1123 bezeugte, aber wenigstens ein Jh. ältere Kursive der päpstlichen Kanzlei; die sehr runde Schrift ist von byzantinischer Behördenschrift beeinflußt. Sie wurde auch von stadtrömischen Notaren und, abgewandelt, an anderen Bischofssitzen geschrieben. B. Bischoff Bibliography Rabikauskas, P.: Die römische Kuriale in der päpstlichen Kanzlei. Rom 1958.

Frühgotische Minuskel

(129 words)

Author(s): B. Bischoff
Unter dieser Bezeichnung lassen sich verschiedene Schriften des späten 11. und besonders des 12. Jh.s zusammenfassen, die einzelne Errungenschaften der späteren Gotisierung oder diese vorbereitende Schritte zeigen. So ist die «gotische» Schaftbrechung seit etwa 1050 bei der (anglo)-normannischen Minuskel zu beobachten. Eine wirksame Straffung und Vereinheitlichung verband sich auch in Deutschland damit, daß alle Buchstaben außer g, j, p, q, y auf der Zeile stehen, und, weiter, alle geraden Schäf…

Luxeuil–Typ

(214 words)

Author(s): B. Bischoff †
Drei Generationen nach der Gründung von Luxeuil durch den Iren Columban, d.h. wohl im з. Viertel des 7. Jh.s, konnte hier ein sehr disziplinierter halbkursiver Schrifttyp entstehen, der dank der geschichtlichen Rolle des Klosters eine weite Beachtung, и. a. bis nach Oberitalien, fand. Der Ligaturenreichtum der Kursive ist in Auswahl in das dichte Schriftbild aufgenommen, in dem jede Erinnerung an Irisches fehlt. Diese Halbkursive wurde mit Unziale, Halbunziale und Ziercapitalis als Auszeichnungs…
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