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Your search for 'dc_creator:( "Daiber, K." ) OR dc_contributor:( "Daiber, K." )' returned 12 results. Modify search

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Dorf

(953 words)

Author(s): Daiber, K.
[English Version] I. Soziologisch, sozialethisch Die Statistik benutzt heute an Stelle des Begriffes D. den der Landgemeinde. Sie versteht darunter im weiteren Sinne Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern, im engeren Sinne Gemeinden bis zu 2000 Einwohnern. Auf weitere Definitionsmerkmale wird wegen der tatsächlichen Vielfalt verzichtet. Damit wird der Entwicklung Rechnung getragen, die v.a. für das Umland von Städten gilt: Die Landgemeinden sind als Wohnorte nichtlandwirtschaftlicher Bevölkerungsschichten attraktiv geworden. Nach dem 2. Weltkrieg setzte der die gegenw…

Dialogpredigt.

(281 words)

Author(s): Daiber, K.
[English Version] Im engeren Sinne bez. der Begriff die gottesdienstliche Verkündigung durch zwei dialogisch aufeinander bezogene Prediger. Im weiteren Sinne geht es um ein Programm grundsätzlicher Kritik am monologischen Charakter der Kanzelrede und um die Suche nach Alternativen, die als weniger autoritätsbezogen und kommunikationstheoretisch effizienter gelten können. Die Problematik wurde in der dt. homiletischen Diskussion seit den 60er Jahren verhandelt (Homiletik). Der Höhepunkt lag zw. 1968 und den frühen 70er Jahren. Die Diskussion …

Handlungswissenschaft

(758 words)

Author(s): Daiber, K.
[English Version] I. Begriffsgeschichte H. gilt seit dem 18.Jh. zunächst als die Wiss. vom Handel. Der Begriff bez. damit die Vorläuferin der modernen ökonomischen Disziplinen. In diesem Sinne hat er nur noch hist. Bedeutung. Sein gegenwärtiger Gebrauch bezieht sich auf jenen Wissenschaftsbereich, der handlungsanleitende Disziplinen im weitesten Sinne umfaßt, von der Rechtswissenschaft über die Pädagogik zu Psychologie, Soziologie oder Politikwissenschaft. Die Neufassung verdankt er der Diskussion …

Kirchensoziologie

(911 words)

Author(s): Daiber, K. | Feige, A.
[English Version] I. Praktisch-theologisch Die methodische Erforschung von Kirchlichkeit begann bereits im 19.Jh. (A.v.Oettingen). Im Rahmen der Praktischen Theol. führte die seit 1902 von P.Drews hg. Kirchenkunde zu genauen Beschreibungen kirchl. Lebens. Kleinere Einzeluntersuchungen, insbes. zur Religiosität von Industriearbeitern, schlossen sich in den folgenden Jahrzehnten an. In Frankreich und in den Niederlanden hatte sich, ausgehend von Forschungen zur rel. Sozialgeographie, die Pastoralsozi…

Masse

(810 words)

Author(s): Heesch, M. | Daiber, K.
[English Version] I. Sozialwissenschaftlich, ethisch M. ist ein spezifisch moderner, stark normativer Begriff für eine große Menge Menschen, die als amorphe Einheit gedacht werden. Zwar gibt es die Bezugnahme auf ungegliederte, ungebildete und demzufolge demagogischer Leitung zugängliche Menschenmengen (ochlos, plebs) seit der Antike. Aber die moderne Verwendung des Begriffs M. setzt bestimmte Entwurzelungsphänomene in industriellen Gesellschaften sowie korrespondierend die tatsächliche oder vermein…

Individualisierung

(437 words)

Author(s): Daiber, K. | Krüggeler, M.
[English Version] I. Begriff I. gilt in der gegenwärtigen Soziologie als wesentliches Kennzeichen moderner Gesellschaften (: I., II.). Ihre Wurzeln hat sie im Prozeß der gesellschaftlichen Differenzierung, genauer, in der Ausbildung funktionaler Teilsysteme, die überwiegend organisatorisch strukturiert sind. Der einzelne gehört nicht mehr zwangsläufig allen Subsystemen an. Zugehörigkeit zu Teilsystemen vollzieht sich zwar nicht immer, aber doch häufig durch Auswahl, die das Individuum treffen muß. …

Kirchenentfremdung

(1,081 words)

Author(s): Daiber, K. | Gill, R.
[English Version] I. Praktisch-theologisch Phänomene der K. werden derzeit vorrangig in Untersuchungen über den Kirchenaustritt und sein motivationales Umfeld beschrieben. Dabei zeigt sich, daß selbst die Aufrechterhaltung der Kirchenmitgliedschaft mit einer inneren Entfremdung verbunden sein kann. Gleichzeitig ist das Bild derer, die aus der Kirche ausgetreten sind, ebenfalls uneinheitlich. Überwiegend ist der Kirchenaustritt zwar in einer vorliegenden inneren Distanz begründet, er kann indessen a…

Heimat

(727 words)

Author(s): Schoberth, I. | Daiber, K.
[English Version] I. Sozialgeschichtlich, soziologisch, sozialethisch H. ist emotional ambivalent besetzt: H. steht für die Sehnsucht nach Geborgenheit und Ruhe, im propagandistischen Mißbrauch aber auch für die ideologische Abwehr des Neuen und Fremden. Gegen die übliche Konnotation mit der Bindung an die Herkunft und die Prägung durch Tradition (vgl. Bildung: II.) setzt E.Bloch H. als Ausdruck unerfüllter Hoffnung: »das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: H.« (Bloch 1628). Die…

Bruderschaften

(2,560 words)

Author(s): Stolz, F. | Dörfler-Dierken, A. | Oswalt, J. | Daiber, K.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Sonderform unter den Gemeinschaften, die nicht durch traditionelle Verwandtschaftsformen gebildet sind (Bund). Es handelt sich um gleichgeschlechtliche Gruppierungen (auch »Schwesternschaften«), welche durch bestimmte Merkmale der Homogenität ausgez. sind; vielfach sind Initiationsgruppierungen kulturgesch. Ausgangspunkt von B.; die Erfahrung des ritualisierten Übergangs in einen neuen sozialen Status bildet dann den Kern des Gemeinschaftserlebens (Altersk…

Handeln

(1,560 words)

Author(s): Meixner, U. | Mühling-Schlapkohl, M. | Herms, E. | Daiber, K.
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff des H. ist von zentraler Bedeutung für die philos. Ethik und Anthropologie. Er ist eng mit dem der Person verbunden, da Personen eben Subjekte von H. und Erkennen sind (wobei letzteres immer auch ein H. ist, da es notwendig Urteilen involviert). Zu unterscheiden ist äußeres und inneres, selbstbestimmtes und fremdbestimmtes, freies und unfreies H. Es entspricht aber weithin üblichem Sprachgebrauch, unter »H.« von vornherein nur ein äußeres, selbstbestim…

Bestattung

(4,968 words)

Author(s): Schulz, H. | Wenning, R. | Kuhnen, H. | Hachlili, R. | Köpf, U. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichEine B. manifestiert und repräsentiert die Kulturverbundenheit der Persönlichkeit und die die Gemeinschaft prägenden rel. Traditionen; sie ist daher auch ein Schlüssel zur kultur- und zivilrel. Metaphysik.Die Gesch. der religionswiss. Forschung ist vielschichtig mit dem B.problem verknüpft. Man fragt nach Übereinstimmungen und Differenzen im Blick auf die überwältigende Vielzahl und Komplexität der Riten, Zeremonielle, Feste, Vorstellungen, Haltungen, Mythen, emotionalen Reaktio…

Gemeinde

(5,507 words)

Author(s): Kehrer, G. | Rüterswörden, U. | Banks, R.J. | Hauschild, W. | Marquardt, M. | Et al.
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichDer Begriff »G.« ist in der dt. Sprache mehrdeutig. Er kann für rel. und für nichtrel. Vergesellschaftungen, für lokal definierte und für nicht lokal begrenzte soziale Gebilde verwendet werden. Während in der engl. Sprache noch heute zw. »community« und »parish« unterschieden wird, ist im Deutschen der Begriff der »Pfarrei« im 20.Jh. zunehmend ungebräuchlich geworden – im folgenden soll unter G. ausschließlich eine rel. motivierte Vergesellschaftung von Individuen verstanden werden.G.bildungen sind religionsgesch. betrach…