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Gesetz der Evolution

(1,644 words)

Author(s): Kubon-Gilke, G. | Herms, E.
[English Version] I. Wissenschaftsgeschichtlich Durch ein grundlegend neues Verständnis des Menschen und der Natur ab dem Ende des 16.Jh. wurde der Weg für evolutionäres Denken bereitet. Im neuen Paradigma, das als eine der größten wiss. Revolutionen angesehen wird, wurde eine sich ad infinitum entwickelnde und verändernde Welt ohne Endverursachung unterstellt. Seit Ch.R.Darwin wird der Mechanismus der Evolution als Variation und natürliche Auslese beschrieben. Als wichtiger Wegbereiter der Evolutionstheorie formulierte G.W.Leibniz seine Vorstellung des allmählichen Fortschreitens. Neben den damals neuen philos. Vorstellungen und der Weiterentwicklung der Naturwiss. wurde das Evolutionsdenken insbes…

Evolution

(3,069 words)

Author(s): Polkinghorne, J. | Pollack, D. | Hübner, J. | Kubon-Gilke, G. | Leiner, M.
[English Version] I. Theoriegeschichtlich und kosmologisch Die Bedeutung der Idee der E. als einer durch das Zusammenspiel von kontingenten Faktoren und gesetzmäßigen Regeln sich vollziehenden, gleichsam gesch. Entwicklung wurde zuerst in der Geologie im 18.Jh. wahrgenommen. Hier diente sie u.a. zur Vermittlung zw. der von James Hutton (1726–1797) vertretenen Theorie der Uniformität, der zufolge die Prozesse, die in der Vergangenheit die Erde formten, dieselben sind, die gegenwärtig wirken, und der z.B. von Georges Cuvier (1769–1832) vertretenen Theorie, daß die gegenwärtigen Erdformationen das Ergebnis einer Serie von geologischen Katastrophen sind. In der Biologie entwickelte Ch.Darwin mit seinem Werk »On the Origin of Species by Means of Natural Selection« (1859) ein umfassendes Bild der zuerst von J.B.A.de Lamarck entworfenen Theorie einer E. des Lebens. Während Lamarck ihre Ursachen in der Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen sah, sind für Darwin Vererbung und natürliche Selektion die wichtigsten Impulsgeber der biologischen E. Die Abweichung der Arten aufgrund erblicher Mutation, die Tendenz zur Vermehrung von Populationen, die Konkurrenz um die Ressourcen des Überlebens sowie die Durchsetzung genetisch besser angepaßter Artvarianten können nur in einem gesch. Bild der E. des Lebens miteinander vereinbar gemacht werden. Damit war das Grundmodell gegeben, das von seinem urspr. Anwendungsbereich immer weiter ausgedehnt und durch weitere Entdeckungen, ausgehend von den Forschungen Gregor Mendels (1822–1884) v.a. im Bereich der Genetik, spezifiziert und modifiziert wurde. Als umstritten erwiesen sich von Anfang an die weltanschaulichen Schlußfolgerungen, die aus Darwins Erklärungsmodell abgeleitet wurden. So wird auch am Ende des 20.Jh. die programmatisch an Darwin anknüpfende Soziobiologie in ihrem weit über die Biologie hinausgreifenden Versuch, eine allg. Theorie der E. des Sozialverhaltens zu entwickeln, heftig diskutiert. Demgegenüber hat sich der Vergleich der DNA-Sequenzen in der molekularbiologischen Forschung als ein Weg zur Beurteilung von Verwandtschaft im Prozeß der E. erwiesen, mit dem die E.biologie als hist. Wissenschaft dem Ziel eines natürliche…