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Your search for 'dc_creator:( "Köpf, U." ) OR dc_contributor:( "Köpf, U." )' returned 73 results. Modify search

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Brückenbrüder

(72 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (fratres pontis). Bruderschaften zum Bau und Unterhalt von Brücken über Flüsse und der mit ihnen verbundenen Spitäler, Kapellen und Friedhöfe. Vom 12. bis ins 15.Jh. tätig, bes. in Südfrankreich (Rhônetal); hier angeblich durch den hl. Bénézet (1184/85) begründet, auf den die Brücke von Avignon zurückgeführt wird. Ulrich Köpf Bibliography P.Péano, Art. Pontieri (DIP 7, 1983, 85–92) Ders., Art. Benedetto di Hermillon (DIP 1, 1974, 1359 f.).

Marsilio Ficino

(334 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (19.10.1433 Figline im Arnotal – 1.10.1499 Careggi bei Florenz). Als Sohn des Leibarztes Cosimos de' Medici wurde er von diesem gefördert und von einem Medizinstudium zur Philos. hingeführt. Er lernte gründlich Griech. und übers. und komm. v.a. Plato (1463–1469), Plotin (1484–1486) und eine Reihe weiterer neuplatonischer Autoren. In Florenz gründete er eine Platonische Akademie (: I., 5.), in der er zus. mit einem Kreis von Bürgern, an der Spitze Lorenzo de' Medici, intensiv die…

Beuron

(248 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . I. Erzabtei St. Martin. Das um 1077 gegründete, nie überregional bedeutende Augustinerchorherrenstift im Donautal wurde mit Klosterbauten des 17./18.Jh. und 1738 geweihter Kirche 1802 säkularisiert und dem Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen zugesprochen (1850 preußisch). 1863 unter Prior Maurus Wolter als Benediktinerpriorat wiedererrichtet, wurde es 1868 zur Abtei und noch während der durch den Kulturkampf erzwungenen Exilierung des Konvents (1875–1887) 1885 zur Erzabtei erhoben…

Doctores ecclesiae

(264 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Kirchenlehrer), erstmals durch Bf. Licinianus von Cartagena gegen Ende des 6.Jh. (Greg. M. ep.1,41a) gebrauchter Ehrentitel. Durch die spätantike Kanonisierung theol. Autoritäten bildete sich in der griech. Kirche ein Kreis von drei (Basilius von Caesarea, Gregor von Nazianz, Johannes Chrysostomus), im Abendland von vier (erstmals um 800: Ambrosius, Augustin, Hieronymus, Gregor I., d.Gr.) liturgisch verehrten D.e. aus. Bonifatius VIII. hielt 1295 erstmals amtlich die Namen der …

Johannes

(158 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Fécamp (nach 990 bei Ravenna – 1078 Fécamp). Der 1017 aus St. Bénigne in Dijon als Prior ins Kloster La Trinité von Fécamp geschickte J. wurde dort – seit 1028 als Abt – zum bedeutendsten Vertreter des normannischen Reformmönchtums im 11.Jh. Hauptwerke: Confessio theologica, Confessio fidei, Libellus de scripturis et verbis patrum collectus. Obwohl J. reichlich aus der Tradition schöpft (bes. aus Augustin und Gregor I., dem Großen) und noch nicht schulmäßig argumentiert, hat s…

Alexander

(261 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Hales (um 1185 Hales, England – 21.8.1245 Paris). Nach dem Studium der Artes und der Theol. lehrte A. seit den frühen 20er Jahren an der Pariser theol. Fakultät, behielt aber enge Beziehungen zu seiner Heimat. 1229 zog er mit den streikenden Pariser Professoren und Studenten nach Angers und vertrat 1230/31 ihre Forderungen an der röm. Kurie. Als er sich 1236 dem Franziskanerorden anschloß, der seit 1219 in Paris vertreten war, behielt er seine Professur und verschaffte dadurch…

Laienabt

(83 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] im engeren Sinne ist ein Laie, der die Leitung und Nutzung eines Klosters innehat, ohne Mitglied seines Konvents oder auch nur Mönch zu sein. Bes. häufig wurden im 9. und 10.Jh. im Frankenreich und seinen Nachfolgereichen Angehörige des Adels in diese Funktion eingesetzt. In übertragenem Sinne nennt man L. auch den klerikalen Inhaber einer Kommende, der nicht dem Mönchsstand angehört (häufig vom Hoch-MA bis in die frühe Neuzeit). Ulrich Köpf Bibliography F.J.Felten, Äbte und L. im Frankenreich, 1980.

Gottfried

(150 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Clairvaux (von Auxerre; um 1114/20 Auxerre – nach 1188 Hautecombe). Als Schüler Abaelards 1140 durch Bernhards von Clairvaux Pariser Predigt »De conversione« für den Orden der Zisterzienser gewonnen. Mönch in Clairvaux, Sekretär Bernhards bis zu dessen Tod 1153, 1156 Abt von Igny, 1162–1165 von Clairvaux. Nach erzwungenem Rücktritt Mönch in Cîteaux, 1170 Abt von Fossanova bei Rom, 1176–1188 von Hautecombe (Savoyen). G. sammelte Bernhards Briefe sowie Materialien für seine Vita…

Brendan

(137 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (483–577 oder 583). Gründer mehrerer irischer Klöster, Abt von Clonfert (Co. Galway). Bekannt durch den im 7./10.Jh. entstandenen sagenhaften Bericht von einer siebenjährigen Seefahrt mit seinen Gefährten zu einer paradiesischen Insel im Atlantik (»Navigatio S. Brendani«). Das Werk knüpft weniger an die irische Hagiographie an als an die Viten äg. Wüstenväter und altirische Reiselit.; es benutzt antike, orientalische und bibl.-apokr. Elemente, aber auch mündliche Traditionen und…

Alfons X.

(142 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] der Weise (26.11.1221 Toledo – 4.4.1284 Sevilla). König von Kastilien und León seit 1252. Erhob als Enkel Philipps von Schwaben Anspruch auf das staufische Erbe und entwickelte einen den Mittelmeerraum umfassenden Imperialismus. Bedeutender als durch seine hochfliegenden, aber erfolglosen polit. Pläne war A. als Gesetzgeber, der ein einheitliches kastilisches Recht zu schaffen versuchte, als Historiograph (von ihm oder unter seiner Leitung verfaßt: Gesch. Spaniens »Estoria de Espa…

Laienbrüder

(339 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Konversen) im engeren Sinne sind Mitglieder einer rel. Gemeinschaft, die keine klerikalen Weihen empfangen haben. Mit dem Namen fratres laici oder conversi wurden aber im Laufe der Gesch. verschiedene Personengruppen bez. Im Früh-MA verstand man unter conversi Mönche, die im Unterschied zu den schon als Kinder einem Kloster übergebenen (pueri) oblati (Oblaten: I.) erst als Erwachsene eingetreten waren. Neben diesem sog. »älteren Konverseninstitut« entstand im 11. Jh. ein »jünge…

Genua

(259 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Hauptstadt der Region Ligurien und größter ital. Seehafen am Golf von G., am südlichen Steilhang des Apennin (1998: 642 000 Einwohner). Seit dem 5.Jh. v.Chr. von Ligurern besiedelter Hafen, dann röm. Municipium, dessen erster christl. Bf. 381 bezeugt ist (bis 1133 zu Mailand gehörig, seitdem Erzbistum). Schon im 6.Jh. Handelszentrum, geriet das reich gewordene G. im 11.Jh. in eine Konkurrenzsituation zu Pisa, aus der es nach langen Kämpfen 1284 als Sieger hervorging. Während de…

Gilson

(148 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Gilson, Étienne (13.6.1884 Paris – 19.9.1978 Auxerre), Philosoph. 1913 Prof. in Lille, 1919 in Straßburg, 1921–1932 Prof. an der Sorbonne, seit 1932 am Collège de France. 1929 Mitbegründer des Pontifical Institute of Medieval Studies in Toronto, 1947 Mitglied der Académie Française. G. war auch systematischer Philosoph (z.B. Matières et formes, 1964), doch der Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der Gesch. dessen, was er »christl. Philos.« nannte, wobei er die großen Denker (Augustin…

Leclercq

(219 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Leclercq, Jean (31.1.1911 Avesnes, Nordfrankreich – 27.10.1993 Clervaux, Luxemburg), Benediktiner; einer der fruchtbarsten theol. Mediävisten der 2. Hälfte des 20.Jh., der nach Studien in Rom und Paris an verschiedenen Orten (v.a. in Rom) auch eine Lehrtätigkeit ausübte. Nach anfänglichen Forschungen zur Scholastik des 13. – 15.Jh. wandte sich L. seit 1941 der teilweise noch unveröff. monastischen Lit. des MA, v.a. des 11. und 12.Jh., zu. Mittelpunkt seiner ausgedehnten Forschunge…

Antoniter

(97 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Hospitaliter). Ende 11.Jh. in Verbindung mit der Kirche von La-Motte-aux-Bois (seit 14.Jh.: St-Antoine-en-Viennois), die Reliquien des Wüstenvaters Antonius besaß, gegründete Laienbruderschaft zur Betreuung der am Antoniusfeuer (Hl. Feuer, Mutterkornbrand) Erkrankten. Die A. breiteten sich rasch aus und wurden 1247 in einen zentralisierten Orden mit Augustinerregel umgewandelt. Im 14.Jh. begann ein Niedergang, der sich auch durch mehrere Reformen 1367, 1420–1422 und 1478 nicht …

Ambrosianer.

(106 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Erstmals 1375 in einer Bulle Gregors XI. erwähnte rel. Gemeinschaft, deren Gründung auf drei Mailänder Adlige zurückgeführt wird. Die Konvente, die aus ihr hervorgingen, selbständig nach der Augustinerregel lebten und im Gottesdienst den ambrosianischen Ritus befolgten, wurden 1441 durch Eugen IV. mit anderen Gruppen zur Congregatio fratrum S.Ambrosii ad nemus Mediolanensis vereint. Nach wechselvollen Geschicken – v.a. der Abspaltung von Klöstern, die den röm. Ritus übernahmen, …

Ludolf

(146 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Sachsen (um 1300 Norddeutschland – 10.4.1378 Straßburg). Zuerst Dominikaner, seit ca.1340 Kartäuser (Straßburg, Koblenz [Prior], Mainz, Straßburg). Sein Hauptwerk ist die »Vita Jesu Christi«, ein auf der Evv.-Harmonie des Zacharias von Besançon (Chrysopolitanus, 1. Hälfte 12.Jh.), altkirchl. Autoren und der ma., meditativ-historisierenden Jesus-Lit. beruhendes Werk, das nicht einfach den Lebensweg Jesu erzählt, sondern in einzelnen (nach dem Schema von lectio, meditatio und or…

Frömmigkeitsgeschichte

(1,322 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] I. Eine F. ist am Ausgang des 20.Jh. eher Desiderat als Wirklichkeit, zumal in der ev. Theol. Das durch den Pietismus, J.W.v.Goethe und die Romantik im heutigen Sinn geprägte und durch F.Schleiermacher theol. begründete Verständnis von Frömmigkeit hat im 19.Jh. nicht zur Ausbildung einer frömmigkeitsgesch. Forschung geführt. Die Religionswiss. meidet bis heute den Frömmigkeitsbegriff (noch in HRWG 2, 1990, fehlt das Lemma). Erst am Ausgang des 19.Jh. wurde er für die Kirchengesch…

Angela

(143 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Foligno (1248/49 Foligno – 4.1.1309 ebd.). Schon früh unter franziskanischem Einfluß stehend, erfuhr die Ehefrau und Mutter A. auf einer Pilgerfahrt nach Assisi 1285 ihre conversio zu asketisch-karitativem Leben. Nach dem Tod aller Angehörigen schloß sie sich 1291 dem franziskanischen Dritten Orden an. Sie lebte nun mit einer Gefährtin zusammen, geistl. betreut von einem mit ihr verwandten Franziskaner. Zeitweise bildete sich um die »Magistra theologorum« ein lockerer Schülerk…

Inklusen

(376 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Reklusen, Klausner). I. sind Männer und Frauen, die sich in der Absicht, Buße zu tun, auf begrenzte Zeit (meist am Beginn ihres asketischen Lebens) oder für den Rest ihres Lebens in eine Zelle einschließen (lassen). Diese extreme Form der Askese begegnet schon in der Alten Kirche in allen Mönchslandschaften des Ostens (in Ägypten z.B. Johannes von Lycopolis, bes. häufig in Syrien), seit dem 6.Jh. auch im Westen. Ihre hohe Zeit erlebte sie aber im MA. Während sie im Früh-MA glei…
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