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Your search for 'dc_creator:( "Ellmers, Detlev" ) OR dc_contributor:( "Ellmers, Detlev" )' returned 19 results. Modify search

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Hafen

(3,311 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Forschungsstand In der Nz. erscheint der H. in so vielen verschiedenen Typen, von denen die größeren eine solche Fülle unterschiedlicher Funktionen erfüllten, dass noch keine wiss. Darstellung alle relevanten Aspekte erfasst hat (erster Überblick: [13]). Ein zusammenfassender Überblick über die Entwicklung der H. in Europa und Übersee fehlt bislang auch ansatzweise. Zahlreiche Untersuchungen beschränken sich auf die Entwicklung einzelner H.(-Gruppen), auf Einzelaspekte oder archäologische Befunde [1]. Selbst vielversprechende Titel [19] vermitteln kein zusammen…

Segeln

(908 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Grundlagen S. ist die Nutzung der sich nicht verbrauchenden Windenergie zur Fortbewegung von Schiffen, die dabei nicht nur in Windrichtung gleiten können, weil sie sich in zwei Medien – Wasser und Luft – bewegen: Der Schiffsrumpf drückt bei seitlichem Wind mit seiner eintauchenden Fläche (dem sog. Lateralplan) so gegen das Wasser, dass der Wind das Schiff in dem gewollten Winkel zu ihm vorwärts schiebt. Bei dem so entstehenden Kräfteparallelogramm wird der gewünschte Vortrieb mit der in Kauf zu nehmenden Querkraft bezahlt. Dabei …

Hafenkran

(1,092 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Allgemein Mit dem H. löste ein hölzerner Apparat beim Güterumschlag zwischen Schiff und Land das Tragen schwerer Güter durch Menschen ab. Schiffseigenes Ladegeschirr gilt zwar nicht als H., wurde aber in der gesamten Nz. genutzt, um die großen Frachtschiffe vor den zu flachen Hafen-Zufahrten zu leichtern. In der Antike wurden mobile Krane bei Bedarf auch im Hafen eingesetzt. Den ortsfesten H. baute man erstmals in der ersten Hälfte des 13. Jh.s in den Häfen von Norwegen bis Flandern in drei verschiedenen Typen, die man bis um 1850 mi…

Küstenschifffahrt

(2,601 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Begriff und Definition In der Nz. fehlte das Wort K. im dt. Sprachgebrauch noch. Zwar hob man im Lauf des 18. Jh.s gelegentlich den »Küstenfahrer« oder »Küstenkruper« (ein kleines, meist holländ. Handelsschiff) von den »Ostindienfahrern« und »Grönlandfahrern« der Hochseeschifffahrt ab. Aber erst die Gewerbeordnung des Norddt. Bundes vom 25. 9. 1869 unterschied für die einheitliche Ausbildung der Seeschiffer von der »großen Fahrt« – d. h. der Hochseeschifffahrt – eine leichter zu erlernende »kleine Fahrt« oder »K.« mit einem Fahrgebiet in Ost- und Nordsee bis zu 61 ° n…

Hochseeschifffahrt

(3,092 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Mittelalter Im Gegensatz zu der mit Sichtkontakt zur Küste navigierenden Küstenschifffahrt hat die H. ihren Kurs auf hoher See, ohne Küstenkennung zu finden. H. gab es schon im MA. Im Pazifik orientierten sich Polynesier mit besegelten Auslegerbooten an Interferenzen der Meereswellen und am Lauf der Sterne. Im Indischen Ozean nutzten Araber den Monsun. Im Mittelmeerraum ermöglichten hohe Berge und Inseln das Befahren in Landsicht. Nur auf kurzen Zwischenstrecken segelte man nachts nach den Sternen, bis im 13. Jh. der Kompass auch Fahrten bei unsichtigem Wetter erlaubte. Als er…

Reederei

(886 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
Eine R. ist ein Wirtschaftsunternehmen, das Geld in Schiffe investiert ( Kapitalbildung), um durch Verfrachtung von Gütern und/oder Personen einen Gewinn zu erzielen, der durch Eigenhandel größer ausfällt als durch bloße Frachtgebühren. Längere Fahrten erhöhen die Gewinnchancen, aber auch die Aufwendungen für Schiff, Ausrüstung, Besatzung und Handelsorganisation sowie das Risiko eines Verlusts durch Schiffbruch, Kaperung, Piraterie, Krankheit u. v. m.; sie steigern also den Kapitalbedarf und bedingen unt…

Schifffahrt

(2,413 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Gewässer Sch. ist die Nutzung der Gewässer durch den Einsatz von Wasserfahrzeugen. Gewässer verursachen dabei sehr viel weniger Reibungswiderstand als das Land, lassen viel größere Fahrzeuge zu und ermöglichen die Nutzung der kostenlos verfügbaren Strömungs- und Windenergie zur Fortbewegung. Deshalb sind Boote und Schiffe die am wirtschaftlichsten zu betreibenden Fahrzeuge; allerdings können sie nur an schiffbaren Gewässern gelegene Orte erreichen und benötigen zur Wahrnehmung ihrer Funktion Häfen als Liegeplätze, Ausgangspunkte und Fahrtziele. Die mit Was…

Schiffsversicherung

(794 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
Versicherungen decken einen durch bestimmte Ereignisse hervorgerufenen Vermögensbedarf durch dessen Verteilung auf eine größere Personenzahl. Die für Sch. maßgeblichen Ereignisse sind Seenot bis zum Schiffsuntergang sowie Kaperung und deren Folgen, wobei in der Nz. die Sch. im engeren Sinn Beschädigung bis hin zum Verlust von Schiff und Ladung abdeckten, im weiteren Sinn auch Folgewirkungen an betroffenen Personen. Die Anfänge der Sch. im späten MA weichen von heutigen Versicherungsformen stark ab, prägten aber die nzl. Entwicklung. Die Parten-Reederei hielt das Risiko v…

Schiffsmakler

(784 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
Als Unterhändler in allen Seehäfen vermittelte der Sch. Schiffern, Reedern oder Seehandelskaufleuten Frachten gegen Vergütung (einen Prozentsatz der Umsatzsumme). Diese sog. Courtage wurde ursprünglich frei ausgehandelt und zu gleichen Teilen von Verkäufer und Käufer beglichen, bei Geldgeschäften allein vom Schuldner. Noch im 16. Jh. bot sie mit nur 2–7 Promille kaum eine ausreichende Lebensgrundlage [3], stieg aber im Lauf der Nz. an und wurde spätestens im 19. Jh. von der Kaufmannschaft der Hafenstädte in detaillierten Gebührenordnungen festgesc…

Treidlerei

(1,203 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. System Bei der T. werden Flussschiffe ( Binnenschifffahrt) vom Ufer aus an langer Leine mit der Muskelkraft von Mensch oder Tier meist gegen die Strömung bergauf gezogen (vgl. Abb. 1). Auf strömungsarmen oder -losen Kanälen wird in beide Richtungen getreidelt. Voraussetzung dafür ist entlang des betreffenden Gewässerabschnitts ein durchgehender fester Uferweg, dessen Anlage, laufende Unterhaltung (u. a. Ausbessern nach Hochwasser oder Eisgang, Freihalten der Wasserseite von Vegetation; vgl. Flussregulierung) und die zugehör…

Schiffbau

(3,012 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Material Bis zum Ende der Nz. war der Sch., welcher noch den Bootsbau einschloss [13. 92], ein Holz- Handwerk (Baumstämme waren Ausgangsmaterial für alle Wasserfahrzeuge) [9. 14]. Für den Rumpf bevorzugte man das Hartholz der Eiche, dessen Gerbstoffe auch bei ständiger Lage im Wasser Haltbarkeit garantierten. Zwar wächst Eiche natürlicherweise in Europas gesamter ozeanischer Klimazone außer im hohen Norden [10. 315 f.]; sie wurde aber in der Nz. wegen des hohen Bedarfs gerade in jenen westeurop. Ländern Mangelware, die für ihre Hochseeschifffahrt viele…

Werft

(783 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
Die W. ist die Betriebsform zur Organisation und Durchführung des Schiffbaus. Ihr wichtigster Standortfaktor ist der Bedarf an Schiffsraum, der in Hafenstädten seit dem MA durch Aktivitäten im Handel entstand. Somit verfügten die Seehafenstädte der Nz. mit großem Marktanteil auch über entsprechend große W.-Kapazitäten. Stagnierende oder rückläufige Handelskonjunkturen erfuhr die W. sofort durch fehlende Aufträge. Wo sich die W. problemlos mit dem in großen Mengen benötigten Holz versorgen konnte (wie z. B. in Danzig über die Flößerei auf der Weichsel), war s…

Deep sea navigation

(3,511 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Middle Ages Unlike coastal shipping, which is conducted within sight of the shore, deep sea navigation ventures into the high seas without reference to the coast. There was already some deep sea navigation in the Middle Ages. In the Pacific, the Polynesians in their sailing catamarans navigated by interference patterns in the waves of the sea and by the stars. In the Indian Ocean, Arab sailors made use of the monsoon. In the Mediterranean, high mountains and islands generally made it …
Date: 2018-02-14

Bow hauling

(1,383 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. System In bow hauling, river boats (Inland navigation) were pulled on a long line from the bank, using human or animal muscle power, usually upstream (see fig. 1). On canals with little or no current, it was done in both directions. The practice relies upon the provision of a continuous, fixed tow path along the watercourse, the installation and maintenance of which (e.g. repairs after flooding, keeping the riverbank free of vegetation, see also River control), like the deployment of…
Date: 2017-02-14

Harbor

(3,754 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. State of researchIn the early modern period, there were so many different types of harbor, with the larger ones fulfilling such a wealth of diverse functions, that no scholarly presentation covers all relevant aspects (for an initial survey, see [13]). To date there has been no synoptic overview of the development of harbors in Europe and overseas, even rudimentarily. Numerous studies are limited to the development of individual harbors or groups of harbors, particular aspects, or the archaeological record [1]. Even titles that sound quite promising [19] fail to convey a coh…
Date: 2018-11-28

Coastal shipping

(2,725 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. Concept and definitionIn the British Isles, coastal shipping is defined as commercial traffic around the British and Irish coasts. Shipping in inshore waters in the Netherlands was called binnenvaart (not to be confused with  binnenscheepvaart or inland navigation on rivers and canals). However binnenvaart did not include coastal shipping outside Dutch waters, which in the early modern period was considerably more important. In principle, a similar concept applied too in Scandinavia, Italy, and elsewhere, except that coastal shipping …
Date: 2017-02-14

Harbor crane

(1,240 words)

Author(s): Ellmers, Detlev
1. GeneralThe use of cranes to transfer heavy goods between ships and land enabled wooden machines to replace human labor. Shipboard cargo gear does not count as a harbor crane, but it was in use throughout the entire early modern period to unload large cargo ships outside harbor approaches that were too shallow. In antiquity, mobile cranes had been installed in harbors when needed. The first stationary harbor cranes were built in the first half of the 13th century in harbors from Norway to Fland…
Date: 2018-11-28

Navigation

(1,626 words)

Author(s): Ellmers, Detlev | Epple, Moritz
1. Schifffahrtspraxis Die europ. N. hatte in der Nz. weltweit regelmäßige Segelfahrten von einem Hafen zum anderen möglichst zuverlässig und sicher zu gewährleisten ( Hochseeschifffahrt) [7]. Sie war Aufgabe des Kapitäns und des Steuermanns als seines Stellvertreters. Beide führten je eine Wache und meldeten dem anderen bei Wachwechsel den jeweiligen Verlauf. Auf dem achteren Aufbau hatten sie die nötige Rundsicht zur Kontrolle von Segelführung und Schiffszustand, Bahnführung, Schiffsstandort und Wetter. Von dort riefen…

Verkehr und Transport

(8,209 words)

Author(s): Popplow, Marcus | Ellmers, Detlev
1. Allgemein Alle Hochkulturen der Nz. nutzten, ihren topographischen Möglichkeiten entsprechend, Land- und Wasserwege zum T. von Menschen, Gütern und Informationen. Ihr Verlauf prägte territoriale Wirtschaftsgeographien und damit letztlich auch die Herausbildung kultureller Zentren. Der Wasserweg hatte prinzipiell den Vorteil, dass auf Booten und Schiffen weit schwerere Lasten befördert werden konnten als auf dem Landweg, doch waren schiffbare Wasserwege nicht überall verfügbar und ließen sich im…