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Kommerzielle Revolutionen

(626 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Der 1942 von Raymond de Roover eingeführte Begriff [2] K. R. wird in der wirtschaftshistor. Forschung für epochale Veränderungen im Bereich der Handels-Geschichte benutzt, wenn sich kommerzielle Innovationen in einem bestimmten Zeitraum bündelten und damit einen Schub in der langfristigen Entwicklung des Handels auslösten. De Roover setzte die K. R. des MA im 13. Jh. an, während die moderne Forschung eher von einer Zeitspanne vom späten 12. bis zum 14. Jh. ausgeht. Während der ma. K. R. wurden in Italie…

Zins

(970 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff und Formen Der Begriff Z. – von lat. census »(Vermögens-)Schätzung«, »Abgabe« –, in älteren Quellen vielfach lat. interesse genannt (daher engl. interest, franz. intérêt; vgl. Interesse), bezeichnete bis ins 18. Jh. das Entgelt sowohl für die Überlassung eines Geld- oder Sach-Darlehens als auch für die Nutzung von Boden oder Immobilien (Pacht- oder Miet-Z., Grund- und Erb-Z.; vgl. Bäuerliche Besitzrechte; Leistungen, bäuerliche), seither in der Regel nur noch Ersteres (vgl. auch Anleihe; Kredit). Insbes. in d…

Kontor

(683 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Unter K. versteht man traditionell das Schreib- bzw. Geschäftszimmer – modern: das Büro – ma. und nzl. Kaufleute. Die Bezeichnung geht zurück auf franz. comptoir (»Laden-/Zahltisch«, von lat. computare, »zählen«, »rechnen«), was auf die ursprüngliche Bedeutung als Schreib-, Laden- oder Zähltisch bzw. -pult hinweist. Das K. erlangte für die kaufmännische Geschäftstätigkeit zentrale Bedeutung, als der Handelsherr im HochMA nicht mehr mit seinen Waren reiste, sondern an einem Ort sesshaft wurde. Das K. wurde mit zunehmender S…

Zollverein, Deutscher

(1,160 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Rechtsnatur, Mitglieder Der Dt. Z. war seiner Rechtsnatur nach noch kein fester Staatenbund, stellte jedoch deutlich mehr als einen einfachen, auf einen zentralen Aspekt der Wirtschaft – das Zoll-Wesen sowie im weiteren Sinne den Außenhandel – ausgerichteten Handelsvertrag dar und kann daher seiner Funktionsweise nach als ein Vorläufer der (heutigen) internationalen Organisationen gelten. Im Z. schlossen sich durch den Zolleinigungsvertrag vom 22. 3. 1833 zum 1. 1. 1834 Staaten des Deutschen Bun…

Wechselbank

(798 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff W. sind – anders als Wechselstuben, wie sie bereits im spätma. Oberdeutschland bestanden – öffentliche Giro- und Depositenbanken, die in der Regel von Städten gegründet wurden, um als Clearing-Stelle mit einem multilateralen Abrechnungssystem den anwachsenden bargeldlosen Zahlungsverkehr besser regulieren zu können. Zugleich stabilisierten W. durch die Einführung einer Rechen-Währung (Bankwährung) die jeweils bestehenden Geld- und Währungsverhältnisse und trugen ggf. auch zur Sanierung …

Indossament

(915 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff und Funktion I. bezeichnet einen auf die Rückseite (ital. in dosso oder in dorso) eines Wechsels geschriebenen Vermerk, der eine am bisherigen Wechselgeschäft noch nicht beteiligte Person ermächtigt, den Wechsel zu präsentieren. Mithilfe des I. wurde folglich die aus dem Wechsel herzuleitende Forderung einem anderen übertragen, was die in dosso geleistete Unterschrift bekräftigte. Unter Verwendung des I. wurde der Wechsel zu einem zirkulationsfähigen Papier. Wie der Wechsel selbst entwickelte sich (spätestens seit dem beginnenden 15. …

Handelsusancen

(692 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
H. (von ital. usanza oder uso, »Brauch«, »Gepflogenheit«) sind gewohnheitsrechtliche Übereinkommen oder Handelsbräuche zwischen Kaufleuten, die verschiedene Teilbereiche von Handels-Geschäften betreffen. Sie waren seit dem hohen MA aus unterschiedlichen Bedürfnissen und Notwendigkeiten heraus entstanden und wurden traditionellerweise beibehalten, so z. B. die Art, wie Weizenpreise notiert wurden. An einzelnen Handelsplätzen (Messen oder Städten) gab es – bisweilen erheblich – unterschiedliche H.; für einen Kaufmann war es unabdingbar notwen…

Exchange bank

(820 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Denotation Unlike bureaux de change, which already existed in Upper Germany in the late Middle Ages, exchange banks were public clearing- and deposit banks, usually established by a town to function as a clearinghouse with a multilateral system of accounting, in order to better regulate the increasingly common practice of cashless payment transactions. At the same time, by means of the introduction of a currency of accounting (bank currency), exchange banks stabilized the existing cash and curr…
Date: 2016-09-26

Bookkeeping, double-entry

(1,601 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Bookkeeping in Antiquity and the Middle Ages Bookkeeping or accounting is probably almost as old as commercial activity itself. In Sumerian Mesopotamia (3rd millennium BCE), commercial transactions were already being recorded on clay tablets. This simple method of bookkeeping, in use since antiquity, served to document completed transactions as a reminder for the trader and as evidence in legal disputes. The Roman Corpus iuris civilis, for example, required the accounts of merchants to be presented publicly in court in case of disputes.Such documentation became especial…
Date: 2017-02-14

Commercial revolution

(660 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
The term commercial revolution was introduced by Raymond de Roover in 1942 [2]; it is used in studies of economic history for epochal changes relating to the history of trade, when commercial innovations were concentrated in a short space of time, thus triggering an advance in the long-term development of trade. De Roover set the commercial revolution of the Middle Ages in the 13th century, while modern scholars prefer to speak of a period from the late 12th century to the 14th. During the medieval commer…
Date: 2017-02-14

Commercial correspondence

(626 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
In the 12th and 13th centuries, as a consequence of the commercial revolution economic and trade activity increased sharply, the money economy began to take hold (once more), and new techniques were developed for trade and payment transactions (see Bill of exchange); as a result, the need for communication between merchants increased substantially. Now, however, they no longer communicated primarily orally in the course of personal meetings; with the emergence of the settled counting-house merch…
Date: 2017-02-14

Counting-house

(831 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Traditionally a counting-house has been understood as the scriptorium or shop (in modern language, the office) of medieval and early modern merchants. The term goes back to French  comptoir (“counter,” from Latin  computare, “count,” “calculate”), which suggests an original reference to a table or desk used for writing or trading. The counting-house became a central feature of commercial activity in the high Middle Ages, when merchants no longer traveled with their merchandise but settled in one place. With increasing literac…
Date: 2017-02-14

Customs duties

(1,910 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. TerminologyThe term  duty (German  Zoll, from Late Latin  teloneum/ telonium, “toll house, customs house”) denotes a fee levied when goods are transported across a customs boundary – whether within a state (internal tariff) or between two states (external tariff). Internal tariffs were levied primarily in situations where bypassing a customs stations would have been very expensive or impossible for the dealer or carrier. In land transport, this took place at major bridges (bridge toll), fords, tunnels…
Date: 2017-02-14

Handelsbücher

(1,273 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Gattungsgeschichte und Typen H. zählen zu den wichtigsten Quellen für die Geschichte des Handels. Seit der im Italien des 12./13. Jh.s einsetzenden Kommerziellen Revolution sind zwei Hauptgattungen zu unterscheiden. (1) Mit der Herausbildung einer wie auch immer gearteten Buchführung entstanden Geschäftsbücher im engeren Sinne, die erfolgte kaufmännische Transaktionen (einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden Korrespondenz) dokumentierten. Im Laufe der Jahrhunderte und v. a. im Zuge der Durchsetzung der doppelt…

Außenhandel

(1,846 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Definition A. ist im Gegensatz zum Binnenhandel der Teil des Handels, der Güter über die Grenzen eines Landes importiert (Einfuhr) oder exportiert (Ausfuhr) oder Güter einführt, um sie möglichst schnell und bisweilen bearbeitet oder veredelt wieder auszuführen (Reexport). In diesem Sinne betrieb jedes Territorium des frühnzl. Heiligen Röm. Reiches, das mit seinen Nachbarterritorien handelte, A. Wo der A. im Wesentlichen Entrepôt-Handel war (Stapelplatz), d. h. wo der größte Teil der Einfuhren z…

Einfuhr

(872 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Definition E. (Import) ist derjenige Teil des Außenhandels, der die Verbringung von Gütern aus einem fremden (ausländischen) Wirtschaftsraum in den eigenen und die damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen (Lagerhaltung, Spedition etc.) betrifft und somit das Komplement zur Ausfuhr (Export) bildet. 2. Einfuhrbeschränkungen Unter E.-Verbot versteht man eine obrigkeitliche Anordnung, derzufolge z. B. keine Rohstoffe, Nahrungsmittel, Manufakturwaren oder Luxusgüter eingeführt werden dürfen. Derartige E.-Verbote waren seit der Anti…

Jahrmarkt

(1,335 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Allgemein Ein J. (auch Kirmes genannt) war eine Marktveranstaltung mit regionalem Einzugsbereich, die einmal oder mehrmals im Jahr stattfand und sich dadurch vom Wochenmarkt [9. 147, 149], aber auch von der überregional bis international ausgerichteten Messe unterschied. Der J., der auf einem festgelegten Marktplatz stattfand und z. T. auch über einen eigenen Marktbezirk, z. T. sogar über eine eigene Architektur verfügte, besaß (wie eine Messe) einen Bezug zu einem kirchlichen Fest – einem Christus-, Marien- oder Heili…

Ausfuhr

(679 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
A. (Export) ist derjenige Teil des Außenhandels, der die Verbringung von Gütern aus dem eigenen Wirtschaftsraum in einen fremden (ausländischen) und die damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen betrifft (Lagerhaltung, Spedition etc.; zu Details vgl. Außenhandel). In der Nz. wurde die A. von Waren verschiedentlich offiziell geregelt, vorrangig durch A.-Verbote. Unter einem A.-Verbot versteht man ein obrigkeitliches Verbot der A. vor allem von als strategisch wichtig angesehenen Gütern, wie etwa Waffen, Rohstoffen, Nahrungs…

Handelskorrespondenz

(623 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Als im 12. und 13. Jh. im Gefolge der Kommerziellen Revolution die Wirtschafts- und Handels-Tätigkeit stark anstieg, die Geldwirtschaft sich (wieder) allgemein durchzusetzen begann und neue Techniken im Handel und Zahlungsverkehr entwickelt wurden (vgl. Wechsel), stieg das Bedürfnis nach Kommunikation unter den Kaufleuten erheblich an. Allerdings kommunizierten sie nun nicht mehr in erster Linie mündlich anlässlich persönlicher Begegnungen; mit der Herausbildung des sesshaften Kontor-Kaufmanns w…

Fugger

(1,135 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Aufstieg der Dynastie bis zum 16. Jh. Unter den Unternehmern, die im dt. Raum in der Nz. Geschäfte tätigten, verfügen die Augsburger F. über einen der klangvollsten Namen. 1367 war Hans F. nach Augsburg eingewandert und etablierte sich dort als Barchentweber und Kaufmann; bereits sein Sohn Jakob I., der Stammvater der Linie F. von der Lilie, war vorrangig als Handelsherr tätig. V. a. dessen Sohn Jakob II. (genannt »der Reiche«) schuf aus den vergleichsweise bescheidenen Anfängen ein europ. agierende…
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