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Your search for 'dc_creator:( "H. Rosenfeld †" ) OR dc_contributor:( "H. Rosenfeld †" )' returned 49 results. Modify search


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Blockbuch

(346 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Als B. bezeichnet man Bücher, deren wenige Einzelblätter von einer Holztafel (Block) im Reiberdruckverfahren und deshalb einseitig gedruckt wurden und serienmäßig zumeist religiöse Themen für die wenig gebildeten niederen Geistlichen bildlich darstellten. B.er entstanden seit 1420/1430 in Deutschland und den Niederlanden. Waren kurze, erklärende Texte erwünscht, so fügte man sie 1420 – 1460 nachträglich handschriftlich hinzu (xylo-chirographische B.er), bei den niederl. Brüdern vom Gemeinsamen L…

Ackermann von Böhmen

(278 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Johannes de Šitboř (früher: «von Saaz», «von Tepl»), * vor 1350, † um 1414, Pariser Magister und Anlernling in der Prager Kanzlei Karls IV., schrieb dem Vater Henslin de Šitboř zum Trost bei Verlust seiner Gattin ca. 1370 ein scholastisches lat. Streitgespräch zwischen Witwer und Tod im eleganten Stil des Frühhumanisten und Kanzlers Johann von Neumarkt. Nach dem Tode der eigenen Gattin im Kindbett am 1. 8. 1400 setzte er das Streitgespräch unter Minderung der scholastischen Zitate zum Ehrengedäc…

Boner, Ulrich

(229 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Der «Edelstein» ist die erste, als geschlossene Slg. angelegte Gesamtausg. äsopischer Fabeln in dt. Sprache, nach lat. Fabelcorpora erstellt und durch moralische Kurzerzählungen bereichert von dem Berner Predigermönch Ulrich Boner, ca. 1350. Den Erfolg bezeugen 32 Hss. Das veranlaßte den Bamberger Drucker Albrecht Pfister zu seinem Druck von 1461, der als erstes ill. typographisches Werk gilt. Die 101 anschaulichen Holzschnitte und links daneben schmale Autorenholzschnitte sind in einem zweiten …

Kräuterbeigaben

(146 words)

Author(s): H. Rosenfeld
In Vorder– und Hinterdeckeln weißer Barockeinbände des Augustiner–Chorherrenstifts Indersdorf, des Theatiner–Klosters München u.a. durch die Säkularisation 1803 in den Besitz der Bayerischen SB gekommener Klosterbestände fanden sich Papiertaschen (mit aufgeklebtem Rand 9 x 14 bis 13 x 17 cm groß) mit Kräutern, die im 18. Jh. frisch eingefüllt, nunmehr ver– trocknet waren. Mikroskopische Untersuchung eines Beutelinhalts durch das Institut fur angewandte Botanik der TH München 1956 ergab Wermutkra…

Kalenberg–Pfaffe

(320 words)

Author(s): H. Rosenfeld
bezeichnet die ca. 1470 in Wien entstandene Schwankslg. des Philipp Frankfurter, die um 1489 u.d. T. Die geschieht des pfarrers vom kalenberg, 1490 u. d. T. Des pfaffen geschicht und histori vom kalenberg anonym ersch. (nicht bei HC). Zugrunde liegt die eigenwillige Gestalt des adligen Gundaker von Thernberg, 1330—1339 Pfarrer in Kalenbergerdorf bei Wien, bis 1346 Pfarrer in Kirchberg am Wechsel, 1350 in Prigglitz/Steiermark, mit einer Gedenktafel im Kloster Neuberg/Steiermark als Wohltäter des …

Heiltumbuch

(652 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Heiligtum oder Heiltum nannte man den Reliquienschatz einzelner Kirchen. Anläßlich seiner öffentlichen Ausstellung wurden durch die Kirchen oder geschäftstüchtige Drucker für die Wallfahrer Heiltumverz. (mit oder ohne Abb.) hergestellt. Über das Heiltum vom Heiligen Berg Andechs in Oberbayern haben wir in Sammel-Hss. eine Chronik von 1429 sowie Heiltumlisten. Die Chronik druckte J. Bämler Augsburg 1473 ohne Heiltumhste, aber mit Holzschnitten der Drei-Hostien-Monstranz (GW 1640), H. Schönsperger…

Bilderchronik

(167 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Man könnte das Reliefband der Trajanssäule in Rom mit den Ereignissen der dakischen Kriege (III n.Chr.) oder den gestickten Wandteppich von Bayeux über die Eroberung Englands durch die Normannen (70X0,5 m, 11. Jh.) als B. bezeichnen. Geprägt wurde der Ausdruck für Bilder-Hss., bei denen Ereignisse von Zeitgenossen aus ihrem Miterleben in Text und Bild authentisch dargestellt wurden. Janitschek gebrauchte die Bezeichnung B. 1889 für die «Romfahrt Kaiser Heinrich VII.» im Balduin-Codex (um 1340, B…

Euryalus und Lucretia

(236 words)

Author(s): H. Rosenfeld
d. i. die Renaissancenovelle «Historia de duobus amantibus», im Anschluß an ein Sieneser Liebeserlebnis des kaiserlichen Kanzlers Kaspar Schlick (1396–1449) von Enea Silvio Piccolomini (1405 bis 1464), dem späteren Papst Pius II., 1444 verf., der Pfalzgräfin Mechthild gewidmet und zum Mißvergnügen des inzwischen in den geistlichen Stand getretenen Verf. in zahlreichen Drucken verbreitet (H 213–240, C 41–72), franz. mit dem Titel «Lystoire de eurial et lucresse» oder «des deux vrays amans», im Ra…

Bilderbogen

(443 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Das Streben nach heilbringender Schau wurde seit dem 13. Jh. Nährboden für B., mit denen Dominikanermystiker ihren Nonnen den Weg der «minnenden Seele» zur Unio mystica in Bild und Text vielszenisch vorführten. Weitere Themen wie Heiligenlegende, Totentanz, Acht Schalkheiten, Acht Narren usw. zeitigten einseitige B. von 20X28 bis 60X180 cm, die als Lehr- und Andachtswandbilder in Klosterzelle und Bürgerstube und als Vorlagen für Wandmalereien zunächst handschriftlich, dann als Holztafeldrucke un…

Concordantia caritatis

(305 words)

Author(s): H. Rosenfeld
ist das umfangreichste Werk der mittelalterlichen Typologie, die nach dem Leitsatz latet-patet im AT vieles angedeutet fmdet, was im NT sich erfüllt. Die Zisterzienser pflegten diese Methode besonders. Ulrich, 1345 –1351 Abt des Klosters Lilienfeld in Niederosterreich, schuf C. c. nach Niederlegung der Abtwürde, dem Vorbild des Speculum humanae salvationis und der Biblia pauperum folgend in postillenartiger Anordnung nach Sonn— und Feiertagen. Nach dem Einleitungsteil bieten Bild-Seiten (Verso-S…

Beichtspiegel

(238 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Absolution durch Bußsakrament setzt neben Reue auch freiwillige Sündenbeichte voraus, wie der heilige Bonifatius gegenüber der Sakramentspraxis eines Westfranken 745 betonte. Für die Beichtpraxis bedurfte der Laie geeigneter Muster. Wir kennen aus dem 9./10. Jh. elf deutschsprachige «Beichten», für diejostes schon 1896 die Bezeichnung «B.» forderte. Bis ins 15. Jh. wurde die Selbstanklage teils nach den Hauptsünden, teils nach den fünf Sinnen, teils nach anderen Gesichtspunkten angeordnet. Erst …

Figurale Schriftflächen

(187 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Zahlreiche ma. Hss. vom 5. Jh. an haben am Ende von Kapiteln, Textabschnitten, Lagen f. S. (auf der Spitze stehende Dreiecke, Rauten, Kreuze, Pyramiden, Kelche usw.) zwecks Gliederung des Textes und Vermeidung leerer Räume. Solche Schreibergewohnheiten wurden später von den Drukkern im Figurensatz nachgeahmt, bes. bei Aufkommen der Titelb!. In den ma. Hss . wurden auch Randglossen und Scholien in F. S. geschrieben, in der Regel ebenfalls in geometrischer Form, figürlich ist Ausnahme. Wir finden …

Holztafeldruck

(524 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Der Zeugdruck (also Druck auf Stoff) mittels Holztafeln mit eingeschnittenen Ornamenten ist in Ägypten und Europa seit dem 6. Jh. nachweisbar, mit figürlichen Mustern seit dem 14. Jh. Es lag nahe, dies Verfahren auf das Papier zu übertragen, seit auch in Deutschland Papiermühlen entstanden (Stromers Gleismühle bei Nürnberg, 1390) und ein Massenbedarf an Spielkarten entstand, die 1377 als erste Papierware über Italien aus Ägypten importiert wurden. Mit nur einer Holztafel konnte ein Bogen mit 32 …

Defensorium inviolate perpetuaeque virginitatis Mariae

(613 words)

Author(s): H. Rosenfeld
ist ein wichtiges spätma. typologisches Werk, das die jungfräuliche Mutterschaft Marias durch wunderbare Begebenheiten aus Natur, Sage und Mythologie (die abgebildet und mit kurzen Versen als Parallele erläutert werden) wahrscheinlich machen will. Quelle dafür sind christliche Autoren wie Augustin sowie antike wie Ovid. Solche Exempel sind z. B. die Phonix-Geburt aus dem Feuer, Geier-Junge ohne Begattung der Mutter, Empfängnis durch das (als Einhorn dargestellte) Rhinozeros im Schoß, aber auch K…

Marien – Literatur

(612 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Die wachsende ma. Marienverehrung, urspr. nur ehrfürchtige Betrachtung ihres Erdenwallens und Anrufung als Fürbitterin bei Gott, wurde in der Volksfrömmigkeit des ausgehenden MA zur Anbetung als Himmelskönigin und Wundertäterin (MarienMirakel) und dabei oft übersteigernd glorifiziert bis zur blasphemischen Darstellung auf dem Titelbild von «Der zielen troost» (Antwerpen 1509), wo das Blut aus Christi Seitenwunde und die Milch aus Mariä Brust gemeinsam den Kelch der Erlösung füllen. Der an der Bi…

Belial

(362 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Im 2. Korinther 14 werden Christus und der Satan Belial als Gegensätze nebeneinandergestellt. Das egte den Kanonisten Jakob de Theramo (1349-1417) zu seiner Consolatio peccatorum sive lis Christi et Belial (1382) an, eine Darstellung des Prozesses zwischen Christus und Belial um das Menschengeschlecht vor (dem von Gott als Richter eingesetzten) König Salomon. Diese geschickte Neubearbeitung früherer Satansprozesse war so erfolgreich, daG sie alsbald ins Deutsche übersetzt und in Hss. und Drucken…

Figureninitialen

(255 words)

Author(s): H. Rosenfeld
sind Initialen, deren Buchstabenkörper aus lebenden Wesen (zoomorph, anthropomorph oder beides kombiniert) geformt ist. Vereinzelt kommen F. schon in westgotischen, ita!., angelsächsischen, irischen und in dt. Hss. vom 8. Jh. an vor, wobei die Figuren oft zu symbolischer Handlung kombiniert sind. Im späten MA wurden ganze F. -Alphabete als Vorlage für Schreiber entworfen, frühestens im Skizzenbuch des Giovanni dei Grassi in der Biblioteca civica zu Bergamo (Ende 14. Jh.s, Kurth Taf. 1–4), ca. 14…

Praktik

(305 words)

Author(s): H. Rosenfeld †
innerhalb des lat. Textes «Judicium» oder «Prognostica», nannte man «Practicum» die auf Grund der Planetenstellung gemachte Voraussage für das folgende Jahr, in der oft aherlei Unglück prophezeit und auf dem Titelholzschnitt dargesteht wurde. Marcus Schinnagel verfaßte 1487—1493 mehrere Ren sowohl in lat. als auch in dt. Sprache, darunter die dt., dem Maximilian, Sohn Kaiser Friedrich III., gewidmete P. auf 1491 und die lat., König Albert von Polen gewidmete auf 1493, in der er irreführende Vorh…

Fierabrás

(146 words)

Author(s): H. Rosenfeld
(Fier-ä-bras). Ein Chanson de geste (2. Hälfte des 12. Jh.s) berichtet, wie Karl der Große den Sarazenenkönig Balan und seinen riesengroßen Sohn F. wegen in Rom geraubter Passionsreliquien bis nach Spanien verfolgt; Balan fällt, F. wird bekehrt, die Reliquien werden in Saint Denis deponiert. Der Genfer Syndikus Jean Bagnyon machte 1478 daraus einen franz. Prosa-Roman. Drucke seit 1478, vgl. H. 7085–7089 (im GW unter «Historia»), Die erste ill. Ausg. bei Loys Garbin in Genf hat 53 gute Holzschnit…

Gutenberg-Wappen

(218 words)

Author(s): H. Rosenfeld
Der schreitende Mann im G. ist weder Jude und Zeugnis jüdischer Abstammung Haemmerle) noch Handelsherr und Parallele zum aztekischen Pochteca (Friedrichs), sondern barfüßiger Bettler-Pilger in gelbem Gewand, eine Spitzgugel mit Schellenspitze auf dem Kopf, den Bettlerspeisenapf in erhobener Rechten, den Bettlerstock in der Linken, den Bettelsack auf dem Rücken (später zu wehendem Mantelzipfel umgedeutet). Dies G. ist Familienwappen, zuerst im Siegel des Großvaters Frielo Rafit zum Gensfleisch (†…
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