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Generationenkonflikt

(695 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
1. Bezugsrahmen Das nzl. Generationsverständnis ist charakterisiert durch seine Ambivalenz zwischen einer dominant genealogischen Deutungslinie und einer synchronen Kulturalisierung, die in der Zeit um 1800 begann, den Generationsbegriff umzuformen und ihm neue Bedeutungsebenen zu erschließen (vgl. Generationen). Es wäre zu erwarten, dass aus einer solchen Neujustierung auch ein deutlicheres Bewusstsein und eine stärkere Akzentuierung all jener Veränderungen resultieren würde, die dadurch in den generationellen Verhältnissen erkennbar wurden. Konflikte zwisch…

Generationenbewusstsein

(818 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
Die Entstehung eines G. ging in der Nz. mit epochalen Krisenerfahrungen infolge der Auflösung überkommener Berechenbarkeiten einher. Dies traf sicherlich für die Kulturkrise im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) zu, deren Verarbeitung sich bes. in lit. und biographischen Zeugnissen ausdrückte [4]; [5]. Diese Quellen maßen einen neuen, bisher so nicht gekannten Erfahrungsraum aus, der von nicht endender Gewalt und unmittelbarer Todesnähe bestimmt war [8]. Diese neue Qualität existentieller Unsicherheit trennte die dichterischen Beobachter v…

Greis/Greisin

(1,052 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
1. Alterstreppen Im normativen Modell des menschlichen Lebenslaufs, wie es etwa in den seit dem Beginn der Nz. bis ins späte 19. Jh. in Deutschland und Nordeuropa weit verbreiteten Darstellungen der Alterstreppe (vgl. auch die Abb. dort) konkretisiert wurde, war die Position von G. markant bestimmt [5]. Der Lebenslauf war als Kurve modelliert; ihr Aufstieg (lat. incrementum) entsprach der frühen Kindheit, der Jugend und dem jugendlichen Erwachsenenalter, den Scheitelpunkt bildete das volle Erwachsenenalter; ihr Absinken ( decrementum) stellte das höhere und hohe Alter dar. In den frühen, noch religiös konzipierten Lebenstreppen des 16. und 17. Jh.s wurde durch das bildliche Einbeziehen von Geburt und Tod das Kurvenmodell zur Repräsentation eines vollen Lebenskreislaufs. Der G. gehört…

Generationentransfer

(1,053 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
1. Bezugsrahmen Die Gewähr eines Transfers von Eigenschaften, Anlagen und Qualitäten unterschiedlicher Art ist konstitutiv für den Generationen-Begriff der Nz. Das charakteristische Oszillieren des Generationsverständnisses im 17. und 18. Jh. zwischen der noch starken Dominanz des genealogischen Diskurses (Genealogie) und der zunehmenden Ausformung einer soziokulturellen Sichtweise erlaubte eine Vielfalt von Konzepten, die um die Figur der Weitergabe kreisen. Diese Mehrdeutigkeit der Generationsverständigung zeigt sich in den zeitgenössischen Begriffe…

Gerontokratie

(897 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
Im Sinne Max Webers ist G. ein traditionales Herrschafts-Prinzip, das in vielen der patriarchal organisierten antiken griech. Staaten in Form unterschiedlicher institutioneller Gestaltungen vorherrschte und den freien Männern vornehmer Herkunft vorbehalten war. Später bestimmte es aber auch in der röm. Republik die Strukturen des politischen Entscheidungsprozesses. Darüber hinaus wurde der Terminus in der Nz. zum Synonym für jede Art von Herrschaftsausübung, in der gesellschaftlich als »alt« definierte Männer die Entscheidungsebene…

Generationen

(1,758 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
1. Ambivalenz zwischen Natur- und Gesellschaftsperspektive In der Nz. wurde die Ausdifferenzierung eines eigenständigen G.-Konzepts von einer charakteristischen Spaltung und begrifflichen Ambivalenz bestimmt: der Spaltung zwischen einem durch biologisch fu…

Generational consciousness

(871 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
The emergence of a generational consciousness in the early modern period went hand in hand with epoch-making experiences of crisis resulting from the breakdown of traditional predictabilities. This was certainly true of the cultural crisis associated with the Thirty Years’ War (1618–1648), whose processing found expression especially in literary and biographical witnesses […
Date: 2019-03-20

Aged person

(1,098 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
1. Staircase of Life In the normative model of the human curriculum vitae, as represented concretely in the image of the life stairs widespread in Germany and Northern Europe from the beginning of the modern period into the late 19th century, the position of old ages was prominently defined [5]. The course of human life was modeled as a curve: its rise (Latin  incrementum) represented early childhood, youth, and young adulthood, its crest represented full adulthood, and its decline ( decrementum) represented  advancing years and old age.The early life staircases of the 16th and …
Date: 2019-03-20

Generations, conflict of

(695 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
1. Frame of reference The early modern understanding of generations is characterized by vacillation between a primarily genealogical interpretation and a synchronic culturalization, which began to transform the concept of generation around 1800, opening up to it new levels of meaning (see Generation). We would expect that such a realignment would also lead to a clearer awareness of and greater emphasis on all those changes that became recognizable in intergenerational relationships. Conflicts betwee…
Date: 2019-03-20

Generational transfer

(1,117 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
1. Frame of reference The guarantee of a transfer of properties, aptitudes, and qualities of various kinds was central to the concept of generations in the early modern period. In the 17th and 18th centuries, the meaning of  generation typically oscillated between the still powerful dominance of genealogical usage (Genealogy) and the increasing prominence of a sociocultural perspective. This oscillation allowed for a wide range of concepts that cluster about the metaphor of transfer.This ambiguity in the understanding of  generation appears in the terminology used by c…
Date: 2019-03-20

Gerontocracy

(936 words)

Author(s): Kondratowitz, Hans-Joachim von
As defined by Max Weber, gerontocracy is a traditional authority principle that was dominant in many of the patriarchially organized states of ancient Greece in various institutional forms and was reserved to free males of aristocratic origin. Later, however, in the Roman Republic, it also determined the structures of political decision-making. In the early modern period, the term became synonymous with all kinds of exercise of authority in which men defined socially as “old” dominated the decis…
Date: 2019-03-20