Search

Your search for 'dc_creator:( "Behringer, Wolfgang" ) OR dc_contributor:( "Behringer, Wolfgang" )' returned 95 results. Modify search


Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

News Book

(759 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff und Entstehung Mit dem Begriff N. B. werden in der engl. Forschungsliteratur Bücher bezeichnet, in denen Zeitungs-Meldungen am Jahresende systematisch gebunden präsentiert wurden [4]. Während manche Autoren davon ausgehen, dass diese Textgattung erst in den 1640er Jahren entstanden sei [7. 5], bezeichnen andere die wöchentlichen Londoner corantos der 1620er Jahre als » the first N. B.« [5]. Dem engl. N. B. entspricht das »Zeitungs-Buch« – diesen Begriff verwandte der an England orientierte Hamburger Verleger Georg Greflinger, als er Ende des Jahres 1665 …

Materielle Kultur

(2,119 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Definition Die M. K. ist konstitutiver Bestandteil der Alltags-Wirklichkeit, sie ist »das augenfälligste und greifbarste Moment von Kultur« [16]. Ihre Produktion ist an geistige und mentale Prozesse und letztlich an bestimmte Formen der sozialen Organisation (Gesellschaft), der Ökonomie, Sprache, Religion, der Ethik und des Rechts gebunden [16. 72]. Die M. K. umfasst so unterschiedliche Dinge wie Nahrung und Kleidung, Architektur und Wohnkultur, Werkzeuge und Waffen, Geräte und Maschinen, Schmuck und Luxus-Gegenstände, Medien und Fortbewegung…

Nachrichtenagentur

(848 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Der Nachrichtenmarkt der Renaissance N. im institutionellen Sinne gab es während der Frühen Nz. noch keine, wohl aber Schlüsselfiguren im Nachrichten-Wesen, die in die Rolle professioneller Agenten hineinwuchsen. Diese hatten ihren Sitz an Orten, an denen häufig Neuigkeiten im Sinne der frühnzl. Berichterstattung eintrafen (Hafenstädte, Hauptstädte) oder entstanden ( Rom, Höfe, Residenzen, Kriegsschauplätze etc.). Mit der Ausbildung des europ. Staatensystems und der europ. Weltwirtschaft, dem Staats-Bildungsprozess, dem Humanismus, den Ent…

Fluchen

(824 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
Nach der Definition in Zedlers Universal-Lexicon ist F. »eine Rede, wodurch wir jemanden was böses anwünschen [sic]« [1. 1337]. Tatsächlich sind Segnen (lat. benedicere) und F. (lat. maledicere) verwandt; beide beruhen auf dem Glauben an die Macht des Wortes, insbes. wenn es von befähigten Personen unter Beachtung bestimmter Formeln und Riten eingesetzt wird. In diese Kategorie gehören sog. Fluchpsalmen und Fluchmessen. F. steht in kontrapunktischer Position zum Gebet, welches an Gott gerichtet eine positive Wirkung erzielen soll. Eine Nachbarschaft besteht zu Bann, Beschwö…

Herausforderung

(910 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Definition Die H. war eine ritualisierte Form (Ritual) der privaten »Kriegserklärung«, mit der im Alltag die Bereitschaft von Konkurrenten zur Verteidigung ihrer Ehre getestet wurde. Sie war im nzl. Europa eine grundlegende Form des Austragens interpersonaler Konflikte und der sozialen Kontrolle. Quellen finden sich in einer Unzahl von Prozessen vor den herrschaftlichen Nieder-Gerichten. In lokalen Weistümern [7. 58–60], Dorfordnungen und Polizeiordnungen wurde die H. entweder unter »Freveln, Schlaghandlungen und Injurien« (Hochstift Augsburg 1534) [1. Bd. 1, 199f.] …

Bier

(2,206 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Konsum Während in Südeuropa und in Frankreich in der Nz. der Wein-Konsum überwog, gehörte im Norden und Osten des Kontinents der B.-Konsum zu den Grundkonstanten des Alltagslebens (Alltag). B. galt hier als Grundnahrungsmittel und – stärker eingebraut – als Fastenspeise [1]. Seit dem SpätMA vollzog sich im mitteleurop. Raum ein tiefgreifender Wandel im Konsum-Verhalten, in dessen Verlauf der Wein als Alltagsgetränk durch B. ersetzt wurde. Voraussetzung dafür war ein technischer Innovationsprozess, infolgedessen sich der Hopfen als B.-Würze allgemein durchsetzte un…

Beschleunigung

(1,208 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
Bei ersten Versuchen, B. als »histor. Erkenntniskategorie« zu etablieren, wurde auf die Jahre um 1800 hingewiesen, die von manchen Historikern als »Achsenzeit« begriffen werden [4. 368 f.]. Mittlerweile wird hingegen die gesamte Frühe Nz. als eine Periode betrachtet, in welcher die Geschwindigkeit des Lebens zunahm. Dabei könnte man zunächst an die schnelllebigen 1520er Jahre (die Zeit der Religionskriege), die revolutionären 1640er Jahre, oder an die »atlantischen« Revolutionen am Ausgang des 18. Jh.s denken, in denen rasch wechsel…

Turnen

(923 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff T. ist ein von Friedrich Ludwig Jahn im frühen 19. Jh. geprägter, ideologisch belasteter Begriff (Turnerbewegung 1.); schon die Entsprechung in anderen Sprachen (engl. gymnastics, ital. ginnastica usw.) zeigt, dass die darunter subsumierten Sport-Arten auf eine lange Tradition zurückblicken können. Im Einzelnen geht es um das Boden- und Geräte-T., das Voltigieren sowie um akrobatische und allgemein gymnastische Übungen. Heute zählen der Dt. Turner-Bund und die Fédération Internationale de Gymnastique außerdem Tanzen, Ballspiele, Mehrkämpfe, Wandern und…

Kommunikation

(6,702 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff Allgemein versteht man unter K. (lat. communicatio, »Mitteilung«) alle möglichen Formen des Austauschs innerhalb von und zwischen Systemen. Von der Biologie bis zur Soziologie wurden wiss. Konzepte entwickelt, doch nicht einmal innerhalb der Gesellschaftswissenschaften sind diese kompatibel. Die Geschichtswissenschaften haben sich dem Thema der K. spät zugewandt. K. findet im Mikrobereich ebenso statt wie in der Makrohistorie. In histor. Perspektive sind die Einführung neuer Medien der K. und die strukturellen Auswirkungen ihrer spe…

Tierverwandlung

(1,108 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Definition Das Motiv der T. ist nicht nur in Märchen und Mythen verbreitet, sondern spielte auch im europ. Volksglauben und in der christl. Theologie bis in die Frühe Nz. hinein eine Rolle. Gestützt wurde die Idee einer durch Zauberkraft, göttliche Fähigkeit oder göttliches Verhängnis bewirkten physischen Verwandlung von Männern oder Frauen in Tiergestalt seit der Renaissance durch die Rezeption antiker Texte, etwa der Metamorphosen von Ovid und von Apuleius. Obwohl diese fiktionale Texte sind, wurden sie bis ins 17. Jh. als Beleg für die Möglichkeit der T. angeführt. 2. Schaman…

Schmutz

(968 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff Sch. ist Materie zur falschen Zeit am falschen Ort, »etwas, das fehl am Platz ist« [5. 52], unerwünschter Überrest (zeitgenössische dt. Begriffe: Abfall, Dreck, Kehricht, Mist, Müll, Schutt, »Unlust« etc.) bzw. Verunreinigung, die durch mangelnde Hygiene sowie durch mechanische, biologische (z. B. Monatsblutung), physikalische oder chemische Prozesse (z. B. Oxydation, Rost) entsteht und einen Organismus oder ein System durch unerwünschte oder schädliche Stoffe kontaminieren kann. Darüber hinaus wird der Begriff in …

Grippe

(955 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff Obwohl sich der Begriff influenza bereits 1504 in der Chronik des florent. Apothekers Luca Landucci findet, setzte sich eine kohärente Terminologie erst ab 1742/43 durch. Nach einem Bericht des London Magazine von 1743 ( News from Rome of a Contagious Distemper Raging There, Call'd the Influenza; »Neuigkeiten aus Rom über eine ansteckende dort wütende Krankheit, genannt die Influenza«) wurde der Begriff anlässlich der G.-Epidemie jenes Jahres ins Englische übernommen. Etwa gleichzeitig begann man in Frankreich, die Krankheit la grippe zu nennen. Während der ital. Be…

Selbstzeugnisse

(1,308 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff und Gegenstand Im Unterschied zur Autobiographie umfassen S. auch nicht intentional überlieferte Zeugnisse von Individuen; sie greifen also von der bewussten Tradition in den Bereich der »Überreste« (J. G. Droysen) über. Dazu können im Zuge von Verwaltungsakten und Gerichtsverfahren entstandene Dokumente (z. B. Suppliken, Verhörprotokolle, Zeugenbefragungen) ebenso gehören wie Kunst- oder Handwerksprodukte. Zur Entschlüsselung der Sachüberreste sind oft Kenntnisse der Kunst-, Musik-, Liter…

Periodizität

(848 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff Im Unterschied zu den zyklischen Erscheinungen der Natur (vgl. Zyklizität) versteht man unter P. die künstliche Erzeugung eines Rhythmus, der mit gleichmäßigen Impulsen auf den Alltag Einfluss nimmt und als Taktgeber gesellschaftlicher Prozesse unabhängig von astronomischen Erscheinungen und kürzer als in Jahresfrist fungiert. P. wird üblicherweise mit der periodischen Presse assoziiert, doch liegt deren P. in der frühnzl. Konfiguration der Kommunikation begründet. 2. Der »annus mirabilis« des Kommunikationswesens 1534 war der annus mirabilis des Kommunikat…

Ballspiel

(1,113 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Erziehungsideal Seit der Renaissance versuchten humanistische Pädagogen, die Liebe zu B. in antiken Traditionen zu begründen (z. B. bei Galen), doch ist die moderne Begrifflichkeit von german. ball (ital. palla), nicht von lat. pila abgeleitet. Humanistische Pädagogen und Prinzenerzieher des 15. Jh.s wie Vittorino da Feltre oder Guarino da Verona adelten die B., indem sie sie neben die ritterlichen Übungen stellten. Mit Baldassare Castigliones Hofmann (Cortegiano, 1528) wurden sie in den Olymp der Adelserziehung erhoben: B. zielten auf das Herz des Erziehungsid…

Aviso

(778 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
A. (Pl. Avisi) ist ein Begriff des Kommunikationswesens, der im 16. Jh. aus dem Ital. ( avviso: Nachricht, Warnung, Ratschlag) in andere europ. Sprachen übernommen wurde. Er nahm bald in der Bedeutung »Begleitbrief« eine Schlüsselrolle im Postwesen (Post) ein und sollte sich im frühen 17. Jh. auch im neuen Medium der periodischen , gedruckten Zeitung im Sinne von »Nachrichten« einbürgern, bis er durch eine jüngere Begrifflichkeit überlagert wurde. Da das Postwesen durch die Familie de Tassis (seit 1651 Thurn und Taxis) nach Österreich, Deutschland,…

Glocke

(1,011 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff Der dt. Begriff G. leitet sich wie irisch cloch, fläm. klok, schwed. klocka, franz. cloche und vermutlich auch russ. kolokal vom mlat. clocca her. Ob dieses auf ein kelt. clocc zurückgeht, ist umstritten. Möglicherweise ist der Begriff lautmalend wie engl. bell oder lat. tintinnabulum (»Klingel«; »Schelle«). 2. Guss und Aufhängung Der G.-Guss als bevorzugte Herstellungsform reicht bis in die vorderasiat. Bronzezeit zurück. Er verbreitete sich seit dem 6. Jh. in ganz Europa, im Bereich der byz. und der russ. orthodoxen Kirche aber erst …

Aeronautics

(1,290 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Terminology The term “aeronautics” means literally “traveling by ship [Latin  nautare] through the air [Latin  aer].” Possibly inspired by mythological accounts, 14th-century proponents of Aristotelian physics (Albert of Saxony and Nicole d’Oresme) had already suggested the possibility that the accepted theory of the elements implied that a ship filled with a fiery substance could sail upon the sea of the air. The discussions of flying in the 15th and 16th centuries were focused entirely on the principle of …
Date: 2017-02-14

Aerial voyage

(959 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. General In the modern period, theoretical reflections and experiments devoted to flight were flanked by reports of supposed or actual aerial voyages, which could serve as a narrative framework for the presentation of scientific observations or a social utopia. They reflected the cosmological notions of the period and—especially in the era of the Scientific Revolution—the transition from the geocentric to the Copernican model of the world (Copernican Revolution) or from Aristotelian physics to the world view of Giordano Brunos and Isaac Newtons [3]. With the progress …
Date: 2017-02-14

Fairy

(867 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
The term ‘fairy’ is derived, via French, from the Vulgar Latin fata (“goddess of destiny”; fatum = fate). The most intensive transmission of the fairy concept, which incorporates traditions from Classical Antiquity and elsewhere in the Indo-European world, has been in Celtic literature, where the enchantress Morgan le Fay (hence  “Fata Morgana”) in the world of Arthurian legend represents its most famous manifestation. The fairy tradition, already apparent in Geoffrey Chaucer’s Canterbury Tales (14th century), was rediscovered in the 16th century and given new dire…
Date: 2018-02-14
▲   Back to top   ▲