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Your search for 'dc_creator:( "G. Grönbold" ) OR dc_contributor:( "G. Grönbold" )' returned 24 results. Modify search


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Indische Schriften

(682 words)

Author(s): G. Grönbold
Die älteste indische Schrift ist die der Indus-Kultur. Sie wurde vor allem auf Tonsiegeln gefunden und ist etwa der ersten Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr. zuzuweisen. Sie besteht aus Zeichen, die entweder stilisierte Bilder oder graphische Figuren sind. Insgesamt sind mehrere hundert solcher Zeichen bekannt. Die Schriftrichtung ist wahrscheinlich linksläufig. Die Schrift ist trotz zahlreicher Versuche bisher nicht entziffert, da zum einen die Texte sehr kurz sind und andererseits die Sprache …

Singhalesische Schrift

(85 words)

Author(s): G. Grönbold
eine zur Gruppe der sog. Pāli-Schriften zählende, in den Formen ziemlich isolierte Schrift der singhalesischen Sprache Ceylons. Einflüsse gibt es aber von den südindischen Schriften. Sie bildete sich seit dem 9./ 10. Jh. heraus. Die älteste Inschrift ist von 939. Ihre runden Formen sind durch die Verwen-dung von Palmblättern als Beschreibmaterial bedingt. G. Grönbold Bibliography Dani, A.: Indian palaeography. Oxford 1963, S. 215–226 Diringer, D.: The alphabet. Vol. 1. London 1968, S. 303–306 Jensen, H.: Die Schrift. 3. Aufl. Berlin 1969, S. 388–389.

Pakistan

(1,128 words)

Author(s): G. Grönbold
offizieller Name: Islamische Republik Pakistan. Hauptstadt: Islamabad. Fläche (ohne Jammu und Kashmir) 796095 km 2 (1989). Bevölkerung: 140,4 Mio. (1995, geschätzt). 1990 waren 65,2% der Bevölkerung Analphabeten (Männer 52,7%, Frauen 78,9%). 95% der Bevölkerung sind Moslems (überwiegend Sunniten), der Rest sind Hindus (1,6%), Christen (1,3%) und kleinere Religionsgruppen. Offizielle Sprachen sind Urdu, das in arab. Schrift geschrieben wird, sowie Englisch. Doch nur für 8% der Bevölkerung ist Urd…

Mongolische Schrift

(216 words)

Author(s): G. Grönbold
Seit 1269 verwendeten die Mongolen auf Befehl Kublai Khans eine quadratische Schrift, die der tibetische Großlama 'Phags – pa geschaffen hatte und die nach ihm benannt v/ird. Anfang des 14. Jh. soll dann der Lama Chos – kyi – 'od – zer eine neue Schrift, das sog. Galik, geformt haben. Sie geht, wie eine ältere Vorform von Sa – skya Pandita, auf die uigurische Schrift zurück. Durch Vereinfachung entstand aus dem Galik die mongolische Schrift. Sie hat noch wie das uigurische Vorbild eigene Zeichen…

Malediven

(156 words)

Author(s): G. Grönbold
offizieller Name Divehi Rajje. Die Fläche beträgt 298 qkm bei einer Bevölkerung von ca. 238 Tsd. Einwohnern (1993). Das seit 1965 unabhängige Land besteht aus ca. 1200 Inseln in 19 Atollen im Indischen Ozean; nur ca. 200 der Inseln sind bewohnt. Einheimische Sprache ist Divehi, das mit dem Singhalesischen verwandt ist. Der Islam ist Staatsreligion. 1990 waren nur 2,7% der Bevölkerung des Schreibens und Lesens unkundig. Trotz geringen Analphabetentums ist das Bibliothekswesen offenbar nur schwach ausgebaut. In der Hauptstadt Male gibt es eine NB (Bes…

Sanskrit

(112 words)

Author(s): G. Grönbold
ist die aus altindischen Umgangsdialekten geformte Sprache der heiligen Texte des Hinduismus. Man unterscheidet das epische und das klassische S. (erste Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr.). Eine archaische Form ist das Vedische (Indische Bucharten). Ansonsten gibt es keine Sprachentwicklung, da die grammatikalischen Regeln bereits durch Pānini (ca. 5. Jh. v. Chr.) autoritativ fixiert wurden. S. ist eine flektierende, indogermanische Sprache mit einer Vielzahl von Lauten und grammatikalischen Formen. G. Grönbold Bibliography Thumb, A.: Handbuch des S. 3. Aufl. Bd. 1.T…

Päli–Schriften

(151 words)

Author(s): G. Grönbold
Während die heiligen Schriften des Hinduismus in Sanskrit–Sprache abgefaßt sind, wurden die Lehr– und Kommentartexte des frühen Buddhismus in Päli–Sprache niedergeschrieben. Päli ist die ausgebildete Form eines mittelindischen Dialekts. Speziell die Werke des Hlnayäna–Buddhismus, der heute noch in Ceylon und Hinterindien vertreten ist, sind darin geschrieben. Wie Sanskrit konnte auch Păli in allen Schriften Indiens und Hinterindiens aufgezeichnet werden. Unter dem unglücklich gewählten Ausdruck P. versteht man also vor allem die singhalesische, birmanis…

Palmblätter

(557 words)

Author(s): G. Gronbold
Die Entdeckung, daB die Blatter bestimm-ter Palmenarten ein Beschreibmaterial abgeben konnen, wurde in Indien gemacht und mit der Verbreitung indi-scher Kultur in andere Lander Siidasiens (Nepal, Ceylon) und Siidostasiens (Birma, Thailand, Laos, Kambodscha, Indonesien) gebracht. Seit wann sie fur diesen Zweck verwendet wurden, ist nicht sicher, doch diirfte es schon bald nach Entwicklung indischer Schriften nach semitischem Vorbild im nord-westlichen Teil Stidindiens gewesen sein. Wenn in bud-dhistischen Pali-Werken von Texten au…

Mongolei

(249 words)

Author(s): G. Grönbold
offizieller Name: Bügd Najramdah Mongol Bevölkerung ca. 2,3 Mio. (1993). Hauptstadt: Ulan Bator erklärte sich 1911 mit dem Fall des Mandschu – Reiches in China für unabhängig, lehnte sich aber später stark an die Sowjetunion an. Im 16. Jh. waren die Mongolen zum tibetischen Buddhismus bekehrt worden. In den Klöstern, die daraufhin entstanden, bildeten sich die ersten Bibl.en. Sie enthielten nur religiöse Lit., entweder in der Kirchensprache Tibetisch oder in mongolischer Übersetzung. Die Slg. der heiligen Texte des Lamaismus, der …

Tocharische Schrift

(67 words)

Author(s): G. Grönbold
In Chinesisch-Turkestan wurden zu Anfang des 20. Jh.s Hss. eines unbekannten Volkes gefunden, deren indogermanische Kentum-Sprache in zwei Dialekten als «tocharisch» bezeichnet wird. Sie stammen aus dem 6.-8. Jh. n. Chr. Ihre Schrift ist eine Abart der indischen Gupta-Schrift, wie sie in Zentralasien verwendet wurde. Sie wird auch «Central Asian Slanting» genannt. Tocharische Schrift G. Grönbold Bibliography Thomas, W.: Die Erforschung des Tocharischen. Stuttgart 1985.

Sindh-Schrift

(63 words)

Author(s): G. Grönbold
Die indogemanische Sindhī-Sprache (im heutigen Pakistan) wird meist in arab. Schrift mit zusätz-lichen Zeichen geschrieben. Nach 1868 wurde offiziell auch eine Variante der Laṇḍā-Schrift verwendet, welche Sindhī- oder Baniyā-Schrift heißt. G. Grönbold Bibliography Friedrich, J.: Gesch. der Schrift. Heidelberg 1966, S. 128 Diringer, D.: The alphabet. Vol. 1. London 1968, S. 295–296 Jensen, H.: Die Schrift. 3. Aufl. Berlin 1969, S. 369.

Tamil-Schrift

(143 words)

Author(s): G. Grönbold
In Tamil-Sprache ist die älteste Lit. der Draviden Südindiens abgefaßt. Die Herkunft ihrer Schrift ist noch nicht ganz aufgehellt. Sie stammt wohl vom süd-lichen Zweig der Brahmi-Schrift ab, unter starkem Einfluß der älteren Grantha-Schrift. Sie hat nicht so ausgeprägt runde Formen wie die anderen Schriften auf Palm-blatt; obgleich bis ins 20. Jh. Palmblätter als Beschreibstoff Verwendung fanden. Die früheste Inschrift stammt von 740 n. Chr. Entsprechend dem Lautstand der Tamil-Sprache fehlen im Ver-gleich zu anderen indischen Schriften verschiedene Z…

Tantras

(121 words)

Author(s): G. Grönbold
bilden eine eigene Gruppe in der Sanskritlit. und enthalten die Lehren des Tantrismus, der seit etwa der Mitte des 1. Jh.s n. Chr. in Indien faßbar ist. Er propagiert magische Mittel, um die Erlösung zu erlangen. Seine Wurzeln sind wohl vorindogermanisch. Er tritt bes. im Hinduismus, aber auch im Buddhismus (als Vajrayāna) auf, weniger im Jainismus. Allen gemeinsam ist der Glaube an die Kraft der Mantras (magische Silben), Mudrās (Handhaltungen), und äu-ßere wie innere Riten. In sog. linkshändigen T. kommen auch sexuelle Praktiken vor. G. Grönbold Bibliography Banerji, S. C.: A brie…

Tibetisches Buchwesen

(1,246 words)

Author(s): G. Grönbold
Die offiziellen Annalen der chinesischen Tang-Dynastie (618–907) berichten, daß die Tibeter Knotenschnüre und Kerbhölzer verwendeten. Damit können aber wahrscheinlich nur Zahlen festgehalten worden sein. Eine Schrift zur Sprachüberlieferung wurde im 7. Jh. geschaffen. Zwar erbat König Srongbtsan-sgam-po der Überlieferung nach vom chinesischen Kaiser Papier und Tusche; Schrift und Buchform aber wurden nach indischem Vorbild gestaltet. Allerdings finden sich Hinweise, daß es in der Zeit der ersten…

Moghul (Mughal) Buchmalereiz

(116 words)

Author(s): G. Grönbold
Eine eigene M. entwickelte sich erst unter Akbar (1556—1605) und erreichte bereits unter seinen Nachfolgern Jahangir und Shahjahan ihren Höhepunkt. Akbar hatte Miniaturmaler aus Persien kommen lassen. In Indien gab es wechselseitige Beziehungen zu den Hofateliers der hinduistischen Rajputen-Könige. Besonderheit der M. ist, daß sich die Malerei davon löste, nur Illustration eines Textes zu sein. Es entstanden Einzelbilder, und diese wurden zu Alben vereinigt. Unter dem orthodoxen Moslem Aurangzeb endete die Förderung dieser Kunst. G. Grönbold Bibliography Brown P.: Indian…

Sri Lanka

(953 words)

Author(s): G. Grönbold
offizieller Name:Śrī Lankā Prajātānthrika Samājavādi Janarajaya. Hauptstadt Colombo (Kol¸am˘ba). Die Insel im Indischen Ozean hat eine Fläche von 65 619 qkm. Sie liegt in der nordäquatorialen Tropen-zone. Die reich gegliederte Landschaft (Tiefland bis Gebirge über 2500 m) weist vielfältige klimatische Unterschiede auf (tropischer Regenwald bis Trockenzone). Die Bevölkerung betrug 1994 rund 18,1 Mio. und wächst j. um ca. 1,3 %. Die Mehrheit der Bevölkerung sind: Singhalesen 74 %, Tamilen 18,2 %, …

Bangladesh

(711 words)

Author(s): G. Gronbold
Offizielle Bezeichnung: Gana Prajatantri Bāmlā Desa. Fläche: 143 998 km2 . Bevolkerung: 92619000 Einwohner (1982). Das heutige B. umfaBt den Ostteil der früheren indischen Provinz Bengalen und den Sylhet-Distrikt der Provinz Assam. Bei der Unabhän-gigkeit Indiens 1947 kam es zu groBen Bevölkerungs-umschichtungen, da die Moslems des östlichen Indiens sich hier konzentrierten. Das Gebiet wurde als Ostteil des neuen islamischen Staates Pakistan selbstandig. Spannungen zwischen den beiden Teilen Pakistans wa…

Sakische Schrift

(73 words)

Author(s): G. Grönbold
ist diejenige Schrift, in der Texte in sakischer Sprache aus Zentralasien, bes. Khotan, geschrieben sind. Es handelt sich dabei um eine Entwicklung aus der nordindischen Gupta-Schrift. Sie ähnelt der südturkestanischen Brahmī-Schrift. Die Hss. in dieser mitteliranischen Sprache datieren aus dem 7.–10. Jahrhundert. G. Grönbold Bibliography Leumann, M.: Sakische Hss.proben. Zürich 1934 Diringer, D.: The alphabet. Vol. 1. London 1968, S. 275–276 Jensen, H.: Die Schrift. 3. Aufl. Berlin 1969, S. 362

Palmblattbuch

(171 words)

Author(s): G. Gronbold
Die in Indien auf einzelne Palmbl. geschriebenen Texte wurden zu ganzen Biichern zusam-mengefaBt, indem man in die Blatter mit einem Metall-stab ein oder zwei Locher (je nach Region und Zeit ver-schieden) einbrannte, die Blatter zwischen holzerne Dek-kel legte und durch die Locher eine Schnur fiihrte. Diese Schnur wurde um den ganzen Block gewickelt und hielt so das Buch zusammen. Die Form des Buches, bedingt durch das Material, war langlich und schmal. Diese spezifisch indische Buchform heiBt Pothl (neu-indisch fur Sanskrit pustaka, «Buch»). Die Buchform ver-breit…

Indien

(3,859 words)

Author(s): G. Grönbold
offizieller Name Bhärata, ist eine Union aus 22 Staaten und neun Unions-Territorien. Sie umfaßt ein Gebiet von 3,3 Mio. qkm. Die Bevölkerung betrug 1987 ca. 781 Millionen und wächst schnell. Etwa 70% der Bevölkerung lebt auf dem Lande. Im Jahre 1981 waren 59,2% Analphabeten (45,2% Männer, 74,3% Frauen). Von der Stadtbevölkerung waren 34,9% (23,6% Männer, 48,1% Frauen), von der Landbevölkemng 67,3% (52,7% Männer, 82,4% Frauen) des Lesens und Schreibens unkundig. 1. Buchwesen. Beschreibmaterialien. Die ältesten erhaltenen indischen Texte stammen aus Gilgit (4.–8.Jh., …
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